Kalter Krieg

Joschka Fischers neues Buch
:Eine Verneigung vor Konrad Adenauer

Joschka Fischer hat sich auf die Suche nach der deutschen Identität begeben. Gefunden hat er – etwas überraschend – eine Republik, die sich auf das Erbe des ersten Kanzlers besinnen sollte.

SZ PlusRezension von Daniel Brössler

MeinungWeltpolitische Lage
:Vier Gründe, wieso der Krieg wahrscheinlich nicht zu uns kommt

Viele Menschen in Deutschland haben Angst vor einem Angriff Russlands auf die Nato, ähnlich wie in den Achtzigerjahren. Daraus lässt sich womöglich lernen, mit etwas mehr Optimismus in die Zukunft zu blicken.

SZ PlusEssay von Joachim Käppner

„K-278 Komsomolez“
:Sowjetisches U-Boot-Wrack vor Norwegen strahlt radioaktiv

37 Jahre nach dem Untergang wurde nachgemessen: Die Messwerte liegen bis zu 800 000 Mal höher als normal – und das in einer der fischreichsten Regionen der Welt. Warum Forscher dennoch Entwarnung geben.

Literatur
:Hier tanzt die Republik

Der Gründer sah sich „im Dienste der Abwehr des Bolschewismus“, mit Günter Wallraff rückte der Verlag nach links. Heute ist Kiepenheuer & Witsch das Dach, unter dem Uwe Timm, Sophie Passmann und Angela Merkel zusammenkommen: Zum 75. Geburtstag einer deutschen Institution.

SZ PlusVon Willi Winkler

US-Militärbasen weltweit
:Weltmacht, noch immer

Donald Trump behauptet, die militärische Vorherrschaft der USA sei von Russland und China bedroht. Aber stimmt das? Ein Blick auf mindestens 750 Stützpunkte – und in die Geschichte.

SZ PlusVon Christian Helten, Jonas Jetzig und Reymer Klüver

Geschichtsbild
:Der Chef der Sicherheitskonferenz

Ewald von Kleist rief das Treffen nach der Kubakrise ins Leben, mit Anfang 40. Den dramatischsten Teil seines Lebens hatte er da schon hinter sich.

Von Detlef Esslinger

Historie
:Der Griff nach der Bombe

Deutschland fürchtet in der Ära Trump, dass der nukleare Schutz durch die USA verloren gehen könnte. Im Kalten Krieg hatten Kanzler Adenauer und Verteidigungsminister Strauß für diesen Fall eine radikale Idee: eigene deutsche Atomwaffen.

SZ PlusVon Georg Ismar und Joachim Käppner

Raumfahrt und Verteidigung
:„Sollte ein Krieg ausbrechen, wird der Weltraum zu einem entscheidenden Faktor“

Generalmajor Michael Traut ist bei der Bundeswehr für die Weltraumsicherheit verantwortlich. Ein Gespräch über Machtkämpfe im Orbit, römische Gladiatoren und warum Deutschland nun auch verstärkt im All verteidigt werden soll.

Interview von Thomas Fromm und Dieter Sürig

Ökonomie im Kalten Krieg
:Neoliberalismus Ost

Die Perestroika war sowjetischer Thatcherismus, Reagan und Thatcher machten nichts anders als eine neoliberale Perestroika. So lautet die originelle These des Historikers Fritz Bartel. Doch damit lässt er einiges außer Acht und ebnet alle Unterschiede ein.

SZ PlusRezension von Tim B. Müller

Weltpolitik
:Im Rausch der Macht

Wie autoritäre Führer wie Wladimir Putin und Donald Trump voneinander lernen. Und wo das alles für jene endet, die mit ihnen gemeinsame Sache machen.

SZ PlusVon Cathrin Kahlweit

MeinungTechnikmesse CES
:Deutschland verpasst den Anschluss bei den großen Tech-Themen

Auf der Technikmesse CES in Las Vegas kämpfen die Chip-Giganten um Machtanteile, und China demonstriert seine Robotik‑Macht. Der deutsche Auftritt bleibt dagegen maximal blass.

Ein Kommentar von Jürgen Schmieder

Rüstungsindustrie
:Nicht im Krieg, aber auch nicht im Frieden

Panzerfäuste im Wald nebenan und Friseure, die jetzt in eine Munitionsfabrik wechseln: In Schweden zeigt sich, was die Zeitenwende bedeutet. Davon profitiert auch der dortige Rüstungskonzern Saab. Ein Besuch im hohen Norden.

Von Anna Lea Jakobs

MeinungEU und Südamerika
:Es ist peinlich, wie Europa seine Partner hinhält

In letzter Sekunde platzt die Unterzeichnung des Freihandelsabkommens mit den Mercosur-Staaten. Der nächste Versuch muss bitte sitzen.

SZ PlusKommentar von Benedikt Peters

MeinungDiplomatie
:Die OSZE steckt in der Krise, doch ihre Zeit könnte noch kommen

Von Moskau boykottiert, von Washington verachtet: Doch die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit wird trotz aller Probleme dringend gebraucht.

SZ PlusKommentar von Matthias Kolb

Politische Beteiligung
:Die Politiker in Berlin nennen es den Herbst der Reformen. Wir einen Witz

Die Kinder der Postpolitik: Egal ob Rente oder Wehrpflicht, ältere Politiker entscheiden gerade über die Zukunft der Jungen. Dabei wollen die etwas viel Radikaleres als ein paar Reformen.

SZ PlusEssay von Jonas Junack

Arktiskonferenz in Island
:Die Arktis unter Druck

Kanadische Ängste, Grönlands Selbstbehauptung, der Wettlauf um den Nordpol: Auf einer Großkonferenz in Reykjavík ist zu spüren, wie sehr sich die Arktis aufheizt – politisch wie klimatisch.

SZ PlusVon Alex Rühle

Verteidigung
:Nicht Krieg, nicht Frieden

In Hamburg hat die größte Verteidigungsübung seit dem Ende des Kalten Krieges stattgefunden. Sie zeigt, warum Bundeswehr und zivile Organisationen gemeinsam trainieren müssen – und welche Verantwortung dabei auch die Bevölkerung trägt.

SZ PlusText: Sina-Maria Schweikle, Fotos: Friedrich Bungert

Iran-Contra-Affäre
:Tatsächlich … Liebe

Oliver North und Fawn Hall, zwei Protagonisten der Iran-Contra-Affäre, die Ronald Reagan in den Achtzigerjahren fast seine Präsidentschaft kostete, haben geheiratet. Bei der Beerdigung von North’ Frau sollen sie sich wiederbegegnet sein.

SZ PlusVon Willi Winkler

Wie leben wir 2035?
:„Um eine globale Katastrophe auszulösen, genügen ein paar Dutzend Atombomben“

Die Gefahr eines Atomkriegs scheint heute so groß zu sein wie seit Ende des Kalten Krieges nicht mehr. Wie kann die Weltgemeinschaft eine nukleare Eskalation verhindern? Ein Gespräch mit dem Wiener Rüstungskontroll-Experten Nikolai Sokov.

SZ PlusInterview: Tobias Zick

SZ-Podcast „Das Thema“
:Wo bitte steht der nächste Bunker?

Seit dem Ukrainekrieg wollen immer mehr Deutsche einen eigenen Bunker. Ein Geschäft mit der Angst?

Von Constanze von Bullion und Timo Nicolas

MeinungEnergie
:Zurück in die Vergangenheit? Bloß nicht!

Her mit den Verbrenner-Autos, weg mit den Wärmepumpen – Klimaschutz? Egal. Man hat den Eindruck, dass hier gerade einiges zurückgedreht wird, wider jede Vernunft. Was für ein Fehler.

SZ PlusEssay von Silvia Liebrich

Film
:Der Tag, als Breschnew Kusshändchen warf

Die Doku „Der Helsinki-Effekt“ über die KSZE-Konferenz von 1975 ist ein rührendes Hohelied auf die Kunst der Diplomatie. Und: saukomisch.

SZ PlusVon Alex Rühle

Spanien
:Als Amerikas Plutonium vom Himmel fiel

Vor 60 Jahren stürzte eine „B-52“ mit vier Wasserstoffbomben in Spanien ab. Die große Katastrophe blieb aus, aber die Radioaktivität und das Stigma sind sie in Palomares nie losgeworden. Dass die USA endlich aufräumen? Mit Trump wohl kaum.

SZ PlusVon Patrick Illinger

Zum Tod von Schachweltmeister Boris Spasski
:Das Glück im Scheitern gefunden

Boris Spasskis Name blieb stets verbunden mit dem Schach-Jahrhundertmatch während des Kalten Kriegs – und seiner Niederlage gegen Bobby Fischer. Dabei interessierte er sich nie für Politik, umso mehr aber für die Menschen, die er traf.

Nachruf von David Kulessa

Geschichtsbild
:Moskau und Washington reden

Während der Kubakrise 1962 kommt es fast zu einem Krieg zwischen den USA und der Sowjetunion. Um schneller kommunizieren zu können, installieren die Supermächte daraufhin einen „heißen Draht“. In dieser Woche griff Donald Trump einfach zum Telefon, um Wladimir Putin anzurufen.

Von Frank Nienhuysen

Dokuserie „Europa und der Eiserne Vorhang“ bei Arte
:Stalins langer Schatten

Die Regisseurin Tania Rakhmanova fragt nach dem Leben im früheren Ostblock – und zieht Verbindungen zu neuen russischen Machtansprüchen. Was fehlt, sind historische Einordnungen.

SZ PlusVon Robert Probst

MeinungRussland
:Ein Gefangenenaustausch dieser Art wird die Unsicherheit in der Welt erhöhen

Als Moskau und der Westen kürzlich Inhaftierte austauschten, überwog die Euphorie. Diese ist aber falsch, ebenso der Vergleich mit dem Kalten Krieg.

SZ PlusGastkommentar von Martin Schulze Wessel

Deutsch-deutsche Geschichte
:Erweiterung des Museums in „Little Berlin“ geht voran

Im Kalten Krieg ging eine Mauer durch Mödlareuth an der einstigen innerdeutschen Grenze. Seit 1990 befasst sich das Deutsch-Deutsche Museum in dem Dorf mit der Teilung. Die Besucherzahlen steigen.

Abschreckungspolitik
:Raketen für den Frieden

Die Bundesregierung hat knapp ein Jahr lang darauf hingearbeitet, dass die USA weitreichende Waffen auf deutschem Boden aufstellen. Damit soll vor allem Russland abgeschreckt werden. Wie es zu der Entscheidung kam.

SZ PlusVon Daniel Brössler, Paul-Anton Krüger, Georg Mascolo, Nicolas Richter

SZ-Podcast „Auf den Punkt“
:Mordversuche aus Moskau: Die Bedrohung aus Russland wächst

Offenbar soll der russische Geheimdienst ein Attentat auf den Vorstandsvorsitzenden des größten deutschen Rüstungskonzerns geplant haben. Wie groß ist die Gefahr?

Von Ann-Marlen Hoolt, Christoph Koopmann

ExklusivKriegsgefahr
:Experten empfehlen Schutzräume in deutschen Gebäuden

Ein Bericht deutscher Zivilschutzbehörden macht klar, wie radikal sich die Sicherheitslage ändert. Gesetze könnten künftig in Gebäuden Schutzräume vorschreiben - erst mal aber sollen sich die Deutschen selbst helfen.

SZ PlusVon Markus Balser

Europawahl
:Können Sie mir Europa erklären?

Die EU, heißt es, ist schwer zu greifen. Dabei kann man sie alles fragen, sogar in Furth im Wald. Ein Termin bei Karin Stelzer, die durch Anträge lotst, Fördergelder für Wurstsemmeln beschafft und eine Idee verteidigt, die beschossen wird wie lange nicht mehr.

SZ PlusVon Josef Wirnshofer (Text) und Niklas Keller (Fotos)

MeinungPrantls Blick
:Wer als Erster schießt, der stirbt als Zweiter

Die apokalyptischen Reiter sind heute atomar bewaffnet. Eine Pfingstgeschichte und ein Pfingstbild als Augenöffner im Krisenjahr 2024.

SZ PlusVon Heribert Prantl

Abhöranlage bei München
:Lost Place aus dem Kalten Krieg

Nahe dem Schleißheimer Flugplatz hatte Radio Freies Europa bis in die Neunzigerjahre eine Anlage – allerdings nicht, um Programme nach Osten zu senden, sondern um den Funk aus dem sowjetischen Machtbereich abzuhören.

SZ PlusVon Sabine Wejsada und Robert Haas (Fotos)

"Unfrosted" von Jerry Seinfeld
:Dank an die Albernheit

Jerry Seinfeld erklärt die Ära der großen Comedy für beendet. Gleichzeitig kehrt er genau jetzt aus der Versenkung zurück - mit einer Farce über Kellogg's. Ist das der Spaß, den die Menschen jetzt brauchen?

SZ PlusVon Marlene Knobloch

Dem Geheimnis auf der Spur
:Der verschwiegene Gau

1957 ereignete sich in der Sowjetunion eine Atomkatastrophe, die fast so schwer war wie Tschernobyl. Nur erfuhr die Welt kaum von dem Unfall bei Kyschtym. Was passierte in der geheimen Anlage tatsächlich?

SZ PlusVon Fabrice Braun

Ostdeutschland
:Internationale Solidaritätärätä!

"Völkerfreundschaft" und "Ausländer aufklatschen": Gleich zwei Ausstellungen beleuchten alte Stereotype über die DDR. Zeit wird es.

SZ PlusVon Peter Richter

Vortrag mit Livestream
:Bayerns Achse in den Orient

Die vergessene Geschichte des Islam in Bayern ist Thema eines Vortrags im Museum Kempten.

Von Susanne Hermanski

MeinungPrantls Blick
:Die weißen Tauben sind müde

Wenn eine Verteidigungstüchtigkeit Deutschlands angeblich nicht mehr ausreicht und "Kriegstüchtigkeit" hergestellt werden soll - dann muss eine neue, große Friedensbewegung wachsen.

SZ PlusVon Heribert Prantl

Archäologie
:Forscher finden Hunderte alte Römerlager auf Spionage-Bildern

Im Nahen Osten sind 396 bislang unbekannte römische Festungen entdeckt worden - auf Satellitenaufnahmen der USA aus dem Kalten Krieg. Die Daten werfen bisherige Gewissheiten über den Haufen.

Von Hanno Charisius

SZ-Serie: Vergessene Orte im Münchner Umland
:Das Munitionsdepot im Wald

Im Kalten Krieg wird in der Nähe von Grafrath eine Dependance des Fliegerhorsts Fürstenfeldbruck errichtet. Seit 1995 militärisch entwidmet, erobert die Natur die alten Bunker langsam zurück.

SZ PlusVon Ariane Lindenbach und Carmen Voxbrunner

Mikroelektronik in der DDR
:Chip, Chip, Hurra

Das Unternehmen TSMC aus Taiwan will eine große Chip-Fabrik in Dresden bauen. Warum die Idee des Silicon Saxony naheliegt.

SZ PlusVon Peter Richter

Nordkorea
:Pjöngjang protzt mit seinen Freunden

Zum 70. Jahrestag des Waffenstillstands, der die Kämpfe des Koreakriegs beendete, zeigt Nordkorea nicht nur seine atomwaffenfähigen Raketen. Das Regime von Machthaber Kim Jong-un demonstriert auch den Schulterschluss mit China und Russland. 

Von Thomas Hahn, Seoul, und Lea Sahay, Peking

Proben für den Ernstfall
:Wie lebt man dreieinhalb Tage im Atombunker?

Zehn Menschen auf weniger als neun Quadratmetern: Vor 40 Jahren testeten zwei Dachauer Familien mitten im Kalten Krieg ihren Schutzraum. Jetzt wird der Film, der daraus entstanden ist, wieder gezeigt. Ein Treffen mit den Bunkerbewohnern von damals.

SZ PlusVon Nicolas Freund

Symbol der deutsch-deutschen Teilung
:Das Grenzmuseum in "Little Berlin" vergrößert sich

Gedenkstätte von Mödlareuth an der ehemaligen innerdeutschen Grenze zwischen Thüringen und Bayern bekommt einen Erweiterungsbau. Die Erneuerung und Erweiterung kosten insgesamt 22 Millionen Euro.

Friedensbewegung
:Den Krieg in der Ukraine beenden - aber wie?

Bei den Ostermärschen in mehr als hundert deutschen Städten steht auch dieses Jahr die russische Invasion im Mittelpunkt, die die Friedensbewegung weiter vor viele Fragen stellt. Auch die Vereinigung "Ärzte gegen den Atomkrieg" tut sich schwer mit einer Antwort.

SZ PlusVon Rainer Stadler

SZ-Podcast "Auf den Punkt"
:ICAN: "Solange wir Atomwaffen haben, so lange ist das Risiko eines Einsatzes da"

Russland will taktische Nuklearwaffen in Belarus stationieren. ICAN, die "internationale Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen", sieht darin eine "brandgefährliche Eskalation".

Von Lars Langenau

Spionage-Flüge
:Drohgebärden und echte Abschüsse

Im Kalten Krieg kam es immer wieder zu gefährlichen Zwischenfällen. Dazu zählt eine Katastrophe, die 269 Menschen das Leben kostete. Eine Eskalation haben Russen und Amerikaner aber stets vermieden.

SZ PlusVon Joachim Käppner

Film
:Familienfest im Kino

Regiegespräch zum Dokumentarfilm "Acht Geschwister".

Film
:Liebe im Kalten Krieg

Die Münchner Regisseurin Vera Maria Brückner erzählt in ihrem Dokumentarfilm "Sorry Genosse" die Geschichte eines deutsch-deutschen Liebespaars, die so manche Überraschung parat hat.

Von Josef Grübl

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