:Wie berechtigt ist die Dauerfehde gegen den Finanzausgleich?
Bayern beklagt unablässig die hohen Zahlungen zum Ausgleich der Finanzkraft unter den Ländern. Aber stimmt das überhaupt? Ein Fachmann hat für die SZ nachgerechnet.
Im Süden Deutschlands
:Drei „ziemlich geile Länder“ gegen den Rest
Der Bayer Markus Söder, der Hesse Boris Rhein und der Schwabe Manuel Hagel wollen Deutschland umkrempeln. Allerdings müsste Hagel erst einmal Ministerpräsident von Baden-Württemberg werden.
Länderfinanzausgleich
:Bayern zahlt mit 11,7 Milliarden Euro eine Rekordsumme
Bayerns Finanzminister Albert Füracker (CSU) fordert mit Nachdruck neuen Regelungen. Der Finanzkraftausgleich für die Bundesländer habe mittlerweile „ein absurdes Ausmaß angenommen“.
Sondervermögen für Infrastruktur
:Wohin die Bundes-Milliarden in Bayern fließen sollen
Gut sieben Milliarden Euro erhält der Freistaat in einer ersten Tranche des Sondervermögens. Und damit soll vor allem gebaut werden im Land. Doch andere Pläne rufen Fragen hervor.
Kommunaler Finanzausgleich
:Bayerns Städten geht die Puste aus – Ruf nach Soforthilfen
Die Geldnot einiger bayerischer Kommunen ist dramatisch. Kurz vor der finalen Verhandlungsrunde zum kommunalen Finanzausgleich melden sich sechs Städte mit Forderungen – es geht um mehr als Geld.
Söder bei „Markus Lanz“
:„Finden Sie das, was Herr Lanz sagt, gerecht?“
Der TV-Moderator versucht, den CSU-Chef in eine Debatte über soziale Gerechtigkeit und Vermögensungleichheit zu verwickeln. Doch der hat offenbar ein anderes Verständnis davon, was gerecht ist und was nicht.
Besuch auf Helgoland
:Warum Markus Söder von einer Insel in der Nordsee träumt
Weil der Freistaat führender Geldgeber im Länderfinanzausgleich ist, findet Ministerpräsident Markus Söder, dass Sylt und Helgoland bayerisch sein sollten. Nun macht er Ernst und kommt zu Besuch. Alles nur ein Scherz. Natürlich.
Protest aus Bayern
:In spätestens fünf Jahren: Söder droht mit Ausstieg aus Länderfinanzausgleich
Bayern zahlt mit großem Abstand am meisten in den Ländertopf – alleine heuer schon sechs Milliarden Euro. „Das machen wir nicht mehr mit“, sagt der Ministerpräsident.
Steuerausfälle
:Schwarz-Rot erkauft sich die Zustimmung zum „Investitionsbooster“
Nach einer Machtprobe kommt die neue Bundesregierung den Ministerpräsidenten weit entgegen. Die Länder bekommen acht Milliarden Euro und die ein oder andere Sporthalle. Auch die Kommunen können sich freuen.
Steuern
:Die Angst der Kommunen vor Schwarz-Rot
Kiel hat sich eine Haushaltssperre verhängt, auch viele andere Städte und Gemeinden stecken in finanzieller Not. Nun fürchten sie, dass es durch Steuerpläne der neuen Regierung noch schlimmer wird.
MeinungNein der FW zum Schuldenpaket
:Aiwangers Rache für Söders Demütigungen
Hubert Aiwanger und seine Freien Wähler werden die CSU noch eine Weile hinhalten und sich ihre Zustimmung zu den Plänen in Berlin abkaufen lassen. Das ist kein Wunder nach den ständigen Attacken von Markus Söder.
Streit um Finanzen
:Der Milliarden-Flop beim Länderfinanzausgleich
Bayern zahlt mal wieder den Löwenanteil des Milliardentransfers. Der Frust ist sehr verständlich, doch das heutige Modell geht ausgerechnet auf Horst Seehofer zurück – und seinen damaligen Finanzminister.
Korrektur nach Zensus
:Weniger Bayern als gedacht: Ein Mal Augsburg, einfach futsch
Der Zensus – die amtliche Volkszählung – ergab für den Freistaat fast 300 000 Einwohner weniger. Das hat Folgen für die Verteilung von Steuereinnahmen innerhalb Deutschlands und kostet den bayerischen Finanzminister 300 Millionen Euro im Jahr.
Haushaltspolitik
:1445 Euro pro Kopf - Bayerns Verschuldung steigt an
Von 2012 bis 2023 hat der Aufwuchs etwas mehr als 21 Prozent betragen. Im bundesweiten Vergleich der Schuldenquote schneiden die bayerischen Kommunen aber immer noch mit am besten ab.
Länderfinanzausgleich
:Bayern bleibt der größte Geber
Die Landesregierung zahlt zwar 700 Millionen Euro weniger, ist aber weiter Hauptmäzen der übrigen Bundesländer. Ministerpräsident Söder dürfte seinen Feldzug gegen den Finanzausgleich daher fortsetzen.
Deutschland
:Länderfinanzausgleich: Bayern zahlt erneut das meiste Geld ein
Mehr als 18 Milliarden Euro wurden in Deutschland 2023 umverteilt. Das von der CSU geführte Bundesland steuert den größten Betrag bei. Es ist allerdings nicht mehr ganz so viel wie im Jahr davor.
Landtagswahl
:Warum Bayern gegen den Finanzausgleich kämpft
Der Freistaat hat genug von dem Mechanismus und sogar vor dem Verfassungsgericht dagegen geklagt. Nur plumper Wahlkampf - oder ist doch etwas dran an den Argumenten?
Immobilien
:Die Länder haben keine Lust auf Lindners neue Grunderwerbsteuer
Der Bundesfinanzminister würde Wohneigentum gern billiger machen - und dafür auf Geld aus der Grunderwerbsteuer verzichten. Fragt sich: Geht das überhaupt? Und wie sinnvoll wäre es?
Finanzen
:"Es braucht mehr Geld daheim"
Rund zehn Milliarden Euro trat Bayern 2022 an andere Bundesländer ab. Nun klagt der Freistaat gegen den Länderfinanzausgleich.
Länderfinanzausgleich
:Grüne fordern von Staatsregierung Lösung statt Klage
Fraktionschef Hartmann wirft Ministerpräsident Söder und der CSU "Wahlkampfgetöse" und populistische Showpolitik vor.
Vor dem Flüchtlingsgipfel
:Milliardenstreit um die Migration
Vor dem Flüchtlingsgipfel im Kanzleramt fordern die Länder dringend mehr Unterstützung. Der Bund macht ungewöhnlich deutlich, dass bei ihm nichts zu holen sei.
Tarifabschluss im öffentlichen Dienst
:"Das geht an die Substanz"
Arme Kommunen fragen sich, wie sie die hohen Gehaltssteigerungen für Erzieher, Busfahrer und andere bezahlen sollen. Werden jetzt Müllgebühren erhöht und Schwimmbäder geschlossen? Ganz so einfach ist es nicht.
Länderfinanzausgleich
:Ein Evergreen christsozialer Streitrhetorik
Leser stören sich daran, dass die CSU immer wieder Wahlkampf mit dem komplexen Thema macht, aber auch daran, dass Zweifel an der Gerechtigkeit bestehen.
MeinungLänderfinanzausgleich
:Zahlt Bayern zu viel Geld?
Markus Söder kritisiert seit Wochen den Länderfinanzausgleich, es ist ja Wahlkampf. Das kann man nervig und unsolidarisch finden. Oder berechtigt in der Sache. Ein Pro und Contra.
ExklusivLänderfinanzausgleich
:Söder klagt gegen Söder
Bayerns Ministerpräsident poltert gegen eine Reform des Länderfinanzausgleichs, die er einst selbst mit aushandelte. Seine potenziellen Verbündeten halten allerdings nichts von dem Vorhaben.
Steuergeld
:Söder kündigt Klage gegen Länderfinanzausgleich an
Bayerns Ministerpräsident will auf dem Gerichtsweg das Umverteilungssystem zwischen den einzelnen Bundesländern ändern. "Es ist einfach nur noch unfair und ungerecht", sagt er.
Berlin-Kritik der CSU
:Ziemlich abgedroschenes Ablenkungsmanöver
Es ist Wahlkampf in Bayern, und da deutet die Mehrheitspartei lieber auf das, was in der Hauptstadt nicht klappt, als auf das, was daheim schiefläuft.
Interview
:Ist der Länderfinanzausgleich ungerecht?
Fast zehn Milliarden Euro trat Bayern 2022 an andere Bundesländer ab. Nun will Ministerpräsident Söder klagen. Ist das unsolidarisch oder wird Bayern tatsächlich geschröpft? Ein Gespräch mit dem Finanzwissenschaftler Thiess Büttner.
Bildungspolitik
:CSU will Lehrkräfte aus anderen Bundesländern anwerben
Um den Lehrermangel in Bayern zu bekämpfen, kündigt der Ministerpräsident eine Offensive an. Mit finanziellen Anreizen und Umzugshilfen will er junge Menschen in den Freistaat locken.
Finanzausgleich
:Bayern zahlt fast zehn Milliarden Euro an andere Länder
Im Jahr 2022 hat Bayern erneut mehr als die Hälfte des bundesweiten Finanzausgleichs bezahlt. Das soll aufhören, fordert die Regierung und droht seit Wochen mit einer Klage.
Kommunen
:Kein Geld für die Turnhalle
Städte wie Oberhausen, Pirmasens oder Mülheim an der Ruhr sind hoch verschuldet. Die steigenden Zinsen verschärfen die Situation. In den Kommunen fragt man sich: Wer hilft uns aus der Misere?
"Positives Zeichen"
:Lobende Worte für Staatsregierung
Städte und Gemeinden äußern sich zufrieden über den Finanzausgleich
Steuerausfälle der Länder
:Wer zahlt?
Wegen Corona werden die Bundesländer massiv weniger einnehmen. Um Steuerausfälle auszugleichen, wollen sie Kredite aufnehmen. Uneins sind sie in der Frage, wann und wie diese getilgt werden.
SZ Espresso
:Der Tag kompakt - die Übersicht für Eilige
Was heute wichtig war - und was Sie auf SZ.de am meisten interessiert hat.
Länderfinanzausgleich
:Bundestag beschließt Neuordnung der Bund-Länder-Beziehungen
Es geht um Schulen, Autobahnen, Steuerverwaltung: Die Reform war eines der größten Projekte der Regierungskoalition. Es hat Jahre gedauert, einen Kompromiss zu finden.
Finanzbeziehungen
:Helft den Kommunen!
Zu vielen deutschen Städten und Gemeinden fehlt Geld - obwohl die Aufgaben immer mehr werden. Es ist Zeit, alte Prinzipien zu überdenken.
Länderfinanzausgleich
:Der Föderalismus wird kaputt gemacht
Mit der großen Neuordnung der Finanzbeziehungen von Bund und Ländern wird der Finanzausgleich abgeschafft. Diese Reform ist ein sehr schlechtes Geschenk zum Grundgesetz-Geburtstag.
Länderfinanzausgleich
:Freie Fahrt
Union und SPD einigen sich im Streit um die geplante Autobahngesellschaft. Damit können die Finanzbeziehungen von Bund und Ländern neu geregelt werden.
Leserdiskussion
:Befürworten Sie ein zentralistischeres Deutschland?
Ein neues Gesetzespaket will den Länderfinanzausgleich abschaffen. Stattdessen soll der Bund von 2020 an jährlich 9,7 Milliarden Euro zusätzlich zahlen - und wichtige Kompetenzen und Weisungsbefugnisse der Länder übernehmen.
Länderfinanzausgleich
:Deutschland wird zentralistischer
Fast unbemerkt hat die Regierung einige Gesetze beschlossen, die dem Bund mehr Einfluss geben. Sie werden das Leben der Deutschen verändern.
Staatsfinanzen
:Wie sich Bund und Länder künftig die Ausgaben aufteilen
Wer ist für den Erhalt von Autobahnen zuständig? Wer für den Bau von Schulen? Und wer springt ein, wenn für Trennungskinder kein Unterhalt gezahlt wird? Die wichtigsten Punkte aus dem Bund-Länder-Finanzpakt.
Finanzpakt
:Bund und Länder ordnen ihre Finanzbeziehungen neu
"Im Grundsatz ist das heute ein Riesenschritt", verkündet Kanzlerin Merkel nach den Beratungen. Für 1,6 Millionen Alleinerziehende gibt es allerdings schlechte Nachrichten.
Debatte
:Bayern kann seine Autobahnen nicht mehr selbst bauen
Die Zuständigkeit liegt nach dem Deal zum Länderfinanzausgleich künftig beim Bund. Das kann Bayern viel Geld kosten
Länderfinanzausgleich
:Das Versagen der Länder
Viele Milliarden werden zwischen Bund und Ländern hin- und hergeschoben - und doch herrscht in manchen Regionen Elend. So konnte es nicht weitergehen, weshalb der neue Finanzpakt so übel nicht ist.
Staatsfinanzen
:Schäubles Opfer
Die reichen Länder müssen die armen kaum mehr unterstützen. Das macht jetzt der Bund. Finanzminister Schäuble hat versäumt, sich beim Thema Finanzausgleich Verbündete zu suchen. Mit Absicht?
Ihr Forum
:Wie bewerten Sie die Einigung im Länderfinanzausgleich?
Für CSU-Chef Horst Seehofer ist es der "wichtigste Erfolg für Bayern" in seiner gesamten Laufbahn. Nach 14-stündigen Verhandlungen haben sich Bundesregierung und Ministerpräsidenten aller 16 Länder auf eine Neuordnung der Bund-Länder-Finanzbeziehungen verständigt.
Finanzpakt
:Seehofer: Einigung bei Länderfinanzen "wichtigster Erfolg meiner gesamten Laufbahn"
Er konnte offenbar durchsetzen, dass Bayern künftig 1,3 Milliarden Euro weniger einzahlt. Um die Neuregelung der Finanzbeziehungen von Bund und Ländern von 2020 an wurde lange gerungen.
Länderfinanzausgleich
:Pflicht und Schuld
Die Länder fordern, dass der Bund ihnen mehr Geld überweist. Der gewährt ihnen einen Festbetrag - und pocht zugleich auf Solidarität. Denn Berlin, so heißt es, dürfe nicht die Rolle der finanzstarken Länder übernehmen.
Länderfinanzausgleich
:Schäubles Angebot
Wenn die Länder bereit sind, untereinander solidarisch zu sein, ist der Bund bereit, sich auf die Forderung der Länder nach deutlich höheren Zuschüssen einzulassen, sagt Schäuble. Doch Bayerns Ministerpräsident will erst noch einmal nachrechnen.
Debatte in der Union
:Seehofer beharrt auf bayerischen Positionen
Es geht in der Diskussion mit der Schwesterpartei CDU vor allem um die Beiträge Bayerns zum Länderfinanzausgleich, die Erbschaftssteuer und um die Einstufung sicherer Herkunftsstaaten.