:München zeigt den Stau-Preußen, wo der Bremsklotz hängt
Auf den Straßen, auf den Schienen, selbst am Flughafen: Wer sich durch die Stadt bewegt, wird ständig von Baustellen gestoppt. Aber bald soll es einen „Beauftragten für den fließenden Verkehr“ geben. Ernsthaft.
Zeugnisse
:Erlaubnis zum Vorrücken
Grundschulzeugnisse sind so wunderschön bürokratisch formuliert. Es ist eine Freude, die Botschaften zu entschlüsseln. Beispiele gefällig?
Technik
:Wenn die KI als Konkurrenz zu Hause einzieht
Ob in der Münchner Stadtpolitik oder zu Hause: Missverständnisse lassen sich kaum vermeiden. Ob neue Technik hilft?
Kulturpolitik
:Warum gerade die AfD die Kammerspiele braucht
Nichts kann die Partei so gut, wie sich über Dinge aufregen, die ihr nicht völkisch genug erscheinen. Die Münchner Kammerspiele würde sie am liebsten schließen. Dabei bietet sich doch gerade dort so viel Aufregungspotenzial.
Oper mal anders
:Wagner ist ganz schön – solange sie nicht singen
Vom Zauber der Opernbar Rheingold: Sie bietet eine lebensnahe Lösung für alle, die nach dem ersten Akt „Parsifal“ genug gesehen haben.
Sommermärchen-Nostalgie
:Ach, wär’ doch wieder 2006!
Die Sommermärchen-WM ließ München vibrieren. Wildfremde fielen sich in die Arme, ständig drückte jemand einem ein lauwarmes Bier in die Hand – und dann war da noch dieses überklebte Straßenschild.
Lesen in der Freizeit
:Wie sich das Buch in München wieder seinen Platz erkämpft
Ob in der U-Bahn oder für Instagram perfekt positioniert neben dem Espresso: Die Münchnerinnen und Münchner wollen mit Buch gesehen werden. Aber was lesen sie? Und was sagt das über sie aus?
Sehnsuchtsort
:Der Münchner Traum vom Wilden Westen
Die legendäre Cowboy-Szene mit Günther Maria Halmer als „Tscharlie“ hat sich eingegraben ins kollektive Gedächtnis der Stadt. Wohnt in den tiefsten Schichten der Münchner Seele ein Cowboy? Auszuschließen ist das nicht.
Politische und kulinarische Vorlieben
:Alles Mango, oder was?
Der Westpark steht auf Kopfsalat, Trudering auf Brombeeren, Neuhausen-Nymphenburg auf Bananen. Was virtuelle Warenkörbe über einzelne Münchner Stadtviertel aussagen und wo die Politik noch reifen muss.
Verkehr in der Münchner City
:An Parken, Bruder, brauchst du gar nicht zu denken
Mit dem Auto in die Innenstadt zu fahren, ist ein Akt der schieren Unvernunft. Wer es trotzdem wagt, sollte einen vollen Tank haben – und am besten Bundeswehr-Erfahrung.
Oktoberfest-Regeln
:Die Strahlkraft der Schampus-Dusche
München stellt sich seine Bierfete anders vor als in Champagner gebadet. Aber passt nicht zum Oktoberfest ohnehin besser ein ähnlicher Brauch, der auch dieses Jahr wieder die Fußball-Bundesliga fröhlich abrunden dürfte?
Thomas Müller und der FC Bayern
:Der Posten des Möhren-Managers wäre noch frei
Karl-Heinz Rummenigge sagt über Thomas Müller: „Es nützt nichts, ihn jetzt mit der Karotte zu locken.“ Warum eigentlich nicht? Ein bisschen mehr Gemüse auf dem Fußballfeld würde nicht schaden.
Verkehr
:Über die Münchner im Stau würde sich Karl Valentin sehr wundern
Eingeklemmt selbst in den hintersten Seitengassen, hupend und schimpfend: Wenn sich nichts mehr bewegt in München, braucht man das Gemüt eines großen Humoristen.
Gebärdensprache
:Dominik Krause bekommt einen neuen Namen
Aus der Stadt verschwinden auch die letzten Spuren des Wahlkampfs – und der Gehörlosenverband findet für den künftigen Oberbürgermeister eine neue Gebärde.
Passende Abschiedsworte
:Wie man sich mit Anstand aus dem Staub macht
König Ludwig hat bei der Trennung von Lola Montez noch selbst gedichtet, Thomas Müller beim Weggang vom FC Bayern ein Video veröffentlicht. Und auch Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter hinterlässt bleibende Sätze.
Lebensgefühl
:Was ist mit dem Münchner Grant passiert?
Die Kassiererin lächelt, der Kranführer plaudert mit den Nachbarn: Schon lange hat der Autor keine Erfahrungen mehr mit der stadttypischen Übellaunigkeit gemacht. Das war doch früher anders.
Flughafen München
:Das ist die milliardste Passagierin – doch wo bleibt der rote Teppich?
Der Airport München empfängt den Jubiläumsgast in einer unscheinbaren Ecke. Früher gab es zu solchen Anlässen Blasmusik, Gratis-Flugtickets und Auftritte angehender Wurst-Influencer.
Gesundheit im Alter
:Wer sich täglich quält, will dafür auch noch gelobt werden
In der zweiten Lebenshälfte drehen sich Gespräche zunehmend um „Planking“ oder „Stretching“ – alles im Dienste der „Longevity“. Da kann einem schon mal übel werden.
Verkehrswende absurd
:Zwölf Parkschilder auf wenigen Metern? Da geht noch mehr!
Die Münchner Behörden weisen jeder Fahrzeuggattung einen eigenen Platz zu. Vorwerfen kann man ihnen dabei nur eines: Sie sind längst nicht konsequent genug.
Hochhäuser in München
:Jetzt kommen die Vorboten der New-Yorkisierung
Bereits Karl Valentin soll einst gegen hohe Häuser geätzt haben - damals noch wegen 45 Metern. Da ist München mittlerweile bedeutend weiter.
Neues Autokennzeichen MU
:Wer kein Großstadt-Auto fährt, ist automatisch ein Landei
Großstädtische und somit großspurige Autoinsassen erkennen ihre Gegner aus der Provinz bereits am Nummernschild. FFB steht etwa für „Fahrer fährt blöd“. Für das neue MU-Kennzeichen werden noch Ideen gesucht.
Null Acht Neun
:Wenn im Januar schlagartige Ernüchterung einsetzt
Die Hoffnung, mit dem Jahreswechsel ändere sich irgendwas, hält sich erstaunlich hartnäckig. Mal sehen, was 2026 in München so bringt – und wann das dicke Ende wirklich kommt.
Ungewöhnlicher Geruch
:Lidl bringt Croissant-Parfüm auf den Markt – für München muss „Eau Batzter“ her
Aus einem hörnchenförmigen Flakon können sich Leute nun mit „Eau de Croissant“ einsprühen. Für Münchnerinnen und Münchner gäbe es deutlich passendere Alternativen.
Null Acht Neun
:Ein OB-Kandidat, der nicht zu den randlosen Existenzen gehören will
Der CSU-Bewerber will mit einer blauen Brille die Wahl gewinnen. Aber ob sein Gestell mal so berühmt wird wie das von Karl Valentin und Franz Beckenbauer?
Null Acht Neun
:Münchner Ampel-Sprint
Der Durchschnittsgeher scheitert in München daran, eine Straße in der regulären Grünphase zu queren. Warum eigentlich? Wer sich genauer damit beschäftigt, landet unweigerlich bei der höheren Lichtzeichen-Mathematik.
Verschwundene Attraktion im Eisbach
:Wenn Münchens OB-Kandidaten die Welle reiten
Einer doziert über Strömungsdynamik, einer verteilt Brezn in Surfbrettform und einer schlüpft gleich selbst in den Neoprenanzug: So könnte ein Traum von einem Wahlkampf aussehen – während die halbe Welt ins Weißwasser starrt.
Erkältungssaison in München
:Wenn Münchner Nasen wie Zapfhähne laufen
Das Oktoberfest ist kaum vorbei, schon schnieft die ganze Stadt. Und das geht jetzt fröhlich so weiter. Szenen aus der Weltstadt mit Rotz.
Kommunikation mit Spielern
:Der geheime Da-Vincent-Code beim FC Bayern München
Ein Bericht enthüllt die Kennwörter, die Trainer Vincent Kompany seinen Spielern von der Seitenlinie aus zuruft. Was sie bedeuten? Da wäre man nie drauf gekommen.
Herbstwetter
:Golden ist hier oben gar nichts
Warmes Licht im Oktober, reife Früchte und herrliche Berge? In diesem Jahr sieht es überall ziemlich grau aus – da hilft nicht mal eine Tour auf den nächsten Gipfel.
Oktoberfest
:Das dunkle Geheimnis der Wiesn-Verweigerer
Die Angst, als Oktoberfest-Muffel enttarnt zu werden, ist groß in München. Manche täuschen einen Besuch deshalb lieber vor. Nur obskure Mitbürger bekennen sich offen als Verächter der Wiesn.
Architektur
:Münchens neuer Hauptbahnhof – ein unnötiges Ungeheuer aus Glas
Die Bahn baut noch jahrelang an ihrem sündteuren Palast. Dabei hätte es eine viel charmantere Lösung gegeben.
Musik auf langen Autofahrten
:„Ich kenne keinen Song namens Uschi“
Wenn die Kinder im Auto nerven, wird es Zeit für ein Wunschkonzert. Blöd bloß, wenn die Handy-Sprachassistentin ständig die Songtitel falsch versteht.
Ferienzeit in München
:Wozu eigentlich noch verreisen?
Blasen an den Füßen, Ballermann und Tropenklima gibt’s in diesem Sommer für die Münchner auch direkt vor der Haustür. Und auch um in Touristenfallen zu tappen, muss man gar nicht weit reisen.
Trinkkultur in München
:Bier vor vier? Sicher! Aber nicht nach zehn im Späti
München gilt als Weltstadt des Bieres, aber an manchem Kiosk kann man es nach 22 Uhr nicht mehr kaufen. Ein Etikettenschwindel der übelsten Sorte könnte helfen.
Medaillen und Ehrenzeichen
:Söders wundersamer Ordensregen
Nach turbulenten Wochen mit Sommerregen und Ordensschauern erholt sich die Münchner Gesellschaft von Gehörtem, Gesehenem und Gerauntem. Eine kleine Exkursion in die Welt der glanzvollen Ehrungen.
Influencing leicht gemacht
:Wie man zum Insta-Profi wird
Der Landesvater hat es vorgemacht, der Oberbürgermeister erfolgreich kopiert. Nur der Herausforderer muss vor der Kommunalwahl bei den Internet-Posts noch ein wenig zulegen.
Spendenläufe an Schulen
:Wehe, wenn das Kind vom Ehrgeiz gepackt wird
Zum Schuljahresende werden Eltern ständig für Spendenläufe angepumpt. Und wenn man den Nachwuchs falsch einschätzt: zack, sind 100 Euro weg. Ein paar praktische Tricks, um Gefahren zu umgehen.
Thomas Mann
:1-A-Zitate für München-Verächter und München-Verehrer
Wer die Stadt schlechtreden will, bedient sich bei Thomas Mann. Wer es gut meint mit ihr, findet jedoch auch wunderbare Sätze des Schriftstellers. Was denn nun?
Preise für Konzerte
:Bei Guns N’ Roses gibt’s die „Ultimate VIP Experience“ für schlappe 1177,50 Euro
Im Paket bekommt man dafür immerhin ein Gruppenfoto – aber nur mit den Instrumenten. Doch selbst normale Konzerttickets werden immer teurer. Wer kann sich das noch leisten?
Noble Sommerempfänge in München
:Häppchen und Champagner in heimlichen Machtzentralen
Wenn der Sommer nicht mehr weit ist, zelebrieren betuchte Menschen in verschwiegenen Parks und opulenten Gärten ihre Empfänge. Wer trifft da wen und wie oft? Ein kleiner Überblick.
Gastronomie
:Wie die Halbe aus München verschwindet
Was bisher vor allem beim Weinausschank zu beobachten war, schwappt nun auch aufs Bier über: Die Menge wird reduziert, der Preis bleibt gleich.
Umfrage unter Expats
:Ist München wirklich die unfreundlichste Stadt der Welt?
So grantig sind die Münchnerinnen und Münchner doch gar nicht – ihr Herz schlägt schließlich italienisch. Wie konnte es also zu diesem desaströsen Umfrage-Ergebnis kommen, wenn in „Monaco“ sogar Wiesn-Bierpreise inzwischen gelassen hingenommen werden?
Brezenbrösel im Biergarten
:Immer Geschiss mit den Tauben am Viktualienmarkt
Die listigen Vögel lauern im Biergarten in ganz bestimmten Bäumen auf ganz bestimmten Ästen. Warum deswegen Stammgäste immer wieder über Touristen schmunzeln müssen.
Ostern
:Feiert die Eier!
Ostereiersuche mal anders: Diese Zeitungszeilen enthalten mehr als 200-mal den Laut „ei“. Wie fein!
Wohnen in München
:Schluss mit der Altbau-Verklärung
In einem Münchner Altbau zu wohnen, klingt schön, hat aber massive Nachteile. Umso wichtiger, dass man die richtigen Leute kennt.
Starkbier-Saison 2025
:Spott bleibt nie unbeantwortet
Das Derblecken mag wie ein Spiel wirken. Doch kein Spiel, das vor einem Millionenpublikum aufgeführt wird, bleibt harmlos. Das muss auch Maxi Schafroth gerade erfahren, im Gegensatz zu Django Asül.
Null Acht Neun
:Willkommen im Intriganten-Stadel
Wie sich die Sozis von Münchens größtem Wohnungsunternehmen ein Beispiel an privaten Baukonzernen nehmen können: Bei denen herrscht beste Stimmung und maximale Fantasie.
Starkbieranstich
:Make Nockherberg Great Again
Was wird im diesjährigen Singspiel wohl vorkommen? Ein paar Ideen von Söder und Merz in Badehose an der bayerischen Riviera und einem im Geldscheinregen stehenden Dieter Reiter.
Lebensmittel-Verpackungen
:Ach du grüne Gurke
Schon mal gezählt, wie viele Sorten Gewürzgurken es im Supermarkt gibt? Burger-Gurken, Sandwich-Gurken, Brotzeit-Gurken, Wurstsalat-Gurken. Aber da geht noch mehr.
Kolumne Null Acht Neun
:Endlich länger am Handy!
Wem nutzen gute Vorsätze, wenn man auch realistische zum neuen Jahr haben kann?