Atomkraft

Debatte um Kernenergie

Donau
:Die Donau gibt ihre Toten zurück

Es lohnt sich, den Schlamm im leeren Flussbett zu deuten. In ihm liegt neben Zivilisationsmüll die Erkenntnis: Europas großer Strom ist so viel mehr als ein Wirtschaftsraum.

SZ PlusVon Gerhard Matzig

Energiekrise
:Strommangel zwingt Ungarn zu großen Einschränkungen

Ungarn musste infolge der Trockenheit sein einziges AKW drosseln und erlebt eine beispiellose Energiekrise. Das hat Auswirkungen bis in den kleinsten Haushalt.

Von Verena Mayer

MeinungHitze
:AKWs sichern ununterbrochene Stromversorgung? Nun ja

Ob in Ungarn, Rumänien, Frankreich oder in der Schweiz: AKWs müssen abgeschaltet werden, weil das Kühlwasser zu warm ist oder fehlt. Deutschland hat einen anderen Weg gewählt – zum Glück.

SZ PlusKommentar von Nakissa Salavati

Energie
:Ungarn schaltet Atomkraftwerk wegen Wassermangels ab

Die Donau führt viel weniger Wasser als normalerweise, deshalb müssen die Reaktoren vom Netz. Ungarn steht damit vor massiven Problemen – und ist nicht allein.

Atomabkommen
:„So untergräbt man das internationale System zur Nichtverbreitung“

Trump kündigt ein Atomabkommen mit Saudi-Arabien an. Abrüstungsexperte Nikolai Sokov über die Pläne des Königreichs, nukleares Wettrüsten im Nahen Osten und die Folgen für den Rest der Welt.

SZ PlusInterview von Tobias Zick

Milliardenpartnerschaft
:USA und Saudi-Arabien unterzeichnen Atomabkommen

US-Unternehmen sollen dem Erdölland helfen, künftig auch Atomkraftwerke zu bauen. Kritiker befürchten, das könnte den Weg für saudische Nuklearwaffen ebnen. Doch Präsident Trump stellt überraschend eine Bedingung.

SZ PlusVon Charlotte Walser

Energie
:Schneider will Ort für Atommüll-Endlager bis 2050

Neue Technologien könnten die Suche beschleunigen, meint der Umweltminister. Doch bis ein Endlager tatsächlich existiert, dürfte es noch deutlich länger dauern.

Von Michael Bauchmüller

Energie
:Wer kauft Deutschlands größten Gaskonzern?

Die Bundesregierung rettete Uniper vor der Pleite und will die Firma nun wieder privatisieren. Es gibt einige Interessenten. Die Gewerkschaft fordert stattdessen einen Börsengang.

SZ PlusVon Björn Finke

Japan
:Atomkraft? Jein danke

Im Januar wurde ein Teil von Japans größtem Atomreaktor wieder hochgefahren. Betreiber ist ausgerechnet Tepco, die Firma, die Fukushima betrieben hat. Viele Japaner finden das richtig. Andere fragen sich, ob das Land gar nichts gelernt hat.

SZ PlusVon David Pfeifer

MeinungFrankreich
:Macron kann zwar Investoren begeistern, aber als Reformer ist er gescheitert

Der französische Präsident kann Industriepolitik und beherrscht die Kunst der Inszenierung. Wären da nicht die hohen Schulden und die liegen gebliebenen Reformen.

SZ PlusKommentar von Alexandra Föderl-Schmid

MeinungKlimaproteste
:Gaskraftwerke sind nicht das Problem, sondern Teil der Lösung

Im Ruhrgebiet demonstrieren Tausende gegen die geplanten fossilen Kraftwerke. Dabei sind die Anlagen wichtig für die Energiewende.

SZ PlusKommentar von Björn Finke

Energieversorgung
:Atomkraft und erneuerbare Energien werden weltweit ausgebaut

Weltweit wachsen Atomkraft und erneuerbare Energien – im Ölsektor fließt weniger Geld. Die Internationale Energieagentur erwartet, dass die Energiekrise den Umbau weiter beschleunigt.

Von Alexandra Föderl-Schmid

Energiepolitik in Frankreich
:Macron will weg von Öl und Gas

Frankreich soll die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen reduzieren und auf Strom setzen. Wie das gelingen kann, sollen die Unternehmen überlegen – der Élysée-Palast wurde dafür zur Messehalle.

SZ PlusVon Alexandra Föderl-Schmid

Bilanz von Präsident Macron
:Als Reformer gestartet, letztlich gescheitert

Die wirtschaftspolitische Bilanz von Macron nach neun Jahren Präsidentschaft fällt mehr als mager aus: Die Arbeitslosigkeit ist hoch, die Rentenreform gescheitert, die Staatsverschuldung immens.

SZ PlusVon Alexandra Föderl-Schmid

MeinungEnergie
:Zum Glück bleibt der Staat an Uniper beteiligt

Die Regierung hat Deutschlands größten Gasimporteur vor der Pleite gerettet, will den Konzern aber nun privatisieren. Allerdings nicht komplett, und das ist auch gut so. Ärger droht nur bei einem Thema: der Kernkraft.

SZ PlusKommentar von Björn Finke

MeinungPrantls Blick
:So funktioniert eine Gewaltspirale

Vor vierzig Jahren wurde aus den Protesten gegen die atomare Wiederaufarbeitungsanlage die Pfingstschlacht von Wackersdorf.

SZ PlusVon Heribert Prantl

Energiekrise
:Belgien soll Atomstaat werden

Ausstieg war gestern: Die belgische Regierung will die sieben heimischen Reaktoren kaufen, um der Atomenergie zu neuer Blüte zu verhelfen. Die Risiken sind enorm.

SZ PlusVon Josef Kelnberger

MeinungEnergiepolitik
:Billiger ist an der Atomkraft nix. Ganz im Gegenteil

Warum hält sich diese Mär eigentlich so lange? Hier ein paar Fakten aus Tschernobyl, Flamanville, Greifswald und der Asse. Vor Solarpaneelen hingegen muss niemand Angst haben. Nicht einmal ihr Monteur!

SZ PlusKolumne von Hans Well

40 Jahre Tschernobyl
:German Angsthasen

Die Reaktorkatastrophe vor 40 Jahren aktivierte ein deutsches Urgefühl. Seitdem hat sich die Lust an der Apokalypse nicht nur gehalten und ausgebreitet. Sie ist sogar eine Art Weltkulturerbe.

SZ PlusVon Willi Winkler

40 Jahre nach Tschernobyl
:Die Katastrophe strahlt noch immer aus

Am 26. April 1986 passierte das größte Atomunglück der Geschichte. Folgen sind bis heute spürbar: im repressiven Belarus, im Ukraine-Krieg, bei Hilfsorganisationen in Deutschland. Auch Wladimir Gudow kann nicht vergessen – er musste damals aufräumen.

SZ PlusVon Frank Nienhuysen

40 Jahre Katastrophe von Tschernobyl
:Eine schwarze Begebenheit

Erst keine Informationen vom Staat, später eine Flasche Rotwein als Medizin gegen die Strahlenkrankheit: Ukrainische Erinnerungen an Tschernobyl, das in der ganzen Region das Vertrauen in den Staat zerstörte.

SZ PlusGastbeitrag von Sergey Maidukov

Atomkraft
:Stoff für Albträume

Mit „Die Wolke“ hat Gudrun Pausewang ein Jahr nach der Katastrophe von Tschernobyl einen echten Horrorroman für Jugendliche geschaffen – und den Deutschen die Kernkraft erfolgreich ausgetrieben. Oder?

SZ PlusVon Aurelie von Blazekovic

MeinungEnergiepolitik
:Katherina Reiche macht es richtig

Die Wirtschaftsministerin hat umstrittene Gesetzentwürfe vorgelegt. Kritiker werfen ihr vor, damit die Energiewende abzuwürgen. Doch das ist unfair.

SZ PlusKommentar von Björn Finke

Japan
:Starkes Erdbeben vor Nordostküste Japans

Die Warnung vor einem Tsunami ist aber inzwischen wieder aufgehoben. Japanische Behörden mahnen weiter zu Vorsicht.

MeinungEnergieversorgung
:Atomkraft ist teuer, wenn man ehrlich rechnet

Frankreich setzt auf eine Renaissance der Atomkraft, dabei gibt es bei den Reaktor-Projekten ein Milliardenfiasko nach dem anderen – und erhebliche Zweifel an der Machbarkeit.

SZ PlusKommentar von Alexandra Föderl-Schmid

Aktuelles Lexikon
:Was ist ein Castor?

Transport- und Lagerungsfass für radioaktives Material. Derzeit werden Castoren von Jülich nach Ahaus transportiert. Einer nach dem anderen.

Von Christoph Koopmann

Castor-Transporte
:Rollt ein 130-Tonner mit Atommüll durchs Ruhrgebiet

100 Fahrzeuge, 2400 Beamte – und mobile Toiletten an Bord: Unter Protesten rollt in der Nacht zum Mittwoch der erste von 152 Castor-Behältern durch NRW zum Zwischenlager. Und das ist nur der Anfang.

SZ PlusVon Christoph Koopmann

„K-278 Komsomolez“
:Sowjetisches U-Boot-Wrack vor Norwegen strahlt radioaktiv

37 Jahre nach dem Untergang wurde nachgemessen: Die Messwerte liegen bis zu 800 000 Mal höher als normal – und das in einer der fischreichsten Regionen der Welt. Warum Forscher dennoch Entwarnung geben.

Energie
:IEA-Chef fürchtet schlimmere Energiekrise als in den 1970ern

Fatih Birol sieht die Energiesicherheit durch den Iran-Krieg massiv bedroht. Zudem übt er Kritik an Deutschlands Energiepolitik.

Frankreichs Energiestrategie
:„Es lebe die Atomkraft!“

Präsident Emmanuel Macron forciert den Ausbau der Kernkraft in Frankreich. Besuch auf der Baustelle im AKW Penly in der Normandie, wo die Atomreaktoren der neuesten Generation entstehen.

SZ PlusVon Alexandra Föderl-Schmid

Atomenergie
:„Es ist höchst unwahrscheinlich, dass innerhalb von fünf Jahren ein Reaktor steht“

Die EU-Kommission will bis Anfang der 2030er-Jahre Mini-AKWs in Europa einsetzen. Doch Experten sagen: Die Technologie ist teuer, unerprobt und teilweise unausgereift. Die wichtigsten Fragen und Antworten.

SZ PlusVon Theresa Palm

MeinungEU
:Viel Geld für kleine Atomreaktoren? Wie reaktionär

Ja, Deutschland hat einen Fehler gemacht in der Energiepolitik. Aber EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen liegt falsch: Der Atomausstieg war es nicht.

SZ PlusKommentar von Nakissa Salavati

Gipfeltreffen zur Zukunft der Kernenergie
:Von der Leyen sieht Abkehr von Atomkraft als „strategischen Fehler“

Die EU-Kommissionspräsidentin setzt sich massiv für Atomkraft ein. Von der Leyen kündigt 200 Millionen Euro EU-Garantien an, um Investoren gegen Verluste abzusichern. In Berlin löste ihr Auftritt heftige Kritik bei der SPD aus, auch Kanzler Merz reagiert.

SZ PlusVon Michael Bauchmüller und Alexandra Föderl-Schmid

Podcast: „Auf den Punkt“
:Diesen Krieg gegen Iran haben Netanjahu und Trump gewollt

Israel und die USA haben Iran angegriffen und den Obersten Führer Chamenei getötet. Droht nun ein Flächenbrand in der Region?

Von Raphael Geiger und Lars Langenau

Kernfusion
:Wird in alten Atomkraftwerken bald wieder Strom erzeugt – nur anders?

Zwei Start-ups planen Fusionskraftwerke in Hessen und Bayern, die Landesregierungen haben viel Geld versprochen. Doch bislang ist die Technik Science-Fiction.

SZ PlusVon Theresa Palm

Kernkraft
:Atomfabrik Lingen: heikler Partner, heikler Deal

Im Niedersachsen soll ein Joint Venture Brennelemente für russische Reaktoren fertigen – unter Beteiligung des Staatskonzerns Rosatom. Macht sich Deutschland damit noch abhängiger von Russland?

Von Michael Bauchmüller und Anna Lea Jakobs

MeinungHauck & Bauer
:Heute vor 20 Jahren

Am 27. Februar 2006 ging in Grafenrheinfeld das erste bayerische Zwischenlager für Atommüll in Betrieb.

Energiestrategie
:Frankreichs Atom-Plan

Frankreich will das Tempo beim Ausbau erneuerbarer Energien drosseln, Atomreaktoren bauen und Laufzeiten verlängern. Falls die rechtsextreme Marine Le Pen die Wahl gewinnt, könnte es zu noch weitreichenderen Änderungen kommen.

Von Alexandra Föderl-Schmid

MeinungPrantls Blick
:Was auf dem Spiel steht? Wir!

Der Aschermittwoch, die Münchner Sicherheitskonferenz und die Atombombe: Vom Ernstfall und vom Ende der Dinge.

SZ PlusVon Heribert Prantl

MeinungAtomenergie
:Diese CSU-Pläne führen garantiert ins Nirwana

Die Christsozialen träumen auf einmal von Mini-Kernkraftwerken für Deutschland. Besser, sie erwachen schnell, denn wirtschaftlich wird das nie funktionieren.

SZ PlusKommentar von Michael Bauchmüller

Winterklausur in Kloster Seeon
:CSU will Deutschland zum Vorreiter der Kernenergie machen

Die CSU-Landesgruppe im Bundestag will zahlreiche Forderungen zur Energiepolitik beschließen. Der klare Fokus der Abgeordneten liegt dabei auf der Rückkehr zur Atomenergie.

SZ PlusVon Robert Roßmann

ExklusivInterview mit RWE-Chef Krebber
:„Energie wird teuer bleiben“

RWE-Chef Markus Krebber fordert mehr Hilfen für die energieintensive Industrie und mehr Tempo beim Bau von Gaskraftwerken. In den USA läuft es gerade gut für den Konzern, trotz Donald Trump.

SZ PlusInterview von Michael Bauchmüller und Björn Finke

Ukraine
:Skandal um Korruptionsring erschüttert Selenskijs Apparat

Die Enthüllungen von massiver Bestechungskriminalität beim nationalen Atomkonzern sind ein Sieg für die Ermittler – und ein Desaster für die Staatsführung. Verdächtige sind geflohen, Minister verlieren ihre Ämter.

SZ PlusVon Florian Hassel

MeinungKernkraft
:Die Suche nach dem Atommüll-Endlager testet aus, wie weit Vernunft und Wissenschaft tragen

Nach rein geologischen Kriterien soll der bestmögliche Ort für den radioaktiven Müll gefunden werden. Ob die Politik es sich dauerhaft verkneifen kann, Einfluss auf das Verfahren zu nehmen, ist offen.

SZ PlusKommentar von Michael Bauchmüller

Atommüll
:Noch 25 Prozent der deutschen Landesfläche kommen für Endlager infrage

Experten grenzen die möglichen Regionen bei der Suche nach einem Endlager ein. Bis spätestens 2050 soll ein Platz für etwa 27 000 Kubikmeter hoch radioaktiven Atommüll gefunden werden.

Kernkraft
:Atommüll? Nein, danke

Deutschland ist raus aus der Kernkraft, aber der Atommüll ist noch da. Wohin mit dem Zeug? Aus Jülich sollen jetzt 152 Castorbehälter über marode Straßen und Brücken in ein Zwischenlager gebracht werden. Ein Monsterprojekt.

SZ PlusVon Christoph Koopmann

Diplomatie
:Wie Rafael Grossi eine Atomkatastrophe verhindern will

Der Chef der Internationalen Atomenergiebehörde warnt, die Gefahr eines Nuklearkriegs sei so groß wie nie. Dabei ist der Argentinier einer der wenigen, der noch Zugang zu den heikelsten Regimen der Welt hat. Wie schafft er das? Eine Begegnung in Wien.

SZ PlusVon Tobias Zick

Atommüll
:Gorleben lebt

Nach 40 Jahren laufen die Genehmigungen für Deutschlands Atom-Zwischenlager aus und müssen neu erteilt werden. Den Anfang macht ausgerechnet Gorleben. Da bleiben Proteste nicht aus.

SZ PlusVon Michael Bauchmüller

Klimapolitik
:Wie China jetzt seine Emissionen senken will

Präsident Xi Jinping gibt erstmals ein Klimaziel aus, für das sein Land den Ausstoß von Treibhausgasen vermindern muss. Die Vorgabe ist bescheiden, dennoch lässt sie die Europäer alt aussehen.

SZ PlusVon Michael Bauchmüller und Lea Sahay

Energiepolitik
:Atomkraft schafft kein Comeback

China baut zu Hause Reaktoren, Russland will seine Technik exportieren und Länder damit abhängig machen. Ansonsten aber geht die Nutzung der Kernkraft zurück, die Anlagenflotte wird vielerorts immer älter. Das birgt Risiken.

SZ PlusVon Michael Bauchmüller

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