Das EU-Wahlergebnis für die SPD in Cham ist verheerend. Als Grund vermuten einige Ausländerfeindlichkeit. Der SPD-Kandiat Ismail Ertug hat türkische Eltern.
Von
M. Hägler
Forscher der Universität Leipzig haben in Deutschland eine weit verbreitete Ausländerfeindlichkeit und eine "alarmierende" Geringschätzung der Demokratie festgestellt.
Der ehemalige hessische Ministerpräsident Hans Eichel über den Wahlkampf seines Nachfolgers Roland Koch, den richtigen Umgang mit der Linken und warum Hessen bei der inneren Sicherheit so schlecht abschneidet.
Interview:
Christoph Schäfer
Eigentlich nimmt Ausländerfeindlichkeit in Deutschland ab - doch die Details einer Langzeitstudie erschrecken: Besonders in Bayern sind Vorurteile und übersteigerter Nationalstolz stark.
Von
A. Ramelsberger
Amsterdam hat einen Ruf zu verlieren. In der als tolerant geltenden Metropole kommt es immer wieder zu Übergriffen auf Juden. Nun sollen Polizisten Lockvogel spielen - als Orthodoxe verkleidet.
Von
Dana Hoffmann
Die Staatsanwaltschaft Bremen will drei hohen NPD-Funktionären wegen eines Computerspiels den Prozess machen. Darin dienten "drogendealende" Schwarze und "Sozialschmarotzer" als Zielscheibe. Bei einer Verurteilung drohen den Rechtsextremisten mehrere Jahre Gefängnis, was die NPD-Führung empfindlich treffen dürfte: Der Angeklagte Pühse ist Bundesgeschäftsführer.
Von
Oliver Das Gupta
Beim ersten, gescheiterten Verbotsverfahren gegen die rechtsextreme NPD galten sie als entscheidendes Hindernis: die V-Leute des Verfassungsschutzes in der Partei. Derzeit sollen 130 von ihnen in der rechtsextremen Partei aktiv sein. Für das neu angestrebte Verbotsverfahren muss ein Großteil von ihnen voraussichtlich abgeschaltet werden.
Wenige Wochen vor dem größten Sportereignis in Deutschland seit Jahrzehnten werfen Übergriffe auf Ausländer Schatten auf die Fußball-WM. Die Politiker verlieren sich in abseitigen Debatten. Am besten können die Deutschen selbst ein Zeichen gegen Fremdenfeindlichkeit setzen.
Ein Kommentar von
Bernd Oswald
Ein Viertel Türken oder Araber, ein Viertel Osteuropäer, der Rest andere Nationalitäten: Ein Kleingartenverein in Norderstedt bei Hamburg hat entschieden, die Zahl der ausländischstämmigen Mitglieder zu begrenzen. Höchstens neun von 73 Parzellen dürfen an "Bewerber mit Migrationshintergrund" verpachtet werden.
Von
Jens Schneider, Hamburg
Während der Deutsch-Äthiopier um sein Leben ringt, überlegt man in Potsdam, wie man der rechten Gewalt Herr wird. Ein Mailboxmittschnitt soll bei der Suche nach den Tätern helfen.
Von
Philip Grassmann
Skinheads haben in der Nacht zu Heiligabend in einer Trambahn einen Ausländer angepöbelt und anschließend einen Mann, der sie zur Rede stellte, erheblich verletzt.
Die rechtsextreme NPD hat im Landtag von Sachsen erneut wegen ausländerfeindlicher Parolen für Empörung gesorgt. Der Parlamentspräsident reagierte erst am Nachmittag mit einem Ordnungsruf.
Bilder
Hoyerswerda wurde vom 17. bis 23. September 1991 zum Schauplatz der größten ausländerfeindlichen Krawalle nach der deutschen Wiedervereinigung. Etwa 230 Ausländer mussten vor 20 Jahren aus der sächsischen Stadt fliehen oder evakuiert werden, 32 Menschen wurden verletzt.
Von
Lydia Bentsche
"Wir werden weitermachen, bis das Regime gestürzt ist": Die syrische Opposition ruft zu neuerlichen Protesten gegen das Regime von Präsident Assad auf und gründet einen "Syrischen Nationalrat" im Exil. Die Truppen des Machthabers gehen gewaltsam gegen die Demonstranten vor.
Kurzmeldungen
im Überblick
Nach den blutigen Anschlägen von Norwegen rufen selbst die liberalsten Politiker nach staatlicher Law-and-Order-Politik. Nicht so in Oslo. Meinungsfreiheit gilt in Skandinavien als heiligstes Gut. Das wäre ohne Einschränkung zu befürworten, wenn es denn einen breiten politischen Diskurs über Rechtspopulismus gäbe. Doch das ist in Nordeuropa nicht der Fall.
Ein Gastbeitrag von
Bernd Henningsen
Türkische Kinder sollen zuerst Türkisch lernen - und dann Deutsch, fordert Premier Erdogan. Außenminister Westerwelle widerspricht, die CSU will nun den türkischen Botschafter in Deutschland einbestellen.
Transparente, Masken oder Protest-T-Shirts: Bundestagsabgeordnete, die sich nicht benehmen, sollen eine Geldstrafe bekommen.
Kurzmeldungen im Überblick
2000 Kilometer auf der Straße, mehr als 40 Interviews und 19 Stunden Filmmaterial: sueddeutsche.de ist sieben Tage durch Ostdeutschland gefahren. Eine Suche nach blühenden Landschaften. Start einer Serie über den Erfolg der Einheit.
Von
Wolfgang Jaschensky
Soziale Schieflage: In der größten Wirtschaftskrise seit Jahrzehnten werden die Reichen reicher - die Armen in der Bevölkerung noch ärmer. Und es leidet die Mittelschicht.
Von
Felix Berth und Thomas Öchsner
Hass in Ägypten: Ausländer werden neuerdings durchsucht, bedroht und abgeführt. Mubaraks Schergen machen sie für den Aufstand verantwortlich. Unter dem Druck der Proteste sägt die Regierung damit an einem der produktivsten Äste der ägyptischen Wirtschaft - dem Tourismus.
Von
Sonja Zekri, Kairo
"Mehr als zwei Drittel der Antragssteller missbrauchen unser Gastrecht", hatte Bayerns Sozialministerin Haderthauer in der SZ über die Flüchtlinge gesagt. Dafür erntet sie nun jede Menge Kritik.
Von
S. Mayr u. M. Szymanski