1. "Sächsische Demokratie" — Hart gegen die Gegner der Neonazis

    Bislang haben die sächsischen Behörden praktisch nichts unternommen, um die Horden von Neonazis zu bremsen, die alljährlich zum Jahrestag der Bombardierung Dresdens in der Elbestadt einfallen. Dafür verfolgt Sachsens Polizei Bürger, die sich gegen Neonazis stellen. Ein Kommentar von Christiane Kohl

  2. Demokratie-Posse in Liechtenstein — Alois und die Bombe

    Im Fürstentum Liechtenstein rebelliert das Volk gegen die absolutistische Vormacht des Monarchen, die diesem in allen Fragen das letzte Wort einräumt. Altfürst und Erbprinz sind alarmiert - und drohen schon mal mit der Ultima Ratio. Von Wolfgang Koydl, Zürich

  3. Griechenland in der Schuldenkrise — "Das wird sich böse rächen"

    Die griechischen Regierungsparteien haben nach der Abstimmung zum Sparpaket 43 Abweichler aus ihren Fraktionen ausgeschlossen, auf einen Schlag. Das sei "ein desaströser Akt politischer Unkultur" im Mutterland der Demokratie, finden deutsche Abgeordnete - und sprechen von Einschüchterung. Von Thorsten Denkler, Berlin

  4. Straßenschlachten und Brandstiftung — Griechen protestieren gegen Sparpaket

    Bilder Im Parlament wird das Sparpaket verabschiedet - auf den Straßen herrscht Chaos: In Griechenlands Hauptstadt Athen eskalieren die Proteste gegen die geplanten Sparmaßnahmen. Vermummte Demonstranten werfen mit Steinen und Brandsätzen auf Polizisten, Geschäfte werden geplündert, mehr als 40 Häuser gehen in Flammen auf.

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  6. Beobachtermission in Syrien — Arabische Liga will UN einbinden

    Hoffnung auf Hilfe von Außen: Die Außenminister der Arabischen Liga erwägen, gemeinsam mit den Vereinten Nationen die unterbrochene Beobachtermission fortzusetzen. In der Türkei sorgt die Festnahme mehrerer Männer für Wirbel: Sie sollen einen desertierten syrischen Oberst an das Assad-Regime ausgeliefert haben.

  7. Griechen protestieren gegen Sparpaket — Mehr als 120 Verletzte bei schweren Ausschreitungen

    Das Parlament in Griechenland verabschiedet ein neues Sparpaket - parallel dazu bricht sich auf den Straßen Athens die Wut über geplante Lohnkürzungen und Massenentlassungen Bahn. Demonstranten plündern Läden und werfen Brandsätze, Häuser gehen in Flammen auf. Athen werde "als Hebel benutzt, um das Land zu destabilisieren", sagt Bürgermeister Giorgos Kaminis.

  8. Duisburg sucht Sauerland-Nachfolger — Parteien offen für Konsens-OB

    Eineinhalb Jahre stand Adolf Sauerland wegen der Loveparade-Katastrophe unter Dauerbeschuss. Nun suchen die Duisburger Parteien nach einem Nachfolger für das geschasste Stadtoberhaupt. Man wolle "Gräben zuschütten". Und Sauerland selbst? Der kam Montagmorgen ins Rathaus - um Mitarbeiter zu trösten.

  9. Premier kämpft um die Macht — Russlands Putinismus steht vor dem Ende

    Meinung Es ist nicht Wladimir Putins erster Wahlkampf, aber der erste, der den Namen auch verdient. Das Fundament, auf dem seine Macht gebaut ist, erodiert. Zum Präsidenten wird der derzeitige Premier wohl noch einmal gewählt, aber das russische Volk drängt auf einen Umbruch - hin zu Demokratie und einer westlichen politischen Kultur. Putin hat bisher nicht den Eindruck gemacht, dafür bereit zu sein: Russland steht vor unruhigen Zeiten. Ein Kommentar von Frank Nienhuysen

  10. US-Intellektueller Mark Greif in den Münchner Kammerspielen — Besserwisser in Röhrenjeans

    Warum sind die Hipster die Buhmänner der Nation? Warum erkennt man in YouTube-Videos den wahren Kern der menschlichen Existenz? Und wie war es im Occupy-Wallstreet-Lager in New York wirklich? Mark Greif, einer der intellektuellen Köpfe der USA, erklärt in den Kammerspielen den Münchnern die Gegenwart. Von Beate Wild

  11. Neue Weltordnungspolitik — Wenn Schwellenländer die Schwelle überschreiten

    Aufstrebende Staaten wie Brasilien, Indien oder die Türkei werden im multipolaren System der Weltpolitik immer wichtiger. Für den Westen sind sie oft schwierige Partner - zumal das gemeinsame Bekenntnis zur Demokratie noch lange keine gemeinsame Linie in weltpolitischen Fragen garantiert. Warum die USA und Europa die neuen Mächte akzeptieren sollten, anstatt sich verwundert die Augen zu reiben. Ein Gastbeitrag von Volker Perthes

  12. Camila Vallejo an der LMU — Das Gesicht der Revolution

    "Wir werden nicht aufhören, bis wir endlich echte Demokratie haben": Camila Vallejo, Symbolfigur der chilenischen Studentenproteste, diskutiert in einem heillos überfüllten Hörsaal der LMU mit Studenten. Von Sebastian Krass

  13. Reaktionen — "Lizenz zum Töten für Assads Regime"

    Einige sprechen von einer "Schande", andere sind einfach nur "angewidert": Das Veto Russlands und Chinas gegen die geplante Syrien-Resolution des UN-Sicherheitsrates empört Politiker und Menschenrechtler weltweit. Auf der Münchner Sicherheitskonferenz wird der Ruf nach Konsequenzen immer lauter.

  14. Tourismus in Tunesien — Bikinis am Strand, Alkohol in den Hotels

    Um die Hoffnungen nach der Revolution nicht zu enttäuschen, muss die Regierung Touristen und Investoren anlocken. Von Matthias Kolb und Frederik Obermaier

  15. Politik kompakt — Präsident der Malediven tritt zurück

    Nach wochenlangen Oppositionsprotesten hat der maledivische Präsident Mohamed Nasheed seinen Rücktritt erklärt. Zuvor hatten Soldaten mit Gummigeschossen auf Polizisten gefeuert. Auslöser für die Unruhen war die Festnahme eines Richters, der die Freilassung eines prominenten Regierungskritikers angeordnet hatte. Ein neuer Präsident steht schon bereit. Kurzmeldungen im Überblick

  16. Vor der Münchner Sicherheitskonferenz — Getrieben von der Allmacht des Netzes

    Das Militär taugt immer weniger zur Verteidigung von Staaten. Neu entstehende Kräfte lassen sich davon nicht abwehren. Sie sind gestaltlos, tauchen plötzlich auf, fordern Gerechtigkeit und Beteiligung. Selbst in Deutschland werden die klassischen Hierarchien herausgefordert. Arroganz und Intransparenz haben nur noch wenig Lebenszeit - und Sicherheit wird auch eine Frage der Breitbandgeschwindigkeit. Von Stefan Kornelius

  17. Kanzlerin Merkel in China — Reise an die Grenzen der Macht

    Wer wie Angela Merkel als Politiker nach China fährt, darf nicht immer selbst über Begleiter oder Gesprächspartner entscheiden. Viele lassen sich das gefallen, weil sie China als Rettungshelfer für den Euro oder als Verbündeten im Umgang mit Iran und Syrien brauchen. Trotzdem sollte ihre Kritik an Chinas Menschenrechtsverstößen über vorsichtige Floskeln hinausgehen. Ein Kommentar von Daniel Brössler

  18. Gewaltsame Massenproteste — Ägypten blutet für seine Träume

    Meinung Der ägyptische Militärrat hat das Vertrauen der Menschen in atemberaubender Geschwindigkeit verspielt: Die Generäle haben demokratische Reformen blockiert und die alten Feindbilder am Leben erhalten. Trotzdem haben sie das Land weniger unter Kontrolle, als sie zugeben wollen. Wenn sie nicht nach dem Blutbad von Port Said abtreten - wann dann? Ein Kommentar von Sonja Zekri, Kairo

  19. Beitrag zur Münchner Sicherheitskonferenz  — Amerikas neue Asien-Strategie

    Meinung Asien rückt immer stärker in den Fokus amerikanischer Außenpolitik - erst vor kurzem haben die USA eine neue langfristige Militärstrategie bekanntgegeben. Zusätzlich sollen die Ressourcen für Diplomatie, Handel und Sicherheit in Asien aufgestockt werden. China begegnet der neuen Strategie misstrauisch, Nordkorea lehnt sie ganz ab. Ein Kommentar von David Shambaugh, Washington D.C.

  20. "Star Wars"-Trend — Die dunkle Seite der Kinderzimmer

    Die besten Freunde Ihres Kindes heißen Jar Jar Binks, Boba Fett und Shaak Ti? Die Charaktere der "Star Wars"-Filme haben Einzug gehalten in die Kinderzimmer - und Eltern wähnen ihren Nachwuchs in einem Paralleluniversum. Um ihren Sohn in die Wirklichkeit zurückzuholen, ist unsere Autorin nach San Francisco gereist: auf die Skywalker Ranch. Eine Reportage von Katharina Mütter

  21. Politik kompakt — Deutsche Islamisten in Londen zu Haftstrafen verurteilt

    Zwei Terrorverdächtige aus Deutschland müssen in England ins Gefängnis. Ein Gericht in London verurteilte die beiden Männer zu Haftstrafen von zwölf und 16 Monaten. Sie waren bei ihrer Einreise mit islamistischen Hetzschriften erwischt worden. Kurzmeldungen im Überblick.

  22. Syrien nach dem Scheitern der UN-Resolution — Warum Assads Regime den Aufstand nicht überleben wird

    Meinung Noch lässt der Damaszener Herrscher sein Volk weiter zusammenschießen - ungestraft. Doch Assads Tage sind gezählt. Die Frage ist: Wie geht es weiter in Syrien, wo eine Versöhnung nach elf Monaten mit Tausenden Toten unvorstellbar ist und ein Militärputsch den Aufständischen nicht helfen würde? Das syrische Volk hat erschreckende Perspektiven. Ein Kommentar von Tomas Avenarius

  23. Charles Dickens zum 200. Geburtstag — Was wir heute noch von Dickens lernen können

    Korruption, Dreck, Armut: Charles Dickens hat wie kein anderer die Londoner Milieus geschildert. Sein einzigartiges Talent lag weder im Romaneschreiben noch im Journalismus, sondern in der brillanten Kombination von beidem. Damit wurde er vom amüsierten Beobachter zur moralischen Institution. Von Alexander Menden

  24. Russischer Außenminister in Syrien — Lawrow will Mission der Arabischen Liga stärken

    Fahnen schwenkende Menschen und "Danke, Russland"-Plakate: Nach dem Veto Moskaus gegen eine UN-Resolution zu Syrien wird der russische Außenminister Lawrow in Damaskus von jubelnden Assad-Anhängern empfangen. Bei einem Treffen mit dem syrischen Machthaber verständigen sich beide Seiten offenbar auf eine erweiterte Beobachtermission. Syrien geht indes weiter brutal gegen Aufständische vor. Frankreich und Italien ziehen ihre Botschafter aus Damaskus zurück.

  25. Politik kompakt — Argentinien zieht wegen Falklandinseln vor UN-Sicherheitsrat

    Prinz William im Militäreinsatz auf den Falklandinseln, ein neues Kriegsschiff auf dem Weg dorthin - für die Briten sind das Routinemaßnahmen. Argentinien will dagegen beim Sicherheitsrat der Vereinten Nationen Protest einlegen - das Land kritisiert "die Militarisierung" des Südatlantiks. Kurzmeldungen im Überblick

  26. Griechenlands Politiker verhandeln — Herkules und die Wahlkämpfer

    Die Strukturen in Griechenland zu reformieren, ist eine Aufgabe sagenhaften Ausmaßes. Premier Papadimos soll nach dem Willen der Euro-Geldgeber eisern sparen. Doch die griechischen Politiker, auf die er angewiesen ist, sperren sich. Einer von ihnen beschwört sogar eine "revolutionäre Explosion" auf den Straßen. Warum seine Landsmänner Papadimos auflaufen lassen. Ein Überblick von Jannis Brühl

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