Heute organisieren Künstler, Fans und Unternehmen ihre eigenen Öffentlichkeiten und so wuchern viele neue kulturelle Nischen. Doch Google, Apple, Facebook und Co. bedrohen diese - durch den Aufbau kommerzieller Hierarchien.
Von Felix Staldermehr...
Wir kriminalisieren eine ganze Generation, die Musik digital über das Internet kopiert. Dass Copyshops und Mixtapes hingegen legal sind, zeigt: Das Modell der Kulturflatrate ist in vielen Bereichen längst Praxis. Es wird Zeit, über eine Neuauflage zu diskutieren.
Von Dirk von Gehlenmehr...
Eigentlich war die Milliardenklage des Medienkonzerns Viacom gegen Google-Tochter YouTube bereits vom Tisch - nun könnte es doch noch zu einem Prozess kommen. Ein US-Berufungsgericht verwarf das Urteil einer Vorinstanz und ebnete damit den Weg für die Wiederaufnahme des Urheberrechtsstreits. Die Entscheidung wird auch für andere Klagen gegen YouTube Folgen haben.
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Das Urheberrecht behindert Freiheit und Kreativität? Das ist populistischer Unsinn. Gerade der rechtliche Schutz schafft Anreize für kreatives Wirken - und sichert, dass Künstler selbst entscheiden können, zu welchen Bedingungen sie ihre Werke veröffentlichen.
Ein Gastbeitrag von Konstantin Wegner.mehr...
Meinung
Wenn sich Grünen-Fraktionschef Jürgen Trittin plötzlich für eine Kulturflatrate ausspricht, mag er damit gegen die Piraten punkten wollen - die Debatte um das Urheberrecht bringt sein Opportunismus nicht voran. Einfache und schnelle Lösungen für Autoren, Filmemacher und Musiker gibt es nicht.
Ein Kommentar von Andrian Kreyemehr...
Meinung
Es ist gut, dass die internationale Gemeinschaft neue Formen des Urheberrechts finden will. Dennoch ist es richtig, das Anti-Piraterie-Abkommen ACTA nicht zu unterzeichnen. Denn wo endet der Tausch im Netz, wo beginnt die Raubkopie? Diese Frage würde das Abkommen nicht klären.
Ein Kommentar von Andrian Kreyemehr...
Einer der beiden mutmaßlichen Drahtzieher hinter der Plattform kino.to steht von heute an in Leipzig vor Gericht. Doch egal wie der Prozess ausgeht: Längst haben Klon-Portale die Lücke geschlossen, die kino.to hinterlassen hat.
Von Sophie Crocoll und Christoph Giesenmehr...
Sebastian Nerz ist Vorsitzender der Piratenpartei. Im Süddeutsche.de-Fragebogen erklärt er, warum das derzeitige Urheberrecht unsinnig und veraltet ist, weshalb Repression nicht fruchtet und wie Künstler dennoch Geld verdienen können.
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Steigende Einnahmen im Internet, allerdings rückläufige Zahlungen aus dem CD-Verkauf: Auch die Gema profitiert von der Musiknutzung im Netz. Vor diesem Hintergrund erwartet der Rechtevertreter eine Einigung mit Spotify, das Ende des Rechtsstreits mit YouTube und eine baldige Unterzeichnung von Acta.
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Die schwarz-gelbe Koalition hat einen neues Leistungsschutzrecht beschlossen. Betreiber von Suchmaschinen und News-Aggregatoren sollen künftig für die Verbreitung von Zeitungsartikeln im Internet an die Verlage zahlen. Verleger begrüßen es, Gegner kritisieren es scharf.
Fragen und Antworten. Von Mirjam Hauck und Bastian Brinkmannmehr...Digitalblog
Meinung
Obwohl das Abkommen weder Internet-Zensur noch neue Straftatbestände einführt, machen Aktivisten gegen Acta mobil. Die EU hat sich das Misstrauen aufgrund der intransparenten Verhandlungen selbst zuzuschreiben. Dennoch: Das Urheberrecht darf nicht sein Recht verlieren - daran ändert auch die berechtigte Kritik der Acta-Gegner nichts.
Ein Kommentar von Heribert Prantlmehr...
Der Bundestagsabgeordnete Jimmy Schulz sitzt für die FDP in der Enquête-Kommission Internet und digitale Gesellschaft. Im Süddeutsche.de-Fragebogen erklärt er, warum nicht alles in den Topf "Acta" geworfen werden darf, welche erfolgreichen Bezahlmodelle es im Internet bereits gibt - und was die Aufgabe des Staates dabei ist.
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Netzaktivisten fordern schon lange die Freigabe von Daten öffentlicher Stellen. Jetzt hat das Raumfahrtzentrum DLR reagiert und gibt alle eigenen Fotos und Videos frei - schließlich habe der Steuerzahler das Bildmaterial bereits finanziert.
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Halina Wawzyniak ist die netzpolitische Sprecherin der Linken im Bundestag. Im Süddeutsche.de-Fragebogen erklärt sie, warum Kopierverbote sinnlos sind, Abmahnungen verboten werden sollten und weshalb das gegenwärtige Urheberrecht Züge des Neokolonialismus trägt.
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"Vergüten statt verfolgen": Im Süddeutsche.de-Fragebogen erläutert Grünen-Netzpolitiker Malte Spitz seine Vorstellungen einer Urheberrechtsreform. Dabei plädiert er für eine stärkere Unterscheidung zwischen kommerzieller und nicht-kommerzieller Nutzung.
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Wie sieht das Urheberrecht der Zukunft aus? In der Süddeutsche.de-Debatte erläutert Björn Böhning, netzpolitischer Sprecher der SPD, im Fragebogen seine Vorstellungen. Das Recht des Künstlers an seinem geistigen Eigentum muss seiner Meinung nach geschützt werden - "nicht aber jedes jedes Verwerter- oder Geschäftsmodell".
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Kim Schmitz ist frei: Einen Monat nach seiner Festnahme in Neuseeland wurde der Gründer von Megaupload gegen Kaution aus dem Gefängnis entlassen. Der Richter sah keine Fluchtgefahr. Schmitz muss strenge Auflagen erfüllen - unter anderem ist ihm der Zugriff aufs Internet verwehrt.
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Der Bundestagsabgeordnete Peter Tauber gilt als Vorzeige-Netzpolitiker der CDU. Im Süddeutsche.de-Fragebogen erklärt er, warum Acta neu formuliert werden muss und wie er sich eine Urheberrechtsform vorstellt, die ohne Kulturflatrate auskommt.
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Seit Acta ist das Urheberrecht ein Thema für die Hauptnachrichten - doch die Diskussion darüber, ob sich etwas ändern soll und wie eine Reform aussehen könnte, wird nur leise geführt. Höchste Zeit, das zu ändern.
Von Dirk von Gehlenmehr...Digitalblog
Darf ich urheberrechtlich geschützte Videos in meinem Blog zeigen? Sind Privatkopien von MP3s erlaubt? Ist es legal, aktuelle Kinofilme via Stream im Netz zu sehen? Die wichtigsten Fragen und Antworten zum Urheberrecht im digitalen Zeitalter.
Von Mirjam Hauck und Johannes Kuhnmehr...
Müssen soziale Netzwerke Nutzer-Videos bereits vor Veröffentlichung darauf prüfen, ob sie gegen geltendes Urheberrecht verstoßen? Der Europäische Gerichtshof hat in dieser Sache nun ein Grundsatzurteil verkündet.
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Die Demonstrationen vom Wochenende zeigen Wirkung: Immer mehr Unterstützer wenden sich von Acta ab. Der Fraktionsvorsitzende der Konservativen im Europäischen Parlament sieht das Abkommen zunächst "am Ende" - um diese Aussage dann zu relativieren.
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Im Bundestag war Acta bis vor wenigen Tagen kein Thema, auch in den Bundestagsfraktionen nicht. Bis sich breiter Protest im Netz und auf der Straße zusammenbraute und die Internet-Experten aus fast allen Fraktionen Alarm schlugen. Dabei hätte Deutschland das Abkommen eigentlich schon vor Wochen ratifiziert - wenn es nicht eine Verwaltungspanne gegeben hätte.
Von Susanne Höll, Berlinmehr...
Die Bundesregierung reagiert auf die Kritik am internationalen Anti-Piraterie-Vertrag ACTA: Berlin will das Abkommen vorerst nicht unterschreiben. Die zuständige Bundesjustizministerin Leutheusser-Schnarrenberger habe in dieser Woche Bedenken angemeldet. Für Samstag haben Aktivisten zu europaweiten Demonstrationen gegen ACTA aufgerufen.
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Der Online-Wutausbruch des Ex-Guns-N'-Roses-Bassisten Duff McKagan zeigt: In der Debatte um ein zukunftstaugliches Urheberrecht geht es nicht nur um unterschiedliche Interessen, sondern auch darum, was eine Gesellschaft als gegeben betrachtet.
Von Dirk von Gehlenmehr...
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