:„Junge Menschen müssen lernen, was Demokratie ist“
Kerstin Inhülsen unterrichtet an einer Realschule in Mannheim. Sie lässt ihre Schüler viel mitbestimmen – sogar, wie sie geprüft werden wollen. Was hat sie als Lehrerin davon?
Bildung
:Wird das Bafög nun erhöht – oder doch nicht?
Die SPD zürnt, aber die Union hält sich alle Optionen offen: Trotz des Versprechens im Koalitionsvertrag ist die geplante Bafög-Erhöhung fraglich. Die wichtigsten Fragen und Antworten.
Debatte
:Sie sind dann mal weg
Bafög? Pah! Dazu Krisen und Zukunftsängste: Immer mehr junge Menschen verlassen Deutschland. Das ist nicht nur traurig, es ist gefährlich.
Hochschulbildung
:Bär sieht keine politische Mehrheit für Bafög-Reform – SPD kritisiert das
Die Union würde auf die Bafög-Reform gern verzichten. Es gibt zwar einen Gesetzentwurf – aber der hängt im Kabinett fest. Die zuständige Forschungsministerin Dorothee Bär rechnet nicht mehr mit der Reform. Die SPD sagt, das sei „schlicht falsch“.
MeinungHochschulen
:Bafög ist kein Nice-to-have, sondern für viele dringend nötig
Die Union würde die Reform der Ausbildungsförderung gern abräumen. Ausgerechnet in diesen Zeiten, in denen das Aufstiegsversprechen der Bildungspolitik ohnehin leidet.
Infrastruktur in Deutschland
:Wie gut funktioniert Ihr Heimatort?
Bildung, Mobilität, Internet: Wie es um die Infrastruktur in ihrer Gemeinde steht, erfahren Leser jetzt in einem SZ-Tool. Übrigens: Ist die Grundversorgung gut, sind die Menschen zufriedener – außer, sie schauen durch die Brille der AfD.
Bildung
:Lesen lernen mit Lionel Messi
Kinder in Deutschland lesen seit Jahrzehnten immer schlechter. Nun wollen Forscher wie Ulrich Ludewig den Trend umkehren – ausgerechnet mithilfe von künstlicher Intelligenz.
Türkei
:Erdoğan macht nach Protesten Schließung liberaler Uni in Istanbul rückgängig
Kurz vor Semesterende stand eine renommierte Hochschule in der Türkei vor dem Aus. Die Studierenden demonstrierten dagegen – und können nun einen Erfolg verzeichnen.
MeinungBaden-Württemberg
:Ambitionen in der Bildungspolitik: unbefriedigend
Die Regierung von Cem Özdemir hat sich in der Wirtschaftspolitik viel vorgenommen. Dabei könnte sie in einem anderen Bereich wesentlich mehr bewirken.
MeinungNeuer Report von Unicef
:Deutschland tritt permanent gegen seine Kinder an
Die „Reportcard“ von Unicef zeigt, wie gleichgültig hierzulande der Umgang mit den Jüngsten ist. Was glaubt diese Gesellschaft eigentlich, wer sie in Zukunft am Laufen halten soll?
Argentinien
:Massenproteste gegen Sparpolitik an Unis
Zu den Protesten hatten die öffentlichen Universitäten des Landes aufgerufen. Sie warten auf die Auszahlung von Finanzmitteln, die bereits vom Parlament – gegen den Willen der Regierung – bewilligt wurden.
Bildung
:Was Deutschland von Kanadas Schulen lernen will
Viele Zuwanderer, immer mehr Lehrstoff und Förderbedarf: Kanadische Schulen stehen vor ähnlichen Hürden wie deutsche – trotzdem schneiden die Schüler dort deutlich besser ab. Was machen die Kanadier anders?
Erwachsenenbildung
:„Wenn eine Kommune sparen muss, dann trifft das auch die Volkshochschule“
Die Erwachsenenbildung boomt, gleichzeitig werden viele Kurse teurer. Die Stuttgarter VHS-Direktorin warnt, dass dadurch Bevölkerungsgruppen ausgeschlossen werden.
Aufwertung der Mittelschulen in Bayern
:„Eine verdammt schwierige Aufgabe“
Die Kultusministerin will die Mittelschule attraktiver machen, diese sei ein Fundament für Wirtschaft und Gesellschaft. Grüne und SPD kontern im Landtag: Ohne zusätzliche Lehrkräfte gehe das nicht.
Bildung
:Schlechtere Chancen für Jungs
Viele Jungen schneiden in der Schule deutlich schlechter ab als Mädchen. Das zeigt der neue „Chancenmonitor“ des Ifo-Instituts. Laut der Studie besuchen im Durchschnitt 36,9 Prozent der Jungen ein Gymnasium, aber 43,5 Prozent der Mädchen. Dieser ...
MeinungBildungssystem
:Der Umgang mit Geld sollte Teil des Unterrichts sein
Wer mit Finanzen umgehen kann, hat bessere Chancen im Leben. Da Schulen das kaum lehren, ist das Wissen ungleich verteilt. Es wird Zeit, dass die Regierung handelt – für mehr soziale Gerechtigkeit.
Ungarn
:Magyar sagt rechtskonservativen Denkfabriken den Kampf an
Premier Orbán hat Bildungseinrichtungen der neuen Rechten mit Steuergeldern aufgepumpt – sein designierter Nachfolger sieht darin ein Verbrechen. Auf seine Pläne wollen die Betroffenen „kreativ“ reagieren.
Reformagenda
:OECD spricht sich für Abschaffung des Ehegattensplittings aus
Die OECD fordert Strukturreformen in Deutschland, vor allem bei der Einkommensteuer und der Rente. Vorgeschlagen werden auch ein verpflichtendes Vorschuljahr und mehr Unterrichtsstunden.
Bildungspolitik
:Müssen Kinder wirklich in der Schule lernen?
In Deutschland gilt die strengste Schulpflicht weltweit, Homeschooling ist strikt verboten. Reformpädagogen würden das gerne aufweichen – ebenso wie die AfD, doch die verfolgt andere Ziele.
Digitalisierung an Schulen
:Lehrkräfte müssen als „technischer Notdienst“ einspringen
Bund und Länder fördern den Umgang mit künstlicher Intelligenz und digitalen Medien an Schulen. Doch Umfragen unter Lehrern und Schulleitungen offenbaren gravierende Probleme.
Daten im Bildungswesen
:Kommt der „gläserne Schüler“?
Schulen sollen künftig gezielt und mehr Daten nutzen, um Kinder zu fördern – unter anderem aus Leistungstests. Diese Strategie wollen Bund und Länder verfolgen. Experten fehlt bislang ein einheitliches Konzept.
MeinungPsychische Belastung
:Deutschland schätzt seine Jugend gering
Vielen Schülerinnen und Schüler geht es nicht gut, wie neue Zahlen zeigen. Daran ließe sich leicht etwas ändern, wenn die Politik die Sorgen der Jungen nur ernst genug nähme.
Deutsches Schulbarometer
:Psychische Belastung von Schülern erstmals seit Corona gestiegen
Kindern und Jugendlichen geht es wieder schlechter, jeder Vierte fühlt sich laut einer repräsentativen Befragung belastet. Schulen könnten dem entgegenwirken, nutzen ihre Möglichkeiten aber zu wenig.
Schulen
:Wenn Eltern nicht mehr entscheiden dürfen, auf welche Schule ihr Kind kommt
Einige Bundesländer schränkten zuletzt den Zugang zu Gymnasien ein oder diskutieren darüber. Für die Kinder bedeutet das in der Regel mehr Stress und höheren Druck. Aber führt es womöglich sogar zu mehr Bildungsgerechtigkeit?
Sachbuch
:Ständig connectet und doch einsam
Nein, es gibt nichts zu beschönigen: Smartphones und Social Media verändern Kinder. Nina Kolleck schafft es in ihrem Buch „Der Kampf in den Köpfen“ trotzdem, ohne Panik nach Lösungen zu suchen.
Rechtsextremismus an Schulen
:„Es braucht keinen Aufschrei, aber einen ersten Satz“
Zwei Lehrkräfte machen rechtsextreme Vorfälle an ihrer Brandenburger Schule öffentlich und werden daraufhin selbst bedroht. Warum sie ihren Brandbrief trotzdem nicht bereuen und wie Lehrer am besten auf Nazi-Parolen reagieren sollten.
MeinungBaden-Württemberg
:Kretschmann hinterlässt ihnen große Spuren – und große Baustellen
Der scheidende Ministerpräsident hat versucht, die Basis des Wohlstands zu verbreitern. Auch deshalb wird aus Stuttgart kein deutsches Detroit werden. Aber der Nachfolger wird da noch mehr tun müssen. Und dann ist da noch ein unbewältigter Konflikt.
MeinungBildung
:Frieden kann und muss man lernen
In ihren Verfassungen legten die Bundesländer vor 80 Jahren fest, die Schülerinnen zur „Friedensliebe“ zu erziehen. Eine solche Friedenserziehung bedeutet: Bildung in der Kunst des Kompromisses. Sie ist Schule der Neugier, die dem anderen begegnet, ohne gleich zu werten.
Bildung
:„Wir sollten mehr von Schülerinnen und Schülern verlangen“
Was kann Deutschland von Pisa-Spitzenländern lernen? Der Lehrer Alexander Brand hat in Finnland, Estland, Japan und Singapur nach Antworten gesucht. Ein Gespräch über Drill und falsch verstandene Rücksicht.
Bildung
:Wie Schulen die Kinder aus der Ukraine integrieren
225 000 ukrainische Kinder lernen an deutschen Schulen. Es ist ein Stresstest für ein ohnehin überlastetes System – aber wieso haben es gerade ukrainische Lehrkräfte, die helfen könnten, so schwer?
MeinungUkrainische Geflüchtete
:Die Schulen leisten Großartiges. So gelingt Integration
Mehr als 200 000 Kinder wurden nach Russlands Angriff innerhalb kürzester Zeit ins deutsche Bildungssystem aufgenommen. Inzwischen lernen viele von ihnen im ganz regulären Unterricht.
Interview zu Bildung in Krisenzeiten
:Was können Schulen tun, wenn ein Krieg ausbricht?
Kriege und Katastrophen wie Pandemien oder Hochwasser wirken sich massiv auf den schulischen Alltag aus. Seit Beginn des Ukraine-Kriegs hat Anja Besand untersucht, worauf es dann ankommt – und konkrete Tipps für Lehrkräfte und Schüler erarbeitet.
Bildungssystem
:Schule kann nicht alles leisten
Das sinkende Bildungsniveau hängt nur indirekt mit der Migration zusammen. Wie Schulen mit den Herausforderungen umgehen sollten, dazu haben SZ-Leserinnen und -Leser unterschiedliche Meinungen.
MeinungStipendien
:Seminare statt Büchergeld
Die Begabtenförderung ist ungerecht. Wer das ändern will, sollte Studenten mit Stipendien nur noch mit Seminaren fördern und nicht mehr mit Geld. Das wäre sogar doppelt hilfreich.
Begabtenförderung
:Immer mehr Stipendiaten haben schon genug Geld
Wer bekommt während seines Studiums Geld über ein Stipendium? Daten und Grafiken zeigen: Es sind oft diejenigen, die eigentlich finanziell gut aufgestellt sind. Warum ist das so?
Bildung
:Braucht man Lateinunterricht, um ein mündiger Staatsbürger zu werden?
Das glauben zumindest mehrere Nobelpreisträger. Warum das L-Wort in Österreich eine Debatte auslöst.
Familien-Newsletter
:Nicht laut genug für Veränderung
Zwischen dem Schreianfall der Dreijährigen und dem Bemühen um einen pünktlichen Arbeitsbeginn fragt sich unsere Autorin, warum die Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen fast ausschließlich Eltern betreffen.
Bildungspolitik
:„Wir entlassen Schüler, bei denen wir wissen: Das geht nicht gut“
Es läuft etwas gewaltig schief an den Schulen – das Thema bestimmt auch den Wahlkampf in Rheinland-Pfalz. Aber was müsste sich ändern? Zu Besuch an einer Grundschule, an der zuletzt fast 40 Erstklässler sitzengeblieben sind.
MeinungKinder
:Die Ganztags-Kita mag ja gut sein – aber nicht für alle
Geht es um die Vereinbarkeit von Beruf und Familie, fällt der Politik immer nur dies ein: Krippe, Kindergarten, Hort. Vergessen wird dabei, dass Familien unterschiedlich sind. Und was wollen eigentlich die Kleinen?
Tarifverhandlungen
:Tausende bei Bildungsstreik
Etwa 12 000 Beschäftige aus dem Bildungsbereich haben nach Angaben der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) bundesweit für mehr Geld gestreikt. Mit zentralen Kundgebungen in fünf Städten untermauerten die Lehrkräfte und anderen ...
Bildung
:Nur jede siebte Kita hat genug Personal
Die Bundesregierung will die Qualität der Kitas bundesweit verbessern. Doch eine aktuelle Studie zeigt: In vielen Einrichtungen fehlt es noch immer an den grundlegenden Voraussetzungen dafür.
Studie
:Hunderte Missbrauchsopfer bei christlichen Pfadfindern
Eine Studie dokumentiert sexualisierte Gewalt in einem großen Pfadfinder-Verband. Häufig sind die Täter selbst noch relativ jung und vergehen sich an ihren Schützlingen.
Schulen
:Verbände warnen vor Folgen von Bildungsungerechtigkeit
Verbände und Hilfswerke weisen auf die Bedeutung von Bildung und auf fehlende Bildungsgerechtigkeit hin. Laut einer Umfrage des Deutschen Beamtenbunds DBB zum Internationalen Tag der Bildung am Samstag sehen 90 Prozent der Deutschen Probleme in der ...
Bildung
:„Schule braucht eine Bankrotterklärung“
Das deutsche Schulsystem ist gescheitert, sagt Silke Müller. Kinder werden im Stich gelassen, Lehrkräfte falsch auf den Job vorbereitet. Was die Schulleiterin alles umkrempeln würde – und warum sie damit bei der Politik anfängt.
MeinungÖsterreich
:Wie Österreich die Schulen reformiert
Die Bundesregierung will nach ihrer Klausur noch gezielter arbeiten, vor allem gegen die Teuerung. In einem Bereich ist sie schon innovativ: der Schulbildung.
Bildungspolitik
:Ihretwegen interessiert sich das halbe Land plötzlich fürs schriftliche Dividieren
Niedersachsens Kultusministerin Julia Willie Hamburg setzt eine unspektakuläre Maßnahme um, die auf ein spektakuläres Echo stößt. Über eine Frau, die ungern halbe Sachen macht.
Schulen
:Was tun, wenn Schüler schlagen und treten?
Gewalt, Mobbing, Schwänzen – viele Schulen schließen Kinder deshalb vom Unterricht aus und wünschen sich schärfere Regeln. Ob die helfen, ist umstritten. Österreich versucht nun etwas Neues.
Nordrhein-Westfalen
:Wer nicht gut genug Deutsch spricht, muss ein Jahr früher zur Schule
Jeder dritte angehende Grundschüler in NRW fällt durch den vorschulischen Sprachtest. Künftig sollen alle, die das betrifft, schon mit fünf Jahren Deutschunterricht bekommen.
Mathematik
:Weniger Algorithmen, mehr Verständnis: Warum Forscher die Abschaffung der schriftlichen Division begrüßen
Kinder in Niedersachsen sollen das schriftliche Teilen nicht mehr an Grundschulen lernen. Manche sehen darin den Untergang des Bildungslandes. Doch es gibt auch Gegenstimmen.
MeinungBildungspolitik
:Kein Grundschulkind muss die schriftliche Division beherrschen
Niedersachsen ändert den Lehrplan für Mathematik – und viele sehen eine Bildungskatastrophe heraufziehen. Doch das Gegenteil ist der Fall: Es ist ein Gewinn für die Kinder.