Sieben Jahre war der CDU-Mann Christian Wulff Ministerpräsident in Niedersachsen, von 2010 an hatte er das höchste Amt im Staate inne. Doch dann setzten ein Privatkredit und immer neue Enthüllungen den Bundespräsidenten unter Druck - bis er im Februar 2012 schließlich seinen Rücktritt erklärte. Hintergründe, Analysen, Kommentare zum Fall Wulff.
Belegen Presseberichte, dass David Groenewold in der Affäre Wulff versuchte, Beweise zu vernichten? Die Anwälte des angeklagten Filmproduzenten nehmen Anstoß an Äußerungen des Celler Generalstaatsanwalts - und fordern eine Unterlassungserklärung.
Von Hans Leyendeckermehr...
Meinung
Bösartig war die Kampagne, naiv ihr Opfer: Christian Wulff ist als politische Person zerstört, da hilft auch kein Zurückrudern der Presse. Denn diese kämpfte dem ehemaligen Bundespräsidenten unerbitterlich das Allerwichtigste ab: das Vertrauen des kleinen Bürgers von nebenan.
Ein Gastbeitrag von Bernhard Blankemehr...
Exklusiv
Noch ist nicht entschieden, ob die Anklage gegen Christian Wulff zugelassen wird. Doch sollte es dazu kommen, muss der frühere Bundespräsident damit rechnen, seiner eigenen Frau im Gerichtssaal gegenüber zu sitzen - denn auch Bettina Wulffs Name steht auf der langen Zeugenliste.
Von Hans Leyendecker und Ralf Wiegandmehr...
Hat Christian Wulff die 9,20 Euro teuren Rindfleischspießchen in Sojasoße auf Kosten seines Freundes David Groenewold verzehrt? In der Anklage gegen den Ex-Ministerpräsidenten geht es um Detailfragen, um die Köstlichkeiten im Käferzelt und um ein Kindermädchen. Den Erklärungsversuchen Wulffs will die Staatsanwaltschaft partout keinen Glauben schenken.
Von Hans Leyendecker und Ralf Wiegandmehr...
Meinung
Der Freitag als politischer Aschermittwoch für Wulff und die Staatsanwaltschaft: Alle Vorwürfe gegen Wulff sind zu Asche verbrannt - nur ein ohnehin kleiner angeblich nicht. Der soll jetzt eine Anklage tragen. Sie trägt lächerliche Züge.
Ein Kommentar von Heribert Prantlmehr...
Die Staatsanwaltschaft Hannover erhebt Anklage gegen den früheren Bundespräsidenten Christian Wulff. Hintergrund ist dessen Verbindung zu dem Filmproduzenten David Groenewold, dem die Staatsanwaltschaft Bestechung vorwirft. Nun entscheidet das Gericht, ob es zu einem Prozess kommt.
mehr...
Wo hat Ex-Bundespräsident Christian Wulff sein Geld hingesteckt und wo herausgeholt? Wie hoch war der Preis des Strandkorbs im Nordseeurlaub? Im Verdachtsfall Wulff gab es notwendige Ermittlungen - und solche, die ratlos machen.
Von Hans Leyendeckermehr...
In der Korruptionsaffäre um Christian Wulff sind einige Ermittler maßlos und selbstgerecht aufgetreten. Angeheizt wurden sie nicht zuletzt von den Medien. Der Alt-Bundespräsident will seine Unschuld nun vor Gericht beweisen. Er kämpft für seine Ehre, und das muss er auch.
Von Heribert Prantlmehr...
Es scheint zwischendurch, als habe Christian Wulff den Glauben an sein Land verloren. Doch noch baut er auf die Kraft der Rechtsprechung, hofft auf Freispruch und Rehabilitation. Er hat sich fürs Kämpfen entschieden.
Von Hans Leyendeckermehr...
Wer hat auf dem Oktoberfest exakt wie viel gegessen, am Tisch von Christian Wulff? Für die Korruptionsermittler ist die Antwort auf diese Frage von erheblicher Bedeutung: In ihrer Anklage wird es um zwei oder drei Stunden gehen, um ein paar alkoholfreie Getränke - und um die Radieschen vom Vorspeisenteller.
Von Hans Leyendeckermehr...
Christian Wulff hat sich entschieden: Er besteht auf Einstellung des Verfahrens gegen sich selbst. Die Staatsanwaltschaft versucht noch immer, den Ex-Bundespräsidenten anhand eines Hotelaufenthalts für korrupt zu erklären. Dabei können sich manche der befragten Zeugen nicht einmal mehr an Wulff erinnern - wohl aber an Lothar Matthäus.
Von Hans Leyendecker und Ralf Wiegandmehr...
Meinung
Von den Enthüllungen gegen Christian Wulff ist nach 14 Monaten nur noch lächerlich wenig übrig geblieben. Die Frage lautet jetzt: Ist er zu Unrecht zum Rücktritt getrieben worden? Diese Frage können sich auch die Medien stellen, die damals wochenlang jedes noch so kleine Detail hervorgekramt haben. Die SZ kann sich da nicht komplett ausnehmen.
Ein Kommentar von Heribert Prantlmehr...
Der Fall soll die Bevölkerung für Korruptionsvergehen sensibilisieren: Transparency International hält das Verfahren gegen Ex-Bundespräsident Christian Wulff für angemessen - auch wenn es nur noch um mehrere Hundert Euro geht.
mehr...
Jetzt kommt es wohl zum Gerichtsverfahren: Alt-Bundespräsident Christian Wulff will den Vorwurf der Bestechlichkeit vor Gericht prüfen lassen. Die Einstellung des Verfahrens gegen Zahlung einer Geldauflage lehne er ab, teilten seine Anwälte mit.
mehr...
Exklusiv
Eine stille Erledigung des Falles ist unwahrscheinlich: Die Staatsanwälte in Hannover zeigen sich unnachgiebig und halten an ihrer Anklage gegen Christian Wulff fest - obwohl von den Vorwürfen gegen den früheren Bundespräsidenten kaum etwas übrig geblieben ist.
Von Hans Leyendeckermehr...
"Nichts dran", "keine Anhaltspunkte", "nicht nachvollziehbar". Wie alle Vorwürfe gegen Christian Wulff nach und nach in sich zusammenfielen. Ein Blick in die Akten der Staatsanwaltschaft.
Von Hans Leyendeckermehr...
Erstmals geht die Bundesrepublik gegen ein früheres Staatsoberhaupt vor. An diesem Montag werden die Anwälte von Christian Wulff den Staatsanwälten klarmachen: Ihr Mandant will vollständig freigesprochen werden vom Vorwurf der Bestechlichkeit.
Von Hans Leyendecker und Jens Schneidermehr...
Meinung
"Sine ira et studio" sollen Staatsanwälte ermitteln, wie die Juristen sagen, ohne Zorn und Eifer. Im Fall Wulff haben die Strafverfolgungsbehörden genau das nicht getan.
Ein Kommentar von Heribert Prantlmehr...
Von den ursprünglichen Vorwürfen gegen Wulff ist trotz umfangreicher Ermittlungen fast nichts mehr geblieben: Von 21 Spuren haben 20 nichts ergeben. Das frühere Staatsoberhaupt hält deshalb auch die Zahlung einer Geldauflage für ungerechtfertigt - und fordert die Einstellung des Ermittlungsverfahrens ohne Auflagen.
Von Hans Leyendecker und Ralf Wiegandmehr...
Meinung
Es geht nur noch um gut 400 Euro. Doch die Staatsanwaltschaft versucht, diese strafrechtlich aufzublasen - und besteht darauf, dass Ex-Bundespräsident Wulff seine Schuld eingesteht. Das ist unklug, unsouverän und falsch. Das Vorgehen weckt Zweifel an der Unvoreingenommenheit der Staatsanwälte.
Ein Kommentar von Heribert Prantlmehr...
Das Verfahren gegen Ex-Bundespräsident Wulff und Filmproduzent Groenewold ist so aufwendig wie ungewöhnlich. Jetzt bietet die Staatsanwaltschaft den beiden Beschuldigten an, die Ermittlungen einzustellen - wenn diese insgesamt 50.000 Euro zahlen und "strafrechtliche Verantwortung" übernehmen. Bei der Verteidigung sorgt das für Kopfschütteln.
Von Hans Leyendeckermehr...
Ein anonymer Hinweisgeber brachte die Affäre Wulff ins Rollen. Die Ermittler machten daraus eine Staatsaktion. Haben sie besonders akribisch gearbeitet oder den Grundsatz der Verhältnismäßigkeit längst verletzt?
Von Hans Leyendeckermehr...
Die Strafverfolger bieten dem Ex-Bundespräsidenten an, das Verfahren gegen Zahlung von 20.000 Euro einzustellen - aber nur, wenn Christian Wulff ein Schuldeingeständnis ablegt. Die Ermittler befragten auch Wirtschaftsgrößen wie Piëch, Porsche, Frenzel und Hunold. Das Vorgehen ist in vielerlei Hinsicht ungewöhnlich.
Von Hans Leyendeckermehr...
Hinweis: Die Angabe der E-Mail-Adresse dient nur zum Versenden sowie dazu,
den Empfänger zu informieren. Die Adressen werden nicht für Werbe- oder andere
Zwecke verwendet.