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Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich erneut gegen Forderungen nach einer massiven Aufstockung der europäischen Hilfsfonds zur Bekämpfung der Schuldenkrise gestellt.
Italiens Regierungschef Mario Monti verlangt Hilfe von der Bundesregierung. Deutschland profitiere wohl am stärksten vom gemeinsamen Euro - deshalb sei es im Interesse Berlins, sein Land zu unterstützen. Die Italiener seien zwar zu Opfern bereit, müssten aber auch belohnt werden, etwa durch niedrigere Schuldzinsen.
Adieu Triple-A: Frankreich verliert wohl seine Bestnote für die Kreditwürdigkeit. Die Ratingagentur Standard & Poor's stufte nach Angaben aus französischen Regierungskreisen die zweitgrößte Volkswirtschaft der Eurozone herab. Auch Österreich soll herabgestuft werden. An den Börsen reagieren Anleger hektisch.
Bei seinem Antrittsbesuch in Berlin fordert Italiens Ministerpräsident Monti die EU-Partner auf, den Sparwillen der Italiener zu honorieren. Er fürchtet, dass die Geduld seiner Landsleute in Wut umschlagen könnte, wenn sein harter Reformkurs nicht schnell erste Früchte trägt.
Der Euro steht unter Druck: Nachdem er gut ins neue Jahr gestartet war, fällt er nun auf ein 16-Monats-Tief. Grund dafür sind die Herabstufung der ungarischen Kreditwürdigkeit und Berichte über neue Probleme im schuldengeplagten Griechenland.
Ein Jahr Euro in Estland: Der Finanzminister, den sie das Krokodil nennen, freut sich über rasantes Wachstum und in der Schuldenkrise ist das Land ein Verbündeter Deutschlands. Doch das Volk klagt über hohe Preise.
Von
Matthias Kolb, Tallinn
Über 90 Milliarden Euro-Münzen sind derzeit im Umlauf - mit den individuellen Prägungen der einzelnen Euro-Staaten. Doch auch zehn Jahre nach ihrer Einführung vermischen sie sich europaweit viel weniger als erwartet. Ein früherer Mathematikprofessor weist nach: In den jeweiligen Ländern dominieren Münzen aus heimischer Prägung.
Gehetzte Broker, Schweinereien und die malträtierte Euro-Münze: Mit immer gleichen, bis zur Unerträglichkeit symbolischen Bildern retteten sich die Medien durch die Krise (auch wir, sorry dafür!). Ein Rückblick auf die unerträglichsten Symbolbilder des Jahres.
Das Vertrauen in den Euro ist dahin. In der Finanzkrise stellt sich die Frage: Geht das nicht auch anders? Ja, geht es. Mit anderem Geld. In Deutschland wächst das Interesse an Regionalwährungen. Wo es geht, zahlen Menschen inzwischen mit "Chiemgauer", "Carlo" und "Bürgerblüte". In der Schweiz funktioniert ein komplementäres Währungssystem schon seit 70 Jahren.
Von
Anja Perkuhn
Die Finanzstabilität im Euroraum ist nach Einschätzung der Europäischen Zentralbank in Gefahr. Wegen der Staatsschuldenkrise und der trüben Konjunkturaussichten sei die Wahrscheinlichkeit eines Zusammenbruchs von Großbanken gestiegen.
Zehn Jahre ist es her, dass wir mit feuchten Augen die ersten Euromünzen in Empfang nahmen. Und jetzt? Altersmäßig noch nicht mal in der Pubertät, bereitet der Euro allen nur Ärger. Wird der runde Geburtstag dennoch irgendwo gefeiert? Wir haben nachgefragt.
Von
Wolfgang Luef
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Man kann nicht laut genug über den Euro diskutieren. Diese Debatte muss offen und transparent geführt werden. Nach seinem Schuss gegen die eigene Mitgliederbefragung schürt FDP-Chef Rösler den Eindruck, bei der Europolitik geht es nicht mit rechten Dingen zu. Das ist gefährlich.
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Marc Beise
Nach der Gipfel-Eskalation zwischen London und den Euro-Ländern wogt eine Debatte über den Verbleib der Briten in der EU: Bundespräsident Wulff beschwört die EU-Mitglieder, am engen Verhältnis zu Großbritannien festzuhalten, FDP und CSU sprechen von einer "offenen Tür" für London, die CDU wettert gegen den "Casino-Kapitalismus". Und die britische Regierung? Sieht ihren Einfluss ungeschmälert.
Na, welchen Blond-Faktor haben Sie? Mit einer Talkshow, in der es um diese Frage ging, gelang Barbara Schöneberger der Durchbruch. Heute moderiert, singt und schauspielert sie. Ein Gespräch über peinliche Momente in einer einsamen Jugend, getrennte Bankkonten in der Ehe und einen Ausrutscher, der ihr 9000 Euro an einem Abend brachte.
Somaly Mam und Sina waren Sexsklavinnen. Heute kämpfen die Frauen gegen Zwangsprostitution und retten Tausende Mädchen. Doch ihre eigenen Erinnerungen quälen sie weiterhin: Aus dem Kinderbordell floh Somaly erst, als ihre Freundin erschossen wurde.
Henry Hübchen zählte schon in der DDR zu den bekanntesten Schauspielern und reüssierte auch nach der Wende. Er findet, dass man über Geld, Krankheiten und Kommunismus nicht redet - tut es aber doch. Ein Gespräch über Lebensziele, seine Entscheidungsschwäche und die Frage, ob er ein Playboy ist.
Der Wiener Kabarettist Alfred Dorfer nimmt gerne Männer in der Midlife-Crisis aufs Korn. Dabei steckte er selbst lange in einer: Er trank, zog zeitweise nach Rom und schrieb eine Doktorarbeit. Ein Gespräch über seine Kindheit in einer Sozialsiedlung, versoffene Fußballtrainer und die abendliche Gage.
Der Dramatiker Franz Xaver Kroetz war schon früh sehr erfolgreich - und sehr links. Erst trat er in die DKP ein, dann fuhr er mit seinem Mercedes zu den Parteitagen. Er spielte Baby Schimmerlos in Kir Royal und wurde noch populärer. Ein Gespräch über Geld, Aufmerksamkeit und Porno-Drehbücher.