Schäuble will das Ehegattensplitting in ein Familiensplitting umwandeln und für homosexuelle Eltern öffnen. Wie könnte eine solche Reform aussehen? Wer profitiert davon? Was spricht dagegen? Die wichtigsten Fragen und Antworten im Überblick.
Von Daniela Kuhr, Berlinmehr...
Meinung
Das Richtige ist in der Politik nicht immer das Kluge. Das kann man sehr gut an den Steuerplänen der Grünen studieren. Die Partei schreibt sich die Abschaffung des Ehegattensplittings groß auf die Fahnen - könnte damit aber vor allem ihre Stammwählerschaft verprellen.
Ein Kommentar von Guido Bohsem, Berlinmehr...
Wer mittendrin stehen will im Sturm der Entrüstung, muss nur eines tun: die Abschaffung des Ehegattensplittings fordern. Jahrzehnte stand es für die gerechte Besteuerung von Familien. Nun sehen einige das ganz anders.
Von Daniela Kuhr, Berlinmehr...
Das Ehegattensplitting soll auf jeden Fall bleiben - und zwar nur für heterosexuelle Paare: CSU-Generalsekretär Dobrindt hat sich gegen die Pläne von Finanzminister Schäuble ausgesprochen. Der hatte ein Familiensplitting gefordert, das auch für gleichgeschlechtliche Paare mit Kindern gelten soll.
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Seit Jahren streiten Experten aller Parteien über das Ehegattensplitting. Manche wollen es gar ganz abschaffen. Und dann das: Laut einer Umfrage wollen 81 Prozent der Eltern dieses Steuermodell behalten. Ob das Signal der Wähler in Berlin verstanden wird?
Ein Kommentar von Ulrike Heidenreichmehr...
"Das ist nicht unser Konzept": In einem Interview nimmt Hannelore Kraft von der Forderung der Grünen Abstand, mehr Steuern von Spitzenverdienern zu verlangen - und stellt sich damit gegen den Koalitionspartner.
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Mal schmäht jemand Schwule und Lesben als "schrille Minderheit", mal stören alte Law-and-Order-Töne und jetzt auch noch die Gehälter-Affäre: Josef Schmid hat es im OB-Wahlkampf nicht leicht, die CSU in München als Großstadtpartei zu präsentieren. Er setzt auf liberale Töne. Doch das ist nicht allen in seiner Partei aggressiv genug.
Von Dominik Huttermehr...
Bela B. von den Ärzten ist dabei, Schriftsteller Günter Grass und Schlagersänger Patrick Lindner: Sie und mehr als 30 weitere Künstler, Intellektuelle und andere Prominente fordern gleiche Rechte für die Homo-Ehe. "Stellt gleich, was gleich ist!", heißt es in ihrem Offenen Brief an den Bundestag.
Von Barbara Galaktionowmehr...
Finanzminister Schäuble und die Union suchen wegen des Streits um die Homo-Ehe nach einer Alternative zum Ehegattensplitting - und streben mit dem Familiensplitting eine große Reform an. Antworten auf die wichtigsten Fragen zu dem Modell.
Von Guido Bohsem, Berlinmehr...
Wird der besondere Schutz von Ehe und Familie ausgehöhlt, wenn eingetragene Lebenspartner gleiche Rechte erhalten? Nein. Es wird deshalb keine Ehe weniger geschlossen und kein Kind weniger geboren. Auch Homo-Ehen sollten vom Ehegattensplitting profitieren - denn sie orientieren sich an wichtigen Werten.
Ein Gastbeitrag von Ruprecht Polenzmehr...
Die CDU will das Ehegattensplitting weiterentwickeln hin zu einem Familienmodell. Gut so, denn Deutschland braucht das Familiensplitting und zwar unabhängig davon, ob es sich um Verheiratete, nicht Verheiratete oder gleichgeschlechtliche Partnerschaften handelt.
Von Marc Beisemehr...
Der Streit innerhalb der CDU zur Ausweitung des Ehegattensplittings auf Homo-Paare dürfte sich weiter verschärfen. Denn demnächst wird sich der Bundestag mit dem Thema beschäftigen, nachdem der Bundesrat den Gesetzesentwurf gebilligt hat.
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90 Prozent der Einkommensteuerzahler werden entlastet, sagt Grünen-Spitzenkandidat Jürgen Trittin und verteidigt so die Vorschläge seiner Partei. Seine Kritiker sehen das anders: SPD-Chef Gabriel warnt davor, die Menschen zu verunsichern - und der Steuerzahlerbund nennt die Pläne gar "verfassungswidrig".
Von Nico Fried, Berlinmehr...
Geld ist selten ausschlaggebend: Eine neue Studie zeigt, unter welchen Bedingungen es Kindern gutgeht. Im Interview erläutert Entwicklungspsychologe Axel Schölmerich, wodurch schlechte ökonomische Bedingungen ausgeglichen werden - und wie Eltern und Politiker zum Wohlergehen von Kindern beitragen sollten.
Von Barbara Galaktionowmehr...
Was steht Frauen im Job wirklich im Weg? Das wollte sich Angela Merkel von weiblichen Führungskräften bei einem Treffen im Kanzleramt erklären lassen. Die wichtigste Erkenntnis der Kanzlerin: Beim nächsten Treffen müssen Männer dabei sein.
Von Melanie Staudingermehr...
Exklusiv
Warnschuss aus Karlsruhe: Laut SZ-Informationen fordert das Bundesverfassungsgericht den Bundestag nachdrücklich dazu auf, gleichgeschlechtliche Paare auch bei der Grunderwerbsteuer so zu behandeln wie Ehepaare. Das Gericht setzt dem Parlament ein Ultimatum - und droht andernfalls sogar mit Vollstreckung.
Von Guido Bohsem, Christoph Hickmann und Wolfgang Janischmehr...
Meinung
SPD-Chef Gabriel will das Ehegattensplitting abschaffen. Die Idee ist gut. Denn Frauen erschwert es den Entschluss, nach der Heirat berufstätig zu bleiben - erst recht, wenn sie Kinder haben.
Ein Kommentar von Daniela Kuhr, Berlinmehr...
Die Ehe will sie weiterhin unterstützen - aber unverheiratete Paare mit Kindern auch. Kristina Schröder plant einem Medienbericht zufolge, das umstrittene Ehegattensplitting zu einem Familiensplitting weiterzuentwickeln. Außerdem soll sich die Ministerin deutlich von der Politik ihrer Vorgängerin distanziert haben.
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Gemein: Die Grünen stellen ein neues Steuerkonzept "mit Augenmaß" vor, die Konkurrenz fällt darüber her. Vielleicht hätten die Grünen doch lieber einen Taschenrechner benutzen sollen.
Von Michael Königmehr...#btw13-Blog
Meinung
Man kann es bedauern, aber es ist ein Faktum: Die Ehe hat ihren alten Wert verloren, weil sich Familie heute nicht über die blanke Lebensgemeinschaft von Frau und Mann definiert. Lebensgemeinschaften mit Kindern oder Alten brauchen besondere staatliche Zuwendung. Das Steuerprivileg Ehegattensplitting aber von der klassischen einfach auf die Homo-Ehe auszudehnen, wäre falsch. Eine Gleichbehandlung im Unsinn sollte es nicht geben.
Ein Kommentar von Heribert Prantlmehr...
Die Grünen wollen die Vorteile des Ehegattensplittings offenbar so einschränken, dass 14 Milliarden Euro mehr in der Staatskasse landen.
mehr...Politicker
Die Stoßrichtung der Familienpolitik geht an den Vorstellungen vieler Eltern vorbei. Mütter und Väter befürworten oft sehr viel klassischere Leistungen als von Politik und Wirtschaft propagiert, zeigt eine Studie. Doch sind sie auch gezwungen, sehr viel traditioneller zu leben, als es ihrem Wunsch entspricht.
Von Barbara Galaktionowmehr...
Exklusiv
Baden-Württembergs grüner Ministerpräsident Kretschmann distanziert sich vom Wahlprogramm der eigenen Partei. Er warnt davor, Bürger und Wirtschaft durch überzogene Steuererhöhungen zu überfordern.
Von Roman Deininger und Christoph Hickmannmehr...
Ursula von der Leyen will das Ehegattensplitting um eine Kinderkomponente erweitern und Familien weitere Steuervorteile verschaffen - und greift so ein umstrittenes Thema der Koalition wieder auf.
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