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100 Mal Tour de France:Höllenspektakel zwischen Heldentum und Betrug

Um kein anderes Radrennen ranken sich so viele Mythen: In diesem Jahr startet die 100. Auflage der Tour de France.Triumphe, Tragödien, Kuriositäten und haarsträubende Betrügereien - die Geschichte des berühmtesten Radrennens der Welt.

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100 Mal Tour de France:Mörder

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Quelle: AFP

Um kein anderes Radrennen ranken sich so viele Mythen: In diesem Jahr startet die 100. Auflage der Tour de France.Triumphe, Tragödien, Kuriositäten und haarsträubende Betrügereien  - die Geschichte des berühmtesten Radrennens der Welt.

22 Stunden Quälerei: Im Jahr 1910 stehen zum ersten Mal Hochgebirgsetappen auf dem Programm der Tour de France. Eine wahnwitzige Idee, denn zu Beginn des 20. Jahrhunderts gibt es weder Gangschaltungen an den Rädern, noch befestigte Straßen in den Pyrenäen. Doch die härteste Rundfahrt der Welt soll ihrem Namen gerecht werden. So führt die erste richtige Bergetappe der Tour über vier extreme Anstiege - Peyresourde, Aspin, Tourmalet und Aubisque - durch Geröllwusten und schneebedeckte Landschaften über insgesamt 326 (!) Kilometer nach Bayonne. Etappensieger Octave Lapize fährt als Zweiter über den finalen Pass und schreit den Verantwortlichen zu: "Ihr seid alle Mörder. Jawohl: Mörder!". Zuletzt erreicht ein gewisser Georges Chauvry das Ziel in Bayonne - nach 22 Stunden Quälerei.

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100 Mal Tour de France:Der "alte Gallier" und der Gabelbruch

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Quelle: imago sportfotodienst

Der "alte Gallier" und der Gabelbruch: Auf dieser Tour passiert immer wieder Verrücktes - doch so schräg wie 1913 wurde es selten. Eugène Christophe, einer der besten Radfahrer seiner Zeit, fährt bei der Etappe über den Col du Tourmalet auf dem ersten Platz. Auf der Abfahrt bricht an seinem Fahrrad die Gabel, Christophe muss sein Arbeitsgerät 14 Kilometer zur nächsten Schmiede schieben. Materialwagen gibt es noch nicht und fremde Hilfe ist in der Frühphase der Tour de France streng untersagt.

Handwerklich begabt wie Christophe ist, repariert er sein Rad unter den Augen anfeuernder Zuschauer und eines Kontrolleurs unter völliger Erschöpfung selbstständig. Bis zum Ziel verliert der "alte Gallier", wie er später genannt wird, über zwei Stunden auf die Spitze. Zu allem Überfluss bekommt er von den Verantwortlichen noch eine Zeitstrafe von einer Minute aufgebrummt, weil ein Junge in der Schmiede den Blasebalg bediente. Bedient ist ob der irrsinnigen Entscheidung auch Christophe und quittiert die Entscheidung mit nicht jugendfreien Ausdrücken.

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100 Mal Tour de France:Der verhängnisvolle Wein

TOUR DE FRANCE-ALGERIE-ZAAF

Quelle: AFP

Der verhängnisvolle Wein: Dass man nicht betrunken Auto oder Fahrrad fahren sollte, weiß eigentlich jeder. Doch Abdel Kader Zaaf scheint das 1950 egal zu sein. Auf der Etappe von Perpignan nach Nimes liegt der Algerier zusammen mit Marcel Molinès weit vor dem Feld in Führung. Völlig erschöpft durch die Hitze, genehmigt sich Zaaf vor einem Straßencafé zwei Flaschen Weißwein zur Stärkung. Schon wenig später muss er dem Besäufnis Tribut zollen und schläft unter einem Baum ein. Völlig verwirrt nach dem Nickerchen will Zaaf das inzwischen enteilte Feld wieder einholen - doch er fährt aus Versehen zurück zum Start nach Perpignan.

Zaaf selbst erzählt den Vorgang später anders: Ein Zuschauer habe ihm eine Flasche gereicht, dessen Inhalt ihm nicht bekommen sei. Zaaf sei schwindelig geworden, er sei vom Rad gestürzt, Zuschauer hätten ihn unter einen Baum gelegt und ihm Wein eingeflößt. Wie es wirklich wahr, wird wohl nicht mehr geklärt werden. Sicher ist jedoch, dass Zaaf am nächsten Tag nicht mehr am Rennen teilnahm.

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100 Mal Tour de France:Tod am Mont Ventoux

Tour de France - Tom Simpson

Quelle: dpa

Tod am Mont Ventoux: Viele sprechen vom "Tag, als die Tour ihre Unschuld verlor". Tom Simpson, Weltmeister von 1965, will an diesem 13. Juli 1967 nicht nur die Etappe von Marseille nach Carpentras gewinnen, sondern auch den ersten britischen Sieg bei der Tour schaffen. Mehr als acht Minuten hat er Rückstand auf das Gelbe Trikot, so muss er es auf dem Anstieg zum Mont Ventoux versuchen. 40 Grad zeigt das Thermometer, und die im oberen Teil baumlose Geröllwüste des Ventoux bietet keinerlei Schatten. Zwei Kilometer vor dem Ziel stürzt Simpson vom Rad, lässt sich jedoch wieder auf sein Sportgerät setzen. Nach ein paar Metern im Zickzackkurs fällt Simpson ein weiteres Mal. "Put me back on my bike" soll er angeblich noch gesagt haben. Dann ist der 29-Jährige tot. Amphetamine, Betäubungsmittel und Alkohol wurden in seinem Blut gefunden. Die Tour erlebt ihren ersten tragischen Verlust durch Doping - die Show geht trotzdem weiter.

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100 Mal Tour de France:Die Ära das Kannibalen

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Quelle: AFP

Die Ära das Kannibalen: Der große Dominator der frühen 70er-Jahre war zweifellos Eddy Merckx. Fünf Siege bei der Grande Boucle bedeuten zusammen mit Jacques Anquetil, Bernard Hinault und Miguel Indurain seit Armstrongs Verurteilung wieder Rekord. Von 1969 bis 1972 konnte Mercks sogar vier Mal in Folge triumphieren, dazu kommt der Sieg aus dem Jahr 1974. Auch bei den meisten Etappensiegen (34) und den meisten Tagen in Gelb (111) liegt der Belgier klar an der Spitze. Wegen seiner extremen Dominanz (er gewann auch fünf Mal den Giro d'Italia, ein Mal die Vuelta, drei Mal die Weltmeisterschaft und zahlreiche andere Rennen) wurde er auch "Kannibale" genannt.

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100 Mal Tour de France:Kalte Wachablösung

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Quelle: AFP

Kalte Wachablösung: Die Tour de France 1986 ist geprägt vom Duell zwischen den beiden Teamkollegen bei La Vie Clair, Bernard Hinault (re.) und Greg LeMond. Doch eigentlich sollte es dieses Duell gar nicht geben. LeMond hätte schon im Vorjahr seinen ersten Toursieg feiern können, stellte seine eigenen Ambitionen jedoch zurück und half Hinault, seine fünfte Frankreich-Rundfahrt zu gewinnen. Der wiederum versprach LeMond, sich 1986 in seinen Dienst zu stellen. Hinault witterte jedoch die große Chance, als erster Fahrer zum sechsten Mal bei der Tour triumphieren zu können und eroberte in den Pyrenäen das Maillot Jaune des Gesamtführenden. Doch LeMond war in diesem Jahr zu stark, holte sich in den Alpen das Gelbe Trikot von seinem Teamkollegen und behielt es bis Paris. In Erinnerung bleibt vor allem die Etappe nach Alpe d'Huez, als der Amerikaner seinem Teamkollegen trotz einiger Angriffsversuche den Etappensieg überließ und beide Hand in Hand die Ziellinie überquerten.

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100 Mal Tour de France:Der Thriller von 1989

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Quelle: AFP

Der Thriller von 1989: "Es müsste schon ganz dumm kommen", bemerkt der Gesamtführende Laurent Fignon vor dem abschließenden Zeitfahren der Tour de France 1989. Auf nur 24,5 Kilometern ganze 50 Sekunden Vorsprung auf Greg LeMond zu verspielen, das wäre schon sehr erstaunlich. LeMond, Toursieger von 1986, ist nach einem beinahe tödlichen Jagdunfall und zweijähriger Pause zum ersten Mal wieder in Frankreich am Start und hat mit Platz zwei in der Gesamtwertung ein bisher außerordentliches Comeback abgeliefert. Die Herzen der Franzosen gehören trotzdem ihrem Landsmann Fignon, der die Frankreich-Rundfahrt 1983 und 1984 gewinnen konnte. Alles sieht nach dem dritten Sieg für den sympathischen Brillenträger aus.

Doch wie so oft kommt es zur Überraschung: LeMond fährt zum ersten Mal bei der Grande Boucle mit einem Aerolenker, den sonst nur Triathleten benutzen, und liegt drei Kilometer vor dem Ziel nur noch fünf Sekunden hinter Fignon. Auf den letzten Metern holt der Amerikaner alles aus sich heraus und hat am Ende acht Sekunden Vorsprung auf den Franzosen. Nach über 3.200 Kilometern sind das umgerechnet 82 Meter. Fast nichts, aber das ist egal.

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100 Mal Tour de France:Das Peloton vereint in Trauer:

TOUR DER FRANCE 13. ETAPPE

Quelle: DPA/DPAWEB

Das Peloton vereint in Trauer: Es ist die 15. Etappe der Tour de France 1995 und sie wird als eine der traurigsten in die Geschichte eingehen. Der Italiener Fabio Casartelli verunglückt im Alter von 24 Jahren tödlich. Die Etappe beginnt ruhig, gilt der Col de Portet d'Aspet doch nur als Aufwärmprogramm für die anderen großen Herausforderungen wie Peyresourde, Aspin und Tourmalet. Fabio Casartelli, Olympiasieger von Barcelona 1992, hat keine Ambitionen in der Gesamtwertung und hält sich im Renngeschehen daher zurück. In einer Linkskurve auf der rasanten Abfahrt stürzen plötzlich einige Fahrer. Casartelli bleibt zusammengekrümmt liegen, aus seinem Kopf fließt Blut. Er ist ohne Helm (nur drei von 121 Fahrern tragen an diesem Tag einen) gegen die scharfkantige Begrenzungsmauer geprallt. Auf dem Flug mit dem Hubschrauber ins Krankenhaus von Tarbes bleibt sein Herz drei Mal stehen, doch der Arzt kann ihn stets zurückholen. Die Kopfverletzungen sind jedoch zu schlimm, Casartelli hat keine Chance.

Casartellis Frau bittet sein Team Motorola, darunter auch der junge Lance Armstrong, die Tour zu Ende zu fahren. Auf der Etappe nach Pau am nächsten Tag greift kein Fahrer an, Casartellis Team fährt geschlossen über die Ziellinie. Es ist der dritte Todesfall der Tour de France nach Francisco Cepeda auf der Abfahrt vom Col du Galibier 1935 und Tom Simpson 1967.

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100 Mal Tour de France:Jan Ullrich triumphiert

JAN ULLRICH WAVES ON THE PODIUM AFTER WINNING TOUR DE FRANCE

Quelle: REUTERS

Jan Ullrich triumphiert: Der einzige Sieg eines Deutschen bei der Tour de France liegt nun schon 16 Jahre zurück. Jan Ullrich, Zweiter des Vorjahres hinter Teamkollege Bjarne Riis, ist auch in diesem Jahr zunächst nur als Helfer für den Dänen vorgesehen. Riis kann jedoch nicht an die starken Leistungen von 1996 anknüpfen, Ullrich präsentiert sich dagegen in blendender Form. Auf der Etappe nach Arcalis in Andorra darf der 23-jährige Deutsche frei fahren, siegt im Hochgebirge und streift sich zum ersten Mal das Gelbe Trikot über. Im Zeitfahren von Saint Etienne demütigt er seine Rivalen mit einer überragenden Leistung und baut auch auf den Alpen-Etappen seinen Vorsprung aus.

In Paris hat Ullrich über neun Minuten Vorsprung auf den zweitplatzierten Richard Virenque, es ist der deutlichste Sieg seit 1984. In Deutschland löst Ullrich einen nie dagewesenen Radsport-Boom aus. Mittlerweile haben fast alle Mitglieder des damaligen Teams Telekom EPO-Missbrauch zugegeben, sogar Ullrich, der lange schwieg, gestand, dass er sich bei Dopingarzt Eufemiano Fuentes behandeln ließ. Sein Sieg steht daher rückblickend in einem ganz anderen Licht.

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100 Mal Tour de France:Der Festina-Skandal

FESTINA RIDER RICHARD VIRENQUE CRIES FOLLOWING MEETING WITH RACE DIRECTOR

Quelle: REUTERS

Der Festina-Skandal: Die Tour de France 1998 und der Skandal um das Team Festina läuten das Jahrzehnt des Dopings ein. Drei Tage vor dem Start der 85. Frankreich-Rundfahrt in Dublin wird der Mannschaftswagen des Festina-Masseurs Willy Voet auf der französisch-belgischen Grenze angehalten. Auf dem Weg in die irische Kapitale befinden sich in Voets Auto etwa 500 verbotene Dopingpräparate, darunter 234 Epo-Ampullen. Es folgen Ermittlungen und etliche Verhöre, bis das komplette Team Festina um die Spitzenfahrer Richard Virenque (im Bild) und Alex Zülle vor der siebten Etappe von der Tour ausgeschlossen wird. Später gerät auch das Team TVM ins Visier der Dopingfahnder. Die Fahrer beider Teams werden teils nachts aus ihren Hotelzimmern geholt und vernommen. Die Fahrer-Kollegen streiken, fünf weitere Teams ziehen sich von der Tour zurück.

Ernsthafte Konsequenzen bleiben aus: Das Spektakel geht weiter. Sportlich erlebt Titelverteidiger Jan Ullrich auf der Etappe nach Les Deux Alpes seinen schlimmsten Einbruch und verliert das Gelbe Trikot an den späteren Sieger Marco Pantani. Dieser wird beim Giro d'Italia 1999 ebenso des Dopings überführt, wie später auch der gesamte Telekom-Rennstall von Ullrich.

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100 Mal Tour de France:Alpe d'Huez

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Quelle: AFP

Alpe d'Huez: Das absolute Highlight der Tour. Mehr als eine halbe Million Fans bilden den Fahrern ein nur schwer zu durchschauendes Spalier auf ihrem Weg hinauf in den berühmten Skiort. Allein der Anstieg stellt für die Fahrer eine große Herausforderung dar: 13,8 Kilometer bergauf bei 7,9 Prozent Steigung. Und das meist nach einigen Stunden und weiteren Anstiegen in den Beinen. Doch es sind auch die 21 Kehren selbst, die den "Mythos Alpe d'Huez" ausmachen. Zunächst als "Berg der Holländer" bezeichnet (acht der ersten 14 Austragungen gingen an niederländische Fahrer), dominierten in den 1990er-Jahren die italienischen Fahrer.

1999 ereignete sich eine kuriose Szene, als 800 Meter vor dem Ziel der Führende Guiseppe Guerini mit einem fotografierenden Fan kollidierte und stürzte. Guerini konnte sich wieder aufrappeln und gewann die Etappe. Ein Triumph auf der Alpe kann nicht nur wichtig im Hinblick auf den Gesamtsieg sein, er ist auch immer mit viel Ruhm verbunden. Alle Sieger bekommen eine Tafel in einer der 21 Kehren und sind somit für immer mit dem Berg verknüpft.

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100 Mal Tour de France:Ullrich stürzt in den Abgrund

TOUR DE FRANCE 13. ETAPPE STURZ ULLRICH

Quelle: DPA/DPAWEB

Ullrich stürzt in den Abgrund: Rasante Abfahrt vom Col du Peyresourde bei der Tour 2001, Jan Ullrich und Lance Armstrong stürzen sich den Berg hinunter. Vor ihnen eine Linkskurve. Armstrong bremst, Ullrich nicht. "Ich hatte 80 Sachen drauf und plötzlich das Gefühl, dass meine Bremsen nicht richtig funktionierten", gab Ullrich später zu Protokoll. Im nächsten Augenblick ist der Deutsche weg. Kopfüber in die Tiefe gestürzt. "Den kannst du abhaken", dachte sich Lance Armstrong damals. Doch Ullrich kletterte mitsamt Rad unverletzt über die Leitplanke und setzte das Rennen fort. Er hatte offenbar gesehen, dass keine blanken Felsen auf ihn warteten, und entschied sich daher für den Sturz ins weiche Gras anstelle eines Zusammenpralls mit der Leitplanke. Statt nun richtig Tempo zu machen, wartete Armstrong, bis sein Konkurrent um den Gesamtsieg wieder aufgeschlossen hatte und fragte nach seinem Zustand. "Jan Ullrich ist ein tough guy. Es gibt nicht viele, die nach solch einem Sturz so hart weiterfahren", zollte der Amerikaner seinem härtesten Widersacher Respekt.

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100 Mal Tour de France:Mysteriöser Husarenritt

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Quelle: AFP

Mysteriöser Husarenritt: Die Austragung 2006 ist als wohl schwärzeste Tour in die Geschichte eingegangen. Vor Beginn der Rundfahrt werden die Favoriten Jan Ullrich und Ivan Basso wegen des Dopingskandals um den Mediziner Eufemiano Fuentes vom Rennen ausgeschlossen. Neuer Favorit ist neben einigen Geheimtipps plötzlich der US-Amerikaner Floyd Landis, ehemaliger Teamkollege von Lance Armstrong. Auf der 17. Etappe nach La Toussuire bricht Landis jedoch ein und verliert auf Tagessieger Michael Rasmussen über zehn Minuten. Des Amerikaners letzte Chance: Die Alpenetappe nach Morzine am nächsten Tag. Dort zeigt sich Landis wieder vollkommen erholt, greift direkt nach dem Start an und fährt in überlegener Manier über fünf Stunden lang alleine zum Sieg. Die Welt ist verwundert über diesen unerwarteten Coup. Im abschließenden Zeitfahren überholt Landis auch den Gesamtführenden Oscar Pereiro und gewinnt damit die Tour de France 2006. Nur drei Tage nach Ende der Rundfahrt wird jedoch Gewissheit: Landis war mit Testosteron gedopt, sein Titel fällt dem Zweitplatzierten Pereiro zu.

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100 Mal Tour de France:Der erste britische Gesamtsieg

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Quelle: AFP

Der erste britische Gesamtsieg: Lange präsentierte sich keine Mannschaft mehr so geschlossen stark wie Team Sky 2012. Mit Bradley Wiggins gewann zum ersten Mal ein britischer Fahrer die Tour de France, sein Teamkollege Chris Froome wurde Zweiter. Dazu kommen sechs Etappensiege (drei von Mark Cavendish, zwei Mal Wiggins, ein Mal Froome).

Überschattet wurde die Tour 2012 aber wieder von zwei Dopingfällen. Am ersten Ruhetag wurde Cofidis-Profi Rémy Di Gregorio von Polizeibeamten wegen des Vorwurfs des organisierten Handels mit Dopingmitteln verhört. Sein Team suspendierte Di Gregorio darauf umgehend. Eine Woche später wurde bei Fränk Schleck eine "anormale" Dopingprobe entnommen. Die Probe des Tour-Dritten von 2011 wies Spuren des Diuretikums Xipamid auf. Sein Team RadioShack-Nissan zog den Luxemburger darauf von der Frankreich-Rundfahrt zurück.

© SZ.de/ckr/jbe/rus

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