Russsiches Atomzentrum von Waldbränden bedroht
Zwischenfall im Herbst

Auf der Spur der radioaktiven Wolke

Noch immer ist rätselhaft, wieso im Herbst eine Wolke leicht erhöhter Radioaktivität über Europa zog. Nun deuten Spuren nach Russland und Italien.

Von Patrick Illinger

Ruthenium

Erhöhte Radioaktivität über Europa kommt aus Russland

Im September war eine Freisetzung des Isotops Ruthenium-106 gemeldet worden. Die französische Atomaufsichtsbehörde vermutete einen Unfall im Südural. Russland dementierte das zunächst.

Von Julian Hans, Moskau

Russsiches Atomzentrum von Waldbränden bedroht 02:48
Ruthenium-106

Was die erhöhte Radioaktivität über Europa bedeutet

Im September sind in ganz Europa erhöhte Ruthenium-106-Werte gemessen worden. Die Spur führt nach Russland. Eine Gefahr für die Gesundheit besteht nicht, bedenklich ist allerdings etwas anderes.

Videoanalyse von Patrick Illinger

Ruthenium

Erhöhte Radioaktivität über Europa kommt aus Russland

Im September war eine Freisetzung des Isotops Ruthenium-106 gemeldet worden. Die französische Atomaufsichtsbehörde vermutet einen Unfall im Südural. Russland dementierte das zunächst.

Wassergesetz in Sachsen-Anhalt verabschiedet
Untersuchung

Radioaktivität im Trinkwasser schwer nachweisbar

Seit 2015 müssen Wasserversorger auch im Landkreis Freising Trinkwasser auf natürliche Radioaktivität untersuchen lassen.

Von Katharina Aurich

Atommüllendlager
Kernenergie

Atommüll unter die Erde in Australien?

Das weltweit erste Endlager für radioaktiven Müll könnte in Australien entstehen - ausgerechnet im Siedlungsgebiet von Aborigines. Völlig absurd, findet Umweltaktivist Dave Sweeney.

Interview von Horst Hamm

Atomunglück

Zufall verhinderte in Fukushima Explosion von Brennstäben

Das Atomunglück hätte fast zu einem großflächigen Fallout geführt, schreiben US-Forscher. Nur eine glückliche Fügung verhinderte wohl die "Kettenreaktion des Teufels".

Von Christoph Behrens

WWII-HISTORY-JAPAN-US 11 Bilder
Erster Atombombentest nahe Los Alamos

Der Tag, an dem die Sonne zweimal aufging

Vor 70 Jahren zündeten die USA in New Mexico die erste Atombombe. Der "Trinity Test" entfesselte die Gewalt von 21 000 Tonnen TNT - und war der Auftakt für Hiroshima und Nagasaki.

Strahlenbiologie

Volle kleine Dosis

Lebensgefährliche Radioaktivität: Wer im Atomkraftwerk arbeitet, bekommt immer etwas Strahlung ab. Doch diese ist gefährlicher, als man bisher dachte.

Von Christopher Schrader

Report
Atomruine von Tschernobyl

Ein Käfig für die Bestie

Die Atomruine von Tschernobyl bekommt ein neues Dach, das den Unglücksreaktor auf Jahrzehnte hinaus versiegeln soll. Ein Besuch vor Ort ist wie eine Zeitreise - der Meiler ist nicht die einzige üble Hinterlassenschaft sowjetischer Atomtechnik.

Von Patrick Illinger, Pripjat

6 Bilder
Bilder aus Tschernobyl

Strahlende Hinterlassenschaften

Radioaktive Fässer, verlassene Häuser, ein gespenstisch leerer Vergnügungspark - der Eintritt nach Tschernobyl ist wie die Reise in eine andere Welt.

Tokyo Electric Power Co.'s Fukushima Daiichi Nuclear Power Plant
Rückbau von Fukushima-1

Wohin mit dem verseuchten Wasser?

80 Milliarden soll der Fukushima-Abriss kosten. Das größte Problem ist aber der Umgang mit dem radioaktiv verseuchtem Wasser. Manche Experten raten, es einfach in den Ozean zu leiten. Eine Firma aus Kalifornien hat einen anderen Vorschlag.

Von Dennis Normile

Kunstpalais Erlangen Ausstellung "Radical Beauty" 8 Bilder
Ausstellung "Radical Beauty"

Schönheit im Schrecken

Was ist Schönheit? Die Konzeptkünstlerin und Fotografin Almut Linde findet die Anmut nicht in etwas Nettem an der Wand, sondern gerade dort, wo wir sie nicht vermuten: im Schlachthof, im Kernkraftwerk oder in Einschusslöchern.

Von Paul Katzenberger

Radioaktivität in Fukushima

Strahlende Ungewissheit

Undichte Tanks, brüchige Schweißnähte, Wärmebildkameras statt exakter Messgeräte. Der Umgang mit den gewaltigen Mengen radioaktiver Stoffe aus dem havarierten Atomkraftwerk Fukushima-1 ist so lax, dass ein deutscher Experte den Besuch der Anlage absagt: Das Vorgehen der Japaner macht ihm Angst.

Von Christopher Schrader

Fukushima-1 besteht aus sechs Reaktorblöcken, von denen vier 2011 zerstört wurden. Aber auch die noch intakten Reaktoren sollen stillgelegt werden.
Japanische Atomanlage Fukushima

Japan steckt weitere Millionen in Atomruine

Der japanische Atomkonzern Tepco bekommt die radioaktiven Lecks im havarierten Atomkraftwerk Fukushima-1 nicht in den Griff. Jetzt greift die Regierung bei der Sicherung der Anlage ein und will mehrere Millionen Steuergelder investieren.

Niedersachsen Asse Räumung Stephan Weil Atommüll Gorleben
Ministerpräsident in Niedersachsen

Weil will Atommülllager Asse räumen lassen

Tausende Fässer Atommüll lagern dort, wo sie nie hätten sein dürfen: Nun will der neue niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil das marode Atommülllager im Bergwerk Asse II räumen lassen. Doch die Bergung ist ein Wettlauf gegen die Zeit.

Severe mutations found in Fukushima butterflies
Nach Nuklearkatastrophe von Fukushima

Forscher beobachten Missbildungen bei Schmetterlingen

Strahlend blau und geformt wie ein Kleeblatt - so sehen die Flügel der Bläulinge normalerweise aus. In der Umgebung des havarierten Atomkraftwerks Fukushima-1 haben japanische Forscher jetzt Schmetterlinge dieser Art mit deutlichen Missbildungen beobachtet. Auch bei nachfolgenden Generationen wurden die Mutationen noch festgestellt.

Alarm bei der Feuerwehr

Münchner kauft auf Flohmarkt radioaktives Gerät

Auf einem Flohmarkt hat ein Münchner ein Gerät gekauft. Ein Bekannter wunderte sich und warnte, der Apparat könne radioaktiv verseucht sein. Der Mann ging zur Feuerwehr - und erlebte eine Überraschung.

Atomkatastrophe in Fukushima

UN-Experten sehen nur geringen Anstieg der Krebsrate

Wie gesundheitsschädlich ist radioaktive Strahlung? UN-Experten zufolge sind die Befürchtungen vieler Menschen nach der Havarie des Atomkraftwerks im japanischen Fukushima überzogen - zumindest, was eine Zunahme von Krebserkrankungen angeht. Gravierend seien hingegen die psychischen Folgen.

marie curie
Marie Curie

Zwei Nobelpreise für ein Leben

Sie war die erste Frau, die einen Nobelpreis erhielt, Pionierin der Physik und Chemie und eine der herausragendsten Persönlichkeiten des 20. Jahrhunderts: An diesem Montag vor 144 Jahren wurde Marie Curie geboren, vor 100 Jahren erhielt sie ihren zweiten Nobelpreis.

Zucht mit radioaktiver Strahlung

Die Atom-Gärtner

Lange Zeit züchteten Forscher neue Pflanzensorten mit Hilfe radioaktiver Strahlung. Sie wollten Pflanzen schaffen, die robuster waren und mehr Ertrag brachten. Die Nachfahren dieser Mutanten essen wir heute noch.

Von Hanno Charisius

Jod-131-Messungen

Radioaktive Strahlung über Europa

An mehreren Orten in Europa wurden in der Atmosphäre Spuren von radioaktivem Jod-131 gemessen. Das kurzlebige Isotop kann erst kürzlich freigesetzt worden sein. Zwar ist die gemessene Strahlung ungefährlich - doch die Herkunft gibt bislang Rätsel auf.

Erhöhte Strahlung in Tokio

Radioaktive Hotspots ängstigen Bewohner

Sportplatz, Schulhof und Kirche: Um Tokio werden immer mehr stark radioaktiv belastete Orte entdeckt, oft von besorgten Eltern, die selbst messen. Die Behörden versuchen zu beschwichtigen, benötigen aber neue Wege, mit den verstrahlten Orten umzugehen - die Japaner werden sich mit der erhöhten Radioaktivität einrichten müssen.

Von Christoph Neidhart, Tokio

Japan

Lieferstopp für Rinder aus Fukushima

In mehreren Fällen gelangte verstrahltes Rindfleisch aus der Umgebung des Katastrophenmeilers Fukushima-1 in Umlauf. Die Behörden reagierten zunächst zurückhaltend - nun erwägen sie doch einen Lieferstopp für Rinder aus der Region.

Schweizer Atomkraftwerk Leibstadt an der Grenze zu Deutschland
Leukämie und Atomkraft in der Schweiz

Kaum Hinweise auf erhöhtes Krebsrisiko durch AKWs

Die Daten von 1,3 Millionen Kindern haben Wissenschaftler der Universität Bern analysiert, um herauszufinden, ob Kleinkinder in der Umgebung von Atomkraftwerken häufiger an Leukämie erkranken. Tatsächlich ist die Zahl dort etwas größer. Doch das sei "mit dem Zufall vereinbar", sagen die Fachleute.

Von Markus C. Schulte von Drach