Als Ikone bayerischer Lebensart wird Franz Josef Strauß noch immer gefeiert, seine politischen Erfolge, seine Niederlagen, aber auch seine Eskapaden sind unvergessen. Über damals und heute, Kultur, Politik und das Leben in Bayern ohne FJS.
Der Agrarkonzern ist in einer schweren Krise, jetzt soll der Aufsichtsrat umgebaut werden: Verlassen CSU-Politikerin Monika Hohlmeier und Bauernpräsident Joachim Rukwied das Unternehmen?
Jagdschloss Thiergarten
:Altes Thurn-und-Taxis-Schloss brennt nieder
In der Nacht auf Montag bricht in dem alten Jagdschloss der Adelsfamilie Thurn und Taxis Feuer aus. Das historische Gebäude bei Donaustauf erlangte in den 1980er-Jahren überörtliche Bekanntheit.
Gestrandete Passagiere am Münchner Flughafen
:Zusammengerollt neben der Putzmaschine
Innerhalb von 24 Stunden durchkreuzen Drohnensichtungen am Münchner Flughafen die Reisepläne von rund 10 000 Menschen. Viele müssen die Nacht auf Samstag auf dem kalten Boden im Terminal verbringen. Warum es trotzdem ruhig bleibt.
Vermächtnis des CSU-Übervaters
:Was aus Bayern und der CSU geworden wäre, wenn Franz Josef Strauß 90 Jahre alt geworden wäre
Besuch von einem „windigen Bürscherl“ und umjubelte Grußworte: Am Tag, an dem FJS seinen 90. Geburtstag gefeiert hätte, wagte Michael Stiller ein Gedankenspiel. Zum 80. SZ-Jubiläum hier der Originaltext vom 6. September 2005.
Tod von Franz Josef Strauß
:Der Tag, an dem Bayern einen Moment stillstand
1988 brach der damalige Ministerpräsident Franz Josef Strauß bei einem Jagdausflug zusammen und starb zwei Tage später im Krankenhaus in Regensburg. Damals gab es noch keine schnellen Online-Meldungen und keine Infos per Handy, die Journalisten harrten vor Ort aus. Zum 80. SZ-Jubiläum hier der Originaltext vom 4. Oktober 1988.
Proteste gegen die WAA
:Eskalation in Wackersdorf: Polizei setzte Gas gegen Demonstranten ein
Die Proteste gegen die geplante Wiederaufbereitungsanlage in der Oberpfalz begleitet die SZ viele Jahre lang. Immer wieder eskaliert die Situation und es gibt Verletzte. Zum 80. SZ-Jubiläum hier der Originaltext vom 2. April 1986.
Walhalla in Donaustauf
:Muss die Heimstatt deutscher Heldenhäupter moderner werden?
Seit jeher wird gestritten, welche Köpfe in die Walhalla dürfen – König Ludwig I. hatte die Ruhmeshalle bauen lassen, um der Bevölkerung Vorbilder zum Nacheifern vorzustellen. Doch ist das noch zeitgemäß? Oder müsste mal umsortiert werden?
MeinungGesellschaft
:Wer die deutsche Einheit will, versuche es mit Entspannungspolitik – im Innern
Ob es um Zuwanderung geht oder Rente, um Israel oder Putin: Viel zu oft leistet sich das Land ein Moralspektakel. Wer zur Einheit beitragen will, gibt die Kulturkämpfe auf und geht lieber den simplen und praktischen Fragen nach.
Donaustauf in der Oberpfalz
:Die letzten Plätze sind vergeben: Strauß und Arendt kommen in die Walhalla
Der „Vater des modernen Bayern“ und die „unabhängige Denkerin“ sollen die beiden noch möglichen Büsten in der Ruhmeshalle bei Regensburg bekommen - mögliche weitere Prominente werden anders dargestellt.
Die Promis auf der Wiesn an Tag 7
:Matthäus mit neuer Partnerin, Kerth mit Champagnerflaschen-Unfall
Verena Kerth hat von einer Magnumflasche einen so großen blauen Fleck, „dass ich ihn nicht einmal mehr mit Make-up abdecken kann“. Arnold Schwarzenegger zeigt Sohn Christopher seinen Lieblingsplatz. Die Wiesnpromis vom Freitag.
Gedenkveranstaltung
:Neue Dokumente zum Oktoberfest-Attentat – und weiter viele Fragen
Zwölf Menschen werden bei dem rechtsterroristischen Anschlag auf dem Oktoberfest ermordet – mögliche Hintermänner werden nie ermittelt. 45 Jahre danach, kurz vor der Gedenkfeier in München, veröffentlichte das Bundesarchiv neue Dokumente.
Neue Ruhmestempel braucht das Land
:Mehr Ehre! Auch für die Lebenden
Franz Josef Strauß in die Walhalla und Markus Söder in die „Halle der Erwartung“ – neben Alfons Schuhbeck und Monika Gruber. Wenn das mal keine großartige Idee ist.
Politische Rhetorik
:Heuchelmörder im Hohen Haus
Moralische Anwürfe statt Argumente – so machen Abgeordnete im Bundestag gern Punkte. Über den rhetorischen Kampfbegriff der „Heuchelei“.
Glosse
:Bayern hat die Superstars
Wie in aller Welt kam Markus Söder auf die Idee, Hannah Arendt neben Franz Josef Strauß in der Walhalla zu verewigen? Ein garantiert authentischer Einblick in die Entscheidungsfindung des bayerischen Ministerpräsidenten.
Söder will CSU-Übervater ehren
:Franz Josef Strauß soll in die Walhalla
Zwei Plätze gibt es derzeit noch in Bayerns Ruhmeshalle – und einer soll an das Idol von Ministerpräsident Markus Söder gehen: Er wünscht sich einen Platz für Franz Josef Strauß. Außerdem ist Hannah Arendt vorgeschlagen.
Bayerische Zeitgeschichte
:Wie Strauß sich den Amerikanern andienen wollte
Unterlagen des amerikanischen Außenministeriums dokumentieren einen Anruf des CSU-Vorsitzenden im Jahr 1980: Demnach wollte er Sicherheitsberater Zbigniew Brzeziński Informationen zukommen lassen – anonym.
Streit um Waffenlieferungen
:Wie Franz Josef Strauß die Israel-Politik der CSU noch immer prägt
Der CSU-Politiker fädelte heimlich Waffendeals zwischen Deutschland und Israel ein und trieb so die Annäherung beider Staaten voran. Seine Haltung dominiert die Partei bis heute.
Mentalität und Tradition
:Wie die Metzger Bayern prägten
Der Berufsstand der Metzger hat Land und Leute über Jahrhunderte hinweg beeinflusst. Will man die Geschichte Bayerns in ihrer ganzen Tiefe erfassen, muss man sie unbedingt aus der Warte des Metzgerwesens betrachten.
50 Jahre China und Bayern
:Als Franz Josef Strauß in China Mao Zedong traf
Der CSU-Übervater war 1975 der erste Deutsche, dem der KP-Vorsitzende eine Audienz gewährte. China spielt bis heute eine zentrale Rolle in der berüchtigten bayerischen Nebenaußenpolitik, die Strauß begründete.
Prominenter Name
:Warum Franz-Josef Strauß die CSU verlässt
Ein Namensvetter des CSU-Übervaters kehrt der Partei den Rücken. Dabei hatte FJS ihm schon zur Taufe gratuliert.
MeinungPrantls Blick
:Leo der Zornige
Nachruf auf einen kreuzbraven Widerständler: Als Priester war Leo Feichtmeier das geistliche Gesicht des Protests gegen den Bau einer atomaren Wiederaufarbeitungsanlage in Wackersdorf. Nun ist er im Alter von 91 Jahren gestorben.
Biografie über KoKo-Chef Schalck-Golodkowski
:Der Milliarden-Mann der DDR
Keiner wandelte sicherer auf dem schmalen Grat zwischen Kommunismus und Kapitalismus. Norbert F. Pötzl hat das abenteuerliche Leben des Alexander Schalck-Golodkowski zwischen Stasi-Tätigkeit, dubioser Devisenbeschaffung und veruntreuten Geldern spannend rekonstruiert.
Glosse
:Das Streiflicht
Der Button mit der Aufschrift „Atomkraft? Nein danke“ wird fünfzig Jahre alt. Ob wir ihn noch weitere Jahrzehnte gebrauchen können?
Buch über „Das Kanzleramt“ in der frühen BRD
:Diese lästige Demokratie
NS-Vergangenheit verharmlosen, alte Kameraden fördern, Pressefreiheit und Forschung behindern – das war der Dreiklang aus dem Bonner Kanzleramt bis zum Ende der 1960er. Eine umfassende Studie bringt bislang unbekannte Details aus der Schaltzentrale der Macht ans Licht.
Politischer Aschermittwoch
:„Söder arbeitet sehr emotiv, mit empfundener Bedrohung und Bevormundung“
Der Politologe Daniel Nagl hat zum politischen Aschermittwoch promoviert. Er erklärt, warum die Veranstaltung mehr ist als verbales Draufhauen, wie Markus Söder Ängste schürt und wer zur Vorbereitung ein Bier trinken sollte.
CDU und CSU
:Schwierige Geschwister
In der Union hat es oft Streit gegeben. Aber am schlimmsten war es immer, wenn sich der CSU-Chef für den Besseren im Kanzleramt hielt. So wie einst Franz Josef Strauß gegen Helmut Kohl. Später Edmund Stoiber gegen Angela Merkel. Und heute Markus Söder gegen Friedrich Merz.
Bundestagswahl 2025
:Söder gibt Merz „volle Rückendeckung“
Bei der Vorstellung der CSU-Plakate für den Bundestagswahlkampf wird der Schulterschluss mit der CDU augenfällig. Die beiden Parteichefs bewerben die zentralen Botschaften der Union gemeinsam. Strauß hat dieses Mal Pause.
MeinungKünftige Bundesregierung
:Höchste Zeit für Bavaria first - und Söder firster
Es ist kaum zu übersehen, dass der bayerische Ministerpräsident furchtbar unter dem Franz-Josef-Strauß-Syndrom leidet.
Italien
:Mailand hat jetzt einen Silvio-Berlusconi-Flughafen
Der Airport Malpensa wird umbenannt, trotz heftiger Proteste – und trotz kreativer Gegenvorschläge: Wie wäre es mit „Aeroporto Bunga-Bunga“?
MeinungBundesregierung
:Was interessiert mich mein Geschwätz von März?
"Pacta sunt servanda", Vereinbarungen sind einzuhalten? Nicht so in der Ampelkoalition, wie der Streit um die Rente wieder einmal beweist.
Reden wir über Bayern mit Hans Maier
:"Die Politik verglüht, sie hat keine Beständigkeit"
Er diente unter Strauß und wurde von ihm als "arroganter Professor" bezeichnet: der langjährige bayerische Kultusminister Hans Maier über Bombennächte in Kellern, das Gendern und die Unsterblichkeit.
Europawahl
:Strauß, Europa und die Sache mit den Karamellbonbons
Die Beziehung zwischen der CSU und Europa ist wechselhaft: Mal wird polemisiert, mal wird Großes beschworen. Und heute, im Europawahljahr 2024? Ein Besuch bei Bernd Posselt, dem wohl überzeugtesten EU-Politiker der Partei.
MeinungBildung
:Neutral ist nicht gleich wertneutral - erst recht nicht an der Schule
Die Gesellschaft steht überall von rechts außen unter Druck. Lehrer können und sollten sich dem entgegenstellen.
Geschichte
:Der Main-Donau-Kanal und die Kontroverse um seine Fertigstellung
Eine kleine Ausstellung der Staatlichen Archive Bayerns ist diesem Thema gewidmet. Sie beantwortet auch die Frage, was Dieter Hildebrandt, Gerhard Polt und Gisela Schneeberger mit der Wasserstraße zu tun haben.
Das Politische Buch
:Wirtschaft first, Menschenrechte später
In seiner großen Analyse "Deals mit Diktaturen" schildert der Historiker Frank Bösch, wie deutsche Regierungen seit 1949 im Umgang mit Autokratien stets ohne ethische Skrupel agierten. Einerseits eine große Chronik der Skandale - andererseits verheddert sich der Autor bei der Methodik.
MeinungPolitischer Aschermittwoch
:Bitter ist's genug
Die Redner in Niederbayern sollen gerne ein Spektakel bieten. Es wäre aber kein Verrat an der Tradition, wenn sie es diesmal ohne Zuhilfenahme von "Saustall" oder "Maden-Müsli" schafften.
Skandale in Bayern
:Es war der Bruder
Ob Amigo-, Flick- oder Maskenaffäre: Die Geschichte der politischen Skandale muss neu geschrieben werden. An allem war immer ein Helmut schuld.
Geschichte
:Wie die Bayern zu Europäern wurden
Vor 75 Jahren forderte der bayerische Landtag die Staatsregierung auf, sich für die "Vereinigten Staaten von Europa" zu verwenden. Von da an war die europäische Einigung quasi ein "Staatsziel des Freistaats".
SZ-Serie: So tickt Bayern, Folge 4
:Amigos, Spitzelanrufe und verschüttetes Flugbenzin
Die CSU ist in ihrer Geschichte immer wieder von heftigen Turbulenzen aller Art erschüttert worden. Doch es gibt einen wichtigen Unterschied zur aktuellen Affäre um Hubert Aiwanger.
Geschichte
:"Sie verlassen jetzt sofort das Schulgelände, sonst rufe ich die Polizei"
Mit einem Strafreferat über den Nationalsozialismus ist Hubert Aiwanger einst glimpflich davongekommen. Anderswo waren Schulleiter in den Achtzigern strenger.
Landtagswahl in Bayern
:CSU stellt Söder und Strauß auf
Neben dem amtierenden Ministerpräsidenten schickt die Partei auch einen ihrer alten Helden in den Wahlkampf - zumindest auf den Plakaten.
Aus der Landespolitik
:Mit Franz Josef Strauß im Gepäck nach Albanien
Eine Kunststofffigur als Gastgeschenk löst bei den Grünen Alarmsignale aus. Nachvollziehbar, denn wen würde es schon wundern, stünde in Bayern eine Fabrik zur Produktion von CSU-Übervätern.
MeinungKlimaproteste
:Die Blockade als Protest-Volksfest
Von Klebeaktionen, Wurstsemmeln und quer gestellten Trucks. Warum die Aktivisten der "Letzten Generation" nicht das Allerletzte sind.
Das Politische Buch
:Ein Rätsel im Kampfanzug
Wolfram Pyta und Nils Havemann legen eine erstaunliche Biografie über Alfred Dregger vor. Sie zeichnen den CDU-Hardliner als Mann mit "natürlicher Führungsbegabung" und schwanken trotz aller reaktionärer Auftritte des Hessen zwischen Befremden und offener Bewunderung.
Politischer Aschermittwoch
:Einstudiertes Gepolter
Einige SZ-Leser halten den ritualisierten Theaterdonner für entbehrlich. Aber es gibt auch Fans, die sich gerne an Franz Josef Strauß erinnern.
Kanzlerakten
:Meine Unterschrift, meine Akte
Staatliche Entscheidungen müssen nachvollziehbar bleiben - das ist ein Prinzip der Demokratie. Dokumente von Amtsträgern gehören also ins Archiv. Doch Deutschlands Regierungschefs sind mit dem Grundsatz bisher eher nachlässig umgegangen.
03:20
Prantls Politik
:Bier, Nostalgie und Alleinherrschaft
Der Politische Aschermittwoch der CSU dürfte dieses Jahr besonders herzhaft ausfallen - auch, weil eine Landtagswahl ansteht. Was die Biertisch-Stimmung über die Lage der Partei erzählt.
Maaßen und die CDU
:Wo verläuft die Grenze nach rechts?
Die CDU will Hans-Georg Maaßen loswerden. Das Ultimatum an den ehemaligen Verfassungsschutzpräsidenten wirft Fragen auf, die sich den Unionsparteien seit ihrer Gründung stellen.
Francis Fulton-Smith
:"Als Schauspieler kann ich alles sein"
Francis Fulton-Smith wurde einst "Schmonzettenkönig" genannt. Dann spielte er Franz Josef Strauß. Und Göring. Über einen, der sich mit ernsten Rollen und einem offenherzigen Buch neu erfand.