Deutschland steigt aus: aktuelle Entwicklungen, Hintergründe und Analysen zur Energiewende der Bunderegierung.
KI-Zentrum und Batteriespeicher
:Neue Pläne für früheren AKW-Standort Niederaichbach
Die Gemeinde Niederaichbach stellt sich neu auf: Die nach dem Abschalten des AKW Isar 2 entstandene Lücke soll unter anderem ein Batteriegroßspeicher füllen.
MeinungEnergie
:Auch die Atomkraft ist anfällig für die Launen des Wetters
Kernenergie ist unbegrenzt verfügbar, sagen deren Anhänger gerne. Doch allen, die das behaupten, sei ein Blick nach Frankreich empfohlen. Dort mussten diesen Sommer viele Meiler abgeschaltet werden.
MeinungEnergiewende
:Deutschlands Abhängigkeit von der Kohle ist ein Desaster
Nordrhein-Westfalen will die klimaschädlichen Braunkohlekraftwerke abschalten, doch der Plan ist in Gefahr. Das liegt auch am Atomausstieg.
Grafenrheinfeld nach der Sprengung
:Der Abzug nach dem großen Knall
Vor zwei Jahren endete das Kernkraftzeitalter in Grafenrheinfeld endgültig. Jetzt läuft der Rückbau der Anlage. Doch die Frage nach einem atomaren Endlager ist noch immer unbeantwortet.
Japan
:Atomkraft? Jein danke
Im Januar wurde ein Teil von Japans größtem Atomreaktor wieder hochgefahren. Betreiber ist ausgerechnet Tepco, die Firma, die Fukushima betrieben hat. Viele Japaner finden das richtig. Andere fragen sich, ob das Land gar nichts gelernt hat.
MeinungEnergie
:Zum Glück bleibt der Staat an Uniper beteiligt
Die Regierung hat Deutschlands größten Gasimporteur vor der Pleite gerettet, will den Konzern aber nun privatisieren. Allerdings nicht komplett, und das ist auch gut so. Ärger droht nur bei einem Thema: der Kernkraft.
MeinungEnergiepolitik
:Billiger ist an der Atomkraft nix. Ganz im Gegenteil
Warum hält sich diese Mär eigentlich so lange? Hier ein paar Fakten aus Tschernobyl, Flamanville, Greifswald und der Asse. Vor Solarpaneelen hingegen muss niemand Angst haben. Nicht einmal ihr Monteur!
40 Jahre Tschernobyl
:German Angsthasen
Die Reaktorkatastrophe vor 40 Jahren aktivierte ein deutsches Urgefühl. Seitdem hat sich die Lust an der Apokalypse nicht nur gehalten und ausgebreitet. Sie ist sogar eine Art Weltkulturerbe.
Tschernobyl: 26. April 1986
:„Da war auf einmal diese Angst vor der Natur“
Die einen sind geflüchtet, die anderen haben ihre Kinder nicht mehr nach draußen geschickt. Sechs Menschen aus Bayern erinnern sich an dramatische Tage.
Atomkraft
:Stoff für Albträume
Mit „Die Wolke“ hat Gudrun Pausewang ein Jahr nach der Katastrophe von Tschernobyl einen echten Horrorroman für Jugendliche geschaffen – und den Deutschen die Kernkraft erfolgreich ausgetrieben. Oder?
MeinungEnergiepolitik
:Katherina Reiche macht es richtig
Die Wirtschaftsministerin hat umstrittene Gesetzentwürfe vorgelegt. Kritiker werfen ihr vor, damit die Energiewende abzuwürgen. Doch das ist unfair.
MeinungEnergieversorgung
:Atomkraft ist teuer, wenn man ehrlich rechnet
Frankreich setzt auf eine Renaissance der Atomkraft, dabei gibt es bei den Reaktor-Projekten ein Milliardenfiasko nach dem anderen – und erhebliche Zweifel an der Machbarkeit.
Energie
:IEA-Chef fürchtet schlimmere Energiekrise als in den 1970ern
Fatih Birol sieht die Energiesicherheit durch den Iran-Krieg massiv bedroht. Zudem übt er Kritik an Deutschlands Energiepolitik.
Debatte über Atomenergie
:Söder bringt Bayern für Mini-AKW ins Spiel
Markus Söder will mit einem Kleinreaktor im Freistaat ein Zeichen für die Kernenergie setzen. Dabei wird er selbst in seiner eigenen Partei nicht alle auf seiner Seite haben.
CSU-Chef Markus Söder kämpft seit Jahren für die Kernenergie. Ausgerechnet der Energiepolitiker Steffen Vogel widerspricht nun im Landtag deutlich: „Es wird in Deutschland kein Atomkraftwerk mehr gebaut werden.“
ExklusivInterview mit RWE-Chef Krebber
:„Energie wird teuer bleiben“
RWE-Chef Markus Krebber fordert mehr Hilfen für die energieintensive Industrie und mehr Tempo beim Bau von Gaskraftwerken. In den USA läuft es gerade gut für den Konzern, trotz Donald Trump.
Kernkraft
:Atommüll? Nein, danke
Deutschland ist raus aus der Kernkraft, aber der Atommüll ist noch da. Wohin mit dem Zeug? Aus Jülich sollen jetzt 152 Castorbehälter über marode Straßen und Brücken in ein Zwischenlager gebracht werden. Ein Monsterprojekt.
Kühltürme des AKW Gundremmingen
:„Eine Sprengung ist kein Volksfest“
In Gundremmingen werden am Samstag die Kühltürme des AKW gesprengt. Bürgermeister Tobias Bühler wurde mit Anfragen für Würstlbuden, Bier- und Burgerstände überhäuft. Warum er das ablehnt und wie das trotzdem mit seiner Idee zur „Sprengwurst“ zusammengeht.
Nordrhein-Westfalen und Bayern
:Bundesamt genehmigt Atommülltransporte
Von Jülich nach Ahaus sollen bald 152 Castor-Behälter mit Atommüll transportiert werden. Die Strecke geht einmal quer durch NRW. Eine sehr viel kleinere Menge kommt aus Garching.
Strommarkt
:„Die Energiewende ist mittlerweile unumkehrbar“
Kein Energiekonzern hat sich in kurzer Zeit so gewandelt wie Vattenfall. Einst Herr über die ostdeutsche Braunkohle, macht das Unternehmen nun ganz auf „fossilfrei“. Eine Alternative gebe es nicht, sagt Deutschland-Chef Robert Zurawski.
Energiepolitik
:Belgien verabschiedet sich vom Atomausstieg
Ein historischer Sieg für den „Atomic Boy“: Der belgische Energieminister prophezeit der Kernenergie ein goldenes Zeitalter. Ein Vorbild für Deutschland?
Dok-Fest-Filmtipp
:Unser gespaltenes Verhältnis zur Atomkraft
Atomkraft? Nein Danke! Längst nicht alle Menschen sind dieser Meinung. Ein neuer Dokumentarfilm lässt Gegner und Befürworter zu Wort kommen. Einer von ihnen sagt: „Ich weiß nicht mehr, wo der Wind herkommt, seitdem das Ding nicht mehr dampft.“
ExklusivEnergiewende
:„Deutschland wird noch in 20 Jahren Erdgas brauchen“
Uniper ist größter Gasimporteur des Landes. Nach Russlands Lieferstopp musste der Konzern mit Milliarden gerettet werden. Firmenchef Lewis spricht über die Zukunft des klimaschädlichen Erdgases – und über die von Unipers Atomkraftwerken.
Zwischenlager für Atommüll
:Castor-Zug trifft in der Nähe von Landshut ein
Bei dem Atommüll handelt es sich um Überreste von Brennelementen aus deutschen Kernkraftwerken, die in England aufbereitet wurden. Am Nachmittag traf der Transport in Wörth an der Isar ein. Die Grünen mahnen die Endlager-Findung an.
Atomkraft
:Endlager ohne Atommüll
In wenigen Jahren wird das erste Atommüll-Endlager Deutschlands fertig. Doch ständig neue Grundwasser-Auflagen machen es derzeit unmöglich, es zu nutzen. Die Folgen könnten gravierend sein.
Energieversorgung
:Teurer Atomausstieg und unsichere Erneuerbare – was ist dran?
Wenn es um die Stromversorgung geht, halten sich Gerüchte und Halbwahrheiten hartnäckig. Fünf Mythen im Faktencheck.
Strom- und Gaskonzern
:Was die Verbraucher freut, ist schlecht für Uniper
Die Bundesregierung will den Strom- und Gaskonzern privatisieren. Das Management erwartet schrumpfende Gewinne – und fürchtet, dass seine klimaschädlichen Kohlekraftwerke länger laufen müssen.
Atomausstieg
:Ein Bericht, fünf Wahrheiten
Nach 40 Vernehmungen legt der Untersuchungsausschuss zum Atomausstieg seinen Abschlussbericht vor. Jede Fraktion findet darin genau das, was sie gesucht hatte.
Söders Atom- und Kernfusionspläne
:„Man hätte auch Lehrstühle für Warp-Antrieb ausschreiben können“
Bayern investiert 100 Millionen Euro in die „Mission Kernfusion“. Söder spricht von der nächsten „Raketenstufe“ der Energietechnologie. Reicht nur zum Staubsaugen, sagt dagegen ein Experte. Und sei für die Energiewende absolut irrelevant.
Atomausstieg
:AKW-Betreiber dringt auf Schadenersatz nach Störaktion
Die Sprengung der Kühltürme des stillgelegten AKW Grafenrheinfeld war spektakulär. Allerdings verzögerte sie sich wegen einer Störaktion um fast eineinhalb Stunden. Das hat nun Folgen.
Energiepolitik
:Bayern investiert 100 Millionen Euro in Forschung zur Kernfusion
Mit neuen Lehrstühlen, speziellen Studiengängen und auf lange Sicht einem Demonstrations-Reaktor soll der Freistaat „die Fusions-Chance“ nutzen, sagt Ministerpräsident Söder. Die Grünen sprechen von Träumereien.
MeinungBundestag
:Dieser Untersuchungsausschuss war Energieverschwendung
Die Union mutet dem Politikbetrieb dieses Gremium zu, um die Grünen dafür zu verteufeln, dass sie eine Entscheidung der Union durchgesetzt haben.
Atomausstieg
:Die drei mit der Kernspaltung
Die Ampelmänner Olaf Scholz, Robert Habeck und Christian Lindner müssen vor dem Untersuchungsausschuss zum Atomausstieg aussagen. Was bringt das außer Kabbeleien?
Radioaktive Abfälle
:Castor-Transport nach Niederbayern kommt im ersten Halbjahr
Sieben Behälter mit Atommüll sollen in Niederaichbach zwischengelagert werden. Nun ist auch der Transport genehmigt.
MeinungAtomkraft
:Aus Gorleben kann Deutschland bis heute lernen
Das geplante Endlager im Wendland wird seit einer Woche zugeschüttet. Politik und Gesellschaft prallten hier über Jahrzehnte aufeinander. Eine Lektion.
Bundestag
:Ampelspitze muss noch zum Atomausstieg aussagen
Auch für den Untersuchungsausschuss wird die Zeit durch die Neuwahl knapp. Den krönenden Abschluss will er sich aber nicht nehmen lassen.
Energiepolitik
:Die Union will zurück zum Atom
In einem Fünf-Punkte-Papier dekliniert die Bundestagsfraktion ihre Energiepolitik neu – und liebäugelt damit, abgeschaltete Kernkraftwerke wieder in Betrieb zu nehmen.
Google plant Minireaktoren
:Löst künstliche Intelligenz eine Renaissance der Kernenergie aus?
Die Ankündigung von Techgiganten, Rechenzentren mit neuartigen kleinen Kernreaktoren betreiben zu wollen, lässt aufhorchen.
Pläne des Finanzministers
:Wenn ein deutscher Staatsfonds in die saudische Ölindustrie investiert
Die Bundesregierung will Milliarden an der Börse investieren, um das Rentenniveau zu sichern. Vorbild ist ein Fonds für die Altlasten der Atomindustrie. Doch an dem gibt es bereits harte Kritik.
Atomkraft
:Stochern im Laufzeitnebel
Wollten Ministerien aus politischen Gründen vereiteln, dass Atomkraftwerke noch länger am Netz bleiben? Ein Untersuchungsausschuss soll das klären, und schon die erste Befragung zeigt: Das wird eine zähe Angelegenheit.
Atommüllager Asse II
:Wenn alles wieder hochkommt
Während konservative Politiker gerade wieder munter die Vorzüge von Atomstrom loben, kämpfen die Menschen in der Asse-Region mit dem Atommüll, der schon da ist. Sie sehen es hier so: Nehmt ihr den Dreck doch.
Sprengung in Grafenrheinfeld
:Ermittlungen gegen Störer, der auf Strommast kletterte
Der Kernkraftbefürworter hat die Sprengung der Kühltürme des AKW Grafenrheinfeld verzögert. Auf dem Gelände des ehemaligen Kraftwerks beginnen derweil die Aufräumarbeiten.
Sprengung in Grafenrheinfeld
:Drei, zwei, eins … Da sitzt jemand auf dem Strommast
Eigentlich sollten die Kühltürme des früheren Atomkraftwerks Grafenrheinfeld in Bayern am Freitag, Punkt 18.30 Uhr, in sich zusammenfallen. Es klappt erst 85 Minuten später. Eine Reportage über den emotionalen Abschied von den „Zwillingen“.
Grafenrheinfeld
:AKW-Kühltürme gesprengt
143 Meter waren die beiden Kühltürme des früheren Atomkraftwerks in Bayern hoch. Am Freitagabend fielen sie binnen weniger Sekunden in sich zusammen – mit mehr als einer Stunde Verzögerung nach einer Protestaktion.
Kernkraftwerk Grafenrheinfeld
:Sprengung der Kühltürme: Ende mit Knall
Mehr als 40 Jahre prägten die Türme des Kernkraftwerks die Landschaft in Unterfranken, bald werden sie gesprengt. Warum sich Atomkraftgegner darüber ärgern – und Befürworter damit weniger Probleme haben.
Unterfranken
:Feuer im ehemaligen Atomkraftwerk Grafenrheinfeld
Die Kühltürme des stillgelegten AKW bei Schweinfurt sollen demnächst gesprengt werden und verschwinden. Nun kam es kurz vor der Sprengung zu einem Zwischenfall.
Endlager Asse II
:Dachschaden im Atomklo
Im Endlager Asse scheint Wasser zu versickern – bloß wohin? Die Sorge wächst, dass das Bergwerk absaufen könnte, bevor der Atommüll geborgen ist. Umweltministerin Steffi Lemke spricht beim Besuch von einer „Riesensauerei“.
MeinungKernenergie
:Auf in den Kulturkampf, immer wieder
Die Nachteile der Atomkraft überwiegen, zumindest in Deutschland. Doch wen überzeugen schon Argumente, wenn es stets um mehr geht als um die Sache selbst? Schluss mit der Scheindebatte.
Atomkraft
:Das Brennelement der Union
Mit einem Untersuchungsausschuss zu den „Habeck-Akten“ wollen CDU und CSU klären, ob grüne Ministerien längere Atom-Laufzeiten wider besseres Wissen vereiteln wollten. Kann das gelingen?
MeinungBundestag
:Na, dann viel Spaß mit den Aktenbergen
CDU und CSU möchten den Atomausstieg in einem Untersuchungsausschuss aufarbeiten. Das ist ihr gutes Recht, aber wohl kein Wahlkampfschlager.