Euthanasie

Theaterstück über NS-Verbrechen
:Alles andere als ein Kasperltheater

Der Österreicher Nikolaus Habjan bringt mit seinem preisgekrönten Puppentheater die „Euthanasie“-Morde der Nazis an Psychiatrie-Patienten auf die Bühne – jetzt auch auf dem Klinikgelände in Haar, einem der früheren Tatorte.

SZ PlusVon Bernhard Lohr

NS-Psychiatriegeschichte
:Warum Pflegeschüler in der Ausbildung den Obersalzberg besuchen

In der Dokumentation Obersalzberg in Hitlers ehemaligem „Führersperrgebiet“ gibt es spezielle Workshops für Berufsgruppen. In einem davon erfahren Pflegeschüler, wie Ärzte und ihre Assistenten geholfen haben, vermeintlich „unwertes“ Leben auszulöschen.

Von Matthias Köpf

Zwangssterilisation
:Du sollst nicht schwanger werden

Dass Menschen mit Behinderung gegen ihren Willen sterilisiert werden, erinnert an finstere Zeiten. Doch es gibt diese Fälle immer noch. Und nur selten landen sie vor Gericht.

SZ PlusVon Christina Berndt

Verkannt und ermordet
:Wer war Alois Dallmayr?

Alois Dallmayr, der Neffe des berühmten Münchner Kaufmanns, will eigentlich Psychiater werden. Stattdessen verbringt er als Patient Jahrzehnte in Anstalten – bis er ein „Euthanasie“-Opfer der Nationalsozialisten wurde.

SZ PlusVon Benedikt Karl

Euthanasie
:Gedenken an Nazi-Opfer

Im Bezirkskrankenhaus Haar gibt es bis 13. März eine Ausstellung zur „Aktion T4“, dem Mord an behinderten und psychisch kranken Menschen, zu sehen.

Patienten der Anstalt Eglfing-Haar
:Als Alois Dallmayr von den Nazis ermordet wurde

Mit Zeichnungen und Briefen versuchten der Neffe des Delikatessen-Händlers und andere, auf ihre Lage in der sogenannten Heil- und Pflegeanstalt Eglfing-Haar aufmerksam zu machen.  Über drei Schicksale und das Grauen der „Hungerhäuser“.

SZ PlusVon Barbara Galaktionow

Gedenktag in Haar
:Die Schuld der Psychiatrie über 1945 hinaus

Der Transport von 25 Männern aus der Heil- und Pflegeanstalt Eglfing-Haar in die Tötungsanstalt Grafeneck markiert am 18. Januar 1940 den Beginn der massenhaften Ermordung von Patienten im Deutschen Reich. Doch eine „Stunde Null“ gab es nach dem Krieg in den Anstalten nicht. Historikerin Maike Rotzoll beklagt beim Gedenken eine mangelhafte Aufarbeitung.

Von Bernhard Lohr

Christoph Poschenrieders Roman über „Euthanasie“-Verbrechen
:Wie die Großtante ermordet wurde

Christoph Poschenrieder erinnert im beeindruckenden Roman „Fräulein Hedwig“ an das Schicksal seiner eigenen Verwandten, die während der NS-Zeit in der damaligen Heil- und Pflegeanstalt Eglfing-Haar umgebracht wurde.

Von Antje Weber

NS-Verbrechen
:Gedenken an ermordete Patienten in Taufkirchen an der Vils

An diesem Dienstag wird im Wasserschloss auf dem Gelände des Bezirkskrankenhauses an die Opfer der „Euthanasie“ erinnert.

Von Wieland Bögel

Krankenmorde in der Nazizeit
:„Deutlich über 500 Menschen sind deportiert worden“

80 Jahre nach dem Ende der NS-Zeit unternimmt das oberbayerische Bezirksklinikum in Wasserburg einen neuen Versuch der Aufarbeitung. Chefarzt Peter Zwanzger spricht über die Vergangenheit und die Zukunft des Gedenkens.

SZ PlusInterview von Matthias Köpf

NS-Geschichte
:Die Verbrechen der Kinderärzte

Die Wanderausstellung „Im Gedenken der Kinder“ in Augsburg zeigt die Verbrechen an Kindern im Nationalsozialismus – ein dunkles Kapitel deutscher Medizingeschichte.

Von Florian Fuchs

NS-Medizinverbrechen in Erlangen
:Ein Ort des Grauens soll zum Lernort werden

Maximal kontrovers hat die Erlanger Stadtgesellschaft um die Zukunft der „HuPfla“ gerungen, die historische Heil- und Pflegeanstalt. Nun scheint der Zwist befriedet zu sein.

Von Olaf Przybilla

Isar-Amper-Klinikum Haar
:Von der Irrenanstalt zur modernen Psychiatrie

Das Haarer Klinikum blickt im kommenden Jahr auf eine wechselvolle 120-jährige Geschichte zurück. Der neue Geschäftsführer Nicolas von Oppen will das Jubiläum nutzen, um das Misstrauen abzubauen, das der Einrichtung immer noch entgegenschlägt.

Von Laura Geigenberger

Gedenkkultur
:Kreativ gegen die illiberalen Gefährder

Im Gesellschaftshaus des Haarer Isar-Amper-Klinikums diskutieren Experten über den Zustand der Demokratie und die Perspektiven der Erinnerungsarbeit in einem zunehmend rechtspopulistisch geprägten Klima.

Von Laura Geigenberger

NS-Verbrechen
:Die Mordopfer vom Anstaltsfriedhof

Das Isar-Amper-Klinikum in Haar bemüht sich weiter um die Erinnerung an die Verbrechen der NS-Euthanasie. Doch mehr als tausend anonyme Gräber blieben bisher unbeachtet.

Von Bernhard Lohr

NS-Verbrechen
:"Euthanasie"-Opfer bekommen ein Gesicht

Mit einer "Bibliothek" als weiterem Gedenkort will das Isar-Amper-Klinikum über die Biografien der etwa 4000 ermordeten Patienten der einstigen Heilanstalt Eglfing-Haar aufklären und deren Schicksale so sichtbarer machen.

Von Bernhard Lohr

Erinnerungskultur
:Beklemmende Stimmen

Zum zweiten Mal widmet das Schultheater des Haarer Ernst-Mach-Gymnasiums ein Stück dem Gedenken an die Opfer des nationalsozialistischen Mordprogramms in der nahegelegenen Heil- und Pflegeanstalt Eglfing. Dabei zitieren sie auch aus Gesetzestexten, Krankenakten und Briefen von einst.

SZ PlusVon Laura Geigenberger

Uraufführung
:Hunger und Sex in der Anstalt

Geschichte, Liebe, Folter, Erotik, Leid. Alles soll mit rein, Entertainment mit historischer Erinnerung verschmolzen werden - und das vor dem Hintergrund eines NS-Mordprogramms. Die Eigenproduktion "Villa Haar" des Kleinen Theaters will viel - vielleicht zu viel. Beim Publikum überwiegt trotzdem die Begeisterung.

SZ PlusVon Carla Augustin und Celine Imensek

Medizin
:"Sie wurden von Engeln der Hoffnung zu Todesboten"

Eine aktuelle Analyse zeigt, wie stark Ärzte in die Verbrechen des NS-Regimes involviert waren. Die Forscher widersprechen der Vorstellung, es handelte sich lediglich um die Exzesse einiger weniger besonders brutaler Doktoren. Im Gegenteil.

SZ PlusVon Werner Bartens

Nationalsozialismus
:Die verdrängten Morde

Der Bezirk Oberbayern gibt ein umfassendes Buch zum Umgang mit den "Euthanasie"-Morden der Nazis heraus. Das Werk zeigt, dass es nicht ganz einfach ist, neben den Toten auch das Verbrechen beim Namen zu nennen.

Von Matthias Köpf

NS-Euthanasie
:Der unerwünschte Aufklärer

Der unbelastete Klinikdirektor Gerhard Schmidt versuchte nach 1945, die Patientenmorde in der Anstalt Eglfing-Haar aufzuarbeiten, wurde aber bereits nach kurzer Zeit Opfer brauner Seilschaften. Jetzt erfährt der Mediziner späte Anerkennung.

SZ PlusVon Bernhard Lohr

Das Politische Buch
:Mordschule der Eugeniker

Die Krankenmorde im NS-Staat dienten "Experten" zum Vorbild für die späteren Vernichtungslager. Zwei wegweisende Sammelbände zeigen auf, warum Euthanasie-Verbrechen und Holocaust zusammengedacht werden müssen.

Rezension von Stephan Lehnstaedt

Grafings Umgang mit seiner Geschichte
:Der nächste Schritt ist überfällig

Dem Grafinger Archivar Bernhard Schäfer gebührt großer Respekt für seine Sonderausstellung über die Opfer von Zwangssterilisation und "Euthanasie" im Ebersberger Raum. Ein guter Anlass für die Stadt, sich endlich um die Umbenennung der Deuschlstraße zu kümmern.

SZ PlusKommentar von Thorsten Rienth

Deutsche Geschichte
:Morden für die Volksgesundheit

Derzeit ist im Museum der Stadt Grafing eine Sonderausstellung über Opfer von Zwangssterilisation und "Euthanasie" aus dem Ebersberger Raum während der NS-Diktatur zu sehen.

SZ PlusVon Thorsten Rienth

Das Politische Buch
:Alle Mordopfer im Blick

Der britische Historiker Alex J. Kay schildert die NS-Vernichtungspolitik in ihrer Gesamtheit. Der Holocaust wird im Zusammenhang mit der Tötung von Sinti und Roma, sowjetischen Kriegsgefangenen und anderen Gruppen gesehen. Ein verdienstvoller Tabubruch.

Rezension von Wolfgang Benz

Erinnerungskultur
:"Würde jemand ein KZ abreißen?"

Andreas Frewer kämpft gegen den Abriss der Erlanger Heil- und Pflegeanstalt - "ein Zentrum des NS-Massenmords". Von den eigenen Kollegen fühlt sich der Universitätsmediziner unter Druck gesetzt. Warum er trotzdem weitermacht.

SZ PlusInterview von Olaf Przybilla

"Euthanasie"-Morde
:Bis 2018 ein Tabu

In den betroffenen Familien wurde kaum über das Schicksal der behinderten und psychisch kranken Menschen gesprochen, die dem Tötungsprogramm der Nazis zum Opfer gefallen waren. Angehörige der dritten Generation erhielten lange keine Akteneinsicht.

Systematische Tötung von Psychiatrie-Patienten in Haar
:"Die Mehrheit des Ärztestandes hat das Regime unterstützt"

Wie konnten Mediziner zu Mördern werden? Die Pädagogik-Professorin Annette Eberle erklärt die Taten mit der hohen Anschlussfähigkeit des Berufsstandes und der Verbreitung der Thesen von minderwertigen Genen und unwertem Leben.

SZ PlusInterview von Bernhard Lohr

Zeitgeschichte
:Wo die Täter geschützt wurden

Mit einer weiteren Podiumsdiskussion am Sonntag arbeitet die Haarer Klinik die Verbrechen des NS-Euthanasie-Programms auf.

Von Lydia Wünsch

Eklat beim Gedenken an NS-Opfer
:Seelsorger verbreitet Verschwörungstheorien

Im Bezirksklinikum Mainkofen soll der ermordeten Patienten gedacht werden, als ein Diakon unglaubliche Sätze predigt. Der Direktor wirft ihn raus, das Bistum Regensburg distanziert sich von seinen Äußerungen. Und der Seelsorger? Zitiert Augustinus.

Von Lisa Schnell

NS-Verbrechen
:Aus der Täter- und Opferperspektive

Wie gehen Literatur, Film und Theater mit den Euthanasie-Morden der Nazis um? Darüber diskutieren im Kleinen Theater in Haar Kultur- und Kunstschaffende am Beispiel des Jungen Ernst Lossa. Bei allen Unterschieden sind sie sich in einer Hinsicht einig.

Von Lydia Wünsche

Nationalsozialismus
:Eine Zeitreise zu den Verbrechen

Ein Schaubild im Hauptgebäude des Isar-Amper-Klinikums in Haar stellt die NS-Euthanasie in einen historischen Kontext und zeigt dessen Entwicklung.

Von Bernhard Lohr

Erinnerungskultur
:Nazi-Opfer statt Nazi-Arzt

Augsburg benennt Straße zur Hauptverwaltung der Bezirkskliniken Schwaben um.

Dachau
:Sie sahen ihre Tochter nie wieder

Edith Hecht war neun Jahre alt, als sie nach einem Aufenthalt in einer "Heil- und Pflegeanstalt" von den Nationalsozialisten ermordet wurde. Über das perfide System der Euthanasie.

SZ PlusVon Miriam Dahlinger

Gedenken an NS-Opfer
:Graue Busse in den Tod

Vor 82 Jahren wurden die ersten 25 Psychiatriepatienten von der Heilanstalt Haar-Eglfing in die Gaskammern nach Grafeneck gebracht.

Von Bernhard Lohr

Haar
:Neuer Gedenkort zu Euthanasie-Morden

Mit seiner Skulptur "Restlicht" erinnert Werner Mally an NS-Gräuel. Am Dienstag wird sie auf dem Haarer Klinikareal eingeweiht.

Von Bernhard Lohr

NS-Verbrechen
:Die Opfer im Mittelpunkt

Mit zehn Erinnerungsorten und einer multimedialen Schau im Haupthaus wollen Bezirk und Isar-Amper-Klinik an die NS-"Euthanasie"-Morde erinnern. Ärztlicher Direktor sieht menschliche Psychiatrie als Auftrag.

Von Bernhard Lohr

Haar
:Klinik erinnert an ermordete Patienten

Vor 81 Jahren wurden die ersten Patienten aus der Klinik in Haar in die Tötungsanstalten in Grafeneck und Hartheim deportiert.

Euthanasie
:Neues Erinnerungsdenkmal in Wasserburg eingeweiht

Jahrzehntelang wurde den Opfern der Nationalsozialisten in Gabersee und Attel nur wenig Beachtung geschenkt. Jetzt hat die Stadt ein Denkmal mit 742 Namen von Ermordeten eingeweiht.

Von Matthias Köpf

Gedenken an ermordete Psychiatrie-Patienten
:Damit Theas Name nicht vergessen wird

Bei einer Gedenkveranstaltung für Opfer des NS-Tötungsprogramms in Haar sprechen auch Angehörige ermordeter Psychiatrie-Patienten.

Von Carina Seeburg

Denkmal in Wasserburg
:"Ort der Erinnerungsarbeit für die ganze Region"

Wasserburg errichtet ein Denkmal für die Opfer des Nationalsozialismus. 700 Menschen kamen dort einst ums Leben, viele Einheimische starben an Euthanasie.

Von Ulrich Pfaffenberger

Neues Psychiatriemuseum in Haar
:Segen und Schrecken unter einem Dach

Geht es nach dem Bezirk, könnte in Haar das erste "Deutsche Psychiatriemuseum" entstehen. Es soll sowohl die Entwicklung hin zu modernen Therapiemethoden aufzeigen als auch an die NS-"Euthanasie"-Verbrechen erinnern.

Von Bernhard Lohr

NS-Geschichte
:Historische Kehrtwende

Mit der Umbenennung einer Straße tritt der jüdische Arzt Max Isserlin an die Stelle von Anton von Braunmühl, der in "Euthanasie"-Verbrechen verstrickt war. Charlotte Knobloch nennt die Namensgebung in Haar beispielhaft

Von Bernhard Lohr

"Euthanasie" in Erlangen
:Heftiger Streit um frühere NS-"Pflegeanstalt"

Die einen wollen einen Raum für moderne Spitzenforschung errichten, andere eine Gedenkstätte für Patienten, die dort Opfer der Nationalsozialisten geworden sind. Nun zeichnet sich ein Kompromiss ab.

Von Olaf Przybilla

Gedenken an "Euthanasie"
:Kein Schlussstrich

Bei der jährlichen Gedenkveranstaltung aus Anlass der Tötung von Psychiatrie-Patienten durch die Nationalsozialisten versammeln sich 150 Menschen im Isar-Amper-Klinikum in Haar. Am 18. Januar 1940 begann die Deportation von Kranken

Von Bernhard Lohr

Straßennamen
:Haar ehrt Opfer des NS-Mordprogramms

Eine Straße auf dem einstigen Klinik-Areal in Haar soll an Edith Hecht erinnern, die 1944 als 13-Jährige dort getötet wurde. Die nach einem belasteten Arzt benannte Von-Braunmühl-Straße heißt künftig nach dem von den Nazis vertriebenen Neurologen Max Isserlin.

Von Bernhard Lohr

Euthanasie in der NS-Zeit
:Das Kindermordhaus

Der Wiener Kinderarzt Hans Asperger galt lange als Fürsprecher der Schwachen. Edith Sheffers Recherchen zeigen jetzt: Der Österreicher schickte junge Patienten wissentlich in eine Euthanasie-Anstalt.

Rezension von Astrid Viciano

Haar
:Ein großes Unbehagen

Warum die Von-Braunmühl-Straße in Haar umbenannt wird

Kloster Maria Bildhausen
:"Wir waren damals lebensunwert"

Der Künstler Willi Grimm hat eine ehemalige Euthanasie-Anstalt in Österreich besucht. Der Schrecken ließ ihn nicht los - nun entwirft er ein fünf Meter großes Mahnmal in Unterfranken.

Von Claudia Henzler

"Euthanasie"-Morde der Nazis
:Der kalkulierte Tod

Im Januar 1940 begann der NS-Massenmord an psychisch Kranken und Behinderten. Das Münchner NS-Dokumentationszentrum zeigt, wie perfide die Nazis die Verbrechen verschleierten.

Von Jakob Wetzel

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