Den Haag

MeinungInternationaler Strafgerichtshof
:Die Krise um den Chefankläger kam den USA und Israel gerade recht

SZ PlusKommentar von Ronen Steinke
Portrait Leitender Redakteur, Politik Ronen Steinke

Internationaler Strafgerichtshof
:Chefankläger wegen Missbrauchsvorwürfen entlassen

In einer Versammlung der den Strafgerichtshof anerkennenden Länder stimmte eine Mehrheit für die Absetzung. Khan waren von einer früheren Mitarbeiterin sexuelle Übergriffe vorgeworfen worden.

Internationaler Strafgerichtshof
:Chefankläger wegen Missbrauchsvorwürfen entlassen

Die Mehrheit der Vertragsstaaten des Internationalen Strafgerichtshofs stimmten für seine Amtsenthebung. Khan waren von einer früheren Mitarbeiterin sexuelle Übergriffe vorgeworfen worden.

Internationaler Strafgerichtshof
:Chefankläger Karim Khan jetzt offiziell suspendiert

Der juristische Verfolger von Putin und Netanjahu darf sein Amt wegen Vergewaltigungsvorwürfen vorerst nicht mehr ausüben. Ob politische Intrigen dahinterstecken oder er tatsächlich ein Täter ist, bleibt aber noch offen.

SZ PlusVon Ronen Steinke

Verdacht auf sexuelle Übergriffe
:Weltstrafgericht suspendiert Chefankläger – Amtsenthebung droht

Karim Khan wird sexueller Übergriffe gegen eine Mitarbeiterin beschuldigt. Die UN untersuchten die Vorwürfe. Khan bestreitet alle Vorhaltungen. Israel fordert nun die Aufhebung des Haftbefehls gegen Netanjahu.

Israel
:Je mehr Druck, desto härter

Israels rechtsextremer Finanzminister Smotrich erwartet, dass der Internationale Strafgerichtshof gegen ihn Haftbefehl beantragt. Zur Antwort kündigt er neue Härten gegen Palästinenser an.

SZ PlusVon Sina-Maria Schweikle

Karim Khan
:Der Chefankläger des Weltstrafgerichts ist wieder da, in den Medien zumindest

Er ließ den Haftbefehl gegen Netanjahu beantragen, seit einem Jahr aber lässt er sein Amt in Den Haag ruhen: Es geht um den Verdacht der sexuellen Belästigung. Jetzt stellt sich der Brite als Opfer einer Verschwörung dar.

SZ PlusVon Ronen Steinke

Philippinen
:Dem Architekten des Drogenkriegs droht Haft

Der philippinische Ex-Polizeichef Ronald dela Rosa verschanzt sich im Senat, weil er den internationalen Strafgerichtshof fürchtet. Wie lange lässt sich die Brutalität der früheren Duterte-Regierung noch leugnen?

SZ PlusVon Thomas Hahn

Internationaler Strafgerichtshof
:Rodrigo Duterte fühlt sich zu müde für die Stunde der Anklage

Sein „Krieg gegen die Drogen“  kostete Tausende Menschen das Leben. Nun soll sich der Ex-Präsident der Philippinen dafür in Den Haag verantworten. Aber reichen die Beweise für einen Prozess?

SZ PlusVon Arne Perras

MeinungKultur
:In Europa ist Tanzen ein Akt der Selbstbestimmung. In Iran ist es ein Akt des Widerstands

In der Kunst geht es immer darum, die Ausdrucksform zu finden, die zu einem passt. Es geht um Autonomie, Würde und das Recht auf Schönheit. Beobachtungen zum Protest in Teheran und zur Berlinale, mit einem Abstecher zu Vermeer.

SZ PlusKolumne von Nava Ebrahimi

Niederländische Regierung
:Notlösung in Den Haag

In den Niederlanden wollen sich drei Mitte-Parteien an einer Minderheitsregierung versuchen. Es ist ein Wagnis mit völlig offenem Ausgang.

SZ PlusVon Thomas Kirchner

Krise des Völkerrechts
:Allerhöchste Einsturzgefahr

Der Coup von Caracas bestätigt die Diagnose von Christoph Safferling – das Völkerrecht ist bedroht wie nie zuvor. Sein Buch ist zugleich hellsichtige Analyse und eine „Art Selbstanklage“, doch noch möchte er die Hoffnung nicht aufgeben.

SZ PlusRezension von Annette Weinke

MeinungInternationaler Strafgerichtshof
:Trump bestraft Richter, deren Entscheidungen ihm nicht passen

Die USA verhängen drastische Sanktionen gegen Richter in Den Haag. Es geht ihnen darum, das Völkerrecht zu schwächen – ein Ziel, das auch Russland und die AfD verfolgen.

SZ PlusKolumne von Heribert Prantl

Richter am Internationalen Strafgerichtshof
:Kein Airbnb mehr, keine Mastercard mehr

Gotscha Lortkipanidse hat vor einer Woche den Haftbefehl gegen Benjamin Netanjahu für rechtens erklärt. Und schon lässt die US-Regierung Sanktionen über ihn und seine Familie herabregnen.

SZ PlusVon Ronen Steinke

Niederlande
:Was wirklich geschah bei Nexperia

Der Eingriff der niederländischen Regierung bei dem Chiphersteller schockierte nicht nur China, sondern auch die deutsche Autoindustrie. Inzwischen ist klar, dass Druck aus Washington wohl nicht die entscheidende Rolle spielte.

Von Thomas Kirchner

Ukraine
:Eine Flucht ins Kriegsgebiet

Der Bruder von Ksenia Koldin ist eines von Tausenden ukrainischen Kindern, die nach Russland verschleppt wurden. Doch Ksenia hat für ihn einen Weg zurück in die Heimat gefunden. Jetzt erzählt sie ihre Geschichte.

SZ PlusVon Florian Hassel

Internationaler Strafgerichtshof
:Ein Urteil wider Sudans „Teufel auf Pferden“

Wegen Kriegsverbrechen in Darfur vor mehr als 20 Jahren wird erstmals ein Milizenführer in Den Haag schuldig gesprochen. Die Anklage hofft auf eine abschreckende Wirkung. Doch daran gibt es Zweifel.

Von Paul Munzinger

Niederlande
:Krawalle bei Demo für härtere Asylpolitik in Den Haag

Tausende Niederländer fordern eine Begrenzung der Einwanderung. Einige werden dabei gewalttätig. Der Rechtspopulist Wilders verurteilt das und nennt sie „Idioten“.

Philippinen
:„Es dauert länger, einen Satz zu tippen, als einen Menschen zu töten“

Warum so viele ungerechte, brutale Männer verehren? Seit die philippinische Journalistin Patricia Evangelista den Leichen des Drogenkriegs von Rodrigo Duterte hinterherrecherchiert, sucht sie darauf eine Antwort. Unter Lebensgefahr.

SZ PlusVon David Pfeifer

Internationale Justiz
:Viel Schweigen in Den Haag

Mitten in den Gaza- und Putin-Ermittlungen ist der Internationale Strafgerichtshof gelähmt, weil Chefankläger Karim Khan wegen Vorwürfen sexueller Übergriffe sein Amt ruhen lassen muss. Jetzt hat sich ein zweites mutmaßliches Opfer gemeldet.

SZ PlusVon Ronen Steinke

MeinungIsrael
:Was in Gaza geschieht, ist ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit, aber bisher kein Genozid

Es ist wichtig, klare Worte für das Unrecht zu finden, das den Palästinensern angetan wird. Aber es sollten die passenden sein.

SZ PlusKommentar von Ronen Steinke

Völkerrecht
:Diese Richterin hält zu Israel – und glaubt an das nahende Ende der Welt

Aufruhr um Julia Sebutinde: Als einziges Mitglied des Internationalen Gerichtshofs hält  sie öffentlich zum jüdischen Staat.

SZ PlusVon Bernd Dörries

Krieg in Nahost
:Merz belässt es erneut bei Drohungen

Trotz wachsender Kritik an der israelischen Kriegsführung zögert der Bundeskanzler noch vor Konsequenzen. Man habe aber „überlegt, welche Möglichkeiten es gegebenenfalls gibt“.

Von Daniel Brössler und Sina-Maria Schweikle

Internationaler Gerichtshof
:Die Staaten müssen den Klimawandel aufhalten

Es ist ein Erfolg des Inselstaats Vanuatu: In einem Gutachten macht der Internationale Gerichtshof in Den Haag deutlich, dass der Klimaschutz für die Länder eine rechtliche Pflicht ist. Das dürfte den Weg ebnen für Schadenersatzklagen von Staaten gegen Staaten.

Von Wolfgang Janisch

Entrechtung von Frauen
:Internationaler Strafgerichtshof erlässt Haftbefehle gegen Taliban-Führer

Dem Taliban-Führer Haibatullah Achundsada und dem obersten Richter, Abdul Hakim Hakkani, werden Verbrechen gegen die Menschlichkeit wegen der Entrechtung von Frauen und Mädchen vorgeworfen.

Den Haag
:Er kam, sah und kriegte

Beim Nato-Gipfel wird wieder mal klar, dass die Welt gerade einen einzigen Fixpunkt hat: Trump. Er ist Alpha und Omega, jede Politik beginnt und endet bei ihm. Und alle sind schon froh, wenn er den Laden nicht in die Luft jagt.

SZ PlusVon Daniel Brössler und Hubert Wetzel

Justiz
:Den Haag und die Rache der Despoten

Seit sie es beim Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag auch mit Leuten wie Putin oder Netanjahu aufnehmen, wird es für die Richter immer heftiger. Sanktionen, Drohungen. Ohne Bodyguards kann man die Welt offenbar nicht mehr retten.

SZ PlusVon Ronen Steinke

MeinungJustiz
:Natürlich müsste Deutschland den Haftbefehl gegen Netanjahu vollstrecken

Auch wenn CDU-Politiker etwas anderes suggerieren: Der israelische Premier steht nicht über dem internationalen Recht.

SZ PlusKommentar von Ronen Steinke

Besuch des israelischen Staatspräsidenten
:„Das würde die Autorität der völkerrechtlichen Ordnung beschädigen“

Deutschland und Israel haben vor 60 Jahren diplomatische Beziehungen aufgenommen. Die werden durch Israels Vorgehen gegen die Palästinenser derzeit auf die Probe gestellt. Fragen an den Völkerrechtler Helmut Aust.

SZ PlusInterview von Ronen Steinke

Internationale Justiz
:Ein Tribunal gegen den Aggressor

Russlands Vetorecht im UN-Sicherheitsrat macht eine internationale Strafverfolgung kompliziert. Dennoch soll der Europarat ein Sondergericht schaffen, um den Angriffskrieg Putins gegen die Ukraine aufzuarbeiten.

Von Wolfgang Janisch

Ungarn
:Orbáns nächster Affront

Die Regierung in Budapest kündigt an, den Internationalen Strafgerichtshof zu verlassen. Das freut einen prominenten Besucher: Israels per Haftbefehl gesuchten Premier Netanjahu.

Von Tobias Zick

MeinungInternationaler Strafgerichtshof
:Ungarn begeht einen sorgsam orchestrierten Rechtsbruch

Mit dem Austritt aus der Institution und der Weigerung, den Haftbefehl gegen Benjamin Netanjahu zu vollstrecken, dient sich Viktor Orbán als verlässliche Kraft bei den Populisten dieser Welt an.

SZ PlusKommentar von Wolfgang Janisch

Philippinen
:Für den Bestrafer Duterte wird es jetzt ernst

Der Anti-Drogenkrieg von Ex-Präsident Duterte kostete zehntausende Menschen das Leben. Lange sah es aus, als blieben die Gewaltexzesse  ungesühnt. Doch nun sitzt er in Den Haag in Haft und wartet auf seinen Prozess. Was die unverhoffte Wende für Familien der Opfer bedeutet.

SZ PlusVon Arne Perras

MeinungInternationale Strafjustiz
:Der Vollstrecker und seine Richter

Lange schien es unwahrscheinlich, dass der selbst ernannte Vollstrecker Rodrigo Duterte jemals vor dem Strafgerichtshof in Den Haag landen würde. Nun muss er sich dort wegen seines brutalen Anti-Drogen-Krieges verantworten. Eine Chance auf späte Gerechtigkeit.

SZ PlusKommentar von Arne Perras

Philippinen
:Duterte muss sich wegen seines Kriegs gegen Drogen verantworten

Der frühere Präsident Rodrigo Duterte wird bei seiner Rückkehr nach Manila verhaftet. Für seine brutalen Aktionen mit Zehntausenden Toten erwartet ihn ein Prozess vor dem Internationalen Strafgerichtshof. Es ist die Eskalation eines Polit-Thrillers, in dem auch seine Tochter eine Rolle spielt.

SZ PlusVon David Pfeifer

Philippinen
:Ex-Präsident Duterte festgenommen

Während seines brutalen Antidrogenkampfes sollen Tausende Menschen getötet worden sein. Auf Basis eines internationalen Haftbefehls setzt die Polizei den 79-Jährigen nun am Flughafen Manila fest.

Deutschland und Israel
:Eine sehr schnelle Einladung

Kurz nach der Wahl spricht Friedrich Merz mit Israels Premier und stellt ihm einen Deutschland-Besuch in Aussicht. Um den Haftbefehl des Internationalen Strafgerichtshofs gegen Netanjahu zu umgehen, wolle er „Mittel und Wege“ finden. Aber welche?

Von Kristiana Ludwig und Sina-Maria Schweikle

MeinungVölkerrecht
:Die Einladung für Benjamin Netanjahu durch Friedrich Merz ist befremdlich

Der Wahlsieger will trotz des Haftbefehls gegen Israels Ministerpräsidenten „Mittel und Wege“ finden, diesen nach Deutschland einzuladen – und so internationales Recht zu brechen.

SZ PlusKommentar von Bernd Dörries

MeinungJustiz
:Der Internationale Strafgerichtshof ist durch Trumps Sanktionen in Gefahr

Der Haftbefehl gegen Israels Ministerpräsident Netanjahu verärgerte die USA schon unter Joe Biden. Nun hat sein Nachfolger dieses Missfallen auf seine Art eskaliert.

SZ PlusKommentar von Thomas Kirchner

USA
:Trumps Feldzug gegen den Internationalen Strafgerichtshof

Der US-Präsident erlässt per Dekret scharfe Sanktionen gegen Mitglieder des Gerichts in Den Haag. Der Hintergrund: Israel. Die Folgen: weitreichend, nicht nur für die Betroffenen.

SZ PlusVon Thomas Kirchner

Afghanistan
:Internationaler Strafgerichtshof geht gegen Taliban-Führer vor

Der Chefankläger in Den Haag wertet die systematische Unterdrückung von Frauen in Afghanistan als Verbrechen gegen die Menschlichkeit – und beantragt Haftbefehl.

Von Tobias Matern und Ronen Steinke

Auschwitz-Gedenken in Polen
:Duda zieht Tusk aufs Glatteis

Gegen Israels Premier Netanjahu liegt ein Haftbefehl des Internationalen Strafgerichtshofs vor. Könnte er dennoch am Gedenkakt zur Befreiung des KZ Auschwitz vor 80 Jahren teilnehmen? Darüber wird in Polen gerade gestritten.

Von Viktoria Großmann

MeinungKrieg in Nahost
:Völkermord? Im Ernst?

Warum der Vorwurf des Genozids und des Aushungerns gegen Israel historisch falsch, unehrlich und antisemitisch ist.

SZ PlusGastbeitrag von Eva Illouz

Internationale Justiz
:„Das hält das Gericht nicht aus“

Nach dem Haftbefehl gegen Israels Premier Netanjahu sieht sich der Internationale Strafgerichtshof selbst in seiner Existenz bedroht. Die US-Republikaner unter Donald Trump bereiten Sanktionen vor, die diesen Gerichtshof faktisch lahmlegen könnten.

SZ PlusVon Ronen Steinke

Gestürzte Diktatoren
:„Mein Gewissen ist rein“

Was mit Diktatoren wie Baschar al-Assad nach ihrem Sturz geschah – die meisten wurden von ihren Verbrechen eingeholt. Ein Blick in die Geschichte.

SZ PlusVon SZ-Autorinnen und -Autoren

Juristische Aufarbeitung in Syrien
:Die Beweise liegen schon bereit

Belege für die Untaten des Assad-Regimes müssen nicht erst in verlassenen Palästen und Büros gesucht werden. Eine Organisation hat mehr als eine Million Dokumente gesammelt, die vor Gericht gegen den Diktator und seine Schergen verwendet werden könnten.

SZ PlusVon Thomas Kirchner

Explosion in Den Haag
:„Mir zittern die Knie“

In den Niederlanden reißt eine beispiellose Detonation mehrere Menschen aus dem Leben und ein Loch in ein Den Haager Viertel. Haben die Aktivitäten der organisierten Kriminalität eine neue Dimension erreicht?

Von Thomas Kirchner

Internationaler Strafgerichtshof
:Und wer verhaftet Netanjahu nun?

Welchen Wert hat das Urteil von Den Haag, und wie ist es überhaupt umzusetzen? Leser haben dazu eine differenzierte Meinung.

MeinungInternationaler Strafgerichtshof
:Dieser Haftbefehl gegen Netanjahu ist ein Test für den Stellenwert des Völkerrechts

Ist der Fall des Diktators Wladimir Putin anders zu sehen als der des israelischen Premiers? Nein. Deutschland ist verpflichtet, diese gleichzubehandeln. Sonst droht schwerer Schaden.

SZ PlusKolumne von Peter Müller

Krieg in Gaza
:Amnesty wirft Israel Völkermord vor

Die Regierung in Jerusalem verfolge die „Absicht“, die Bevölkerung in Gaza „ganz oder teilweise zu vernichten“ – zu diesem Schluss kommt ein Bericht der Menschenrechtsorganisation. Damit geht sie weiter als internationale Gerichte.

Von Ronen Steinke

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