In ihrem Roman „In die Schweiz“ schickt Emma Cline einen demenzkranken Mann auf eine letzte Reise. Während dessen Welt unschärfer wird, verliert auch der Leser auf geniale Weise die Orientierung.
Sterbehilfe
:Frankreichs Verfassungsrat billigt aktive Sterbehilfe – mit Vorbehalten
Die Freigabe der aktiven Sterbehilfe ist eines der größten sozialpolitischen Vorhaben von Frankreichs Präsident Macron. Nach dem Parlament stimmte jetzt auch der Verfassungsrat dem Gesetz zu.
Nach jahrelanger Debatte
:Frankreich erlaubt Sterbehilfe
Die Nationalversammlung beschließt, den assistierten Suizid unter Auflagen zu legalisieren. Es ist die letzte größere Reform, die Präsident Macron in seiner Amtszeit auf den Weg bringt.
Debatte
:Alter!
Das Gespräch kommt nun auch privat oft aufs Angstthema Rente. Tonlage: fröhlicher Fatalismus. Über letzte Boomer, Geburtenknick dank Smartphone und Sterbehilfe per Post.
Assistierter Suizid
:Sterbehilfe bei Demenz: Geht das überhaupt noch?
Für den assistierten Suizid in Deutschland gilt: Nur wer noch urteils- und entscheidungsfähig ist, darf ihn in Anspruch nehmen. Über ein Dilemma, das Betroffene zu frühen Entscheidungen drängt.
Assistierter Suizid
:Wie man Menschen beim Sterben hilft
Seit einigen Jahren besteht in Deutschland die Möglichkeit des assistierten Suizids. Das Interesse ist groß, die Sorgen sind es auch. Was also tun? Fragen an zwei Experten.
MeinungMedizin
:Der Tod darf kein Tabu sein
Viele Angehörige tun sich schwer damit, im Ernstfall im Sinne eines schwer kranken Patienten zu entscheiden. Mit frühen Gesprächen ließe sich das Leid am Lebensende oft verringern.
Assistierter Suizid
:„Ich halte diese Familie nicht mehr aus, ich halte den Schmerz nicht mehr aus“
Zwei Jahre lang kämpfte Noelia Castillo in Spanien darum, Sterbehilfe zu erhalten. Sie rang mit der Justiz, mit ihrem Vater, mit konservativen Christen. Nun hat sie unter Aufsicht von Ärzten ihr Leben beendet.
Sterbehilfe
:„Am Tag nach dem Tod der Kessler-Zwillinge hatten wir 700 Neuzugänge“
Das Interesse an assistiertem Suizid wächst. Warum mehr Frauen Sterbehilfe suchen als Männer und welche Rolle die Verwandtschaft spielt: Philosoph Dieter Birnbacher über den assistierten Suizid.
Medizin
:Manchmal müssen wir auch junge Menschen sterben lassen
So wie meinen 20-jährigen Patienten. Doch das zu akzeptieren, kann grausam sein. Folge 19 der SZ-Kolumne „Zwischen Leben und Abschied“ aus dem Alltag eines Intensivpflegers.
MeinungGesellschaft
:Menschen müssen sterben dürfen. Aber nur, wenn sie es wirklich wollen
Das Recht auf den eigenen Tod ist ein Grundrecht, das noch nicht geregelt ist. Politik und öffentliche Meinung sind da gespalten. Wie sollte es auch anders sein.
Medizin
:Ein gutes Ende?
Der selbstgewählte Tod der Kessler-Zwillinge zeigt das Dilemma am Lebensende: Glaube und ethische Prinzipien mögen hilfreiche Grundpfeiler sein, doch Pflegenotstand und die Angst vor Leid machen es schwer, einen angemessenen Weg zu finden.
Sterbehilfe
:Wie ist die gesetzliche Lage bei assistiertem Suizid?
Die Kessler-Zwillinge sind mit fremder Hilfe aus dem Leben geschieden. Das ist seit einigen Jahren erlaubt, doch weitgehend ungeregelt. Ein Gesetz ist überfällig – zumal die Zahl der Fälle steigt.
Prozess in Berlin
:Ein Arzt als Serienmörder?
Das Leid, der Lebenswille und der Tod wohnen gefährlich nah beieinander in der Welt des Johannes M. Der Palliativmediziner soll mindestens 15 Patienten ermordet haben. Vor Gericht wirkt er wie einer, der seinen eigenen Fall studiert.
MeinungGesellschaft
:Ein groß inszenierter Tod als würdiges Sterben?
Warum ein Wiener Journalist und Lehrer seinen Suizid öffentlich ankündigt, publiziert und vorab ausführlich kommentiert hat. Von der Kunst des Abschieds.
Ethik
:Darf man 17-Jährigen beim Sterben helfen?
Seit 2002 ist die Sterbehilfe in den Niederlanden legal. Nun wird dort intensiv darüber debattiert – weil sich immer mehr jüngere Menschen mit psychischen Leiden den Tod wünschen.
Medizinethik
:Wie sprechen Sie miteinander, Frau Professorin und Herr Bischof Wiesemann?
Sie ist eine der liberalsten Medizinethikerinnen des Landes, er der Bischof des weltberühmten katholischen Doms zu Speyer – das Geschwisterpaar Wiesemann. Ein Gespräch über die Frage, wie man in einer entzweiten Welt und trotz unterschiedlicher Positionen das Gemeinsame findet.
87-jährige Schauspielerin Christine Ostermayer
:Wie man das Alter aushält
Auf der Theaterbühne begeisterte sie jahrzehntelang das Münchner Publikum, ihr Kinofilm „Toni und Helene“ ist nun Comeback und Abschied zugleich: Christine Ostermayer hat ein langes Schauspielleben hinter sich. Privat tritt sie für Sterbehilfe ein.
Großbritannien
:Abgeordnete stimmen für Liberalisierung der Sterbehilfe
Ein umstrittener Gesetzentwurf, nach dem Suizidbeihilfe bei unheilbar kranken Erwachsenen künftig erlaubt sein soll, nimmt die erste Hürde im Londoner Parlament. Nicht nur die Kirchen warnen vor den Folgen der neuen Regelung.
„The Room Next Door“ im Kino
:Habt keine Angst
Pedro Almodóvars gefeiertes Filmdrama „The Room Next Door“ mit Julianne Moore und Tilda Swinton zeigt, was gegen das Endzeitgefühl der Gegenwart wirklich hilft: Freundschaft. Und Musik.
Sterbehilfe
:Ein Apparat, der den Sternen gefallen will
In der Schweiz ist erstmals eine sogenannte Suizidkapsel eingesetzt worden. Optisch erinnert sie an eine wilde Mischung aus Dampfbügeleisen, Tamagotchi und Sci-Fi-Kulissentrick.
Suizid-Kapsel
:Nur ein Knopfdruck
In der Schweiz, die für ihren liberalen Umgang mit Sterbehilfe bekannt ist, ist zum ersten Mal eine Frau in einer Suizid-Kapsel gestorben – obwohl diese auch dort als „nicht rechtskonform“ gilt. Das Land reagiert entsetzt, mehrere Beteiligte werden festgenommen.
Assistierter Suizid
:„Gut, wenn man einen Lebensplan hat - und eine Exit-Strategie“
Die Eltern des Schriftstellers Nicola Bardola haben sich gemeinsam für einen assistierten Suizid in der Schweiz entschieden. Ein Gespräch über die Frage: Wie stellen wir uns dem Lebensende?
„Ivo“ im Kino
:Keiner stirbt ganz allein
Ein Roadmovie über den Tod: Eva Trobisch erzählt in „Ivo“ wunderbar genau von einer Palliativpflegerin und den alltäglichen Widersprüchen dieses Berufs.
Medizin
:Sterbehilfe: Warum wir das Leben schützen müssen
Die Diskussionen über einen angeblich selbstbestimmten Tod sind unehrlich. Niemand kann sich "frei" das Leben nehmen. Eine Gegenrede.
Urteil zur Sterbehilfe
:Einen Monat nach der ersten Mail war die Patientin tot
Ein Arzt legt einer schwer depressiven 37-Jährigen eine tödliche Infusion. Nun ist er wegen Totschlags zu drei Jahren Haft verurteilt worden - obwohl Suizidhilfe seit vier Jahren nicht mehr strafbar ist. Der Fall zeigt: Es braucht dringend neue Regeln.
Medizinethik
:Sollten Menschen sterben dürfen, bevor sie leiden?
Viele Menschen überlegen, im Alter einer Demenz oder Gebrechlichkeit aus dem Weg zu gehen, mithilfe eines tödlichen Medikaments. Warum diese Gedanken ernstzunehmen sind.
Suizidprävention
:Neuer Ärger für Lauterbach
Eigentlich sollte die Bundesregierung bis Ende Januar vorschlagen, wie Bürgern mit Suizidgedanken besser geholfen werden kann. Die Frist ist verstrichen - und Union und FDP fordern den Gesundheitsminister zum Handeln auf.
Prozess gegen Charité-Kardiologen
:Sein Spitzname war „Priester“
Hat ein Kardiologe der Berliner Charité zwei schwerstkranke Menschen getötet oder nur ihr Leiden gelindert? Ein Prozess vor dem Berliner Landgericht lotet den Graubereich am Ende des Lebens aus.
MeinungAssistierter Suizid
:Bei der Sterbehilfe ist das deutsche Recht fast schon fahrlässig
Das Bundesverwaltungsgericht verweigert zwei Schwerkranken ein todbringendes Medikament. Und tut recht daran, denn ein so sensibles Thema verlangt dringend nach einem gesetzlichen Rahmen.
Bundesverwaltungsgericht
:Sterbewillige dürfen keine tödlichen Medikamente kaufen
Schwerkranke, die sterben wollen, könnten sich mit Natrium-Pentobarbital schmerzfrei töten. Eine amtliche Genehmigung für den Erwerb bleibt zwei Klägern jedoch gerichtlich verwehrt.
SZ-Podcast "Das Thema"
:Sterbehilfe: Wie lebt man dem geplanten Tod entgegen?
Ein Paar geht gemeinsam in den Tod - mit der Hilfe eines Vereins für Sterbehilfe. Die letzten Monate im Leben von Hannelore und Hubert von Werden.
Sterbehilfe
:Ihr letzter Sommer
Seit fünf Jahren ist Sterbehilfe in Deutschland erlaubt. Immer mehr Menschen entscheiden sich für einen assistierten Suizid. So wie Hannelore und Hubert von Werden. Wie lebt man dem Tod entgegen? Eine Begleitung
Leserbriefe
:Ringen um die Sterbehilfe
Beim Thema aktive Sterbehilfe diskutieren SZ-Leser nicht nur über das Ob, sondern auch darüber, wer die Verantwortung tragen soll.
Assistierter Suizid
:"Niemand soll sich überflüssig fühlen"
Der Deutsche Bundestag debattiert über Hilfe zum Suizid - und lehnt zwei Gesetzentwürfe ab. Damit bleibt das Thema für Betroffene in einer rechtlichen Grauzone. Doch einen Fortschritt gibt es.
MeinungSterbehilfe-Gesetz
:Auch hier kein Grund zur Eile
Es ist gut, dass im Bundestag keiner der beiden Entwürfe zum assistierten Suizid eine Mehrheit fand. Nicht nur aus inhaltlichen Gründen.
Berlin
:Gesetzliche Regelung zur Sterbehilfe im Bundestag gescheitert
Die Abgeordneten debattierten über zwei Vorschläge - einen liberalen und einen strikten. Für keinen der beiden Entwürfe findet sich eine Mehrheit.
Bundestagsabstimmung zur Suizidbeihilfe
:"Es ist eine Gratwanderung"
CSU-Bundestagsabgeordneter Andreas Lenz hätte sich gewünscht, dass die Entscheidung zur Reform der Sterbehilfe verschoben wird. Im Interview spricht der 42-Jährige darüber, warum er sich trotzdem für einen Entwurf entscheiden wird.
MeinungAssistierter Suizid
:Hilfe auf dem letzten Weg
Diese Woche entscheidet der Bundestag über zwei Gesetzesvorschläge zur Sterbehilfe. Der eine ist zu konservativ, der andere zu liberal. Wichtig wäre zudem, die Prävention zu stärken.
SZ-Pflegekolumne: Auf Station, Folge 111
:Wenn es kein Hilferuf ist
In Sachen Suizidbeihilfe hat Pola Gülberg eine klare Meinung: Manche Patienten wollen einfach nicht mehr - dann sollte ihnen auch ein würdevolles Sterben ermöglicht werden. Leider hat sie auch schon andere Fälle erlebt, schuld ist die aktuelle Gesetzeslage.
Bundestag
:Wie Sterbehilfe neu geregelt werden soll
In der Debatte um ein Sterbehilfe-Gesetz rückt eine Einigung näher: Ein Kompromiss definiert, wie selbstbestimmtes Sterben in Deutschland künftig möglich sein könnte. Die wichtigsten Fragen und Antworten.
Aktive Sterbehilfe
:Der Mann, der zum Sterben in die Fremde fuhr
Guy Ménard wollte nicht mit der Nervenkrankheit ALS dahinsiechen, sondern wünschte sich ein selbstbestimmtes Lebensende. In Frankreich ist das nicht erlaubt. Doch kurz vor seinem Tod gab Präsident Macron ihm ein Versprechen.
Suizidprävention
:Das ignorierte Sterben
Der Staat tut zu wenig, um Selbsttötungen zu verhindern, beklagen Ethikrat und Experten. Tatsächlich gäbe es zahlreiche Mittel und Wege, um wenigstens einen Teil der etwa 9000 Opfer im Jahr zu retten.
Assistierter Suizid
:"Unser Anliegen ist es, den Tod nicht weiter totzuschweigen"
Gunther Kachel vom Elisabeth-Hospizverein Dachau spricht im Interview über selbstbestimmtes Sterben und die rechtlichen Grundlagen dafür.
Justiz
:Sein letzter Wille
Seit 36 Jahren sitzt Kurt Knickmeier im Gefängnis. Nun hat er einen assistierten Suizid beantragt und sich damit bis zum Bundesverfassungsgericht geklagt. Aber muss der Staat Gefangenen helfen zu sterben? Die Geschichte eines Mörders, der sich umbringen will.
Trauer
:Die Wertschätzung des Lebens
Der Tod ist aus unserer Gesellschaft verschwunden und die Kirche leidet unter einem Relevanzverlust. Zeit zu fragen: Sollten wir uns mehr mit der Sterblichkeit beschäftigen?
SZ-Pflegekolumne: Auf Station, Folge 76
:Wann darf jemand auf der Intensivstation sterben?
Pola Gülberg über Patienten, die sie auf ihrem letzten Weg begleitet - und was das damit zu tun hat, dass sie manchmal gar nicht mehr Deutsch, sondern Spanisch spricht. Ohne es zu bemerken.
Sterbehilfe
:Freiheit und Verantwortung
Der Ethikrat veröffentlicht eine Stellungnahme zum Thema Suizid. Selbstbestimmte Entscheidungen seien zu respektieren, heißt es darin. Doch wann genau ist das der Fall? Darüber sind die Experten keineswegs einig.
MeinungSterbehilfe
:Es gibt ein Recht zum Leben, aber keine Pflicht
Es gehört zur Würde des Menschen, in Würde gehen zu können. Warum eine "Tötung auf Verlangen" auch straflose Sterbehilfe sein kann.
SZ MagazinLeben und Gesellschaft
:Eine Frau versucht zu sterben
Natalja Jaxen erfährt, dass sie eine unheilbare Nervenkrankheit hat. Sie beschließt, sich zu töten. Doch damit stößt sie auf viele Widerstände – und beginnt einen letzten Kampf.