Nach ein paar ruhigen Tagen haben erneut mehr als 1500 Bootsflüchtlinge die kleine Insel Lampedusa südlich von Sizilien erreicht. Der Großteil von ihnen stammt aus Tunesien, viele flohen aber auch aus Libyen.
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Der Diktator ist weg - trotzdem versuchen viele Tunesier vor Armut und Chaos ins Ausland zu fliehen. Tausende strömten in den vergangenen Tagen auf die italienische Insel Lampedusa.
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Flüchtlinge weg, Steuervergünstigungen - und die Nominierung für den Friedensnobelpreis: "Lampedusa wird wieder zum Paradies", verspricht Italiens Ministerpräsident Berlusconi bei einem Kurzbesuch.
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Schlechtes Wetter hatte Überfahrten aus Tunesien in der vergangenen Woche verhindert. Nun sind erneut Hunderte Flüchtlinge aus Nordafrika auf Lampedusa gestrandet.
Meldungen
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Seit dem Sturz des Regimes in Tunesien kommen Tausende Flüchtlinge in Fischerbooten nach Lampedusa. Jetzt protestieren die Einheimischen, sie drohen mit einer vollständigen Blockade der Insel.
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Ein Boot mit 400 Flüchtlingen an Bord ist vor der süditalienischen Insel Lampedusa auf einen Felsen gefahren. An Bord brach Panik aus, doch alle Passagiere konnten gerettet werden.
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Immigranten im Flüchtlingslager Lampedusa liefern sich Schlachten mit der Polizei, al-Qaida bekennt sich zur Entführung einer deutschen Touristin, die Taliban richten Jugendliche hin.
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Der Flüchtlingsstrom aus Nordafrika reißt nicht ab: Mittlerweile befinden sich auf der italienischen Mittelmeerinsel Lampedusa mehr Flüchtlinge als Einwohner. Die Politik ist mit der Lage überfordert, das UN-Flüchtlingshilfswerk schlägt Alarm.
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Nur 15 Meter lang war das Boot, auf dem sich Hunderte Flüchtlinge zusammendrängten. 25 Männer überlebten die Überfahrt nach Italien nicht. Sie erstickten offenbar in der Enge des Laderaums.
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Die italienische Küstenwache hat Hunderte Menschen von einem Flüchtlingsboot im Mittelmeer gerettet, doch viele sind auf dem Boot womöglich elendlich gestorben - nun werden Vorwürfe gegen die Nato laut. Womöglich hätte das Militärbündnis den Tod der Menschen verhindern können.
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Grausames Ende einer Flucht nach Europa: Ein völlig überladenes Flüchtlingsboot mit 300 Afrikanern an Bord ist vor Lampedusa gekentert. Bis zum Abend konnten nur knapp 50 Passagiere gerettet werden.
Von
Andrea Bachstein, Rommehr...
Während die tunesischen Flüchtlinge auf Lampedusa auf ihre Lage aufmerksam machen wollen, meldet sich ein tunesischer Minister zu Wort - und bezeichnet die finanzielle Unterstützung der EU als "lächerlich".
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Die italienische Insel Lampedusa ist der Name für eine europäische Schande. Die EU versagt in ihrem Umgang mit Flüchtlingen, weil sie diese als Feinde des Wohlstands betrachtet und ihnen Menschlichkeit verweigert. Anstatt die eigene Subventionspolitik zu ändern, betreibt Brüssel Sicherheitspolitik - und betrachtet das todbringende Meer als Verbündeten.
Ein Plädoyer für eine neue EU-Flüchtlingspolitik von
Heribert Prantlmehr...
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Diktator Ben Ali ist gestürzt - trotzdem fliehen die Tunesier zu Tausenden nach Italien. Die EU ist alarmiert, die tunesische Übergangsregierung versucht die Küste abzuriegeln. Die Regierung Berlusconi fordert scharfe Maßnahmen - Menschenrechtler sehen darin die "Speerspitze der Schändlichkeit".
Von
Michael Königmehr...
Die Zahl der afrikanischen Flüchtlinge, die per Boot auf Lampedusa anlanden, steigt und steigt. Für die meisten erfüllt sich der Hoffnung auf ein besseres Leben nicht.
Eine Reportage von
Julius Müller-Meiningen, Lampedusamehr...
Angesichts des gigantischen Ansturms von Flüchtlingen aus Tunesien ruft Italien den humanitären Notstand aus - und will Polizisten nach Tunesien entsenden. In Tunis ist man von dem Vorschlag alles andere als begeistert.
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Drama in den Wellen des Mittelmeeres: Den Traum von einer besseren Zukunft in Europa haben erneut Dutzende Flüchtlinge mit dem Leben bezahlt. Nach dem Untergang eines nur 13 Meter langen Seelenverkäufers könnten gar bis zu 250 Bootsflüchtlinge aus Afrika ertrunken sein. Unter ihnen viele Kinder und Frauen. Schwerer Seegang behindert die Rettungsmannschaften - und lässt die Hoffnung auf weitere Überlebende schwinden.
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Sie wollten nach Europa, doch ihre Flucht endete offenbar tragisch: Ein Flüchtlingsboot aus Libyen ist französischen Medien zufolge im Mittelmeer gekentert. Bis zu 270 Menschen werden vermisst, die Suche nach Überlebenden dauere an.
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Der Bitte aus Rom wird entsprochen: Die Europäische Union hat Italien finanzielle und praktische Hilfe bei der Bewältigung des Flüchtlingsstroms aus Tunesien angekündigt. Derweil streiten deutsche Politiker, ob auch die Bundesrepublik Asylsuchende aufnehmen soll.
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Die Vorwürfe wiegen schwer: Trotz Aufforderung der italienischen Behörden habe die Nato Hunderte Menschen auf einem havarierten libyschen Flüchtlingsboot ihrem Schicksal überlassen. Dabei ist jedes Schiff, auch jedes Kriegsschiff, verpflichtet, Menschen aus Seenot zu retten. Wenn das Militärbündnis es ernst meint mit dem Schutz der Zivilisten in Libyen, dann muss dieser Schutz auch für die Flüchtlinge auf dem MIttelmeer gelten.
Ein Kommentar von
Christiane Schlötzermehr...
Etwa hundert Flüchtlinge aus Libyen sind auf dem Meer vor Lampedusa umgekommen - angeblich hat die Nato die Hilfe verweigert. Nun muss sie ihr Libyen-Mandat ausdehnen, fordert Italien: Ein solches Drama soll sich nicht mehr wiederholen.
Von
Andrea Bachsteinmehr...
Sie dachten schon, sie hätten es geschafft: 200 Flüchtlinge versuchten, mit dem Boot von Libyen nach Italien überzusetzen. Doch die Küstenwache brachte die Menschen kurzerhand zurück ins Land Gaddafis. Zu Unrecht, wie jetzt der Straßburger Gerichtshof entschieden hat. Auch auf See dürfe es keine Abschiebungen ohne Einzelfallprüfung geben - schon gar nicht in ein unsicheres Herkunftsland.
Von
Roland Preußmehr...
Vor Lampedusa starben zuletzt mehr als 250 Flüchtlinge, als ihr Boot kenterte. Doch auch die Flüchtlingspolitik der EU-Staaten ist voller Tricks und Lügen - die Rechte der Schutzsuchenden bleiben dabei auf der Strecke.
Ein Gastbeitrag von
Petra Bendelmehr...
Europa ist eine Festung. Aufgebaut, weil sich der Wohlstand vielleicht nicht halten lässt, wenn man ihn mit allen Menschen teilte. Nikolaus Geyrhalter hat für seinen Dokumentarfilm "Abendland" faszinierende Orte auf dem ganzen Kontinent aufgesucht. Er richtet den Blick auf jene Menschen dies- und jenseits des Grenzzauns, die das Paradies durch ihr Anderssein vermeintlich gefährden.
Von
Martina Knobenmehr...
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