Trauma

Theater
:Bei diesen Traumapatienten hilft keine Therapie

Tragödie als Kinderspiel samt Geschlechtertausch: Johan Simons inszeniert „Antigone“ am Berliner Ensemble. Ein Sprachkunstwerk mit Starbesetzung.

SZ PlusVon Peter Laudenbach

Ein Jahr nach dem Anschlag in Magdeburg
:Wenn die quälenden Bilder nicht verschwinden wollen

Psychotherapeut Christian Lüdke betreut Opfer des Anschlags auf den Magdeburger Weihnachtsmarkt. Ein Gespräch darüber, wie es ihnen heute geht und was nach einem Trauma helfen kann.

SZ PlusInterview von Nicole Schulze

Psychologie
:„Wer viel erlebt hat, hat geringere Chancen auf Erholung“

Erschütternde Erfahrungen erhöhen das Risiko für posttraumatische Belastungsstörungen – besonders im Krieg. Wie die Universität der Bundeswehr in Neubiberg ihre Studierenden auf extreme Situationen vorbereitet, erklärt Trauma-Expertin Inga Schalinski.

SZ PlusInterview von Daniela Bode

Kommunen in Finanznot
:Fachstelle für traumatisierte Geflüchtete gerettet

Dass es das Nürnberger Angebot braucht, daran gab es wenig Zweifel. Wegen finanzieller Engpässe drohte ihm trotzdem das Aus. Nun kann es vorerst fortbestehen.

Von Max Weinhold Hernandez

Deutscher Buchpreis
:Das Ungesagte sitzt in den Nieren

Mit seltener Präzision erzählt Jehona Kicaj am Beispiel einer Familie, die aus Kosovo geflohen ist, wie man Vergangenes weiterträgt, auch wenn man nichts davon weiß. Mit diesem Debütroman ist sie jetzt für den Deutschen Buchpreis nominiert.

SZ PlusVon Hubert Winkels

Dagmar Leupold über Generationenkonflikte
:„Das Schweigen der Mütter war ein anderes als das der Väter“

Vor Jahren hat die Schriftstellerin Dagmar Leupold die Männer der Kriegsgeneration in den Blick genommen, nun im Roman „Muttermale“ die Frauen. Ein Gespräch über Veränderungen in der Gesellschaft wie auch im Erzählen – und über ein spezielles Gift in Mutter-Tochter-Beziehungen.

SZ PlusInterview von Antje Weber

SZ MagazinNotfallseelsorge
:„Wenn man liebt, hört die Trauer nie ganz auf“

Wie übersteht man Schicksalsschläge? Pfarrer Albi Roebke arbeitet seit mehr als 25 Jahren als Notfallseelsorger. Er weiß, was Hinterbliebene im ersten Moment brauchen, und erklärt, warum Mitleid meist nicht hilfreich ist.

SZ PlusInterview von Lars Reichardt

SZ MagazinPsychische Gesundheit
:„Meine Traurigkeit hat viel mit der Traurigkeit meines Vaters zu tun“

Die Journalistin und Moderatorin Caro Matzko legt in einem neuen Buch ihre Krankheitsgeschichte offen: Magersucht, Depression, Klinikaufenthalte. Heute, sagt sie, gehe es ihr gut. Ein Gespräch über das Weitermachen, das Finden der passenden Therapieform und die Bedeutung der Traumata der eigenen Eltern.

SZ PlusInterview von Lars Reichardt

Roman
:Die Jungen können weinen

Wie die Traumata des Krieges seit 1945 durch die Generationen weitergereicht werden, davon erzählt Lina Schwenks Debüt „Blinde Geister“, das für den Deutschen Buchpreis nominiert ist. Und von neuen Kriegen, die schon neue Wunden reißen.

SZ PlusVon Gustav Seibt

Interview mit Susanne Abel
:„In dem Moment habe ich kapiert, dass ich tief in mir dieses Leid trage“

Die Bestsellerautorin Susanne Abel über das dunkle Geheimnis ihrer Familie, die Versöhnung mit ihrer an Demenz leidenden Mutter und das Schicksal deutscher Heimkinder nach dem Krieg.

SZ PlusVon Christian Mayer

Psychiatrie
:Folgen Sie dem Finger

Von einem Therapeuten angeleitete Augenbewegungen sollen gegen belastende Erinnerungen, Ängste und Schmerzen helfen. Was bringt die EMDR-Methode tatsächlich?

SZ PlusVon Werner Bartens

Literatur
:„Als Therapeutin sehe ich den Preis dieses Krieges“

Die israelische Autorin Ayelet Gundar-Goshen im Gespräch über die Traumata, die ihr nach dem 7. Oktober begegnet sind, die Frage, wem Rache hilft, und darüber, warum sie trotz allem wieder einen Roman geschrieben hat.

SZ PlusInterview von Nora Zukker

Sexuelle Gewalt
:„Es passiert nicht einfach so“

Wer als Kind sexuelle Gewalt erlebt hat, fürchtet sich oft vor der eigenen Elternschaft. Wird man Grenzen achten und den Nachwuchs schützen können - auch vor sich selbst?

SZ PlusVon Ronja Mavie Miska

Roman
:In jede Wunde eine Tablette

Wie geht eine Gesellschaft mit denen um, die sich nicht anpassen können? Diese Frage beantwortet Svealena Kutschke in ihrem Psychiatrieroman „Gespensterfische“ mit poetischer Tiefe.

SZ PlusVon Leon Frei

Rechte Gewalt
:Warum wurde auf mich geschossen?

Mina Mangal war acht Jahre alt und wohnte im Asylbewerberheim, als eine Kugel durchs Fenster flog. Gut 30 Jahre später fragt sie sich: Was ist damals wirklich passiert? Sie macht sich auf die Suche.

SZ PlusVon Veronika Wulf (Text) und Lorenz Mehrlich (Fotos)

Gazakrieg
:Wenn es hilft, dann weint

Seit eineinhalb Jahren kämpfen auch viele israelische Reservisten gegen die Hamas. Dann kehren sie aus der Hölle in Gaza zurück nach Tel Aviv – und die Leute trinken Hafermilchcappuccino am Strand. Spätestens da kommt alles hoch.

SZ PlusVon Thorsten Schmitz

MeinungEinrichtung in Nürnberg
:Es wäre fatal, die Trauma-Behandlung Geflüchteter einzustellen

Eines der wenigen Angebote nach Taten wie in Magdeburg und Aschaffenburg einzustellen, wäre paradox. Nürnbergs Politiker sollten sich klarmachen, wie viel sie zu verlieren haben.

SZ PlusKommentar von Max Weinhold

Nürnberg
:Trauma-Fachstelle für Geflüchtete droht die Schließung

Ausgerechnet nach Gewalttaten psychisch kranker Menschen mit Fluchtgeschichte steht eine der wenigen Einrichtungen zur Trauma-Früherkennung in Bayern vor dem Aus. Die Gründe.

Von Max Weinhold

Psychische Gesundheit
:„Mir fehlen die Worte, um auszudrücken, was in mir vorgeht“

Unser Autor findet eine Leiche und denkt zunächst – gar nichts. Er funktioniert nur. Doch Tage später fängt er plötzlich an zu weinen. Was geschieht da mit ihm? Mithilfe eines Experten lernt er, seine Reaktionen zu verstehen – und was er womöglich anders hätte machen sollen.

SZ PlusVon Merlin Wassermann

SZ-Pflegekolumne: Auf Station, Folge 185
:Schlaflose Nacht in der Klinik

Pola Gülberg versorgt auf der Intensivstation eine Patientin mit einem Schädelhirntrauma nach einem Sturz. Jede Stunde muss die Pflegerin nun die Pupillenreaktion der Frau kontrollieren – warum ihr das ziemlich leidtut.

Protokoll von Johanna Feckl

Dokumentarfilm „Liebe Angst“
:Was passiert mit Kindern, deren Eltern unfassbares Leid erlebten?

Der lange Schatten von Auschwitz: Ein Dokumentarfilm spürt einer Mutter-Tochter-Beziehung nach, die bis heute im Bann der deutschen Vergangenheit steht.

SZ PlusVon Verena Mayer

Psychotherapie
:„Niemals den Patienten frei erzählen lassen“

Viele Therapien dauern zu lange, weil selbst erfahrene Behandler Angst vor dem Grauen hätten, sagt Traumatherapeutin Maggie Schauer. Ein Gespräch über Vermeidungsstrategien, Resilienz und eine Methode, mit der alles schneller gehen könnte.

SZ PlusInterview von Barbara Vorsamer; Collagen: Jessy Asmus

Leben auf dem Internat
:King Loui gibt’s nicht mehr 

Mit elf kommt Konstantin Tengelmann auf ein Elite-Internat, mit 15 auf das nächste, in der Hierarchie arbeitet er sich ganz nach oben. Jahre später hört er das erste Mal vom Internatssyndrom. Und versteht: Viele seiner Probleme heute haben mit der Zeit damals zu tun.

SZ PlusVon Friederike Zoe Grasshoff und Lorenz Mehrlich (Fotos)

Transgenerationale Traumata
:„Ich bin die Wunde der Familie“

Ihre Mutter hat den Holocaust überlebt und konnte darüber zu Hause nicht reden. Ein Gespräch mit der Psychoanalytikerin Maya Lasker-Wallfisch über Trauma, die sich vererben, ihre jahrelange Drogensucht – und eine Begegnung mit dem Sohn des Auschwitz-Kommandanten Rudolf Höß.

SZ PlusInterview von Mareen Linnartz

Überfall auf Israel
:Die Überlebende

Sapir Saar war am 7. Oktober auf dem Nova-Festival, als Hamas-Terroristen dort 364 Menschen töteten. Bis heute ringt sie mit der Frage: Habe ich es verdient weiterzuleben?

SZ PlusVon Marcel Laskus

SZ MagazinLeben und Gesellschaft
:„Kinder bekommen oft automatisch mit, was die Eltern Schlimmes erlebt haben“

Wer selbst unter Traumata leidet, gibt diese oft an die nächste Generation weiter. Die Traumatherapeutin Katharina Drexler erklärt, wie man über solch tiefliegende Wunden spricht – und wann eine Therapie nötig ist.

SZ PlusInterview: Malin Köhler

Ausstellung über Kriegstraumata in der Pasinger Fabrik
:Schatten der Vergangenheit

Drei Münchner Künstlerinnen beschäftigen sich in der Pasinger Fabrik mit den seelischen Folgen des Zweiten Weltkrieges.

SZ PlusVon Jürgen Moises

Familiengeheimnisse
:Ein halbes Leben später

Mit 50 erfährt ein Mann durch Zufall, dass er als Kleinkind adoptiert wurde. Voller Hoffnung macht er sich auf die Suche nach seinen leiblichen Eltern - und wird erneut enttäuscht.

SZ PlusVon Julia Rothhaas

Amerikanische Literatur
:Entkomme deinem Schicksal

In der Gegenwartsliteratur sind alle dauernd traumatisiert, das Stilmittel ist längst zur Konvention vertrocknet. Da kommen die Romane der amerikanischen Autorin Joy Williams sehr gelegen.

SZ PlusVon Felix Stephan

Erinnerungskultur
:Vererbte Traumata

Was die Täter und die Opfer des Nationalsozialismus an die nachfolgenden Generationen weitergegeben haben, untersucht eine Veranstaltungsreihe in der Pasinger Fabrik.

Von Jutta Czeguhn

Literatur
:Das Schweigen brechen

Welche Folgen hat Gewalt gegen Frauen, insbesondere im Krieg? Die Schriftstellerin Ulrike Draesner wird auf zwei Podien in München über ihren Roman "Die Verwandelten" sprechen, an der Ludwig-Maximilians-Universität und im Haus des Deutschen Ostens.

Von Antje Weber

Krieg in der Ukraine
:"Wir möchten den Kindern ihre Kindheit zurückgeben"

Roman Syrotych ist Direktor der Caritas in Kiew, Olena Pokotyuk leitet dort die Projekte für Kinder. Bei einem Besuch bei ihren Kollegen in der Partnerstadt München berichten sie von ihrer Arbeit im Ausnahmezustand.

SZ PlusVon Anna Hoben

Alex Schulman "Endstation Malma"
:Ein Zug fährt durch die Zeit

Mit dem schwedischen Erfolgsautor Alex Schulman im "Chez Jolie" in Stockholm, wo er die Pause zwischen seinen Theaterproben verbringt - und zwischen seinen Reisen in die schmerzhafte Vergangenheit seiner Familie.

SZ PlusVon Alex Rühle

Medizin
:Wie Schwerverletzte aus der Ukraine nach Deutschland kommen

Und was eine private Whatsapp-Nachricht von deutschen Ärzten damit zu hat. Über einen komplexen Verteilmechanismus, mit dem Deutschland versucht, Wunden zu versorgen, die eigentlich nicht zu heilen sind.

SZ PlusVon Felix Hütten

Unfälle im Krankenhaus
:Wie klare Sprache Leben retten kann

Nach einem Unfall muss es schnell gehen. Damit die Mediziner gut und effizient zusammenarbeiten, gehen sie nach einem internationalen Schema vor und üben in Simulationen. Zu Besuch im Schockraum.

SZ PlusVon Ekaterina Kel

SZ MagazinKrieg
:Die Kämpfe nach dem Kämpfen

Viele Soldaten kehren aus ihren Einsätzen verwundet zurück – an Körper oder Seele. Für sie wurden die „Invictus Games“ erfunden, ein Sportwettbewerb für Veteranen. Auch die Bundeswehr ist vertreten – und erhofft sich davon weit mehr als nur Medaillen.

SZ PlusVon Niclas Seydack

Psychologie
:Damals auf dem Drachenboot

Nach wie vor ist der Glaube verbreitet, traumatische Erlebnisse würden oft verdrängt und ließen sich erst durch beharrliches Nachspüren wiederbeleben. Dabei entstehen so leicht falsche Erinnerungen. Über ein gruseliges Phänomen und dessen Folgen.

SZ PlusVon Sebastian Herrmann

Ukraine
:Eine Atempause vom Krieg

Die Granaten, die toten Kameraden. In zwei Wochen bekommt man das nicht aus den Köpfen. Aber darum geht es vielleicht auch gar nicht bei der Reha für ukrainische Soldaten. Das Grauen liegt ja nicht nur hinten ihnen, sondern auch vor ihnen.

SZ PlusVon Sonja Zekri

Psychologie
:"An meiner Mutter bin ich gescheitert"

Wie bringt man die Eltern zum Reden? Die britische Therapeutin Julia Samuel über generationsübergreifende Traumata, die Illusion von der perfekten Verwandtschaft und ihre Beziehung zur royalen Familie.

SZ PlusInterview von Mareen Linnartz

Musik zur Heilung
:Mit Liedern gegen das Leid der Missbrauchsopfer

Er hat schon Wagner-Partien gesungen und war lange im Ensemble des Gärtnerplatztheaters. Jetzt hat Laurence Gien einen musikalischen Abend für die Opfer sexuellen Missbrauchs vorgestellt. Im Auftrag der katholischen Kirche - und als selbst Betroffener.

Von Susanne Hermanski

Psychologie
:Noch genervt oder schon getriggert?

Der Chef ist bestimmt ein Narzisst, die Beziehung der Freundin vermutlich dysfunktional und der Alltag manchmal traumatisierend: Immer mehr Menschen klingen wie Hobbytherapeuten. Was diese Pathologisierung des Alltags für Auswirkungen hat.

SZ PlusEssay von Barbara Vorsamer

Trauma
:„Wir reden viel. Viel zu viel“

Bessel van der Kolk, einer der bekanntesten Traumatherapeuten, findet, dass viele psychische Probleme falsch behandelt werden. Ein Gespräch über Yoga, Theater und die Frage, was Trauma überhaupt ist.

SZ PlusInterview von Barbara Vorsamer; Illustrationen: Jessy Asmus

"Die Aussprache" im Kino
:Nachts kamen die Dämonen

Ein paar Frauen streiten über Auflehnung, Flucht und Vergebung. Sarah Polleys "Die Aussprache" zählt zu den interessantesten Filmen, die aus der "Me Too"-Debatte entstanden sind.

SZ PlusVon Susan Vahabzadeh

SZ-Adventskalender
:"Jeder könnte jemand sein, der mir wehtut"

Tobias P. leidet nach Missbrauchserfahrungen in seiner Kindheit an einer dissoziativen Störung. Eine Traumatherapie bedeutet für ihn den Weg zurück in die Gesellschaft - doch die Fahrkarte dorthin kann er sich kaum leisten.

Von Alexandra Leuthner

"Frieden, Liebe und Death Metal" im Kino
:Man kann nur mitfühlen, nicht nachfühlen

Das Filmdrama "Frieden, Liebe und Death Metal" erzählt vom Bataclan-Attentat - eigentlich aber von der Unberechenbarkeit von Traumata.

Von Annett Scheffel

Benefiz-Abend
:Traumata heilen

Mit einer Lesung im Literaturhaus unterstützen Schauspielerinnen und Schauspieler von Juliane Köhler bis Stefan Merki die Arbeit des Vereins Refugio, der traumatisierten Geflüchteten hilft.

Triggerwarnungen am Theater
:Jetzt wird es unangenehm

Vielen Aufführungen werden gerade Warnungen vorgeschaltet. Wem nützt das?

SZ PlusVon Till Briegleb

Andreas Schäfer: "Die Schuhe meines Vaters"
:Ich bin wie er

Grell leuchtende Heroen oder tyrannische Instanzen: Zu allen Zeiten mussten sich Söhne schmerzvoll an ihren Vätern abarbeiten. Der Autor Andreas Schäfer schreibt die gigantische literarische Tradition dieser Beziehung in die Gegenwart fort.

SZ PlusVon Ulrich Rüdenauer

Ralf Rothmann: "Die Nacht unterm Schnee"
:Liebe nach dem Krieg

Der dritte Teil von Ralf Rothmanns Trilogie über die Erbschaft der Gewalt nach dem Zweiten Weltkrieg ist der stärkste. Und wieder sucht er nach einer Rettung durch das Erzählen.

Von Hilmar Klute

Psychologie
:Früher war alles besser

Warum Menschen seit jeher den Verfall der Sitten und den schrecklichen Zustand ihrer Gesellschaft beklagen.

Von Sebastian Herrmann

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