Schwarzer Abend für Mitt Romney: Rick Santorum deklassiert den bisherigen Favoriten und fährt bei den Vorwahlen der US-Republikaner drei fulminante Siege in Minnesota, Colorado und Missouri ein. Für viele Konservative ist der Abtreibungsgegner Santorum die wahre Alternative zu US-Präsident Obama. Dem Romney-Lager gehen wichtige Argumente verloren.
Eine Analyse von
Matthias Kolb, Washington
Schwere Niederlage für Favorit Mitt Romney: Der erzkonservative Rick Santorum hat überraschend die Vorwahlen der Republikaner in zwei Bundesstaaten gewonnen. Auch die Vorwahlen in Missouri entschied der Hardliner für sich - sie sind jedoch nicht bindend. Mit seinen Siegen meldet sich Santorum eindrucksvoll im Rennen um die Präsidentschaftskandidatur zurück.
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Der ultrakonservative Republikaner Santorum setzte sich bei den Vorwahlen in Minnesota, Missouri und Colorado gegen seinen bislang führenden Parteikollegen Mitt Romney durch.
Die Führung der Republikanischen Partei warnt in einer Resolution vor "extremen Umweltschutzbemühungen" der Vereinten Nationen: Die UN wollen so angeblich die Kontrolle über die US-Bürger erlangen. Auch Wahlkämpfer Newt Gingrich buhlt mit solchen Behauptungen um die Anhänger der Tea Party.
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Markus C. Schulte von Drach
2008 unterstützte sie Obama noch, nun fordert Roseanne Barr ihn heraus: Die Schauspielerin hat ihre Kandidatur für die Grünen angekündigt. Der frühere TV-Star möchte die Macht der Banken einschränken, Homosexuellenrechte stärken und den Speiseplan der Amerikaner ändern. Dass sie keine Chance hat, ist ihr bewusst - und egal.
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Matthias Kolb, Washington
Erst Florida, nun Nevada: Multimillionär Mitt Romney erhält auch im Wüstenstaat die meisten Stimmen der republikanischen Wähler. Newt Gringrich und Ron Paul ringen um den zweiten Platz. Rick Santorum wird nur Vierter. Eine lange Siegesfeier in Las Vegas wird es für Romney nicht geben.
Wertvolle Freundschaft: Mit einer Spende an Newt Gingrich hat Sheldon Adelson das Rennen um die Präsidentschaftskandidatur der Republikaner wieder spannend gemacht - und die Schattenseiten der Wahlkampf-Finanzierung in Amerika offengelegt. In Nevada, der Heimat des Kasino-Königs Adelson, wird Gingrich zwar nicht gewinnen, doch in anderen Bundesstaaten hat er durchaus Chancen. Das Rennen mit Mitt Romney ist noch nicht gelaufen.
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Matthias Kolb, Washington
Was hat Brustkrebs-Vorsorge mit konservativer Politik zu tun? Eigentlich nichts - doch eine US-Stiftung wollte einer Organisation die Mittel streichen, die auch Abtreibungen anbietet. Neu im Vorstand: Eine Dame von der Tea Party. Über die Folgen eines wütenden Protestes in den sozialen Netzwerken.
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Matthias Kolb, Washington
Bisher hatte US-Präsident Obama das Mittel der Super-Pacs zur Spendensammlung vehement abgelehnt. Die Begründung: Über die Wahlhilfe-Vereine könnten Vermögende ihre Interessen besser durchsetzen als weniger Wohlhabende. Die Veröffentlichung der republikanischen Einnahmen durch Super-Pacs im vergangenen Jahr scheint dem Demokraten nun jedoch die Augen geöffnet zu haben.
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Reymer Klüver
Wer darf gegen Barack Obama antreten? Der Wahlkampf der Republikaner spaltet die Grand Old Party. Mitt Romney gegen Newt Gingrich, das bedeutet auch: Die Reichen gegen die Mittelschicht, Moderate gegen Erzkonservative. Das beweist auch das Äußere der Unterstützergruppen. Eine Typologie in Bildern.
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Sebastian Gierke
Mitt Romney kann sich nach seinem klaren Sieg in Florida wieder als Favorit im Rennen der Republikaner um die Präsidentschaftskandidatur fühlen. Der Multimillionär hat alte Stärken geschickt genutzt, seine guten Manieren vergessen und sich in einigen Punkten verbessert. Allerdings ist Romney noch nicht ganz am Ziel. Fünf Lehren aus der Florida-Vorwahl.
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Matthias Kolb, Tampa
46 Prozent für den Favoriten des Establishments: Mitt Romney präsentiert sich nach seinem klaren Sieg bei der Vorwahl der Republikaner in Florida staatsmännisch mit Familie und Fans. Er wirbt um Geschlossenheit in seiner Partei, um Barack Obama schlagen zu können. Die Zeit des US-Präsidenten sei abgelaufen. Doch Romneys Verfolger Newt Gingrich macht nicht den Eindruck, die Schmutzkampagne beenden zu wollen - im Gegenteil.
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Matthias Kolb, Tampa
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Mitt Romney hat die Vorwahl der US-Republikaner in Florida deutlich gewonnen. Damit setzte sich der ehemalige Gouverneur im Zweikampf mit Newt Gingrich um die Nominierung zum Präsidentschaftskandidaten ab.
Unablässig touren Mitt Romney und Newt Gingrich durch Florida und werben um die Stimmen der republikanischen Wähler. Der "Sunshine State" unterscheidet sich nicht nur in seiner Größe von Staaten wie Iowa oder New Hampshire - es ist Amerika im Mini-Format. Romney und Gingrich wissen: Wer die anstehende Vorwahl in Florida gewinnt, dem ist die Nominierung kaum mehr zu nehmen.
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Matthias Kolb, Miami
"Wir müssen ihn stoppen": Mit Pizza-König Herman Cain und dem Sohn Ronald Reagans präsentiert sich Newt Gingrich als einzig konservative Alternative zu US-Präsident Obama. Auch wenn die Vorwahl in Florida wohl verlorengeht, plant Stehaufmännchen Gingrich, noch lange weiterzukämpfen. Die Partei-Elite ist entsetzt, doch seine Anhänger feiern ihn für seine plumpen Slogans und seine scharfe Zunge.
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Matthias Kolb, Tampa
Der Favorit ist zurück: Mitt Romney hat die Vorwahl in Florida mit mehr als 45 Prozent klar gewonnen. Auf Platz zwei landete Newt Gingrich. Der gibt sich trotzdem kämpferisch und denkt nicht ans Aufhören. Auch die verbliebenen Kandidaten wollen weiter mitmischen. Der Abend in Bildern.
In den USA versuchen republikanische Gouverneure die Gewerkschaften per Gesetz zurückzudrängen, indem sie sie finanziell ausbluten lassen - nun sogar in ihrem letzten Rückzugsgebiet im Mittleren Westen. Das wäre auch ein Sieg für Romney und Gingrich, weil Präsident Obama an der Seite der Gewerkschaften steht.
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Moritz Koch, New York
Triumphaler Erfolg für Mitt Romney: Der frühere Gouverneur erhält in Florida knapp 50 Prozent aller Stimmen und lässt seinen schärfsten Konkurrenten Newt Gingrich deutlich hinter sich. Auf dem dritten Platz landet Rick Santorum, dahinter Ron Paul. Trotz des eindeutigen Votums wollen die unterlegenen Bewerber weiter kämpfen.
Bei der fünften Vorwahl der Republikaner siegt Mitt Romney klar vor Newt Gringrich. Auch bei den kommenden Abstimmungen im Februar droht dem Multimillionär kaum Ungemach. Doch der Aufschwung in der US-Wirtschaft gefährdet seine Strategie, sich als Finanzexperte zu profilieren, um Amtsinhaber Barack Obama auszustechen.
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Matthias Kolb, Washington
Die Vorwahl in South Carolina könnte entscheidend für das Präsidentschaftsrennen der Republikaner sein. Pünktlich zur Wahl zeigen die beiden Favoriten Nerven. Romneys Schwäche ist Reichtum, die von Gingrich: Frauen.
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Reymer Klüver, Washington
Ein Angriffspunkt weniger: Nach seiner überraschenden Niederlage bei den Vorwahlen der US-Republikaner in South Carolina will Mitt Romney seine Steuererklärungen für 2010 und 2011 früher als geplant veröffentlichen - schon am kommenden Dienstag. Denn seine mangelnde Transparenz in der Steuerfrage kostete viel Vertrauen. Und die nächsten Vorwahlen stehen schon an.
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Vor der Vorwahl in South Carolina hat der frühere Präsident des Repräsentantenhauses, Newt Gingrich, ersten Einschätzungen zufolge Boden gutgemacht. Im Fernsehduell trat er gegen Mitt Romney an.