Landeskriminalamt:Viel weniger "Blüten" in Bayern

Falschgeld-Aufgriffe im Freistaat im Jahr 2021 rückläufig, meldet das LKA. Grund ist auch die Corona-Pandemie.

In Bayern haben Ermittler im Jahr 2021 deutlich weniger Falschgeld gefunden als im Vorjahr. Bis Mitte Dezember seien rund 13 100 gefälschte Euro-Scheine sichergestellt worden, teilte das Landeskriminalamt (LKA) mit. 2020 hatten die Ermittler noch rund 21 500 Blüten gefunden. Als einen Grund für den Rückgang nannte eine LKA-Sprecherin die Pandemie: Auch wegen entsprechender Aufforderungen in Geschäften hätten viele Menschen öfter bargeldlos bezahlt als zuvor. Zudem seien 2021 in Italien im Raum Neapel große Mengen Falschgeld sichergestellt worden, die sonst wohl nach Deutschland gelangt wären. "Auf der Basis des polizeilich bekannten Fallaufkommens wird geschätzt, dass inzwischen mehr als die Hälfte des in Bayern sichergestellten Falschgelds über das Internet beziehungsweise Darknet erworben wird", hieß es. Auch die Ausrüstung zur Herstellung von Falschgeld, Druckvorlagen und Anleitungen seien zunehmend dort verfügbar. Den größten Fund des Jahres entdeckten sie im Landkreis Kehlheim: 1793 Scheine im Nennwert von 50 Euro mit einem Gegenwert von fast 90 000 Euro. In dem Zusammenhang seien fünf Verdächtige festgenommen worden.

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