Deutschland steigt aus: Als Reaktion auf die Katastrophe von Fukushima hat die schwarz-gelbe Regierung die im Herbst 2010 beschlossene Laufzeitverlängerung gekippt und sich auf einen Fahrplan für einen endgültigen Ausstieg aus der Kernkraft geeinigt. Aktuelle Entwicklungen, Hintergründe und Analysen zur Energiewende der Bunderegierung.
Ja, auch auf den Philippinen gibt es ein Atomkraftwerk - nur wurde es in 28 Jahren nicht in Betrieb genommen. Bis es so weit ist, führen Ingenieure Touristen durch den Meiler.
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Janine Böhmmehr...
Verfechter der Atomkraft warnten stets, dass der Atomausstieg Deutschland die Klimabilanz verhageln würde. Zu Unrecht, wie nun eine Bilanz des Umweltbundesamtes für das Jahr 2011 zeigt: Obwohl sieben Atomkraftwerke vom Netz gingen und die Wirtschaftsleistung anzog, stieß die deutsche Industrie weniger Treibhausgase aus als 2010.
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Markus Balsermehr...
Deutschland verabschiedet sich aus der Atomtechnologie, die USA steigen wieder ein: Erstmals seit mehr als 30 Jahren genehmigt die amerikanische Atomaufsicht wieder den Bau neuer Reaktoren. Pläne für 20 weitere Kernkraftwerke liegen schon in der Schublade - Bill Gates treibt dabei ein futuristisches Projekt voran.
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Benjamin Rombergmehr...
Erst die AKW abschalten und dann Atomstrom aus Frankreich kaufen - die Regierung Sarkozy warf Deutschland bei der Energiewende Heuchelei vor. Doch wegen der Kälte ist das stolze Atomland Frankreich jetzt ausgerechnet auf Energie vom Aussteiger Deutschland angewiesen.
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Michael Kläsgen, Parismehr...
Nach Fukushima kam der Kurswechsel: Vor einem halben Jahr trat das novellierte Gesetz zum Atomausstieg in Kraft, den die Regierung nach der Atomkatastrophe in Japan beschloss. Doch was ist bisher passiert? Gibt es genug Strom oder importiert Deutschland? Drohen Blackouts? Was kostet die Energiewende? Steigen die Preise? Fragen und Antworten.
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Hannah Beitzermehr...
Die FDP liegt in Umfragen weit unter fünf Prozent. Der stellvertretende Parteichef Holger Zastrow sagt im Interview mit Süddeutsche.de, die Schwäche der Partei resultiere aus falschen Prioritäten und der Hysterie um den "linksgrünen Zeitgeist". Der FDP-Mann aus Sachsen erklärt, warum ein Generalsekretär auch mal holzen darf und warum man manchmal sogar Hans-Dietrich Genscher widersprechen muss.
Interview:
Oliver Das Guptamehr...
Zur Bewältigung der Finanzkrise wollen die Grünen die Gutverdiener in Deutschland in die Pflicht nehmen. Die Delegierten auf dem Bundesparteitag in Kiel votierten für einen höheren Spitzensteuersatz und eine Vermögensabgabe, um den Haushalt zu sanieren. Einigen in der Partei gehen die Beschlüsse allerdings nicht weit genug.
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Während es im Wendland zu einer ersten Eskalation zwischen Atomkraft-Gegnern und Polizei kam, rollte der Zug mit elf Behältern mit hochradioaktivem Material ungestört Richtung Deutschland. Die Aktivisten rufen zu neuen Protesten. Indes hat der Zug im Saarland einen Zwischenstopp eingelegt.
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Gerade hat er noch gegen die deutsche Integrationspolitik gepoltert - jetzt legt der türkische Ministerpräsident Erdogan nach und schimpft über die stockenden Beitrittsverhandlungen mit der EU: Die Türkei werde "ungerecht behandelt" - insbesondere von Kanzlerin Merkel.
Kurzmeldungen
im Überblickmehr...
Deutschland findet Nachahmer: Belgien will von 2015 an die ersten Kernreaktoren vom Netz nehmen. Darauf haben sich die künftigen Koalitionsparteien verständigt. Tschechien dagegen geht den entgegengesetzten Weg: Es will das Atomkraftwerk Temelin nahe der Grenze zu Bayern erweitern.
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Sehr ambitioniert: CSU-Umweltminister Markus Söder will 2020 den Atomausstieg in Bayern geschafft haben - spätestens 2022. Die FDP nennt das völlig unrealistisch.
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M. Szymanskimehr...
Hartes Ringen im Ministerrat: Die CSU will den Atomausstieg bis 2022, die FDP will davon nichts wissen. Im Kabinett kam es zum Streit - und die Sitzung musste unterbrochen werden.
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Katja Auer und Mike Szymanskimehr...
Die japanische Regierung will erneuerbare Energien stärker fördern und bis 2020 ein Fünftel des Stroms aus grünen Quellen erzeugen. Die Kernkraftlobby wehrt sich, gerät aber durch Enthüllungen über Kungeleien zwischen Atomfirmen und Behörden immer mehr in die Defensive.
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Christoph Neidhart, Tokiomehr...
Das wird teuer: Die Energiewende treibt nach Meinung von Experten die Strompreise um bis zu fünf Cent pro Kilowattstunde nach oben - doch die Regierung relativiert das Problem noch.
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Keine Kernkraft, kein Gewinn: Weil die Regierung das Energieunternehmen EnBW mit dem Atomausstieg dazu verdonnert, zwei Altmeiler stillzulegen, brechen dem Energieunternehmen die Gewinne weg.
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Ein Land steigt aus der Atomkraft aus - und die Kommunen bleiben auf ihren Anteilen an Kernkraftwerken sitzen. Denn wer will sich an einem Reaktor beteiligen, der in wenigen Jahren vom Netz gehen muss? In München behilft man sich mit einer kreativen Taktik.
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Jan Bielickimehr...
Atomkraft, jein danke: Japans Ministerpräsident Kan denkt laut über einen Ausstieg aus der Kernenergie nach, doch Regierungssprecher Edano widerspricht: Die Abkehr von der Atomkraft sei nur eine "Hoffnung für die ferne Zukunft".
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Eigentlich soll das Geld aus dem Klimafonds ja helfen, die Umwelt zu schonen. Aber jetzt will die Bundesregierung damit ausgerechnet den Bau neuer Kohlekraftwerke fördern - dabei gelten die doch als echte Klimakiller.
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Der Atomausstieg wird aufgeweicht: Seit der Katastrophe von Fukushima sind sieben Atomkraftwerke abgeschaltet. Nun soll nach Einschätzung der Bundesnetzagentur eines wieder ans Netz gehen - als Reserve-Reaktor. Deutschland droht sonst eine Lücke bei der Stromversorgung.
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Markus Balsermehr...
Der Atomausstieg kam schnell - zu schnell für die Energiebranche. Die ist jetzt gespalten: Die Stadtwerke wollen Zuschüsse für den Bau neuer Kraftwerke haben und gehen damit auf Konfrontationskurs zu den Atomkonzernen. Der Machtkampf im Stromsektor ist voll entbrannt.
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Markus Balser und Michael Bauchmüllermehr...
Niederlage für Schwarz-Gelb im Bundesrat: Die Länderkammer hat den von der Regierung geplanten Steuervereinfachungen eine Absage erteilt. Das entsprechende Gesetz fand überraschend keine Mehrheit. Der Atomausstieg hat hingegen die letzte parlamentarische Hürde genommen. Doch auch da gab es erhebliche Kritik.
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Die Energiewende ist beschlossen, acht Atommeiler sind abgeschaltet: Aber was passiert, wenn der Strom fehlt? Die Bundesnetzagentur wappnet sich für den Ernstfall: Sie ermittelt deutschlandweit Kraftwerksreserven, um bei einem Engpass schnell reagieren zu können.
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Hat es die Koalition beim Atomausstieg an Diskussionskultur fehlen lassen? Bundespräsident Wulff hatte diesen Vorwurf erhoben und erntet nun Unverständnis. Er könne die Kritik des Staatsoberhauptes nicht nachvollziehen, sagte Unions-Fraktionschef Kauder. Er ist nicht der einzige Koalitionspolitiker, der sich gegen die Kritik wehrt.
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Atomkraftwerke werden abgeschaltet, die Energiewirtschaft muss sich nach neuen Quellen umschauen, Gebäude sollen energiesparender werden. Die beschlossene Energiewende betrifft nicht nur Unternehmen, auch Verbraucher werden die Folgen spüren. Die wichtigsten Maßnahmen.
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Markus Balsermehr...
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