Razzia bei HypoVereinsbank

Der Streit zwischen dem Ehepaar Mollath spitzt sich weiter zu: 2002 stellt eine Arztpraxis ein Attest über angebliche Verletzungen aus, die Mollath 2001 - mehr als ein Dreivierteljahr zuvor - seiner Frau zugefügt haben soll.

Im Urteil des Landgerichts 2006 wird eine Ärztin als diejenige benannt, die das Attest ausgestellt habe. Das Attest sei im Verfahren - laut Urteil - lediglich "verlesen worden". Laut Spiegel Online soll nicht die Ärztin das Attest ausgestellt haben, wie im Urteil behauptet, sondern deren Sohn, der zu der Zeit als Assistenzarzt in der Praxis gearbeitet habe.   

Mollath erklärt in dem sich zuspitzenden Streit, er werde weiter Protestbriefe an den Arbeitgeber der Frau, die Hypo-Vereinsbank, senden und sich über deren angebliche Schwarzgeldgeschäfte dort beschweren. Dieses Vorhaben setzt Mollath auch um: Ende 2002 und Anfang 2003 schreibt er mehrere Briefe an die HVB. Diese setzt ihre internen Revisoren auf den Fall an. Sie legen am 17. März 2003 ihren Prüfbericht vor. Zentraler Satz darin: "Alle nachprüfbaren Behauptungen (Mollaths, die Redaktion) haben sich als zutreffend herausgestellt."

Bild: dpa

6. August 2013, 12:06 2013-08-06 12:06:42

zur Startseite