Sie will die zerstrittene Linke einen und spricht sich für einen "dritten Weg" zwischen ostdeutschen Reformern und westdeutschen "Fundis" aus: Katja Kipping, Bundesvorsitzende der Linken. Die Sächsin bildet zusammen mit dem West-Gewerkschafter Bernd Riexinger die Doppelspitze der Partei.
Diszipliniertes Klatschen, hüpfende Männer in roten Anzügen, fliegende Ballons: Der Parteitag in Dresden soll zeigen, dass Streit und Chaos bei der Linken Geschichte sind. Um mittelfristig mitregieren zu können, setzt die Führung auf orchestrierte Langeweile.
Von Daniel Brössler, Dresdenmehr...
"Da muss man schon Angst haben, wenn die den Außenminister stellen": Linken-Chefin Katja Kipping wettert auf dem Parteitag in Dresden gegen die Grünen und bekommt dafür tosenden Applaus. Anders als ihr Co-Vorsitzender Bernd Riexinger reißt sie die Delegierten mit. Nur einer macht nicht mit.
Von Antonie Rietzschel, Dresdenmehr...
Die Linken wollen Vermögende stark besteuern, lehnen Krieg ab und fühlen sich allein gegenüber einer "Allparteien-Koalition". Mit ihrem 96 Seiten starken Programm für die Bundestagswahl wollen sie beweisen, dass sie mehr zu bieten haben als nur Protest.
Von Daniel Brössler, Berlinmehr...
Das Thema Umverteilung sorgt bei der Linken für Aufregung: Parteichefin Kipping weist angebliche Pläne über eine 100-Prozent-Steuer zurück. Ob die Linke stattdessen ein Maximalgehalt fordert, bleibt offen.
Von Matthias Hubermehr...
Wenn es nach den Chefs der Linkspartei geht, dürfen Deutsche künftig maximal gut 40.000 Euro pro Monat verdienen. Alles was darüber hinausgeht, soll mit einer radikalen Reichensteuer belegt werden - und komplett an den Fiskus gehen.
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Kritik auch aus den eigenen Reihen: Peer Steinbrück will Bundeskanzler werden - und findet monatlich etwa 18.000 Euro zu wenig Geld für dieses Amt. Aber selbst in der SPD hat man wenig Verständnis für die Gehaltsvorstellungen des Kanzlerkandidaten.
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Peer Steinbrück geht in die Offensive: Er sei kein "Knecht des Kapitals" und habe seine Nebeneinkünfte "lupenrein" angegeben. Hinter den aktuellen Vorwürfen wittert der SPD-Kanzlerkandidat politische Motive.
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Endlich kehrt Frieden ein: Den neuen Vorsitzenden Kipping und Riexinger scheint es zu gelingen, die Konflikte innerhalb ihrer Partei zu beenden. Doch die Spekulationen um die Kandidaten für die Bundestagswahl könnten für neuen Diskussionsstoff sorgen.
Von Daniel Brössler, Berlinmehr...
Wie die Grünen könnten auch die Linken ihre Spitzenpersonal für die Bundestagswahl im nächsten Jahr per Urwahl bestimmen. Im SZ-Interview befürwortet Katja Kipping dies grundsätzlich, hat aber eine Bedingung. Ihr Interesse an einem rot-rot-grünen Regierungsbündnis bekräftigt die Linken-Vorsitzende, ärgert sich aber über Antwort der SPD-Führung.
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Exklusiv
Um "Abwehrreflexe" potenzieller Wähler zu vermeiden, empfehlen die Vorsitzenden der Linken ihrer Partei eine Abkehr von der bisherigen Strategie. Das Ziel von Kipping und Riexinger: ein rot-rot-grünes Bündnis nach der Bundestagswahl 2013.
Von Daniel Brössler, Berlinmehr...
Die Bundesvorsitzende der Linkspartei verrät, ob sie in ihrem politischen Leben schon einmal gelogen hat und ob sie den FDP-Mann Christian Lindner süß findet.
Fotos: Alfred Steffenmehr...SZ-Magazin
Kinder gehen immer, Tiere auch. Und selbst ein kräftiger Regenguss kann für Wahlkampfzwecke nützlich sein. Wenn im Sommer die Parlamente geschlossen sind, gehen deutsche Politiker auf Sommertournee. Immer mit dabei: Fotografen. Es soll sich schließlich lohnen.
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Die Linke sucht die Nähe von SPD und Grünen: Die neue Parteispitze spricht sich für ein linkes Regierungsbündnis aus. Sie will endlich beim Wahlkampf mitmachen und dafür alte Feindseligkeiten begraben - eine Bedingung aber stellt sie.
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Wurde die Ost-Linke abserviert? Führende Parteigenossen versuchen diesen Eindruck nach der Wahl von Kipping und Riexinger zu zerstreuen. Die Führung bilde die Partei in "ihrer ganzen Breite ab", sagt die neue Chefin. Widerspruch kommt von Fraktionschef Gysi. Der politische Gegner sieht in der Niederlage der Reformer eine Chance: SPD-Konservative umwerben Dietmar Bartsch.
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Meinung
Nach ihrem Parteitag gleicht die Linke einem Schlachtfeld. Bartsch und Gysi sind geschlagen - abgewatscht und politisch depressiv. Lafontaines Truppen bleiben stark, aber nicht dominant. Und auch das neue Führungsduo kann das Desaster nicht kompensieren.
Ein Kommentar von Nico Friedmehr...
Der Machtkampf um die Führungsposten der "Linken" ist zumindest vorläufig entschieden: Bernd Riexinger und Katja Kipping bilden die neue Doppelspitze der krisengebeutelten Partei. Die komplette Führungsriege der Linken
in Bildern.mehr...
Meinung
Das Problem ist nicht, dass Bernd Riexinger jetzt Parteichef der Linken ist. Das Problem ist das knappe Ergebnis. Es manifestiert die Spaltung der Partei in Ost und West. Die Flügel wollten Krieg. Sie haben ihn bekommen.
Ein Kommentar von Thorsten Denkler, Göttingenmehr...
Das neue Führungsteam der Linken ist gewählt: Neben der bisherigen Vize-Chefin Katja Kipping wird der baden-württembergische Landeschef Bernd Riexinger die Partei führen. Es ist keine leichte Aufgabe, welche die beiden erwartet - auf dem Parteitag präsentierte sich die Linke zerstritten wie nie.
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Die Linke steht vor einer schwierigen Aufgabe: Die Partei sucht nach zwei qualifizierten Parteichefs, möglichst eine Frau und ein Mann, jemand aus dem Osten und aus dem Westen - und gut miteinander auskommen müssen sie auch noch. Zehn Kandidaten treten heute zur Wahl an. Das Ergebnis ist völlig offen.
Wer ist Ihr Favorit? Stimmen Sie ab!mehr...
Ost-West, Mann-Frau - nach diesen Kriterien wurde bislang die Doppelspitze der Linken besetzt. Kurz vor dem Parteitag gibt es allerdings nur einen männlichen Bewerber von Gewicht: Dietmar Bartsch. Eine Gruppe Parteiintellektueller warnt nun vor einem "der Funktionärslogik gehorchenden Deal". Doch eine Niederlage des Ost-Reformers könnte gravierende Folgen haben.
Von Daniel Brössler, Berlinmehr...
Kommen nun Katja Kipping und Katharina Schwabedissen? Lafontaines Rückzug aus dem Rennen um den Linke-Vorsitz setzt auch Reformer Bartsch unter Druck. Eine weibliche Doppelspitze findet einflussreiche Anhänger.
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Karl-Theodor zu Guttenberg inszeniert sich als Anti-Politiker aus Adelsständen - Katja Kipping regt das auf. Die Linken-Politikerin fordert eine Abschaffung der Adelstitel, die "vordemokratische Sehnsüchte" bedienen.
Von D. Brösslermehr...
Politikerin Katja Kipping über Lustkäufe, ihren Kampf für 950 Euro Grundeinkommen und die Unbeholfenheit grauhaariger Kollegen.
Interview: A. Mühlauer u. H. Wilhelmmehr...
Oskar Lafontaine gibt den Parteivorsitz der Linken ab - und seine Kollegen streiten, wer ihn beerben soll. sueddeutsche.de stellt die derzeit aussichtsreichsten Anwärter für Führungsaufgaben vor. Mit Vote.
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