Er ist formal nichts anderes als ein islamischer Geistlicher oder Rechtsgelehrter. Seit der Islamischen Revolution 1979 sind die so Titulierten Teil des Machtapparats in Iran.
SZ-Podcast „Auf den Punkt“
:Iran: Ist ein Systemwechsel möglich?
Seit Ende Dezember gibt es Proteste im ganzen Land. Der Druck auf Irans Staatschef wächst immer mehr – von innen und von außen.
Iran
:Er verkörpert den Traum von einem Leben ohne die Mullahs
Reza Pahlavi ist, wenn man so will, das freundliche Gesicht der anderen, 1979 abgeschafften Diktatur. Und doch: Derzeit rufen viele Iranerinnen und Iraner nach einer Rückkehr der Monarchie.
Iran
:Der lange Lauf zur Freiheit
Die Machthaber in Iran müssen zusehen, wie ihnen das Land mehr und mehr entgleitet. Die Frauen ignorieren Verbote und erkämpfen sich neue Möglichkeiten – vor allem dank der Macht der Masse.
Religion
:Es geht hier nicht um die Verteidigung des Abendlands
In Berlin kocht ein Streit um eine Veranstaltung namens „Decolonizing Christmas“. Dabei haben wir doch längst gelernt, dass das Fest der Liebe sich sehr gut behaupten kann gegen jede historisch-kritische Frage.
Islam
:Österreich verbietet Kopftuch für Mädchen in Schulen
Eine große Mehrheit stimmt im österreichischen Parlament für die neue Regelung. Dabei ist unklar, ob sie überhaupt verfassungskonform ist.
Orbán in Istanbul
:Besties am Bosporus
Der türkische Präsident Erdoğan erfreut sich großer Beliebtheit. Nicht in seinem Land, aber auf der Weltbühne. Am Montag bekam er Besuch vom ungarischen Premier Orbán. Der dankte dem Gastgeber für nichts weniger als die Rettung Europas.
Veranstaltung zu Religionen in München
:Dann erklimmt Alt-OB Ude unangekündigt das Podium
Im Alten Rathaus feiern die Münchner Religionen ihre gemeinsame Werte-Charta. Doch die Abwesenheit von Vertretern der beiden jüdischen Gemeinden der Stadt sorgt für Unmut.
Afrika
:Nun entdeckt Trump Nigeria
Der US-Präsident droht mit einem Militärschlag gegen islamistische Kräfte in Westafrika. Sie sind tatsächlich eine ernste Bedrohung, auch wenn der Konflikt keineswegs ein Genozid an Christen ist.
Verleihung des Thomas-Dehler-Preises an Imam Benjamin Idriz
:„Er ist kein Antisemit“
„Judenhass ist für Muslime ein absolutes No-Go“, sagt Benjamin Idriz. Am Mittwochabend wurde der Penzberger Imam in München als „Brückenbauer“ für interreligiösen Dialog mit dem Thomas-Dehler-Preis ausgezeichnet. Vorausgegangen war massive Kritik.
Saudi-Arabien
:Der erste Großmufti, der wenig zu sagen hat
Der 90 Jahre alte Saleh al-Fausan ist der neue religiöse Führer in Saudi-Arabien. Früher war das Amt des Großmufti von großer Bedeutung. Aber welche Rolle kann er spielen neben dem Modernisierer Kronprinz Mohammed bin Salman?
Thomas-Dehler-Preis
:Geplante Ehrung für Imam löst Kontroverse aus
Eine FDP-nahe Stiftung will Benjamin Idriz als „Brückenbauer“ zwischen den Religionen ehren. Kritiker werfen dem Geistlichen wegen Aussagen zum Krieg in Nahost „Terrorverharmlosung“ vor. Münchner Politiker widersprechen.
MeinungNahost
:Nie waren die Chancen auf ein Ende dieses Krieges so groß wie jetzt
Doch entscheidend ist, wie es weitergeht zwischen Israelis und Palästinensern. Überzeugende Lösungen hat kein Staatsmann vorzuweisen. Und ob Trump nun seinen Nobelpreis kriegt? Den meisten Menschen in Tel Aviv und Gaza dürfte es egal sein.
Tag der offenen Moschee
:„Für uns ist Penzberg auch Mekka“
Die islamische Gemeinde in Penzberg feiert die Eröffnung ihrer Moschee vor 20 Jahren. Der evangelisch-lutherische Regionalbischof Thomas Prieto Peral betont als Gastredner die Würde eines jeden Menschen.
Tag der offenen Moscheen
:Dialog und Begegnung mit dem Islam
Die islamische Gemeinde in Penzberg lädt ein zu Führungen durch die Moschee. Der evangelisch-lutherische Regionalbischof Thomas Prieto Peral ist Gastredner.
Zwei Bücher über Integration
:Die falsche Toleranz der „Migrantenversteher“
Der eine schreibt über „Fascholand“, die andere über „Heimatland“. Zwei sehr unterschiedliche Analysen von Canberk Köktürk und Güner Yasemin Balci darüber, was in Deutschland bei der Integration alles schiefläuft.
Brandanschlag von Solingen
:„Begegnet Hass nicht mit Hass“
Ein Buchprojekt erinnert an Mevlüde Genç, die 1993 beim Brandanschlag von Solingen fünf enge Verwandte verlor. Es ist für Kinder geschrieben, hat aber eine Botschaft an alle.
Nach Sturz des Assad-Regimes
:Wie ein Winzer in Syrien den Islamisten trotzt
Meinen es die neuen Herrscher in Syrien ernst mit der versprochenen Toleranz? Die Zukunft des Weingutes von Yousef al-Jarjour könnte ein Gradmesser dafür werden.
Glaube
:„Die Religion erfährt derzeit einen historisch beispiellosen Bedeutungsrückgang“
Neue Studien zeigen, dass die Bedeutung der Religion weltweit abnimmt, sogar in Iran und den USA. Sollte uns das beunruhigen? Ein Gespräch mit dem Religionssoziologen Detlef Pollack.
Iran
:Was bedeutet die Fatwa gegen Trump?
Immer wieder werden Prominente durch Fatwas mit dem Tode bedroht. Nun trifft es den US-Präsidenten. Doch eigentlich hat das islamische Rechtsgutachten eine andere Funktion.
SZ-Serie: Dahoam in ...
:„Manchmal nennt mich jemand statt Ali einfach Alois“
Auf Menschen zugehen, offen sein – das war Ali Uysal immer wichtig und das erwartet er auch von anderen Muslimen. Aufgewachsen in der Hallertau hat der Bayer mit türkischen Wurzeln in Penzberg eine neue Heimat gefunden, nicht zuletzt wegen der vorbildlichen Integrationsarbeit der Islamischen Gemeinde.
Rassismus gegen Muslime
:„Wir sind so vielfältig, aber die Gesellschaft will von ihrem Vorurteil nicht lassen“
Sie werden beleidigt und bespuckt: Deutschlandweit steigt die Zahl antimuslimischer Übergriffe, vorwiegend auf Frauen. Eine Lehrerin und eine Geschäftsfrau, die für Musliminnen gehalten werden, berichten über tief reichenden Rassismus – der nicht immer augenscheinlich ist.
Ein Lehrer outet sich als schwul und wird danach von seinen Schülern beleidigt, bedroht, gemobbt – jahrelang. Ein Einzelfall?
Opferfest im Luitpoldpark
:„Kirchweih-Stimmung“ unter Münchens Muslimen – getrübt von Islamismus-Vorwürfen
Tausende Muslime feiern am Pfingstmontag im Luitpoldpark „Eid al-Adha“. Ein buntes Volk begegnet sich hier zwischen Hüpfburg und Gebetsrunden. Bereits vor der Veranstaltung gab es die Warnung, Radikale könnten die Feier unterwandern.
Kriminalität
:Islamfeindliche Straftaten in Bayern nehmen zu
Laut Zahlen des Innenministeriums gab es im vergangenen Jahr 213 Fälle. Die meisten Täter sind Rechtsextreme.
Messerangreifer muss in Psychiatrie
:Eine Tat im Wahn – befeuert von rechtsextremem und antisemitischem Gedankengut
Ein Mann sticht in München auf offener Straße auf zwei Männer ein, die er für Muslime hält. Das Gericht hält ihn für schuldunfähig und ordnet die Unterbringung in der Psychiatrie an.
Prozess am Landgericht
:Auf einer „Mission“ mit einem Messer
Ein psychisch kranker Mann attackiert in Pasing auf offener Straße zwei Männer, die er für Muslime hält. Die Generalstaatsanwaltschaft fordert, den 41-Jährigen in einer geschlossenen psychiatrischen Klinik unterzubringen.
Jerusalem nach 1948
:Die Landnahme vom Skopusberg
Yfaat Weiss erzählt die Geschichte einer entmilitarisierten israelischen Exklave unter dem Schutz der UN und wie der nur zwei Quadratkilometer große Hügel zur Kampfzone zwischen Juden und Palästinensern wurde.
Denkfehler statt Vorurteil
:Psychologische Verzerrung beeinflusst Wahrnehmung von Minderheiten
In Befragungen wird oft stark überschätzt, wie hoch der Anteil von Minderheiten an einer Gesamtbevölkerung ist. Meist wird das als Beleg für Ängste und Vorurteile gewertet. Doch offenbar steckt dahinter nur eine urmenschliche Schätz-Schwäche.
Religion
:Stadt schickt erstmals Ramadan-Grüße an ihre Muslime
Am Montagabend wünscht ein strahlender Schriftzug auf der Fassade des Alten Rathauses den Münchner Muslimen ein „frohes Fest“. Für viele ist die Premiere ein wichtiges Zeichen – doch es gibt auch Verbesserungsvorschläge.
Massengräber in Bosnien-Herzegowina
:Trauma der Unwissenheit
Auch Jahrzehnte nach dem Krieg wird in Bosnien-Herzegowina nach Vermissten, Ermordeten und anonym Verscharrten gesucht. Taina Tervonens ergreifendes Buch über die Würde der Toten und die stille Verzweiflung der Überlebenden.
SZ-Podcast „Auf den Punkt“
:Ethnische Säuberungen in Syrien: Aufruf zum Dschihad
Tausende Alawiten sind Opfer von Massakern in Syrien. Blutige Rache wird nicht nur an Anhängern des gestürzten Assad-Regimes verübt, sagt der Orientalist Daniel Gerlach.
Muslimfeindlichkeit
:Rassismus unter dem Radar
Viele Musliminnen und Muslime in Deutschland erleben rassistische Diskriminierung. Nun hat Nordrhein-Westfalen als erstes Bundesland eine eigene Meldestelle eingerichtet. Damit sollen Fälle besser erfasst werden.
Medien zu Anschlägen
:Schaut genauer hin
Nach Magdeburg hat sich gezeigt: Das Interesse von Medien an Anschlägen ist größer, wenn der mutmaßliche Täter ein Ausländer ist. Ein Plädoyer für mehr Komplexität.
Muslime in München
:„Die religiöse Sprache hat die Kraft, Brücken zu bauen oder Mauern zu errichten“
„Das schöne Wort“ heißt ein neues Buch von Imam Benjamin Idriz. Er übersetzt darin Verse des Koran für „ganz normale Menschen“, Muslime und Nicht-Muslime. Und will damit Missverständnisse ausräumen.
Medizin
:Ramadan: Fasten-Tipps für Menschen mit Vorerkrankungen
Der Ramadan steht bevor, vom 1. März an fasten viele Muslime wieder. Wer das mit Vorerkrankungen wie etwa Diabetes tun will, sollte aber einige Dinge beachten. Ein Überblick.
Muslime in der Stadt
:München leuchtet zu Ramadan - aber nur für wenige Stunden
Keine blinkenden Schriftzüge, sondern lediglich ein Feiertagsgruß an der Fassade des Alten Rathauses: Die muslimische Community zeigt sich enttäuscht darüber, wie die Stadt erstmals Licht auf ihren Fastenmonat lenken möchte.
Irak
:„Das Bucklige“ steht wieder
Nach sechs Jahren sind einige Wahrzeichen in der Altstadt Mossuls wieder aufgebaut. Ein positives Signal. Aber wird es anderswo gehört?
Ominöse Investoren
:Stadtrat debattiert über ehemaliges Galeria-Kaufhaus in Regensburg
Seit Monaten steht das Gebäude des früheren Galeria-Kaufhofs in Regensburg leer. Ein privater Investor plant nach städtischen Angaben ein islamisches Kulturkaufhaus. Darüber diskutierte der Stadtrat.
Islamischer Unterricht
:Wo junge Muslime den Islam ergründen
An Bayerns Schulen gibt es den Islamischen Unterricht mit staatlichem Lehrplan. Das Fach gilt als guter Weg, um Extremismus vorzubeugen – und gibt den Schülern einen Raum für entspannte Gespräche über Religion. Ein Besuch in Nürnberg.
Psychologie
:Religion und Glück: Gibt es da wirklich einen Zusammenhang?
Menschen, die an Gott glauben, sind zufriedener mit ihrem Leben – heißt es immer wieder. Nun hat ein Psychologe nachgerechnet und sagt: Ja, da ist ein Effekt. Aber der ist wohl irrelevant.
Iran
:Präsident legt Veto gegen umstrittenes Kopftuchgesetz ein
Frauen, die sich nicht an die Kopftuchpflicht halten, müssten hohe Geldstrafen zahlen. Präsident Peseschkian befürchtet durch das Gesetz neue Unruhen – und will seinen im Wahlkampf versprochenen moderaten Kurs mit aller Macht durchsetzen.
Iranische Sängerin
:Mit Abendkleid, ohne Kopftuch
Gleich zwei Tabus hat die iranische Künstlerin Parastoo Ahmadi gebrochen: Sie sang öffentlich – und sie trug dabei keinen Hidschab. Das Regime ließ sie vorübergehend verhaften.
Syrien
:Weihnachten mit den Islamisten
Assad ist weg, dafür sind jetzt viele bärtige Männer auf Motorrädern da. Die Islamisten sagen, sie wollen ein Syrien für alle. Aber Christen und Alawiten haben da ihre Zweifel.
Antimuslimischer Rassismus
:In München sollen „Happy Ramadan“-Schriftzüge leuchten
Die Stadt will antimuslimischen Rassismus bekämpfen und islamisches Leben sichtbarer machen. Bei den Details gibt es jedoch Streit.
Bangladesch und Indien
:Muslime gegen Hindus
In Bangladesch kommt es vermehrt zu Übergriffen auf die Hindu-Minderheit. Interimsregierungschef Yunus bezeichnet die Berichte als übertrieben – grundlos sind sie aber nicht.
Aktuelles Lexikon
:Alawiten
Eine religiöse Minderheit in Syrien, die bis zuletzt die herrschende Elite bildete und ihre Glaubenspraktiken geheim hält.
Leben und Gesellschaft
:Joachim Herrmann: Respekt und Toleranz erzeugen Heimatgefühl
„Muslimisch. Bayerisch. Perspektiven auf Heimat“ ist Titel einer Tagung in Nürnberg, an der auch der bayerische Innenminister teilgenommen hat. Dabei betont er die Bedeutung des interreligiösen Dialogs für das gesellschaftliche Miteinander.
Öffentlich-rechtliches Fernsehen
:Hier setzt sich Kirche in ein schönes Licht
Die Zahl der Protestanten und Katholiken sinkt – trotzdem sendet das Erste seit siebzig Jahren „Das Wort zum Sonntag“, als wäre nichts geschehen. Zeit, dass sich die Sendung öffnet.
Friedensgebet
:Erstmals stehen Münchner Juden und Muslime wieder Seite an Seite
Nach der Terror-Attacke der Hamas hatte sich ein tiefer Graben zwischen den Religionen in der Stadt aufgetan. Nun gibt es beim Friedensgebet eine zaghafte Annäherung. Eine wichtige Stimme fehlt allerdings noch immer.