
SZ Magazin Mode:Optische Täuschung
Zumeist soll Mode auffallen. Doch der Designer Guy Cramer will das genaue Gegenteil. Er entwirft Tarnmuster für Uniformen. Sein Ziel: totale Unsichtbarkeit.

Zumeist soll Mode auffallen. Doch der Designer Guy Cramer will das genaue Gegenteil. Er entwirft Tarnmuster für Uniformen. Sein Ziel: totale Unsichtbarkeit.

Miesmuscheln sind keine Austern für Arme, sondern eine Größe für sich.

Es muss was dran sein, am Dranlassen der Haare im Gesicht: Die Werbung ist voll von Männern mit üppigem Bartwuchs. Sie ähneln jenen Großstädtern, die oft als "Folkster" bezeichnet werden, und deren Look zunehmend von Leuten kopiert wird, denen die Hipster-Hornbrille zu normal ist.

Der Frühling steht vor der Tür, vorbei die Zeit, in der sich jeder im Haus versteckt. Auch die Kleider der Saison gehören nicht in den dunklen Schrank, sondern ins Freie, ins Helle, ins Licht der Natur.

Zumeist soll Mode auffallen. Doch der Designer Guy Cramer will das genaue Gegenteil. Er entwirft Tarnmuster für Uniformen. Sein Ziel: totale Unsichtbarkeit.

Bäumchen wechsle dich: Stefano Pilati ist als Kreativchef bei Yves Saint Laurent raus. Für ihn könnte Hedi Slimane zurückkehren. Er hat in den neunziger Jahren die Männermode umgedeutet und könnte dem Label seine Eleganz wiedergeben.

Es lag nicht nur an dem Erfolg des Stummfilms "The Artist", dass die Oscar-Verleihung wirkte, als hätte sich eine dünne Staubschicht über alles gelegt. Der Trend hin zur Nostalgie und weg von modischem Mut kam auch auf dem roten Teppich an. Wer ertrug den Abend mit schönster Fassung? Stimmen Sie ab!

Vivienne Westwood produziert seit 40 Jahren Mode – und hasst die Konsumgesellschaft. Lieber spricht sie über Balzac und Pinocchio. Und darüber, wie wir die Welt retten können.

Modedesigner? Prima Job. Wenn nur nicht ab und zu der Teufel im Detail stecken würde. Wir haben bei den wichtigsten nachgefragt, was sie an der Arbeit verzweifeln lässt.

Gibt es das Kleid, das immer passt? Ja: Wir haben eins gefunden.

Zwischen Geht-Nie und Wahnsinn: Eigentlich ist Modedesigner ein prima Job, doch der Teufel steckt im Detail. Wir haben bei den wichtigsten Köpfen der Branche nachgefragt, was sie an der Arbeit verzweifeln lässt.

Vivienne Westwood produziert seit 40 Jahren Mode - und hasst die Konsumgesellschaft. Lieber spricht sie über Balzac und Pinocchio. Und darüber, wie wir die Welt retten können.

Ist es möglich, ein Kleid jeden Tag zu tragen? Ja. Wir haben eines gefunden. Eines, das so abwechslungsreich und vielfältig ist, dass es sowohl auf den Tennisplatz oder auf eine Party als auch ins Büro passt.

An diesem Wochenende heißt es wieder: "And the Oscar goes to . . . !" Nur die Kategorie "Bestes Styling" sucht man weiter vergeblich. Das ist überaus bedauerlich - denn eigentlich sind es die Stylisten, die die Stars im Wettrüsten um die besten Roben zum Funkeln bringen. Eine Vorstellung der aktuell angesagtesten Stylisten Hollywoods.

Hängende Gärten mal anders: Die Designerin Colleen Jordan entwirft winzige Blumentöpfe, die man bepflanzen kann und sich dann als Kette um den Hals hängt oder als mobile Grünfläche an seinem Fahrrad installiert.

Justin Bieber lässt sich ein Jesus-Tattoo nach dem anderen stechen. Er ist auf dem besten Weg, seinen Körper wie David Beckham, Angelina Jolie oder Madonna in einen lebendigen Altar zu verwandeln. Doch warum tragen Stars so gerne Glaubensbekenntnisse auf ihrem Körper?

Ein Interview, in dem das gehandicapte Model nichts sagt und doch alles verrät: über seine Prothese, Germany's Next Topmodel und den Perfektionsdrang in der Modebranche.

Wir haben sieben Prominente gefragt: Was ist Ihr liebstes Kleidungsstück? Und warum? Also haben sie es für uns angezogen. Und sonst nichts.

Gegenfrage: Warum nicht? Warum sollten Kopfbedeckungen nur etwas für draußen sein? Unser Autor hält sich schon seit Jahren - auch drinnen - bedeckt. Jetzt empfindet er ein bisschen Genugtuung, dass er damit in dieser Saison auf einmal im Trend liegt.

Nicht überm Nabel und nicht auf der Hüfte, sondern nach Jahren endlich mal wieder da, wo sie hingehört: in der Mitte.

Die Kostümbildnerin Lisy Christl gehört zu den Besten ihres Fachs. Für Roland Emmerichs Anonymous ließ sie die Mode der Shakespeare-Zeit wieder auferstehen. Jetzt darf sie auf einen Oscar hoffen.

Neue Schuhe sind etwas Feines. Doch ihre wahre Schönheit entfalten sie erst, wenn man ihnen ansieht, was sie und ihr Träger schon alles erlebt haben.

Und warum ist es überhaupt weg gewesen? Ein Plädoyer für ein unterschätztes Kleidungsstück?

Wir haben sieben Prominente gefragt: Was ist Ihr liebstes Kleidungsstück? Also haben sie es für uns angezogen. Und sonst nichts.

Gegenfrage: Warum nicht? Unser Autor hält sich schon seit Jahren bedeckt. Und liegt in dieser Saison auf einmal im Trend.

Diese Saison haben die Designer sie einmal mehr entdeckt, und zwar in noch feinerer Form als letzten Frühling. Weiblichkeit und Kurven dominieren, Format ebenso. In diesem Modesommer ist die Taille endlich dort, wo sie hingehört: in der Mitte.

Sie waren da, sie waren weg, sie galten als modern, sie galten als spießig. Und jetzt? Sind Plisseeröcke mit ihren aufwendig in Form gebrachten Falten die modische Überraschung der neuen Saison.

Und warum ist es überhaupt weg gewesen? Ein Plädoyer für ein unterschätztes Kleidungsstück, das bequem ist, luftig, zu allem passt und trotzdem eine gewisse Angezogenheit vermittelt, die dem T-Shirt fehlt.

Neue Schuhe sind etwas Feines. Doch ihre wahre Schönheit entfalten sie erst, wenn man ihnen ansieht, was sie und ihr Träger schon alles erlebt haben. Erst verregnete Fahrradfahrten, durchtanzte Nächte oder Wanderungen durch Patagonien geben ihnen die richtige Patina.

Laut Regierungschef Mario Monti erlebt das Land wegen der Euro-Krise die schwierigsten Jahre seit dem Zweiten Weltkrieg. Dass die Italiener in der kommenden Saison ein dickes Fell benötigen, zeigt sich nicht zuletzt auch auf den Laufstegen der Mailänder Schauen: Die meisten Labels präsentieren in ihren Kollektionen Pelz.

Die schönsten Kleider der Saison gehören nicht in den Schrank, sondern ins Freie, ins Helle, ins Licht der Natur.

Dieser Frühling wird angenehm subtil. Die Trends bei Schuhen, Taschen, Brillen, Tüchern und Hüten erkennt man erst auf den zweiten Blick: Goldene Spitzen, Stroh oder runde Gläser schützen überaus stilvoll gegen zu viel Sonne. Die Accessoires der Saison in Bildern.

Sündhaft teure Kleider und ein Hot Dog: Italienische Medien lieben das neue Magazin "Haute Food" der jungen Fotografin Mara Corsino. Weil sie die zwei größten Leidenschaften der Menschen verbindet - Essen und Mode. Das alles ist zudem recht hübsch anzuschauen.

Es gab eine Zeit, da trug niemand die Mode von Victoria Beckham. Schlimmer noch: Der Ruf des früheren Spice Girls war so schlecht, dass viele Designer um den Ruf ihrer Marke fürchteten, wenn sie von Victoria Beckham getragen wurde. Das hat sich nun grundlegend geändert - auf dem roten Teppich bei den Oscars werden am Sonntag etliche Roben der Marke Victoria Beckham zu sehen sein.

Es gab eine Zeit, da durften höchstens in der Zirkusmanege Karos und Streifen kombiniert werden. Lang, lang ist's her: Bei der Londoner Fashion Week wetteifern die Designer um die wildeste Mischung und das mutigste Muster.

Wie entsteht eigentlich eine neue Rezeptidee? Ganz einfach: Man nehme einen Koch, setze ihn in die Münchner »Schumann’s Bar« und gebe ihm einen 21 Jahre alten Whisky!

Schrille Farben, ausgefallene Schnitte: Was Vivienne Westwood in ihren eigenen Kollektionen zelebriert, vermisst sie bei der breiten Masse. Die Menschen kleideten sich hässlicher als je zuvor, klagte die Designerin jetzt in London. Die einzigen Ausnahmen seien bei alten Damen über 70 zu finden.

Libellen aus Messing und Pilze aus Keramik. Sie sitzen herum und fangen Staub. Machen diese Gegenstände unsere Welt aus? Die Einrichtungsmesse "Ambiente" erfindet Trends, die keiner braucht und jeder kauft.

Es gehört schon fast zum guten Ton jeder zeitgemäßen Einrichtung: Ein Buchstabe aus einer Leuchtreklame oder einem Werbeschild. Hipster-König Sascha Lobo trennt sich gerade von seinen Exemplaren.

Nein, wir haben keine bewusstseinserweiternden Substanzen eingenommen. Wir haben uns nur einen neuen Modetrend angesehen: Mit grellen Farben trotzen die Designer in diesem Jahr dem Grau des Winters. Eine Modestrecke für alle, die sich schon jetzt nach den frischen Farben des Frühlings sehnen.

Wie gestaltet der Mensch sein Aussehen, wenn er die Wahl hat? Welche Normen prägen seinen Schönheitsbegriff? Will er das eigene Wesen hervorheben - oder lieber die wahre Identität verbergen? Die Porträts des Londoner Fotografen Phillip Toledano sollen Antworten auf diese Fragen geben.

Wer sich über Socken in Sandalen und Leoprints wundert, hat etwas Grundlegendes nicht verstanden: Auf den Straßen von New York werden bereits jene Trends gelebt, die im Jahr darauf auf den Laufstegen der Designer zu finden sind.

Diese Variante des sizilianischen Desserts klappt ganz ohne Eismaschine und schmeckt das ganze Jahr über.

Soll ich dem Gast die Garderobe abnehmen und damit verschwinden? Oder ihm lieber einen Platz für seine Jacke zeigen, damit er zwischendurch etwas aus den Taschen holen kann? Pünktlich mit dem Essen anfangen oder auf Nachzügler warten? Wie schaffe ich es, dass alle meine Gäste zufrieden sind? Und wen lade ich überhaupt ein? Im "Lexikon des guten Lebens" präsentiert unsere Autorin Tipps und Tricks für Gastgeber - und solche, die es werden wollen.

Klappt ganz ohne Eismaschine und schmeckt das ganze Jahr über.

Schon mal von Enrico Spannenkrebs gehört? Der 37-Jährige wurde vom "Gault Millau" zum besten Oberkellner des vergangenen Jahres gekürt. Im Gespräch erklärt er, warum jeder den Koch, aber keiner den Kellner kennt, warum die Angst vor der Gourmetküche unbegründet ist - und wie das wirklich ist mit der Flasche Ketchup.

Der eine spricht mehr als er isst, der nächste will von allen Tellern probieren und ein anderer ist Veganer und sitzt traurig vor drei Kartoffeln. Das Essen in Gesellschaft ist nicht nur geschmacklich, sondern auch menschlich interessant. Wir stellen fünf Esser vor, denen man zu Tisch begegnen kann.

Dieses Mal bitte ganz ohne Beigeschmack, dafür mit umso mehr "Masstige": Acht Jahre nach der Liaison mit einer schwedischen Modekette hat Karl Lagerfeld mit "Karl" eine bezahlbare Zweitlinie lanciert. Sie startete exklusiv im Netz - und ziemlich vielversprechend.

Wo hört die Liebe zu minimalistischem Design auf und wo fängt die Zwangsstörung an? Wir haben den Sinn für Narben, Schrunden und die Zeichen der Vergänglichkeit verloren - leider. Weg mit den Filzuntersetzern und rein ins Leben!

Mädchen käme bei dieser Eiseskälte niemals in den Sinn, auf ihre Strumpfhosen zu verzichten. Wieso stellen sich die Jungs in ihren langen Unterhosen nur immer so verschämt an? Jungs fragen Mädchen fragen Jungs. Weil manches kapiert man einfach nicht, bei denen.