Längst ist Jan Ullrich vom Internationalen Sportgerichtshof als Dopingsünder schuldig gesprochen. Für Eurosport bloggt er aber noch immer als Experte für Radsport. Der Sender sieht darin kein Problem - und beschert sich wertvolle Aufmerksamkeit.
Von Andreas Henningsmehr...
Der Internationale Sportgerichtshof Cas urteilt gegen Jan Ullrich: Die Richter erachten eine Verstrickung des früheren Radsport-Profis in die Doping-Affäre um den spanischen Mediziner Eufemiano Fuentes für erwiesen. Sie sperren Ullrich für zwei Jahre und erkennen ihm alle seine Ergebnisse seit Mai 2005 ab. Darunter ein dritter Platz bei der Tour de France. Sein Manager kündigt nun eine Stellungnahme an.
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Knapp zwölf Stunden nachdem der Sportgerichtshof Cas sein Urteil gegen Jan Ullrich gefällt hat, meldet sich der frühere Radprofi zu Wort. Auf seiner Homepage gibt Ullrich zu, in Kontakt mit dem mutmaßlichen Dopingarzt Fuentes gewesen zu sein. Ein wirkliches Schuldeingeständnis ist die Erklärung aber nicht.
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"Ich habe kein Vertrauen mehr", sagt Ullrich und nutzt die Zeit zu einer Generalabrechung mit Journalisten und Vernatwortlichen. Dem Radsport will er erhalten bleiben - in anderer Funktion.
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Der Österreichische Radsportverband hat dem unter Dopingverdacht geratenen deutschen Radsport-Profi Jan Ullrich eine Lizenz für die kommende Saison in Aussicht gestellt. Zuvor hatte Ullrich seinen Austritt aus dem Schweizer Verband erklärt.
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Der ehemalige Radprofi hat nach 15 Monaten wieder an einem Radrennen teilgenommen. Bei der Benefiz-Veranstaltung sagte Ullrich: "Ich glaube, heute kann ich keinen stören oder schädigen".
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Der Amerikaner hat Radsportgeschichte geschrieben: Als zweiter Fahrer nach Miguel Indurain gewann er fünf Mal in Folge die Tour de France. Danach sprach er über seine Fitnessprobleme, die Niederlage im ersten Zeitfahren - und seinen Respekt vor Jan Ullrich.
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Die am Donnerstag eingetroffene außerordentliche Kündigung des Fahrervertrages will der in Dopingverdacht geratene T-Mobile-Kapitän jedoch nicht akzeptieren.
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Das Hin und Her hat ein Ende: Nach einem kurzen Zwischenspiel bei Bianchi kehrt Jan Ullrich zum Telekom-Rennstall zurück. "Rein sportliche Gründe" haben den Ausschlag für den Wechsel gegeben.
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"Von den Durchsuchungen und Beschlagnahmungen sind meine Frau Sara und ich tief betroffen", sagte der ehemalige Tour-de-France-Sieger nach seiner Rückkehr.
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Olympiasieger der früheren DDR müssen nicht um ihre Goldmedaillen bangen, auch wenn ihnen später Doping nachgewiesen worden ist oder sie es selbst gestanden haben. Dagegen muss Jan Ullrich, Olympiasieger 2000 in Sydney, weiter zittern.
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Das Fax, auf dem sein Name auftaucht. Der spanische Radsportverband, der ein Verfahren anstrebt. Der Arzt, der die einstweilige Verfügung anficht. Es wird eng für den Radstar.
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Nach Ansicht der Bonner Staatsanwaltschaft steht ein Doping-Vergehen fest. Die Behörde hatte sich mit Ullrich geeinigt, die Ermittlungen wegen des Betrugsverdachts zum Nachteil seines ehemaligen Sponsors einzustellen.
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Das sechsstellige Strafgeld an gemeinnützige Institutionen und die Staatskasse und die Herausgabe von Beweismitteln sind der Preis für die Einstellung des Verfahrens wegen "Täuschung und Betruges zum Nachteil seiner Arbeitgeber" Telekom/T-Mobile durch Doping.
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Seine Lebensgefährtin Gabi Weis hat ein gesundes Baby zur Welt gebracht. "Ich bin der glücklichste Mensch der Welt", freut sich der Radprofi, aber geheiratet wird immer noch nicht.
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Die Beschwerden seien inzwischen abgeklungen. Wegen zwei Knieoperationen 2002 hatte Ullrich mehr als ein Jahr pausieren müssen. Seine diesjährige Wettkampfsaison wird er am 4. April beim Circuit de la Sarthe in Westfrankreich beginnen.
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