Vom 3. bis 5. Februar 2013 findet die 49. Münchner Sicherheitskonferenz statt. Teilnehmer aus aller Welt diskutieren aktuelle und zukünftige sicherheitspolitische Themen. Ein Dutzend Staats- und Regierungschefs, mehr als 40 nationale Minister, vier EU-Kommissare werden erwartet. Friedensaktivisten werfen den Veranstaltern "Kriegsgeschäfte" vor - und planen Proteste.
Widerstandskämpfer und Begründer der Münchner Sicherheitskonferenz: Ewald-Heinrich von Kleist ist im Alter von 90 Jahren gestorben. Er war der letzte Überlebende aus dem Kreis der Hitler-Attentäter um Claus Schenk Graf von Stauffenberg.
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Meinung
Irans Außenminister Salehi gibt sich im Atomstreit mal wieder gesprächsbereit. An dieser Rhetorik ist nicht viel Neues. Dennoch tut sich jetzt eine Möglichkeit auf, Fortschritt in diesem Dauerkonflikt zu erzielen.
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Exklusiv
Zaghafte Annäherung zwischen Washington und Teheran: Irans Außenminister Salehi erklärt im SZ-Interview, dass sein Land zu direkten Gesprächen mit den USA über das Atomprogramm bereit sei. Neben freundlichen Worten für die Regierung von US-Präsident Obama beklagt Salehi aber auch die "Methode von Zuckerbrot und Peitsche".
Von Stefan Kornelius und Paul-Anton Krügermehr...
Will Teheran tatsächlich über sein Atomprogramm verhandeln? Wohl eher nicht, meint Ruprecht Polenz, Chef des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag. Auf der Münchner Sicherheitskonferenz schleudert er Irans Außenminister Ali Akbar Salehi seine Kritik direkt entgegen - und erntet Beifall von den Grünen. Vorher überrascht Israels Verteidigungsminister Barak mit Andeutungen zum Luftschlag auf einen Konvoi in Syrien.
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Kleiner Fortschritt oder nur rhetorische Nebelkerze? Irans Außenminister Salehi signalisiert auf der Münchner Sicherheitskonferenz die Bereitschaft zu direkten Gesprächen mit den USA. Doch stellt er auch Bedingungen.
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US-Vizepräsident Joe Biden spricht sich auf der Münchner Sicherheitskonferenz für ein Freihandelsabkommen mit Europa aus - eine Idee, die Kanzlerin Merkel bereits seit Jahren vorantreibt. Doch bevor die zollfreie Zone Wirklichkeit werden kann, sind heikle Fragen zu klären. Es geht um Neuregelungen, die deutsche Unternehmen und Verbraucher gleichermaßen betreffen.
Von Johannes Kuhnmehr...
Meinung
In der Außenpolitik zählen vor allem persönliche Beziehungen. Erst Vertrauen und Sicherheit können zu greifbaren Ergebnissen führen. Auf der Münchner Sicherheitskonferenz kommt es daher zuallererst auf den Ton an - und der ist bemerkenswert harmonisch.
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"Wir gehen nirgendwohin": US-Vizepräsident Biden verspricht Europa weiter amerikanische Unterstützung, doch die Zusammenarbeit wird sich in den wirtschaftlichen Bereich verlagern. In Sicherheitsfragen muss sich Europa künftig stärker selbst helfen. Eigentlich kein Problem - würde der alte Kontinent bei der Sicherheitskonferenz nicht demonstrieren, dass er zu unreif für eine neue Rolle ist.
Von Johannes Kuhnmehr...
"Die Zeit ist reif": US-Vizepräsident Biden wirbt auf der Münchner Sicherheitskonferenz für die baldige Verwirklichung eines europäisch-amerikanischen Binnenmarktes - und liegt damit auf der Linie des deutschen Außenministers. Westerwelle verspricht sich davon Wohlstandsgewinne im dreistelligen Milliardenbereich.
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Hochrangige Minister, Wirtschaftsbosse und Milliardäre: Der Münchner Anwalt Wolfgang Seybold lädt am ersten Abend der Sicherheitskonferenz seit 30 Jahren namhafte Gäste zum Dinner bei Käfer. Hier sonnt man sich im Licht der Weltpolitik und lernt sich bei Champagner ungezwungen kennen.
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Meinung
Vernetzt, abhängig, zerstörerisch - willkommen in der neuen Normalität! Was früher der Kalte Krieg war, ist jetzt Terror und aggressiver Nationalismus der Aufsteiger-Staaten. Das eigentliche Drama in der Multi-Welt: Anspruch und Werk des Westens passen nicht zueinander.
Ein Kommentar von Stefan Korneliusmehr...
Nein zur EU-Armee: Verteidigungsminister de Maizière fordert stattdessen eine verbesserte Zusammenarbeit zwischen EU und Nato. Dafür wären aber Zugeständnisse von Frankreich und Großbritannien nötig.
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Ausgerechnet die ehemalige RAF-Terroristin Inge Viett sollte bei der Demonstration gegen die Münchner Sicherheitskonferenz auftreten. Das Aktionsbündnis stand vor einer Zerreißprobe. Doch jetzt gibt es eine Einigung mit der "Antikapitalistischen Linken".
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Der Einsatz in Mali ist eines der bestimmenden Themen der Münchner Sicherheitskonferenz - und auch, wie sich die Deutschen dazu verhalten. Was sonst noch auf der Tagung diskutiert wird und welchen Kurs Deutschland außenpolitisch derzeit fährt. Eine Analyse.
Von Stefan Korneliusmehr...
Streit unter den Friedensaktivisten: Ausgerechnet die ehemalige RAF-Terroristin Inge Viett soll bei der Demonstration gegen die Münchner Sicherheitskonferenz auftreten. Das Aktionsbündnis steckt in einem Dilemma.
Von Bernd Kastnermehr...
Wo Michael Jackson einst "Heal the world" unter der Dusche sang, treffen sich Politiker und Rüstungsexperten unter dem Motto "Frieden durch Dialog". Der Bayerische Hof bereitet sich auf die 49. Münchner Sicherheitskonferenz vor. Ein Besuch.
Von Nicole Wernermehr...
3000 Polizisten sind jedes Jahr bei der Sicherheitskonferenz im Einsatz. Zwar nimmt die Gewaltbereitschaft der Gegendemonstranten ab - doch dafür müssen immer mehr hochrangige Staatsgäste geschützt werden. Auch wenn diese zu einem spontanen Ausflug aufbrechen.
Von Florian Fuchsmehr...
Bisher sind nur wenige große Staaten in der Lage, einen Cyber-Krieg zu führen. Doch die Technologie dafür verbreitet sich: Länder wie Iran oder Nordkorea könnten sich das zunutze machen - ebenso wie Hacker-Gruppen oder gar Terroristen. Wir stehen vor chaotischen Jahren, wenn wir die Abwehr dagegen nicht in Ordnung bringen, warnt James A. Lewis.
Interview: Paul-Anton Krügermehr...
Der Showdown um die jüngste Syrien-Resolution des UN-Sicherheitsrats ist entschieden: Russland stemmt sich gemeinsam mit China erneut gegen einen Beschluss zur Krise in Syrien. US-Außenministerin Clinton kritisierte auf der Münchner Sicherheitskonferenz das Veto scharf und prophezeite eine weitere Eskalation der Gewalt. Am Nachmittag hatte der russische Außenminister Lawrow noch die Möglichkeit ins Spiel gebracht, die Abstimmung zu verschieben.
Von Paul-Anton Krügermehr...
Im Käfer-Restaurant treffen sich die Teilnehmer der Sicherheitskonferenz zum Dinner. Man sonnt sich im Licht der Weltpolitik, spricht über Fußball und Trinkkultur - und hat dennoch jede Menge Stress.
Von Philipp Cronemehr...
In wenigen Stunden soll im UN-Sicherheitsrat über eine Verurteilung Syriens abgestimmt werden. Doch auf der Sicherheitskonferenz in Münchnen versucht Sergej Lawrow den Resolutions-Entwurf weiter abzuschwächen. Der Rücktritt Assads wird darin offenbar schon nicht mehr verlangt, der russische Außenminster allerdings gibt sich damit noch nicht zufrieden.
Von Paul-Anton Krügermehr...
Die Kälte ist unerbittlich, doch die Gegner der Münchner Sicherheitskonferenz lassen sich davon nicht beeindrucken. Mehr als 1000 Menschen gehen gegen Krieg und Rüstungsexporte auf die Straße - mit phantasievollen Kostümen und jeder Menge Wut im Bauch. In Bildern.
Von Tobias Dorfermehr...
Meinung
Asien rückt immer stärker in den Fokus amerikanischer Außenpolitik - erst vor kurzem haben die USA eine neue langfristige Militärstrategie bekanntgegeben. Zusätzlich sollen die Ressourcen für Diplomatie, Handel und Sicherheit in Asien aufgestockt werden. China begegnet der neuen Strategie misstrauisch, Nordkorea lehnt sie ganz ab.
Ein Kommentar von David Shambaugh, Washington D.C.mehr...
Während das Assad-Regime in Homs mit Granaten Zivilisten tötet, stellt sich der russische Außenminister hinter Damaskus: Sergej Lawrow kündigte einen "weiteren Skandal im UN-Sicherheitsrat" an, sollte der vorliegende Resolutions-Entwurf zur Abstimmung kommen. Auf der Münchner Sicherheitskonferenz versucht US-Außenministerin Clinton, Lawrow noch umzustimmen.
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