Meinung
Atomenergie in den Händen eines demokratischen und mit dem Westen verbündeten Iran muss keine Gefahr sein. Statt über einen Präventivschlag gegen das Land nachzudenken, sollte der Westen versuchen, die Bevölkerung zu einem "iranischen Frühling" zu ermuntern.
Ein Gastbeitrag von
Avi Primor
Der europaweite Frost lässt den Bedarf an Gas sprunghaft steigen und stellt den Energiekonzern Gazprom vor ernste Probleme. Ende vergangener Woche kam in Deutschland ein Drittel weniger Gas aus Russland an als gewöhnlich. Die Engpässe spüren die Deutschen nicht - noch nicht.
Von
Silvia Liebrich und Hans-Willy Bein
Lange Zeit züchteten Forscher neue Pflanzensorten mit Hilfe radioaktiver Strahlung. Sie wollten Pflanzen schaffen, die robuster waren und mehr Ertrag brachten. Die Nachfahren dieser Mutanten essen wir heute noch.
Von
Hanno Charisius
"Abschalten!, Abschalten!": Trotz Regenwetter demonstrieren auf dem Münchner Odeonsplatz über 25.000 Atomkraftgegner - unter ihnen viele Familien. Beliebtestes Plakatmotiv: Rainer Brüderle.
Von
Beate Wild
Das Jahr hatte es in sich: Guttenberg stürzt und kommt wieder, Steinbrück reitet eine Welle der Aufmerksamkeit. Kretschmann versetzt die Grünen in einen Rausch, der für Künast böse endet. Wulff muss kämpfen und der Pirat überrascht alle anderen. Doch welcher Politiker hat Deutschland 2011 wirklich verändert? Stimmen Sie ab!
Von
Thorsten Denkler und Michael König
Ein kleiner Ort in Zentralspanien freut sich. In der Dorfkneipe von Villar de Cañas brandet frenetischer Jubel auf, als die Regierung die Entscheidung verkündet: 700 Millionen Euro werden investiert, 300 neue Arbeitsplätze sollen entstehen. Gebaut wird: Ein Atommüll-Zwischenlager.
Der Diktator ist tot, es lebe die Diktatur: Mit einem pompösen Trauerzug nimmt Nordkorea Abschied vom gestorbenen Machthaber Kim Jong Il - und die Welt fragt sich, wie es in dem abgeschotteten Land nun weitergeht. Wird sich Kim Jong Un, der Sohn des Despoten, durchsetzen? Und ist die Atommacht nun noch gefährlicher?
Antworten auf die wichtigsten Fragen.
Sie werde alles tun, um den Euro zu sichern, verspricht Angela Merkel in ihrer Neujahrsrede. Die Deutschen hätten Grund zur Zuversicht, auch wenn das nächste Jahr schwierig werde. Europa wachse zusammen und werde in der Krise stärker.
Von
Nico Fried
Genug von den großen Finanzkonzernen? Seit dem Lehman-Kollaps gelten mächtige Banken bei vielen Menschen als Inbegriff von Maßlosigkeit und Unmoral. Für Anleger gibt es zunehmend Alternativen, die ein paar Prozent Rendite bringen und das Gewissen beruhigen. Von Ökobanken bis zum islamischen Banking lautet das Motto: etwas weniger Gier.
Von
Jannis Brühl
Der Konflikt zwischen USA und Iran verschärft sich: Nach Medienberichten ließ US-Präsident Obama Ayatollah Chamenei über geheime Kanäle eine Nachricht zukommen. Er warnt Irans geistlichen Führer davor, die "rote Linie" zu überschreiten. Blockiert Iran die für Öltransporte wichtige Straße von Hormus, müssten die USA reagieren.
Meinung
Der Atomstreit mit Iran eskaliert. Von Tag zu Tag, von Stunde zu Stunde. Mittlerweile ist nicht mehr auszuschließen, dass ein Krieg ausbricht, US-Präsident Barack Obama hat sogar eine direkte Warnung an Ayatollah Chamenei geschickt. Der Streit aber wird sich nur beilegen lassen, wenn seine Ursache beseitigt wird: Ziel jeder Iran-Politik muss es sein, zu verhindern, dass das Land in den Besitz der Bombe kommt.
Ein Kommentar von
Paul-Anton Krüger
Die Franzosen haben den Blues. Hundert Tage vor der Präsidentschaftswahl, dieser Kaiserkrönung der Republik, ist kaum Aufbruchstimmung zu spüren. Eigentlich läge es nahe, in gefährlicher See am Kapitän festzuhalten. Doch Nicolas Sarkozy macht es seinem Wahlvolk schwer. Die Bilanz des Präsidenten ist - nicht nur wegen der Herabstufung des Landes - allzu dürftig.
Ein Kommentar von
Stefan Ulrich
Jo Leinen war in den frühen achtziger Jahren eines der bekanntesten Gesichter der deutschen Anti-Atomkraft-Bewegung. Er sieht Deutschland an einer energiepolitischen Wegscheide und fordert im Gespräch mit sueddeutsche.de eine neue Endlagersuche - über Deutschlands Grenzen hinaus.
Interview:
Bernd Oswald
Bärbel Höhn, die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen im Bundestag, über die Atomenergiepläne der Union, eine Reform der Pendlerpauschale und die "hellseherische Gabe" ihrer Partei.
Interview:
Thorsten Denkler
Wir können mit erneuerbaren Energien und geringerem Verbrauch die Klimaziele erreichen und dabei die Wirtschaft aus der Krise führen. Ohne Atomkraftwerke.
Eine Außenansicht von
Harry Lehmann
"Atomkraft Nein Danke": In ganz Bayern wird es zahlreiche Mahnwachen gegen Atom geben. Während sich die AKW-Gegner organisieren, debattiert die Politik.
Der Europäische Druckwasserreaktor in Flamanville am Ärmelkanal gilt als Vorzeigeprojekt: Doch in der Mauer des künftigen Abklingbeckens klafft ein Loch - und der Beton ist laut einem Zeitungsbericht durchlässig wie "Käse". Frankreichs Atomaufsicht sagt, die Mängel könnten die Sicherheit des Kraftwerks erheblich beeinträchtigen - solche Konstruktionsfehler kämen aber häufiger vor.
Von
Michael Kläsgen
Angela Merkel krempelt die CDU um. Unter ihrer Führung haben die Christdemokraten Kinder in Krippen gebracht, die Wehrpflicht abgeschafft, den Papst kritisiert und sich von der Atomenergie verabschiedet. Jetzt lässt die Kanzlerin auf dem Parteitag sogar über Mindestlöhne diskutieren. Acht ehemalige Kernpositionen - und wie die CDU sich von ihnen verabschiedet.
Von
Jakob Kienzle
Wenige Tage nach dem Tod des nordkoreanischen Diktators Kim Jong Il hat sein Sohn und designierter Nachfolger Kim Jong Un bereits die volle Unterstützung der staatlichen Medien. Die Internationale Atomenergie-Behörde will unterdessen Inspektoren in das Land entsenden - Japan rüstet vorsorglich auf.
Die Internationale Atomenergie-Agentur hat Iran eine deutliche Rüge erteilt: Bis März verlangt sie von der Führung in Teheran eine Antwort auf alle offenen Fragen zu seinem Atomprogramm. Iran weist die Forderung zurück.
Exklusiv
Atomkraft? Ja, bitte! Die EU-Kommission scheint sich um die deutschen Ausstiegspläne nicht viel zu kümmern: Sie will die Kernkraft forcieren und befürwortet 40 neue Kraftwerke allein bis 2030. Und ausgerechnet der deutsche Kommissar Günther Oettinger treibt das Projekt voran.
Von
Markus Balser und Cerstin Gammelin
Bilder
Eine Frau, die die besten Witze reißt, ein Schwerverbrecher, der in Freiheit darf, und ein OB, der plötzlich mehr will: 2011 ist auch in München so einiges passiert. Der Jahresrückblick in Bildern.
Von
Lisa Sonnabend
Bundeskanzlerin Merkel hat den SPD-Vorschlag abgelehnt, im Gegenzug für längere Laufzeiten der deutschen Kernkraftwerke den Atomausstieg im Grundgesetz zu verankern.
Der rasante Preisanstieg bei Öl, Gas und Strom beunruhigen den ehemaligen SPD-Wirtschaftsminister Wolfgang Clement: Über längere Laufzeiten der deutschen Kernkraftwerke müsse nachgedacht, außerdem ein neuer Energiepakt mit den Versorgern ausgehandelt werden, sagte er der Süddeutschen Zeitung.
Von
Susanne Höll und Christoph Neidhart