Wer A will, aber B tut, handelt praktisch irrational. Menschen tun das die ganze Zeit, der Grund ist meist Willensschwäche. Aber welche Ausrede hat die Bundesrepublik?
Steuern
:So könnte die Reform des Ehegattensplittings aussehen
Bei der Frage, wie Ehepaare besteuert werden sollten, prallen regelmäßig unterschiedliche ideologische Vorstellungen aufeinander. Nun zeigen drei Top-Ökonominnen einen Ausweg auf.
Korrektur
:Falsche Tabelle
Was Doppelverdiener-Ehepaare an Steuern einsparen können mit dem bisher gültigen Ehegattensplitting.
Hochzeiten
:Perfekter Horrorstoff
Die Ehe ist objektiv so gerecht wie noch nie. Gleichzeitig gab es nie mehr Filme und Serien, die von grauenhaften Hochzeiten handeln. Was uns das über die Angst der jungen Generationen vor ihrer Freiheit erzählt.
MeinungFamilie und Beruf
:Mehr Erwerbsarbeit für Frauen? Dann bitte auch mehr Sorgearbeit für Männer
Neue Zahlen zeigen: Nur jeder vierte Vater bezieht Elterngeld. Wer will, dass Frauen mehr arbeiten, muss auch darüber sprechen, wie unbezahlte Arbeit zu Hause gerechter verteilt wird.
MeinungEhegattensplitting
:Familien fördern statt Ehen subventionieren
Das Ehegattensplitting ist kein neutrales Steuermodell, es ist ein überholtes Privileg. Eine Reform ist deshalb längst überfällig. Familien kann der Staat besser unterstützen.
Debatte um Arbeitszeit
:Was eine Reform des Ehegattensplittings wirklich bringt
SPD-Chef Lars Klingbeil will das Ehegattensplitting reformieren, auch die OECD empfiehlt, es abzuschaffen. Die Hoffnung: Viele Frauen würden dann mehr arbeiten. Doch stimmt das wirklich?
Ehegattensplitting
:Akute Gefahr einer Verschlimmbesserung
Zu einer Reform des Ehegattensplittings haben nur Männer an die SZ geschrieben. Sie befürchten höhere Belastungen für Familien – und noch ein paar andere Kollateralschäden.
Umfrage
:Ehegattensplitting ist beliebter, als es Klingbeil lieb sein kann
Der Vorstoß des SPD-Chefs, den Steuervorteil für künftige Ehepaare abzuschaffen, stößt auf Kritik – in der Koalition und in der Bevölkerung.
MeinungKittihawk
:Vorteile beim Ehegattensplitting
Koalitionspläne
:Wie Klingbeil Deutschland modernisieren will
Ehegattensplitting, Rente, Mehrwertsteuer: Der Vizekanzler hat in seiner Grundsatzrede eine Reformagenda skizziert, die Land und Wirtschaft wieder in Schwung bringen soll. Nicht alles dürfte dem Koalitionspartner gefallen.
Familienpolitik
:Könnte es mehr Kinder geben, wenn das Ehegattensplitting abgeschafft wird?
Seit Jahren wird über die Reform des Ehegattensplittings diskutiert. Eine neue Studie kommt zu überraschenden Ergebnissen.
MeinungJobs
:Warum fördert der Staat Teilzeit, wenn er Vollzeit will?
Die Politik beklagt, dass zu viele Menschen zu wenig arbeiten. Sie trägt aber mit Fehlanreizen selbst dazu bei – auf Kosten der Frauen und der Wirtschaft.
MeinungSteuerpolitik
:Die Schweiz stärkt die Gleichstellung von Mann und Frau. Und Deutschland?
Die Eidgenossen wählen eine Besteuerung ab, die ähnlich veraltet ist wie das deutsche Ehegattensplitting. Für viele Frauen lohnt sich Arbeit künftig stärker.
MeinungDebatte um Arbeitszeiten
:Schafft die Minijobs ab
Mit den Minijobs verhindert Deutschland das, was es fördern will: Mehrarbeit. Wer die attraktiver machen will, muss die Fehlanreize für geringfügige Beschäftigung beseitigen.
Debatte über längere Arbeitszeiten
:Was sich wirklich ändern müsste
Während Teile der CDU vor ihrem Parteitag noch über „Lifestyle-Teilzeit“ diskutieren, sind sich Ökonomen längst einig, was tatsächlich zu mehr Erwerbsarbeit führen würde. Und das steht ziemlich quer zu einigen Positionen der Union.
MeinungVom Ehegattensplitting zum Familiensplitting
:Der Steuervorteil sollte sich nach der Zahl der Kinder und alten Menschen bemessen
Das Recht befördert noch immer ein partnerschaftliches Auslaufmodell. Es ist eine Benachteiligung von Paaren, die als Gleichberechtigte ihrem Beruf nachgehen. Es ist an der Zeit, das endlich zu ändern.
MeinungArbeitsmoral
:Faul oder nicht faul? Merz klingt so erratisch wie Grönemeyer
Arbeiten die Deutschen zu wenig? Oder doch zu viel? Die Äußerungen des Kanzlers zeigen: Statt des angekündigten Politikwechsels liefert er vor allem Meinungswechsel.
MeinungFinanzen
:Der Steuerbescheid bringt keine Gerechtigkeit
Egal ob Klimaschutz, Wohnungsbau oder Familienpolitik: Um etwas positiv zu verändern, bedient sich der Staat meist des Steuerrechts. Doch damit fangen die Probleme erst an. Zeit für eine ehrliche Debatte.
Allbright-Studie zu Frauen in Führung
:Für Top-Managerinnen sind britische Firmen die bessere Wahl
Der Frauenanteil in den Vorständen hiesiger Börsenunternehmen wächst, aber nur langsam. Im internationalen Vergleich bleibt Deutschland weit hinter anderen Ländern zurück.
Steuerrecht
:Streitfall Ehegattensplitting
Das Splitting sei ein „Steuerrelikt aus der Adenauer-Zeit“, das gerade Frauen von der Arbeit abhält, argumentiert eine SZ-Autorin. Leserinnen und Leser verteidigen das Ehegattensplitting – machen aber auch Gegenvorschläge.
MeinungSteuerrecht
:Das Ehegattensplitting wird nicht abgeschafft. Leider
Frauen, die deutlich weniger verdienen als ihre Ehemänner, dürften in Zukunft mehr Geld von ihrem Einkommen sehen. Dieser psychologische Effekt ist schon mal ein Anfang.
MeinungFachkräftemangel
:Wer es den Frauen leichter macht, hilft der Wirtschaft
Es muss in Deutschland mehr gearbeitet werden und nicht weniger? Nun denn, hier ein paar Vorschläge, wie der Staat dazu beitragen könnte. Vor allem sollte er endlich seine Steuerpolitik ändern. Die ist aus den 1950er-Jahren.
SZ JetztPartnerschaft
:Mütter vor Armut schützen
Viele Paare scheitern spätestens mit einem Kind an der Gleichberechtigung. Wie regelt man gemeinsame Finanzen nachhaltig fair?
MeinungSachverständigenrat
:Jetzt aber: neue Ideen für die Wirtschaft
Weg mit dem Ehegattensplitting, später in Rente - die Vorschläge der Ökonomen passen nicht ins übliche Links-rechts-Schema. Sie sind statt dessen: logisch.
Konjunktur
:Wirtschaftsweise wollen die Rente mit 68
Die deutsche Wirtschaft schrumpft in diesem Jahr und wächst im nächsten kaum, warnen Ökonomen. Sie fordern geringere Rentenerhöhungen, mehr Migration und bessere Berufsanreize für Frauen.
Geld
:„Lieber heute unromantisch als später arm“
Helma Sick kämpft schon ihr ganzes Leben für Unabhängigkeit – nach einer Kindheit voller Gewalt für ihre eigene, dann als Finanzberaterin für die aller Frauen. Wie langsam es dabei vorangeht, macht die 82-Jährige wütend.
ExklusivFamilienpolitik
:„Viele Mütter fühlen sich mit den Kindern total alleingelassen“
Die Soziologin Jutta Allmendinger kritisiert das Ehegattensplitting und die Witwenrente scharf: Beides halte Frauen vom Arbeiten ab und mache sie abhängig. Der CDU-Politiker Thorsten Frei kontert: Hände weg vom geltenden System. Ein Streitgespräch.
Interview
:"Das Ehegattensplitting unterstützt die Ehe, nicht die Familie"
Die Ökonomin Nicola Fuchs-Schündeln über Gleichstellungspolitik, den Einfluss des Staates auf das Privatleben und die Chancen, die in einer Reform liegen könnten.
Familienpolitik
:Nicht von schlechten Eltern
Warum es in Schweden heute völlig selbstverständlich ist, dass sich Mütter und Väter gleichberechtigt die Elternzeit zur Betreuung ihrer Kleinkinder teilen. Das wirkt sich sogar positiv auf die Karriere aus.
Steuerpolitik
:FDP beharrt auf Ehegattensplitting
Die Liberalen wollen die Steuergesetze für Ehepaare nicht ändern - anders als prominente Sozialdemokraten. In der Koalition bahnt sich die nächste Krise an.
MeinungPrantls Blick
:Zeitenwende für Kinder, Zeitenwende im Steuerrecht
Warum das Ehegattensplitting durch ein Familiensplitting abgelöst werden sollte. Und warum sich die CDU dabei an die Spitze der Bewegung stellen sollte.
MeinungBundesregierung
:Hoppla, wir sind von gestern
Ob Ehegattensplitting oder Elterngeld - die Ampel macht konservative Gesellschaftspolitik. Das Peinliche daran: nicht aus Überzeugung, sondern aus Ungeschick.
Ampel-Koalition
:Lindner schließt Abschaffung des Ehegattensplittings aus
"Das wird nicht kommen in dieser Wahlperiode des Deutschen Bundestages", sagt der Finanzminister und erteilt damit dem Vorschlag des SPD-Chefs Klingbeil eine Absage.
MeinungGleichberechtigung
:Unser Steuersystem ist ein Fossil
Ehegattensplitting, Witwenrente und der Mann als erster Ansprechpartner des Finanzamts. Wie Deutschland Steuern und Abgaben erhebt, passt nicht mehr zur Lebensrealität der Familien.
MeinungSozialdemokraten
:Da, wo das Herz schlägt
Es ist kein Fehler, wenn die SPD das antiquierte Ehegattensplitting abschaffen will. Denn bei aller Krisenbewältigung darf sie die soziale Frage und die Ärmeren im Land nicht vergessen.
Olaf Scholz
:Der Kanzler und die Sache mit dem Splitting
Die SPD meint, mit einem Ende des Steuervorteils für Verheiratete ein Gewinnerthema gefunden zu haben. Dabei gab es die Gelegenheit schon einmal zu rot-grünen Zeiten. Doch dann trat Olaf Scholz auf den Plan.
Ehegattensplitting
:Kühnert und Heil offen für Reform
Nach SPD-Parteichef Klingbeil fordern auch Generalsekretär Kühnert und Arbeitsminister Heil eine Debatte. Die FDP wittert Steuererhöhungen.
MeinungEhegattensplitting
:Das Relikt aus der Adenauer-Zeit gehört weg
1958 wurde die Besteuerung von Ehepaaren neu geregelt - und gilt so immer noch. Mit heutigen Vorstellungen von Familien- und Gleichstellungspolitik hat sie nichts mehr zu tun. Gar nichts.
Ehegattensplitting
:FDP nennt SPD-Vorschlag "Mogelpackung des Jahres"
Die FDP hadert mit der geplanten Kappung des Elterngeldes, SPD-Chef Klingbeil kontert mit einer neuen Idee - der Abschaffung eines steuerlichen Relikts. Das ärgert die Liberalen offenbar noch mehr.
"Verteilungsfragen klärt man über die Steuerpolitik, nicht über das Elterngeld", begründet der SPD-Vorsitzende seine Forderung. Den Staat kostet die Einsparung für Verheiratete etwa 20 Milliarden Euro jährlich.
MeinungPro und Contra
:Spricht noch viel für die Ehe?
Die Politologin Emilia Roig kritisiert den vermeintlichen Bund fürs Leben als überkommenes Modell, das Frauen unterdrückt. Andererseits heiraten fast 400 000 Paare im Jahr und feiern damit das Prinzip der Verbindlichkeit.
Steuersystem
:Experten fordern Reform des Ehegattensplittings
Noch immer kümmern sich Frauen deutlich mehr um Haushalt und Kinder als Männer. Das Steuersystem fördere diese ungleiche Aufteilung - und auch das Elterngeld müsse reformiert werden, so die Experten.
Psychologie
:Es ist halt passiert
Kleinreden, leugnen und natürlich war der Alkohol schuld: Wie Menschen es schaffen, Seitensprünge vor sich selbst zu rechtfertigen.
Familien und Steuern
:Das Steuerfossil Ehegattensplitting
In Deutschland gilt ein Gesetz, das die einen hüten wie einen Schatz und andere erbittert bekämpfen: das Ehegattensplitting. Seit 63 Jahren trotzt es jeder gesellschaftlichen Veränderung. Wie kann das sein?
Ehegattensplitting
:Ein Evergreen fürs Finanzamt
Wer heiratet, hat Gestaltungsmöglichkeiten bei den Steuerklassen. Manche kritisieren das, andere verteidigen es - stellen aber auch Forderungen fürs Splitting. Zum Beispiel eine echte gemeinsame und gleichberechtigte Kontoführung der Eheleute.
SZ JetztLiebe
: "Seid ihr nicht noch viel zu jung dafür?"
Warum junge Paare schon mit Anfang 20 heiraten - und welche Vorurteile ihnen begegnen.
MeinungKommentar
:Weg mit dem Relikt
Das Ehegattensplitting setzt falsche Anreize und bevorzugt die Falschen.
Gleichberechtigung
:Was eine Reform des Ehegattensplittings bewirken würde
450-Euro-Jobs und Ehegattensplitting bringen Nachteile für Frauen. Eine Neuregelung würde dazu führen, dass Frauen deutlich mehr arbeiten, zeigt eine neue Studie.
Steuerpolitik
:Wie mehr Menschen erwerbstätig werden könnten
Wie könnte die Steuerpolitik in der Post-Merkel-Ära aussehen? Clemens Fuest, einer der gefragtesten deutschen Ökonomen, hat eine Reformidee - die viel bringen und wenig kosten soll.