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Bergung der Atommüllfässer in Brunsbüttel abgeschlossen

Ohne Komplikationen ist die Bergung der von Rostschäden betroffenen Atommüllfässer im AKW Brunsbüttel abgeschlossen worden. Sie soll künftig im Endlager Schacht Konrad bei Salzgitter gelagert werden.

Atommülllager Asse
Atommüll im Salzbergwerk Asse

Im Eiltempo gegen den Einsturz

126.000 Atomfässer lagern dort, wo niemals radioaktiver Abfall hätte gelagert werden dürfen: im Salzbergwerk Asse II. Die Suche nach einer Lösung für das Desaster ist ein Wettlauf gegen die Zeit. Dennoch kann die Bergung womöglich erst 2036 beginnen.

Von Jens Schneider, Remlingen

Altmaier fährt in die Asse ein
Altmaier besucht Atomendlager Asse

Ungemütlicher Ortstermin

Gleich zu Beginn seiner Amtszeit geht der neue Bundesumweltminister eines der heikelsten Umweltprobleme der Republik an. Er besucht das marode atomare Endlager Asse. Wo seine Vorgänger jahrzehntelang untätig waren, muss Peter Altmaier handeln, bevor das Bergwerk einstürzt.

Von Michael Bauchmüller, Remlingen

SZ-Magazin
SZ-Magazin
Ein Jahr nach dem Atomunfall in Fukushima

Wie sagen wir es unseren Nachfahren?

Atommüll strahlt ewig. Deshalb müssen Forscher Warnschilder ersinnen, die auch in 10.000 Jahren noch unmissverständlich sind. Ein Jahr nach der Katastrophe von Fukushima-1 wird diese Aufgabe wichtiger denn je.

Von Alexandra Lau und Roland Schulz

Konzept der Bundesregierung für Atommüll

Ethikkommission soll Endlagersuche begleiten

Die Bundesregierung legt erstmals einen Gesetzentwurf für die Suche nach einer Atommüll-Deponie vor. Der Entwurf, der der SZ vorliegt, sieht für die Suche nach einem Endlager eine "Ethikkommission" sowie ein völlig neues Bundesinstitut vor - und setzt auf die Beteiligung der Bürger.

Von Michael Bauchmüller

Atommüll-Endlagersuche - Erkundungsbergwerk Gorleben
Bund und Länder einigen sich

Suche nach Atommüll-Endlager beginnt von vorn

Vor 34 Jahren war Gorleben als Endlager für strahlenden Müll festgelegt worden - und genauso alt ist der Widerstand gegen diese Entscheidung. Nun haben sich Bund und Länder darauf geeinigt, nach weiteren möglichen Standorten zu suchen. Der Salzstock von Gorleben steht aber weiter zur Diskussion. Baden-Württembergs Ministerpräsident Kretschmann will dazu die Bürger befragen.

Zeitung: Bund will womoeglich mehr Atommuell in Gorleben einlagern
Suche nach einem Atom-Endlager

Experiment mit offenem Ausgang

Vertreter der Länder kommen heute im Bundesumweltministerium zusammen, um über Alternativen zum Atom-Endlager Gorleben zu diskutieren. Der Zeitpunkt für die Debatte scheint so günstig zu sein wie nie.

Von Michael Bauchmüller

Politik kompakt

Polens Präsident kritisiert Kaczynskis Stasi-Äußerungen

Einen "schädlichen Fehler" nennt Polens Präsident Komorowski die Äußerungen des nationalkonservativen Oppositionsführers Kaczynski. Der hatte Kanzlerin Merkel mit der Stasi in Verbindung gebracht. Jetzt sorgt sich Komorowski um die Beziehungen zu den deutschen Nachbarn und fordert eine Entschuldigung.

Kurzmeldungen im Überblick

Röttgen in Gorleben
Röttgen-Berater facht Debatte über Atommüll-Endlager an

Gesucht: Fünf Alternativen zu Gorleben

"In Gorleben wurden arrogante Entscheidungen getroffen": Der oberste Regierungsberater für die Entsorgung von Atommüll fordert, bis 2015 fünf alternative Standorte zum Salzstock in Gorleben zu bestimmen. Er empfiehlt Umweltminister Röttgen, die betroffenen Bürger rechtzeitig einzubeziehen - vier Punkte sollen ein Szenario à la Stuttgart 21 zu vermeiden.

Oettinger will Atommuellexport verbieten
Atommüll-Ausfuhr in Drittstaaten

Brisante Exportware

Fukushima hin oder her: Atommüll aus Europa darf weiter in andere Länder entsorgt werden - egal wie deren Sicherheitsstandards sind. Dass das Ausfuhrverbot scheitert, ist eine weitere große Niederlage für EU-Kommissar Günther Oettinger.

Von Cerstin Gammelin, Brüssel

BfS plant 25 Hektar großes Asse-Zwischenlager
Atommülllager Asse

Phantom einer Nazi-Atombombe

Die Asche radioaktiv verseuchter menschlicher Organe galt bislang als skurrilster Posten auf der Inventarliste des Atomlagers Asse. Nun gibt es Hinweise darauf, dass unter den Tausenden Fässern mit strahlendem Müll sogar Abfälle aus dem Atomprogramm der Nazis sein könnten.

Von Ralf Wiegand

Atomkraft

Weg mit dem Plutonium

Wie sich radioaktive Substanzen per Transmutation in weniger schädliche Stoffe verwandeln.

Von Inga Ludwig

Deckeneinsturz im Atommuelllager Asse
Atommülllager Asse

Menge der radioaktiven Salzlösung verdoppelt

Böse Überraschung in der Asse II. In dem Atommülllager tritt immer mehr strahlende Flüssigkeit aus. Umweltschützer stellen nun die Pläne für die Rückholung des strahlenden Mülls in Frage.

NDR berichtet ueber vermehrte Leukaemieerkrankungen in Gebiet um Atommuelllager Asse
Atomkraft und Blutkrebs

Hoffnungslose Ursachenforschung

Statistisch gesehen hätte es im Gemeindeverband Asse in den vergangenen Jahren nur fünf, nicht zwölf Leukämiefälle bei Männern geben dürfen. Einen Zusammenhang mit dem Atommüll in Asse II wird man aber kaum beweisen können.

Von Markus C. Schulte von Drach

Bundesamt fuer Strahlenschutz dringt auf neue Endlagersuche
Marodes Atommülllager

Krebs, der aus der Asse kommt?

Zwölf Männer und sechs Frauen sind zwischen 2002 und 2009 in der Gemeinde Asse an Leukämie erkrankt. Normal wäre ein Fall pro Jahr. Nun soll geprüft werden, ob das Atommüllager für den massiven Anstieg der Blutkrebs-Erkrankungen verantwortlich ist.

Proteste gegen Castor-Transport
Castor-Transporte

Das Recht des Stärkeren

Die Atompolitik ist eine nationale Angelegenheit, die die Gesellschaft spaltet, Widerstand provoziert - und immense Kosten verursacht. Der Bund allerdings ist sehr zurückhaltend in Sachen Finanzierung.

Ein Kommentar von Joachim Käppner

Erkundung Bergwerk Gorleben
Suche nach einem Atom-Endlager

Das Prinzip Gorleben

Kanzlerin Merkel und ihr Umweltminister Röttgen steuern in eine Sackgasse: Gorleben kann man nicht dauerhaft durch den Einsatz Tausender Polizisten verteidigen. Ein Endlager dort wird am Protest oder den Gerichten scheitern.

Ein Kommentar von Michael Bauchmüller

Alle elf Castor-Tieflader in Gorleben eingefahren
Streit um Kosten für Polizeieinsatz

Teuer, teurer, Castor-Transport

Mindestens 25 Millionen Euro wird der Polizeieinsatz rund um den Castor-Transport wohl kosten. Die will Niedersachsen nicht alleine tragen. Aber wer soll zahlen? Der Bund? Die Atomindustrie? Oder gar die "illegalen Demonstranten"?

Von Malte Conradi

Demnächst unterwegs nach Russland? Elf Castor-Behälter in Dannenberg
Abkommen geplant

Schwarz-Gelb will Atommüll nach Russland schaffen

Die Bundesregierung plant Castor-Transporte nach Russland. Nach SZ-Informationen will Berlin noch in diesem Monat den Deal mit Moskau besiegeln.

Von M. Bauchmüller, S. Höll, F. Nienhuysen und J. Schneider

Gorleben: Bundestags-Ausschuss besucht Salzstock
Endlager-Problematik

Atommüll muss in Europa bleiben

Die EU drängt ihre Mitglieder mit einer neuen Richtlinie zu nuklearen Endlagern - und löst damit heftigen Protest von Umweltschützern aus.

Von Markus Balser und Cerstin Gammelin

Will Röttgen Sicherheit bei Atom-Endlager senken?
Radioaktiver Müll

Die unendliche Geschichte

Die Atomwirtschaft hinterlässt den Menschen in Deutschland ein strahlendes Erbe - für das es immer noch kein Endlager gibt. Der Salzstock Gorleben ist seit mehr als 30 Jahren im Gespräch. Jetzt beginnt die Erkundung von neuem.

Von Michael Bauchmüller

Bundesamt fuer Strahlenschutz dringt auf neue Endlagersuche
Marodes Atomlager in Niedersachsen

Asse, die unterschätzte Gefahr

Die Situation im maroden Atomlager Asse ist dramatischer als bisher angenommen: Laut einem Gutachten, das der SZ vorliegt, lagern in dem früheren Salzbergwerk zehnmal mehr mittelradioaktive Abfälle als vermutet.

Von Michael Bauchmüller und Jens Schneider

Ahmadinedschad lenkt im Atomstreit ein
Politik kompakt

Ahmadinedschad droht mit Abbruch der Gespräche

Nächste Runde im Atompoker: Präsident Ahmadinedschad warnt vor Sanktionen gegen Iran - die will der UN-Sicherheitsrat schon bald verhängen.

Die Kurzmeldungen im Überblick

Gorleben Graphik
Gorleben-Ausschuss

Im Dunkel des Schachts

Handschriftliche Einschätzungen und Druck auf Wissenschaftler: Die Geschichte des Endlagers Gorleben ist undurchsichtig. Ein Ausschuss könnte nun unliebsame Relikte zutage fördern.

Von M. Bauchmüller und M. Kotynek

Atommüll, ddp
Endlagerung radioaktiver Abfälle

Strahlende Erblast

Die Zustände in der Asse sollten eine Mahnung sein: Die Hypothek der Kernenergie lastet schwer auf kommenden Generationen - und erlaubt deshalb keine Nachlässigkeit.

Ein Kommentar von Wolfgang Roth