Es war eine E-Mail an alle Mitarbeiter von Nokia Siemens Networks. In der Betreffzeile stand nur: "Restrukturierung von NSN - nächste Schritte in Deutschland". Doch ihr Inhalt war verheerend: 2900 Jobs sind einfach weg. Die Nachricht von den Standortschließungen hat die schlimmsten Befürchtungen der Mitarbeiter übertroffen.
EZB verleiht Milliarden an Banken
:Geld scheffeln ohne Risiko
Lizenz zum Gelddrucken: Kreditinstitute werden sich bei der Europäischen Zentralbank bald günstig mit Geld eindecken, bis zu eine Billion Euro könnten es werden. Den Instituten winken Profitmargen von bis zu 500 Prozent, das Ausfallrisiko trägt am Ende der Steuerzahler.
Reaktionen
:Gewerkschaften stemmen sich gegen Stellenabbau
Die Angestellten wollen gegen den massiven Stellenabbau bei Nokia Siemens Networks auf die Straße gehen. Auch Bayerns Wirtschaftsminister Zeil kritisiert das Unternehmen scharf: Schwere Managementfehler seien der Grund für den Arbeitsplatzabbau.
Yakuza, Japans Mafia
:Frauen für das Sexgewerbe und Männer für Fukushima
Die japanische Mafia-Organisation Yakuza ist eine Wirtschaftsmacht. Ihr Einfluss reicht von den größten Konzernen des Landes über Prostitution bis in die Tiefen des Atommüllgeschäfts in Fukushima-1. Seit kurzem machen die Mafiosis auch in Hedgefonds.
SZ JetztHashtag der Woche
:In den Abgrund
Unter dem Hashtag #walkingtoworktoday versammelt ein Designer Fotos von Kleinigkeiten, die ihm auf dem Weg zur Arbeit auffallen. Jetzt löste eines dieser Bilder eine Debatte um die Erfolgs-Fernsehserie "Mad Men" aus. Es zeigte ein Plakat, das in New York böse Erinnerungen an die Terrranschläge auf das World Trade Center weckt.
MeinungNokia Siemens Networks und Thyssen-Krupp in der Krise
:Wenn Manager die mühsame Arbeit meiden
Deutsch-finnisches Unternehmen in Not
:Nokia Siemens Networks streicht 2900 Jobs in Deutschland
Nokia Siemens Networks versucht sich zu retten - und setzt auf Kahlschlag: Das Unternehmen baut in Deutschland fast 3000 Arbeitsplätze ab, das ist jede dritte Stelle. Die meisten Jobs werden in München wegfallen.
One World Trade Center
:Teure Traumabewältigung
Das "One World Trade Center", das gerade auf dem New Yorker "Ground Zero" entsteht, wird das mit Abstand teuerste Bürogebäude der Welt werden. Der 549 Meter hohe Turm wird die Lücke füllen, die die Anschläge von 9/11 in die Skyline New Yorks gerissen haben. Doch das nationale Trauma lässt sich nicht so einfach reparieren.
Filehoster
:Nutzer bereiten Klage gegen Megaupload-Datenlöschung vor
Ob legal oder illegal spielt keine Rolle: In wenigen Tagen könnte die Vernichtung aller Daten beginnen, die auf Megaupload-Servern lagern. Der Schritt ist umstritten - und dürfte dem FBI eine Sammelklage ehemaliger Nutzer des Dienstes einbringen.
MeinungArbeitslosenzahl
:Die Drei ist wieder da
Spielwarenmesse
:Greif-Ring mit iPhone
"Mamas cooles, elektronisches Spielzeug in Kinderhänden": Noch nie blinkte und piepste es derart in den Kinderzimmern. Die Nürnberger Spielwarenmesse, einst letztes Refugium für Traditionalisten, zeigt: Auch Anbieter klassischer Produkte setzen mittlerweile auf moderne Technik.
Ergebnisse des EU-Gipfels
:Mehr sparen, mehr retten, mehr zahlen
Auf dem EU-Gipfel in Brüssel sind zwar einige wichtige Beschlüsse gefasst worden - doch in der Causa Griechenland ist die Europäische Union noch nicht weitergekommen. Eines steht allerdings nun fest: Deutschland zahlt viel Geld. Was die Ergebnisse des Gipfels für die EU bedeuten - ein Überblick.
Weniger ohne Job als im Vorjahr
:Arbeitsmarkt bleibt auch im neuen Jahr stabil
Schuld ist nur der Winter: Auch wenn die Zahl der Menschen ohne Job wieder die Drei-Millionen-Marke übersteigt, ist man bei der Bundesagentur guter Dinge. Der Anstieg liege nur an der Jahreszeit, heißt es dort. Es ist die niedrigste Januar-Arbeitslosigkeit seit 20 Jahren. Vom deutschen Trend können andere europäische Staaten nur träumen. Vor allem die Jugend in Südeuropa hat kaum eine Chance.
Geschmacksmuster-Streit mit Apple
:Samsung-Tablet darf in Deutschland nicht verkauft werden
Samsung muss eine weitere Niederlage im Rechtsstreit mit Apple einstecken. Das Oberlandesgericht in Düsseldorf bestätigte per einstweiliger Verfügung das Verkaufsverbot für den Tablet-Computer Galaxy Tab in Deutschland. Allerdings betrifft die Entscheidung nur ein altes Modell.
MeinungFinanzkrise in Griechenland
:Warum ein Spardiktat schaden würde
ExklusivArbeitsagentur
:Langzeitarbeitslose haben kaum Chancen auf Jobs
Die Wirtschaft boomt, aber den Langzeitarbeitslosen bringt das nichts. Nur knapp 15 Prozent von ihnen konnten 2011 in Jobs auf dem ersten Arbeitsmarkt vermittelt werden. In der Statistik tauchen viele trotzdem nicht auf.
Korruptionsaffäre
:Millionenstrafe für Ferrostaal
Über Jahre haben zwei Manager bei Ferrostaal Schmiergeld bezahlt, um beim Verkauf von U-Booten die Konkurrenz auszustechen. Nun sind sie verurteilt worden - und die Firma muss mehr als hundert Millionen Euro an Strafe zahlen.
Schlecker auch privat pleite
:"Es ist nichts mehr da"
Die Familie Schlecker behauptet, sie habe kein Geld mehr. Dabei wurde Anton Schlecker bislang ein Milliardenvermögen zugetraut. Der Insolvenzverwalter sagt, er habe bisher auch keine 100 Millionen im Schrank gefunden. Dafür hat er einen Plan, wie es mit der Drogeriekette weitergehen soll. Die Schleckers wollen mitmischen - auch wenn das Geld fehlt.
US-Republikaner bekämpfen Gewerkschaften
:Kriegserklärung im Rostgürtel
In den USA versuchen republikanische Gouverneure die Gewerkschaften per Gesetz zurückzudrängen, indem sie sie finanziell ausbluten lassen - nun sogar in ihrem letzten Rückzugsgebiet im Mittleren Westen. Das wäre auch ein Sieg für Romney und Gingrich, weil Präsident Obama an der Seite der Gewerkschaften steht.
Posse um CDU-Politiker Heveling
:Wie böse ist das Internet?
Ein Koalitionspolitiker pöbelt in selten gehörter Brachialität gegen das Netz - und niemand aus den eigenen Reihen protestiert: Die Posse um den CDU-Hinterbänkler Ansgar Heveling zeigt, wie miserabel es um die Internet-Politik in Deutschland steht. Was, bitte, hält die Regierung Merkel von der digitalen Revolution?
Live-Blog zum Nachlesen
:Was beim EU-Gipfel entschieden wurde
Alle EU-Länder außer Großbritannien und Tschechien haben zugesagt, sich an einem Pakt für strenge Haushaltsdisziplin zu beteiligen. Die Staaten verpflichten sich, eine Schuldenbremse verbindlich in nationalem Recht zu verankern. Strafverfahren gegen Defizitsünder sollen vereinfacht werden. Die Kanzlerin würdigt den Pakt als wichtigen Schritt hin zur Stabilitätsunion. Verfolgen Sie den Gipfel im Live-Blog.
Frankreichs neue Börsensteuer
:Rolle rückwärts
Frankreichs Präsident Sarkozy will wieder einführen, was er einst abgeschafft hat: eine Börsensteuer. Allerdings ist das Vorhaben enger gefasst als die Finanzmarkttransaktionssteuer auf EU-Ebene. Noch ist unklar, was besteuert werden soll. Das zeigt, wie unvorbereitet Paris an die Sache herangeht.
Facebook führt Timeline ein
:So verschönere ich mein Profil
Mit der Timeline will Facebook das ganze Leben seiner Benutzer erfassen. Gleichzeitig führt das Unternehmen damit ein neues Profil-Layout ein, das sich mit ein paar Handgriffen in ein kleines Kunstwerk verwandeln lässt.
SZ JetztNetzaktivist Beckedahl
:"Keinem ist bewusst, was ACTA bedeutet"
Nach der Unterzeichnung des ACTA-Abkommens wird in Polen und Österreich heftig protestiert. Warum nicht in Deutschland? Und wofür steht eigentlich "ACTA"? Ein Gespräch mit Markus Beckedahl, Netzaktivist und Gründer des Blogs netzpolitik.org.
Internet-Pionier Johnson im Gespräch
:"Wir erleben eine neue Form der Ignoranz"
Plädoyer für einen bewussteren Umgang mit Informationen: Clay Johnson, einst einer der Strategen hinter Obamas Online-Wahlkampf, widmet sich in seinem neuen Buch den Folgen unseres übermäßigen und unreflektierten Konsums von Informationen. Ein Gespräch über eine Welt, in der die Bestätigung unserer privaten Ideologien nur eine Google-Suche entfernt ist.
Insolvente Drogeriemarktkette
:Schlecker ist pleite, auch privat
"Es ist nichts mehr da": Auf einer Pressekonferenz erklärt Meike Schlecker, die Tochter des Firmengründers, dass von dem Milliardenvermögen kaum mehr etwas übrig ist. Die Insolvenz der Drogeriekette hat offenbar auch den Gründer ruiniert.
Finanzminister drängt zu Reformen
:Schäuble droht Griechenland
Ein Schritt vorwärts, zwei Schritte zurück: Gerade noch hatte Finanzminister Schäuble betont, er rechne nicht mit einem Staatsbankrott Griechenlands. Doch kurz vor dem EU-Gipfel gibt er sich unerbittlich: Wenn Griechenland seine Versprechen nicht einlöse, würde es eben kein Geld mehr bekommen. Der deutsche Druck kommt in Athen gar nicht gut an.
03:50
Einfach Technik
:Wie das iPad zum Fernseher wird
Mit der TV-Antenne Tizi Go sollen Anwender des Apple-Tablets ihr Gerät künftig auch zum Empfang von Fernsehprogrammen über DVB-T nutzen können. Doch die Technik funktioniert nicht überall.
Gehaltsrechner
:Gehaltsrechner
Schuldenkrise Europa
:Schuldenkrise Europa
Amazon
:Amazon
Finanzkrise in Europa
:Worum es beim EU-Gipfel geht
Sparen - oder die Wirtschaft ankurbeln? Diese Frage müssen sich die 27 Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union am Montag beim nächsten EU-Gipfel stellen. Dabei soll es nicht nur um den ständigen Rettungsschirm ESM gehen, sondern auch um den Fiskalpakt.
Samsung Galaxy Nexus im Test
:Angriff des Google-Handys
Ist die neue Samsung-Google-Kooperation Galaxy Nexus ein ernsthafter Konkurrent zum Samsung Galaxy S 2? Zumindest der riesige, fast zwölf Zentimeter messende Bildschirm lohnt einen Blick.
RBS-Chef ohne Boni
:Wenn der Banker verzichtet
Die Royal Bank of Scotland gehört zum Großteil dem britischen Staat: Sie hatte sich verzockt und musste mit Steuergeldern gerettet werden. Vorstandschef Stephen Hester wollte trotzdem lange Zeit nicht auf seinen Jahresbonus in Millionenhöhe verzichten. Jetzt ist er unter öffentlichem Druck eingenickt.
ExklusivEuropäisches Konjunkturprogramm
:Für Merkels Pläne fehlt das Geld
"Ich fürchte, ich muss sie enttäuschen": EU-Kommissar Hahn hat das Vorhaben von Kanzlerin Merkel zurückgewiesen, Brüsseler Fördertöpfe zur Stützung von Euro-Krisenländern zu nutzen. Weil in den Fonds kaum Geld vorhanden sei, sei der von Merkel vorgeschlagene Wachstumsfonds "unrealistisch", so Hahn im SZ-Interview.
EU-Gipfel
:Wie Europa in der Geisterstadt Brüssel gerettet werden soll
EU-Rettung, nächste Folge: Aus Protest gegen das Sparprogramm der belgischen Regierung wird Brüssel während des EU-Gipfels bestreikt. Die Staats- und Regierungschefs wissen, dass die Probleme der EU mit Sparen allein nicht mehr gelöst werden können. Diesmal soll es auch um neue Strukturen gehen - richtig konkret sind die Ideen bislang aber nicht.
Netzdepeschen
:Die nächste Stufe der E-Book-Revolution
Digitale Bücher verkaufen sich immer besser, doch sie bleiben hinter den technischen Möglichkeiten zurück. Das soll sich nun ändern: Erste Experimente zeigen, wie die Literatur der Zukunft aussehen könnte.
Zehn kreative Timeline-Designs
:Wenn das Facebook-Profil zum Kunstwerk wird
Man kann für oder gegen die Timeline sein - diese Facebook-User haben aus ihren Profilseiten kleine Kunstwerke gemacht. Die schönsten Profile in einer Galerie.
Deutsche Bank
:Gift für Anshu Jain
Ausgerechnet Anshu Jain. Ausgerechnet der Mann also, der mit Boni für riskante Finanzgeschäfte mehr verdient hat als Josef Ackermann, soll in seiner kommenden Rolle als Chef der Deutschen Bank den großen Deutschland-Kümmerer geben. Er soll das "Deutsche" in der Bank erhalten. Doch Jain holen alte Affären ein.
Proteste gegen Sparprogramm der Regierung
:Generalstreik legt Belgien lahm
Seit 22 Uhr stehen die Züge still: In Belgien hat ein breit angelegter Streik begonnen, mit dem die Gewerkschaften gegen das Sparprogramm der Regierung protestieren. Auch der Grenzverkehr mit Deutschland ist gestoppt. Die Proteste könnten zudem den heutigen Gipfel der europäischen Staats- und Regierungschef in Brüssel stören.
Gentechnisch veränderte Pflanzen
:Huber zweifelt an Gentechnik
Dass der Chemiekonzern BASF die grüne Gentechnik in Deutschland aufgibt, sei auch eine Reaktion auf die ablehnende Haltung der Bürger, sagt Wolfgang Huber, der frühere Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland. Der Theologe hält eine "vorsichtige und bedachte Forschung" für akzeptabel - eine Verbindung der Gentechnik mit dem "großen Agro-Business" jedoch für gefährlich.
Notverkauf der Wegelin-Bank
:Schweizer Scherbenhaufen
Helle Aufregung in der Schweiz: Die alteingesessene Privatbank Wegelin stürzt über den Steuerstreit mit Amerika - Bankchef Konrad Hummler steht vor den Trümmern seines Lebenswerks. Nun packt auch andere Geldhäuser die Angst vor der Strafverfolgung.
Auswertung des Einkaufsverhaltens
:Wie der Ladenkunde gläsern wird
Das Lieblings-Ladenregal der Kunden per Mobilfunksignal herausfinden, den Ladendieb an seinem Bewegungsprofil erkennen: Der Einzelhandel entdeckt die digitalen Möglichkeiten, das Verhalten der Kunden zu analysieren.
Facebook drängt an die Börse
:Jenseits von Gut und Böse
Einst ging es darum, Noten für die schönsten Mädchen auf dem Campus zu vergeben - mittlerweile nutzen 800 Millionen Menschen weltweit Facebook. Nun will das Unternehmen an den Aktienmarkt. Der angestrebte Börsenwert steht allerdings in einem geradezu bizarren Verhältnis zum Gewinn von Facebook.
SZ Jetzt"Bildblog" und "Les Mads"
:"Es ist das Bildblog. Jemand muss es machen."
Katja Schweitzberger und Lukas Heinser haben die Nachfolge bei zwei der wichtigsten deutschen Blogs übernommen: Ein Gespräch über ihre Arbeit für den Medienblog "Bildblog" und den Modeblog "Les Mads", ihr Berufsbild und Besserwisserei.
Spekulation mit Immobilienpapieren
:Wut auf die Deutsche Bank
Die Deutsche Bank hatte vor Ausbruch der Finanzkrise in großem Stil Wertpapiere fabriziert, die später zahlreiche Investoren in existentielle Schwierigkeiten brachten. Davon war auch die IKB betroffen, die von der Staatsbank KfW am Ende vor dem Bankrott gerettet werden musste. Nun hofft die KfW auf Hilfe aus den USA.
Luftverkehr
:Spanair stellt Betrieb ein
Die Flugzeuge bleiben am Boden, an den Schaltern bilden sich lange Schlangen: Aufgrund ihrer prekären Finanzlage hat die spanische Fluggesellschaft Spanair alle Flüge bis auf Weiteres abgesagt. Rund 22.000 Passagiere sind davon betroffen, die spanische Regierung leitet rechtliche Schritte ein.
Umstrittene Praktiken von Hotline-Anbietern
:Warteschleifen kosten Verbraucher 144 Millionen Euro
Bitte warten, bei uns klingeln gerade die Kassen: Das neue Telekommunikationsgesetz soll verhindern, dass Bürger über kostenpflichtige Warteschleifen abgezockt werden. Doch bis es in Kraft tritt, verdienen die Anbieter von Service-Hotlines weiter Millionen. Das haben zumindest die Berechnungen einer Grünen-Abgeordneten ergeben.
Datenschutz
:Was die Schufa alles weiß
Einmal im Jahr sollte man bei Auskunfteien und Adresshändlern seine Daten abfragen - doch wer verschickt schon gerne Anfragen an Dutzende Unternehmen? Die Webseite Selbstauskunft.net soll helfen - sie versendet eine Anfrage per Fax gleich an mehrere Firmen.
VW und Porsche
:Angst vor Plünderung
Porsche und VW sind seit dem gescheiterten Übernahmeversuch durch Porsche in ein Gestrüpp aus juristischen Probleme verstrickt. Nun spielt Volkswagen Pläne durch, wie Porsche noch in diesem Jahr übernommen werden könnte. Klagende Aktionäre fürchten, dass sie ausgetrickst werden.