Weitwanderungen können Blasen an den Füßen verursachen – aber bringen sie auch die erhoffte innere Ruhe? Eine Erkundungstour im Chiemgau mit dem Bergführer und Psychologen Jan Mersch.
Pasing
:Zehn Beamte sind nötig, um einen verwirrten Mann zu bändigen
Der 42-Jährige attackiert die Besatzung eines Streifenwagens. Die muss Verstärkung rufen, um den Angreifer unter Kontrolle zu bringen. Drei Beamte werden verletzt.
Ist Stress in der Schule wirklich so schlimm?
:„Wir wollen doch Kinder, die Rückschläge aushalten“
Jeder dritte Schüler in Bayern leidet unter schulischen Belastungen. Regina Knape hat 35 Jahre als Schulpsychologin gearbeitet. Sie erklärt, wie man an Herausforderungen wächst und warum „Du schaffst das schon“ selten hilft.
SZ MagazinPsychologie
:»Ich habe mich gefragt: Was ist falsch an mir, dass ich keine Freunde habe?«
Verena Bahlsen (ja, die aus der Keks-Dynastie) hat ein Buch geschrieben, über Einsamkeit und wie sie aus ihr herausfand. Im Interview erzählt sie von ihrem Weg, sich selbst zu mögen, von der Scham, Single zu sein – und wie sie beim Dating lernte, für sich einzustehen.
Deutschland
:Wo bleibt die German Angst, wenn man sie mal braucht?
Unser Autor ist seit Kurzem wieder zurück in Deutschland und wundert sich: Die Gefühlsdealer von der AfD, ausgetrocknete Flüsse, Putins Agenten – warum sind die Menschen so seltsam still?
USA
:Eine Tragödie und kein Urteil
Das Verfahren gegen Lindsay Clancy, die ihre drei Kinder getötet hat, wird nach sieben Wochen abgebrochen. Ein Geschworener kann sich nicht entscheiden, ob sie wegen ihrer mutmaßlichen Psychose unschuldig ist.
SZ MagazinGute Frage an Johanna Adorján
:Warum um Himmels willen fliegen Sie von Berlin nach München?
Eine Sitznachbarin bittet unseren Leser, nicht mehr mit dem Bein zu wackeln, weil sie Flugangst hat. Am liebsten hätte er sie gefragt, warum sie für eine Kurzstrecke überhaupt ins Flugzeug steigt.
MeinungPro und Contra
:Wird im Job zu viel geduzt?
Als sich die Fraktionsspitzen letztens in Münster trafen, war ein Ergebnis: Matthias Miersch (SPD), Thorsten Frei (CDU) und Alexander Hoffmann (CSU) duzen sich jetzt. Ein Vorbild für alle, die zusammenarbeiten?
Psychologie
:Sind Linkshänder auch politisch eher links?
Forscher wollen einen Zusammenhang gefunden haben zwischen der Einstellung und der bevorzugten Hand – allerdings mit einer wichtigen Einschränkung.
SZ MagazinPsychologie
:»Am Ende soll man sagen können: Mein Leben war nicht perfekt, aber gut genug«
Wie trifft man große Lebensentscheidungen ohne die ständige Angst, etwas falsch zu machen? Die Psychotherapeutin Franca Cerutti empfiehlt einen Kunstgriff: das eigene Leben mit den Augen eines zukünftigen Ichs zu betrachten – der »inneren Oma«.
Kreative Musik in München
:Junge, innovative Klassik: Die Höhepunkte des Hidalgo Festivals
Musik in völliger Dunkelheit und ein Konzert im Bettenhaus: Das Hidalgo Festival in München verspricht erneut intensive Erlebnisse – das Motto in diesem Jahr: Pause. Erfahrbar zum Beispiel bei einer „Kunstpause to go“.
Sammelleidenschaft
:„Postkarten können Leute nicht heilen, aber glücklich machen“
Norbert Haidl handelt mit historischen Postkarten, mehr als 200 000 besitzt er davon. Warum sie für ihn im Gegensatz zu Pokémon-Karten ein ehrliches Sammelgebiet sind und welche Motive seine Kundschaft besonders schätzt.
Psychologie
:Tiefe Einsichten brauchen Distanz
Wer eine grundsätzliche Moral vermitteln will, sollte von möglichst entfernten und abgelegenen Dingen erzählen.
Psychologie
:Wer hält sich für den Größten?
Der Dunning-Kruger-Effekt besagt: Je weniger jemand weiß, desto kompetenter schätzt er sich ein. Doch nun melden Forscher Zweifel an. Sind doch Experten noch größere Aufschneider?
Was hilft?
:Endlich wieder schlafen
Wer schlecht schläft, probiert oft vieles aus: Melatonin oder Podcasts, feste Bettzeiten oder auch den Verzicht auf Kaffee. Was tatsächlich wirkt.
Leben im Alter
:Ihre Frauen sind tot. Jetzt kochen sie gegen das Alleinsein
Jeden zweiten Dienstag trifft sich in Uelzen eine Gruppe Witwer, um gemeinsam zu kochen. Ältere Männer lernen hier, wie man Sahne schlägt und Kohlrouladen rollt. Es ist ihr Rezept gegen die Einsamkeit.
SZ JetztFamilie
:„Ich habe mich dafür geschämt“
Leili spricht kaum Persisch. Mit ihrer Großmutter konnte sie vor deren Tod nie richtig reden. Über Sprachbarrieren in der eigenen Familie.
Prozess gegen Lindsay Clancy
:Ist die Frau, die ihre Kinder tötete, Täterin oder Opfer?
Eine Familientragödie bewegt die USA und offenbart mal wieder die Gräben im Land. Die einen fordern eine hohe Strafe für eine Kindsmörderin. Die anderen Milde für eine psychisch erkrankte Mutter.
SZ JetztLiebe
:Was brauche ich, damit der Funke wieder sprüht?
Eine Paartherapeutin erklärt, wie man in einer längeren Beziehung die Spannung aufrechterhält – und warum Rosen nicht immer eine schöne Überraschung sind.
Psychologie
:Wer fotografiert, vergisst
Menschen erinnern sich schlechter an Erlebnisse, wenn sie sie aufgezeichnet haben. Doch es gibt ein Gegenmittel.
Krankheiten
:Der kleine Unterschied zwischen älteren und jüngeren Geschwistern
Erstgeborene werden häufiger mit Autismus und Allergien diagnostiziert, Zweitgeborene häufiger mit Suchterkrankungen. Woran liegt das?
SZ MagazinWie Gemeinschaft trösten kann
:»Auf der Straße erleben wir kollektive Selbstwirksamkeit«
In Zeiten von Anschlägen und Rechtsruck sehnen viele sich danach, etwas zu tun. Der Psychologe Jonas Rees erklärt, wie tröstlich Demonstrationen und Online-Petitionen wirklich sind – und warum viele die eigene Nachbarschaft unterschätzen.
Prozess
:Juristin stellt Polizisten monatelang nach – Gericht verhängt Bewährungsstrafe
Der Mann berichtet von erheblichen gesundheitlichen Schäden und Ärger mit seinen Vorgesetzten wegen des Verhaltens seiner Ex-Partnerin. Die 63-Jährige wird verurteilt und muss auch Schmerzensgeld zahlen.
Psychologie
:Was werden wohl die anderen denken?
Menschen schämen sich stark für eigene Fehler, finden die der anderen aber nicht so schlimm. Das haben Studien immer wieder gezeigt. Doch nun meinen zwei Psychologen: In Wahrheit sei es ganz anders.
Psychische Erkrankungen
:Psychotherapie: Reichen schon wenige Sitzungen?
Damit möglichst viele Menschen Hilfe erhalten, geht der Trend zu kürzeren Therapieformen. Was man mit wenigen Stunden erreichen kann.
MeinungNeue U10-Untersuchung
:Ein Arzttermin wird die Probleme der Kinder nicht lösen
In der neuen Vorsorgeuntersuchung U10 sollen Mediziner Neun- bis Zehnjährige auf Übergewicht, hohen Medienkonsum oder auch psychische Risiken untersuchen. Doch für wirksame Prävention bräuchte es mehr.
SZ MagazinLiebe und Partnerschaft
:»Die Anzahl der Wörter erzählt nichts über die Lebendigkeit einer Beziehung«
Je länger Paare zusammen sind, desto weniger sprechen sie oft, auch Netflix und Smartphone tragen zum Verstummen bei. Das Paartherapeuten-Paar Birgitt Hölzel und Stefan Ruzas weiß, wie man miteinander im Gespräch bleibt – auch über Sex.
Glosse: Das Streiflicht
:Lass uns bitte die nächste Ausfahrt nach Schilda nehmen
Zu viele Schilder an den Straßen machen nur aggressiv, sagt die Verkehrspsychologie – alle Wege sollten nun nach Bohmte führen.
SZ JetztSocial Media
:„Meine Bildschirmzeit lag bei zwölf bis 15 Stunden"
Jonas scrollt endlos durch Instagram und Youtube, trifft keine Freunde mehr, fällt durch Klausuren. Was, wenn das Handy das eigene Leben bestimmt?
Psychologie
:Große Liebe, gleiche Playlist
Der Musikgeschmack verbindet Paare stärker als Persönlichkeit und Werte – und könnte schon bei der Partnerwahl eine Rolle spielen. Warum sich Gegensätze beim Sound nicht unbedingt anziehen.
Social Media
:Anlocken, halten, abschöpfen
Die psychologischen Mechanismen, mit denen Instagram, Tiktok, Facebook und Co. ihre User süchtig machen, sind bestens erforscht. Aber was folgt daraus?
SZ MagazinAlltagspsychologie
:»Instagram hält uns nicht lange satt«
Langeweile ist für Kinder lästig, Erwachsene sehnen sich nach ihr. Der Neurowissenschaftler Johannes Seiler erklärt, was passieren kann, wenn wir verlernen, die Langeweile auszuhalten – und wie man einen positiven Umgang mit ihr finden kann.
Postkarten
:„Sei Pippi nicht Annika“: Dieser Münchner entwickelt Sinnsprüche zum Verschenken
Martin Arz entwirft Postkarten mit witzigen Lebensweisheiten. Längst landen die nicht mehr nur in Briefkästen.
Sterbehilfe
:Stehen Ärzte in einem Interessenkonflikt?
Bei der Suizidassistenz gibt es eklatante Lücken, sagt der Psychiater Peter Brieger. Vor allem mit der Rolle der Mediziner hadert er. Ein Gespräch über fehlende Standards und Prävention.
Junge Menschen mit psychischen Erkrankungen
:Boxen, um sich selbst zu spüren
Eine neue Tagesklinik in München will jungen Erwachsenen dabei helfen, besser mit Ängsten, Wut oder Depressionen umzugehen. Mit unterschiedlichen Methoden soll eines erreicht werden: „Der Alltag muss danach wieder stehen.“
Tipps für erfolgreiches Verhandeln
:„Argumente werden überschätzt“
Experte Jack Nasher über die Fragen, warum Frauen eigentlich besser verhandeln könnten als Männer und wieso manchmal ein Gummihuhn auf dem Tisch über den Erfolg des Gesprächs entscheidet.
SZ JetztGKV-Reform
:Kann ich die Therapeutin werden, die ich sein will?
Unsere Autorin befindet sich in der Ausbildung zur Psychotherapeutin. Sie will vor allem migrantischen und queeren Menschen helfen. Doch sie fürchtet, dass die GKV-Reform ihren Traum zerstören könnte.
Salzburger Festspiele
:Das gibt Beef
Posieren, lästern, lügen und hetzen: Jette Steckel inszeniert bei den Salzburger Festspielen Molières Komödie „Der Menschenfeind“ als Hip-Hop-Battle im Zeitgeistsinn. Aufregend? Eher fad.
Dresscode im Büro
:Ist das noch zulässig oder schon zu lässig?
Erst das Home-Office, nun die Hitzewelle: In der Arbeitswelt fallen die letzten Konventionen der Kleiderordnung. Trägershirts, kurze Hosen und Schlappen gelten plötzlich als bürotauglich. Aber wie viel Strand verträgt der Schreibtisch?
Psychologie
:Prokrastination: Wer später schläft, schiebt länger auf
Am Abend wirkt jeder Plan machbar, am Morgen ist er eine Last und wird aufgeschoben: Wer dazu neigt, Aufgaben zu vertrödeln, ist häufig ein Abendmensch.
SZ MagazinDiskussionskultur
:Wie man die Gegenseite zum Nachdenken bringt
Gaza, AfD, Klimakrise: Ständig ist von der Spaltung der Gesellschaft die Rede. Wie bleibt man miteinander im Gespräch? Der Psychologe Kai Sassenberg setzt auf Fragen statt Argumente – und auf einen Trick mit der Verneinung.
Nachricht auf Papier
:„Die Postkarte ist eine Deluxe-Message“
Manche sind frech, bunt und kunstvoll, manche haben eine simple Botschaft. Sissa Marquardt und Markus Schmölz erklären, warum Postkarten auch in digitalen Zeiten begehrte Objekte sind.
Bereute Elternschaft
:Sie lieben ihre Kinder, aber wollen keine Eltern sein
Nur ein Internet-Hype? Rund ein Jahrzehnt nach der ersten Arbeit über „Regretting Motherhood“ ziehen Forscher Bilanz. Wie verbreitet das Phänomen ist und wie es dazu kommt.
Künstliche Intelligenz
:Falscher Freund: So toxisch kann Chat-GPT sein
Warum Chat-GPT nicht zum Therapeuten taugt und bisweilen lebensgefährlich versagt. Ein Experiment
MeinungSoziale Medien
:Wer seine Kinder von Instagram erlösen will, sollte selber mal die Finger davon lassen
Je früher Jugendliche eigene Social-Media-Accounts haben, desto schlechter ihre Leistungen in der Schule. Was tun? Vielleicht müssten Eltern ihr eigenes Verhalten überdenken – oder brauchen sich nicht zu wundern.
MeinungIntelligenz
:Nein, es werden nicht alle immer dümmer
Der durchschnittliche gemessene IQ in wohlhabenden Ländern nimmt ab. Wer darin Anzeichen für den Untergang sieht, hat vielleicht selbst nicht genug nachgedacht.
SZ MagazinMännlichkeitsbilder
:»Jungs werden im Patriarchat von der ersten Minute an zugerichtet«
Keine Schwäche zeigen, keine Gefühle zulassen: Das gängige Bild von Männlichkeit schadet nicht nur der Gesellschaft, sondern auch Männern und Jungen, sagt der Männerberater Björn Süfke. Was können Eltern tun, um diesen Kreislauf zu durchbrechen?
Film
:Ein Fall für die Couch
Psychiaterinnen und Therapeuten sind gerade das Lieblingspersonal von Horrorfilmen und Psychothrillern, etwa im Überraschungserfolg „Backrooms“. Was das über unsere Gegenwart erzählt.
Psychologie
:Je früher Jugendliche soziale Medien nutzen, desto schlechter fallen ihre Schulleistungen aus
Eine Studie mit mehr als 5000 Schülern zeigt: Der Lernerfolg kann bis zu sechs Monate hinterherhinken.
Impostor-Phänomen
:„Wann merken die anderen, dass ich eigentlich nichts kann?“
Frederick, Paula und Valentina gelten als kompetent, engagiert und erfolgreich. Dennoch warten sie jeden Tag darauf, aufzufliegen. Warum trifft das so viele junge Menschen – gerade in Studium und Berufsstart?