Öl, Gas, Metall - die Bergbaufirmen Glencore und Xstrata saugen alles aus der Erde, was die Welt so braucht. Jetzt fusionieren sie zu einem 90 Milliarden Dollar schweren Branchenriesen. Der geheimniskrämerische Glencore-Chef Ivan Glasenberg hat den Deal eingefädelt - und lässt nun einem alten Studienkumpel den Vortritt.
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Wolfgang Koydl, Zürich
Als wäre nichts gewesen: BP hat die Ölpest im Golf von Mexiko nicht nur als Unternehmen überlebt, der britische Ölkonzern macht auch wieder ordentlich Gewinn. 2011 verdiente das Unternehmen fast 24 Milliarden Dollar.
Wäre er doch nur kein echter Unternehmer: Warum auf Facebook-Gründer Zuckerberg mit etwa 1,5 MIlliarden Dollar die größte Steuerforderung der US-Geschichte zukommt - und seine Firma nichts zahlen muss.
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Nikolaus Piper
Nach Fukushima kam der Kurswechsel: Vor einem halben Jahr trat das novellierte Gesetz zum Atomausstieg in Kraft, den die Regierung nach der Atomkatastrophe in Japan beschloss. Doch was ist bisher passiert? Gibt es genug Strom oder importiert Deutschland? Drohen Blackouts? Was kostet die Energiewende? Steigen die Preise? Fragen und Antworten.
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Hannah Beitzer
Da ist sie also, die nächste Aktie, die sich selbst für unglaublich cool hält und diese Coolness den potentiellen Anlegern verkaufen will. Der Börsengang von Facebook weckt Begehrlichkeiten - vor allem auf emotionaler Ebene.
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Jürgen Schmieder
Fünf Milliarden Dollar soll der Börsengang von Facebook in die Kasse des Unternehmens spülen. Das wäre dreimal so viel, wie Google 2004 erlösen konnte. Ein Überblick über die größten Börsengänge der Internetbranche.
Mark Zuckerberg gibt sich bei seinen öffentlichen Auftritten betont bescheiden. Auch bei der Veröffentlichung des Börsenprospektes betont der Facebook-Gründer, ums Geld gehe es ihm nicht. Trotzdem zahlt er seinen wichtigsten Managern Millionengehälter. Auch der Chef selbst langt ordentlich zu - noch.
Größer als Kraft, Goldman Sachs, Amazon und Ford? Der Börsengang von Facebook steht bevor. Und die Analysten überschlagen sich. Denn sollte es gelingen, die Daten des sozialen Netzwerks in bares Geld umzuwandeln, wird Facebook eins der wertvollsten Unternehmen der Welt. Doch einige Experten warnen vor hochfliegenden Erwartungen - und erinnern an die schon einmal geplatze Dotcom-Blase.
Es sollten ja unbedingt zehn Milliarden Euro sein: Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann wollte sich mit einem glanzvollen Ergebnis verabschieden. Gemessen an dieser Zielmarke hat er den Abschied verpatzt. Zum Jahresende 2011 machte die Bank im laufenden Geschäft sogar einen Verlust. Deshalb sollen jetzt die Boni für die Mitarbeiter gekürzt werden.
Porsche und VW sind seit dem gescheiterten Übernahmeversuch durch Porsche in ein Gestrüpp aus juristischen Probleme verstrickt. Nun spielt Volkswagen Pläne durch, wie Porsche noch in diesem Jahr übernommen werden könnte. Klagende Aktionäre fürchten, dass sie ausgetrickst werden.
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Thomas Fromm
Frankreichs Präsident Sarkozy will wieder einführen, was er einst abgeschafft hat: eine Börsensteuer. Allerdings ist das Vorhaben enger gefasst als die Finanzmarkttransaktionssteuer auf EU-Ebene. Noch ist unklar, was besteuert werden soll. Das zeigt, wie unvorbereitet Paris an die Sache herangeht.
Von
Peter Blechschmidt, Helga Einecke, Guido Bohsem und Michael Kläsgen
Der weltgrößte Internethändler Amazon zahlt für seine rasante Expansion einen hohen Preis: Der Gewinn ist dramatisch eingebrochen - um mehr als 50 Prozent. An der Börse kamen die Geschäftszahlen gar nicht gut an.
Nun ist es offiziell: Facebook geht an die Börse. Seit Mittwoch liegt der Börsenprospekt vor und gibt Investoren einen ersten Einblick ins Unternehmen. Fest steht nun: Facebook wächst rasant und verdient Geld - wann der Börsengang stattfindet, bleibt trotzdem vorerst offen.
Einst ging es darum, Noten für die schönsten Mädchen auf dem Campus zu vergeben - mittlerweile nutzen 800 Millionen Menschen weltweit Facebook. Nun will das Unternehmen an den Aktienmarkt. Der angestrebte Börsenwert steht allerdings in einem geradezu bizarren Verhältnis zum Gewinn von Facebook.
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Varinia Bernau
Die Royal Bank of Scotland gehört zum Großteil dem britischen Staat: Sie hatte sich verzockt und musste mit Steuergeldern gerettet werden. Vorstandschef Stephen Hester wollte trotzdem lange Zeit nicht auf seinen Jahresbonus in Millionenhöhe verzichten. Jetzt ist er unter öffentlichem Druck eingenickt.
Ein potentieller Zehn-Milliarden-Auftrag ist futsch: Indien bestellt doch keine Eurofighter bei EADS. Stattdessen bekommt ein französischer Konkurrent nun den Zuschlag.
Von
Caspar Busse
Mehr externe Mitarbeiter statt Festangestellte: Der IT-Konzern IBM will möglicherweise bis zu 8000 Stellen in Deutschland zu streichen. Das Unternehmen bezeichnet die Pläne als Spekulation.
London, Zürich, Mailand - die Deutsche Börse versucht seit Jahren, andere Finanzplätze zu übernehmen oder mit ihnen zu fusionieren. Bisher jedoch war der Expansionskurs nur wenig erfolgreich. Eine Chronik des Scheiterns.
Kein Halten mehr: Die Aktie der italienischen Großbank Unicredit ist auf den niedrigsten Wert seit mindestens 25 Jahren gefallen. Zwischenzeitlich musste sogar der Handel ausgesetzt werden. Es ist ein düsteres Signal für Europas Banken.
Wenn Kommunisten an die Börse gehen: Die Online-Zeitung der Kommunistischen Partei Chinas will Aktien ausgeben. Sie braucht das Geld im Kampf gegen die private Konkurrenz.
Von
Christoph Giesen
Die Zahlen sind gut, aber den Anlegern nicht gut genug: Weil der Internet-Konzern Google die selbstgeschaffenen hohen Erwartungen nicht erfüllen kann, rutscht der Kurs seiner Aktie um zehn Prozent ab. Ein Grund ist die Krisenangst europäischer Anzeigenkunden. Besser sieht es bei anderen IT-Unternehmen wie Intel und IBM aus.
Interaktiv
Es waren 300 Millionen Euro zu wenig - der Handelskonzern Metro stoppte nun den Verkauf der Tochter Kaufhof. Später soll mehr Geld in die Kasse kommen. Metro braucht Erfolge: Der Druck auf den Konzern zeigt sich im Kursverlauf der Aktie.
Von
Hans-Jürgen Jakobs und Stefan Weber
Das Bitterfelder Solarunternehmen Q-Cells hat fast keine finanziellen Reserven mehr und braucht dringend Geld. Den Aktionären drohen herbe Verluste. Und ausgerechnet jetzt will die Bundesregierung auch noch die Solarförderung kürzen - stärker als bisher geplant.
Von
Markus Balser und Michael Bauchmüller