Zur Wendezeit 1989/90 beschäftigte die Stasi fast 200.000 inoffizielle Mitarbeiter, erklärt die Bundesregierung auf Anfrage der Linken - und entscheidet damit einen Streit zwischen einem Forscher und der Stasi-Unterlagen-Behörde.
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47 ehemalige Stasi-Mitarbeiter arbeiten in der Stasi-Unterlagenbehörde - ein Hohn für die Opfer, findet Behörden-Chef Jahn. Er will die Bediensteten unbedingt loswerden, eine Kündigung aber würde gegen das Arbeitsrecht verstoßen. Jetzt erhält er Unterstützung aus der Koalition: Die will das Stasi-Akten-Gesetz ändern. Ärger ist programmiert.
Von Constanze von Bullion, Berlinmehr...
Trotz eines gesetzlichen Verbots beschäftigt die Stasi-Unterlagenbehörde weiter mehr als 40 frühere Stasi-Mitarbeiter - aus Angst vor Klagen.
mehr...Politicker
"Es geht nicht allein um Akten, es geht um Menschen und ihre Schicksale": Immer mehr Menschen wollen einen Blick in die Papiere der DDR-Geheimpolizei werfen - doch müssen sie darauf oft mehrere Jahre warten. Vor allem Jüngere und Angehörige interessieren sich für die Stasi-Akten.
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Die Wiedervereinigung sollte reibungslos laufen: Der damalige Innenminister hat kurz erwägt, 1990 alle Stasi-Unterlagen unbesehen vernichten zu lassen.
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Der US-Geheimdienst CIA hat der Bundesrepublik die Stasi-Agentenkartei "Rosenholz" zurückgegeben. Zehntausenden Deutschen droht nun eine Enttarnung als frühere Mitarbeiter des DDR-Geheimdiensts.
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Ein brisanter Aktenvermerk vom 2. Februar 1978 belegt das starke Interesse der DDR an der RAF. Stimmt der Inhalt, müsste die Geschichte der BRD umgeschrieben werden.
Von Hans Leyendeckermehr...
Mehr als 50.000 Patienten sind in der ehemaligen DDR angeblich als Testpatienten etwa für Blutdrucksenker und Herzmedikamente missbraucht worden. Mehrere Versuchsreihen sollen zu Todesfällen geführt haben.
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Er bezeichnet sich als "lebenden Märtyrer" und soll mit Anschlägen allein in Frankreich elf Menschen getötet haben: Der Terrorist "Carlos" steht in Paris erneut vor Gericht - und inszeniert sich dort als Revolutionär.
Von Stefan Ulrich, Parismehr...
Was steht in den Stasi-Akten? Das wollen die Deutschen auch mehr als 20 Jahre nach der Wende immer noch wissen. Im Vergleich zum Vorjahr ist das Interesse an den Dokumenten 2012 wieder gestiegen. Noch heute suchen viele Menschen Gewissheit.
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Hitlers angebliche Tagebücher wurden am Ort eines tatsächlichen Flugzeugunglücks im sächsischen Börnersdorf "gefunden". 30 Jahre nach der "Stern"-Affäre steht der Ort noch im Bann der Geschichte.
Von Cornelius Pollmermehr...
Neuen Stasi-Vorwürfe gegen Gregor Gysi: Der Spitzenkandidat der Linken bestreitet vehement, als Anwalt in der DDR mit der Staatssicherheit zusammengearbeitet zu haben, neue Dokumente bringen den Fraktionschef der Linken aber in Erklärungsnot.
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Zum Schutz der Opfer dürfen künftig keine früheren Mitarbeiter der Staatssicherheit mehr in der Stasi-Unterlagenbehörde arbeiten. Die dafür notwendige Gesetzesänderung ist umstritten: Die SPD warnt davor, latentes Misstrauen gegenüber Ostdeutschen festzuschreiben.
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"Stimmen die Vorwürfe, ist Gysis Rücktritt unausweichlich": FDP-Politiker Patrick Kurth fordert den Linksfraktionschef zur Amtsniederlegung auf - wenigstens, solange das Verfahren um angebliche Stasi-Kontakte läuft. CDU-Generalsekretär Gröhe spricht von einem bedenklichen Verhalten Gysis. Der weist die Vorwürfe zurück - und verzichtet auf seine Teilnahme am politischen Aschermittwoch.
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Meinung
Verschleiert Gregor Gysi seit 20 Jahren seine Stasi-Vergangenheit? Oder ist der Linken-Fraktionsvorsitzende das Opfer haltloser Beschuldigungen in Wahlkampfzeiten? Antworten auf diese Fragen sollte er möglichst schnell geben - denn seine Glaubwürdigkeit leidet.
Ein Kommentar von Daniel Brössler, Berlinmehr...
Der Ex-RAF-Anwalt und Neonazi Horst Mahler soll eingeräumt haben, jahrelang mit der Staatssicherheit der DDR zusammengearbeitet zu haben. Inoffizieller Mitarbeiter der Stasi will er aber nicht gewesen sein.
Von Hans Leyendeckermehr...
In Zukunft soll es keine ehemaligen Mitarbeiter der DDR-Staatssicherheit in der Stasi-Unterlagen-Behörde mehr geben - der Bundesrat beschloss ein entsprechendes Gesetz zur Versetzung der 45 Betroffenen. Diese wollen dagegen klagen.
Kurzmeldungen im Überblickmehr...
Liebe zur Heimat, Hass auf die Nachbarn: Im polnischen Wahlkampf setzt Jaroslaw Kaczynski auf ein bewährtes Mittel - er schürt die Angst vor den Deutschen. Kanzlerin Merkel rückt er dafür in die Nähe der Stasi und unterstellt ihr Großmacht-Ambitionen. Die deutsche Regierung nimmt es gelassen. Kaczynskis Rechnung könnte dennoch aufgehen, in Umfragen liegt er nur noch knapp hinter Ministerpräsident Donald Tusk.
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Einen "schädlichen Fehler" nennt Polens Präsident Komorowski die Äußerungen des nationalkonservativen Oppositionsführers Kaczynski. Der hatte Kanzlerin Merkel mit der Stasi in Verbindung gebracht. Jetzt sorgt sich Komorowski um die Beziehungen zu den deutschen Nachbarn und fordert eine Entschuldigung.
Kurzmeldungen im Überblickmehr...
Von außen wirkt der einstöckige Plattenbauverhau unspektakulär, tief unter dem Grundstück schlummern dagegen auf 4000 qm die gut erhaltenen Reste eines paranoiden Überwachunsgstaates. Besuch in einem Stasi-Bunker bei Leipzig.
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Meinung
Wenn das Bekenntnis zu historischer Verantwortung gefragt ist, geht durch die Linke ein Riss. Es ist ein ewiger Kampf über das Verhältnis zur Vergangenheit. Unredlich aber ist der Vorwurf, in der PDS/Linkspartei gebe es kein Bewusstsein für historische Verantwortung.
Ein Kommentar von Daniel Brössler, Berlinmehr...
Der DDR-Experte Hubertus Knabe über Gregor Gysis Auftritt im Bundestag, dessen Stasi-Verstrickungen, die Rolle der Linkspartei und warum ehemalige SED-Kader die Gewinner der Deutschen Einheit sind.
Interview: Kathrin Haimerlmehr...
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