Die Bundesregierung legt erstmals einen Gesetzentwurf für die Suche nach einer Atommüll-Deponie vor. Der Entwurf, der der SZ vorliegt, sieht für die Suche nach einem Endlager eine "Ethikkommission" sowie ein völlig neues Bundesinstitut vor - und setzt auf die Beteiligung der Bürger.
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Michael Bauchmüller
Seit 30 Jahren wird um Gorleben gestritten wie um kein zweites Bauprojekt. Und seit anderthalb Jahren erforschen Abgeordnete, wie es zur Entscheidung für den Standort kam. Was sie feststellen, ist ernüchternd.
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Michael Bauchmüller
Vertreter der Länder kommen heute im Bundesumweltministerium zusammen, um über Alternativen zum Atom-Endlager Gorleben zu diskutieren. Der Zeitpunkt für die Debatte scheint so günstig zu sein wie nie.
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Michael Bauchmüller
Vor 34 Jahren war Gorleben als Endlager für strahlenden Müll festgelegt worden - und genauso alt ist der Widerstand gegen diese Entscheidung. Nun haben sich Bund und Länder darauf geeinigt, nach weiteren möglichen Standorten zu suchen. Der Salzstock von Gorleben steht aber weiter zur Diskussion. Baden-Württembergs Ministerpräsident Kretschmann will dazu die Bürger befragen.
Früher Atom-Manager, heute Gorleben-Gutachter: Die Karriere von Bruno Thomauskes als Leiter der Kernkraftsparte von Vattenfall endete mit Pannen in Atomkraftwerken. Jetzt spielt er eine nicht unwichtige Rolle bei der Sicherheitsanalyse des Salzstocks in Gorleben.
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Michael Bauchmüller
Mehr als drei Jahrzehnte haben sich Politik und Atom-Gegner an Gorleben abgearbeitet, jetzt beginnt die Suche nach einem Endlager von vorne. Immerhin hat man eines gelernt: Ein Lager für Atommüll kann nicht durch noch so viele günstige Gutachten durchgesetzt werden - sondern nur durch ein Auswahlverfahren, das für alle nachvollziehbar ist.
Ein Kommentar von
Michael Bauchmüller
"Es geht jetzt ausschließlich um die Geologie, nicht mehr um Geographie und Ideologie": Der neue Umweltminister Huber schließt als Erster ein Atommüll-Endlager an der Donau nicht mehr aus. Unterdessen werden rund um das Atomkraftwerk Gundremmingen erhöhte Strahlenwerte gemessen.
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Stefan Mayr
Nach dem Ausstieg ist vor der Endlagerdebatte: In den vergangenen Jahrzehnten versuchte die Politik mit aller Macht, den Salzstock Gorleben als Atommülldeponie durchzusetzen. Jetzt will Schwarz-Gelb eine neue Suche starten. Das lässt die Gegner von Gorleben hoffen, doch der Streit um den Salzstock dürfte noch nicht zu Ende sein. Die Schweiz ist da weiter - ausgerechnet mit Hilfe eines Expertenberichts, der in Deutschland in der Versenkung verschwand.
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Kathrin Haimerl und Thorsten Denkler
Energie sparen, Stromquellen erschließen, Endlager suchen: Die Bundesregierung hat den Rahmenplan für den Atomausstieg beschlossen. Was die Energiewende in Deutschland verändern wird.
Eine Übersicht von
Corinna Nohn
Tagelang wurde quer durch die Republik nach strahlendem Material aus dem Forschungsreaktor Jülich gefahndet. Dann zeigte sich, es war nie verschwunden. Dafür sucht Rot-Grün in NRW nun etwas anderes: Erklärungen für die Informationspanne.
Der Landesregierung von NRW sind mehr als 2000 Brennelementekugeln aus dem Forschungszentrum Jülich abhandengekommen. Die Behörden schieben sich gegenseitig die Verantwortung zu. Aus dem Atommüll ließen sich mehrere schmutzige Bomben bauen.
Schon in drei Jahren sollte im Schacht Konrad in Niedersachsen schwach- und mittelradioaktiver Atommüll lagern. Doch das Projekt verzögert sich, weil es zwischen Bund, Land und der Stadt Salzgitter Streit um Baugenehmigungen gibt. Mittlerweile geht man von einer Inbetriebnahme erst für 2019 aus - und es könnte auch noch längern dauern.
Von
Michael Bauchmüller
Teurer Müll: Noch auf Jahrzehnte wird es den Bund Milliarden kosten, die Atomreaktoren und Kernforschungsanlagen zu schließen. Kurzmeldungen im Überblick.
Die Bundesregierung trifft nach SZ-Informationen Vorbereitungen für die Privatisierung der Atommüll-Endlager. Die Opposition sieht die Sicherheit der Bevölkerung "verkauft".
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M. Bauchmüller
Hessens Ministerpräsident Bouffier hat die Suche nach Alternativen zum Endlager Gorleben ins Spiel gebracht - und muss Kritik von Markus Söder einstecken.
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Michael Bauchmüller und Annette Ramelsberger
Berliner Politiker wollen im Salzstock von Gorleben herausfinden, ob der Endlager-Standort zu Recht gewählt wurde. Die Erkenntnisse, mit denen sie wieder auftauchen, könnten unterschiedlicher nicht sein.
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Michael Bauchmüller, Gorleben
Wer über Gorleben als Endlager für hoch radioaktiven Müll diskutiert, muss sich darüber klar sein, dass auch Salzstöcke Gefahren bergen. Andere Länder vertrauen auf Granit und Tongestein.
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Christopher Schrader
Alle brauchen ein Endlager, doch keiner will es vor der eigenen Haustür. Warum Landesregierungen aus dem Süden bei der Suche nach Alternativen zu Gorleben immer wieder bei Gorleben landen.
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Michael Bauchmüller
Böse Überraschung in der Asse II. In dem Atommülllager tritt immer mehr strahlende Flüssigkeit aus. Umweltschützer stellen nun die Pläne für die Rückholung des strahlenden Mülls in Frage.
In Deutschland gibt es bislang kein sicheres Endlager. Umweltminister Röttgen will nun erneut den Salzstock in Gorleben erkunden lassen. Durch die Laufzeitverlängerung fällt nun noch mehr giftiger Atommüll an.
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Christopher Schrader
Radioaktive Abfälle sind eines der großen ungelösten Probleme der Kernenergie. Aber sie lassen sich - zumindest theoretisch - entschärfen. Belgien baut nun eine erste Testanlage.
Von
Inga Ludwig
"Da fällt einem die Kinnlade runter": Das Umweltministerium lässt wieder einmal das mögliche Atomendlager Gorleben begutachten. Dabei verlässt es sich auf den Rat der Atomindustrie - und altbekannter Gorleben-Freunde.
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Michael Bauchmüller
Misstrauen begleitet die lange Geschichte des Projekts Gorleben, seit der Salzstock 1977 erstmals als mögliches Endlager ins Auge gefasst wurde. Auch Umweltminister Röttgen tut wenig, dies zu ändern.
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Michael Bauchmüller