Wikileaks versteht sich als Speerspitze der absoluten Transparenz, Gründer Julian Assange predigt von Freiheit durch Information. Auf dieser Themenseite finden Sie Hintergründe und aktuelle Informationen rund um das Enthüllungsportal und seine Betreiber.
Wikileaks hat mit der Veröffentlichung der US-Depeschen viel Diplomatenklatsch enthüllt. Doch einige Botschaften enthalten auch Substanz: Ein Überblick.
Wikileaks-Gründer Julian Assange stieg auf zum obersten Richter über Informationen im Netz. Er ist tief gefallen - jetzt ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen ihn. Das kratzt nicht nur an seinem eigenen Image.
Von
Gunnar Herrmann
Sie bringt Geheimnisse ans Licht, doch ihre Arbeitsweise bleibt geheim: Die wichtigsten Fragen und Antworten zur Online-Plattform Wikileaks und ihren Gründer Julian Assange.
Von
Johannes Kuhn
Der mutmaßliche Wikileaks-Informant Bradley Manning muss sich vor einem US-Kriegsgericht verantworten. Dem erst 24 Jahre alten Obergefreiten wird der größte Geheimnisverrat in der US-Geschichte vorgeworfen.
Während die Fangemeinde der "Simpsons" seinem Auftritt in der gleichnamigen Comicserie entgegenfiebert, geht es in London um die Zukunft des realen Julian Assange: In höchster Instanz wird dort entschieden, ob der Wikileaks-Gründer den schwedischen Behörden übergeben wird. Die legen dem 40-Jährigen Sexualdelikte zur Last.
Von
Lena Jakat
Aus und vorbei - das Transferfenster der Bundesliga ist geschlossen: Dortmund lässt Mohamed Zidan nach Mainz ziehen und behält Lucas Barrios. Pawel Pogrebnjak beschimpft vor seinem Wechsel nach England angeblich die Bosse des VfB Stuttgart. Patrick Helmes' Umzug nach Frankfurt scheitert, dafür zieht es einen Vertragslosen nach Griechenland. Das letzte Liveblog zum Nachlesen.
Transferblog
Im Oktober hatte Wikileaks noch angekündigt, aus Geldmangel weitere Enthüllungen einzustellen. Doch das Problem scheint behoben. Julian Assange präsentierte jetzt neue Dokumente - von großen Firmen, die Spionagetechnik an Diktaturen liefern.
Hat die US-Justiz das Recht, bei Ermittlungen die Daten von Twitter-Nutzern in aller Welt einzuholen? Im Falle von Wikileaks hat ein Richter dies nun bestätigt. Aktivisten sprechen von einem schweren Schlag gegen Meinungsfreiheit und Privatsphäre.
Die Gerichtsschlacht im Fall Assange geht weiter: Der Wikileaks-Gründer schöpft in Großbritannien alle rechtlichen Mittel gegen seine Auslieferung nach Schweden aus. Nun will er den Obersten Gerichtshof in London anrufen.
Streng geheime US-Dokumente landeten massenhaft im Internet - und Bradley Manning soll schuld daran sein. Erstmals seit seiner Verhaftung im Mai 2010 hat sich der Obergefreite vor einem Gericht zu den Vorwürfen geäußert. Sein Anwalt scheiterte zu Beginn der Anhörung mit einem Befangenheitsantrag gegen den ermittelnden Richter.
Einmal im Jahr sollte man bei Auskunfteien und Adresshändlern seine Daten abfragen - doch wer verschickt schon gerne Anfragen an Dutzende Unternehmen? Die Webseite Selbstauskunft.net soll helfen - sie versendet eine Anfrage per Fax gleich an mehrere Firmen.
Von
Hannah Beitzer
Der US-Soldat Bradley Manning soll vertrauliche Unterlagen der amerikanischen Regierung kopiert und veröffentlicht haben. Sein Anwalt will die psychischen Probleme des Angeklagten in den Vordergrund stellen und damit das Strafmaß mildern - doch die Regierung erschwert den Zugang zu Quellen und Zeugen.
Von
John Goetz und Nicolas Richter
Es hätte niemals passieren dürfen. Nach der Datenpanne kämpft Wikileaks eine Schlacht um Glaubwürdigkeit, die nur schwer zu gewinnen ist. Julian Assange forderte radikale Transparenz und muss feststellen: An diesem Anspruch scheitert die Enthüllungsplattform nun selbst.
Von
Andrian Kreye
Chef-Enthüller Julian Assange gibt auf - vorerst zumindest: Bis auf weiteres will Wikileaks keine weiteren Geheimdokumente publizieren. Offiziell spricht Assange von Geldproblemen, die durch die Blockade von Spenden entstanden seien. Doch es könnte auch ein anderer Grund dahinterstecken.
Von
Mirjam Hauck und Johannes Kuhn
Dokumente auf der Plattform Wikileaks lassen Rückschlüsse auf ausländische Informanten der USA zu - sie könnten dadurch in ihren Heimatländern Probleme bekommen. Unterdessen verschärft sich der Machtkampf zwischen Julian Assange und seinen Ex-Mitarbeitern.
Von
Janek Schmidt
Für die Enthüllungsplattform Wikileaks ist es ein Desaster, für ihre Quellen besteht große Gefahr: Geheime US-Botschaftsdepeschen kursieren im Internet - mitsamt den Namen von Informanten und dem nötigen Passwort. Die Organisation räumt das Leck ein, weist die Schuld aber anderen zu: Ein britischer Journalist habe den Zugangsschlüssel eigenmächtig veröffentlicht. Der weist die Vorwürfe als "Unsinn" zurück.
Eigentlich wollte Daniel Domscheit-Berg auf dem Treffen des Chaos Computer Clubs nur sein neues Projekt Openleaks präsentieren. Doch es kam zu Eklat: Der weitweit bekannte Hacker-Verein hat den Wikileaks-Aussteiger ausgeschlossen und schaltet sich damit in den Machtkampf zwischen Domscheit-Berg und Wikileaks-Gründer Julian Assange ein.
Von
Janek Schmidt
Deutschland hat seine eigene Enthüllungsplattform: Das Portal Openleaks ist ab sofort im Internet erreichbar. Das gab der Gründer der Website, Daniel Domscheit-Berg, auf einem Hackertreffen bekannt. Die Openleaks-Macher wollen, dass Veröffentlichungen genauer kontrolliert und Tippgeber besser geschützt werden als bei Wikileaks.
Mit diesem Schritt dürfte sich der frühere Wikileaks-Sprecher Daniel Domscheit-Berg bei seiner alten Plattform keine Freunde machen: Einem Bericht zufolge hat er 3500 unveröffentlichte Dateien der Enthüllungsplattform gelöscht - darunter brisante Informationen über deutsche Rechtsextreme.
Von
Johannes Boie
Nach der schweren Datenpanne um die geheimen US-Botschaftsdokumente geht Wikileaks in die Offensive. Die Enthüllungsplattform hat den kompletten Datensatz jetzt selbst online veröffentlicht.
Googles Maildienst nutzen und Wikileaks helfen? In den USA ist das keine gute Idee: Das US-Justizministerium hat Google und den Internet-Anbieter Sonic.net gezwungen, Daten eines Wikileaks-Helfers an die Behörden zu übergeben. Dabei half ein Gesetz, das noch vor der Enstehung des World Wide Web verabschiedet wurde.
Wikileaks-Mitarbeitern drohen bei Geheimnisverrat schwere Strafen. Ein internes Papier wirft zudem Fragen zu den Geschäftspraktiken der Organisation auf.
Von
J. Kuhn
Wer ist schuld an der ungeschwärzten Verbreitung brisanter US-Botschaftsdepeschen? In einer Videokonferenz auf der Ifa in Berlin hat Julian Assange dem "Guardian" Nachlässigkeit vorgeworfen. Einen größeren Schaden habe die Veröffentlichung aber nicht mehr angerichtet.