Deutsche Geschichte

Design
:Wie rot war das Ohrläppchen von Immanuel Kant, Herr Leder?

Und wie blau war das lädierte Auge von Boxweltmeister Eckhard Dagge? Modedesigner Frank Leder hat aus der Suche nach deutscher Identität eine unterhaltsame Farbenkollektion gemacht.

Interview von Max Scharnigg

Dem Geheimnis auf der Spur
:Der Werwolf aus dem Rheinland

Der Bauer Peter Stump wurde im 16. Jahrhundert der Zauberei bezichtigt, hingerichtet – und berühmt. Was ist tatsächlich geschehen?

SZ PlusVon Florian Welle

Porträt
:Die Macht, Filme zu drehen

Pia Strietmann versteht es, die Welten mächtiger Männer zu inszenieren – und ist spätestens seit der Serie „Herrhausen“ eine der spannendsten deutschen Regisseurinnen. Eine Annäherung.

SZ PlusVon Claudia Tieschky

Grab Ottos des Großen
:Recycling für den Kaiser

Die Marmorplatte vom Sarkophag Ottos des Großen im Magdeburger Dom stammt offenbar ursprünglich aus Marmara. Wurde hier eine ehemalige Bodenplatte wiederverwendet?

Von Jakob Wetzel

Lesung bei der Münchner Bücherschau
:Warum Caro Matzko die Fluchtroute ihres Vaters rückwärts reiste

Gemeinsam mit Hannes Ringlstetter stellt Caro Matzko im Münchner Haus der Kunst ihr neues Buch vor. Ein Roadtrip nach Polen, an den Ort im ehemaligen Ostpreußen, aus dem ihr Vater einst fliehen musste.

Von Barbara Hordych

MeinungPrantls Blick
:Tausend Briefe voller Mitgefühl – einfach unterschlagen

Vor genau 33 Jahren geschahen die rassistischen Verbrechen von Mölln, in der Folge wurde das alte Asylgrundrecht entsorgt. Daran erinnert der Dokumentarfilm „Die Möllner Briefe“, der derzeit in siebzig Städten gezeigt wird.

SZ PlusVon Heribert Prantl

Ausstellung
:Ein Einzeller namens Bismarck

Das Deutsche Historische Museum hat sich ein Megathema vorgenommen, das kaum zu bewältigen ist: Natur und deutsche Geschichte. Trotzdem ist die Fülle an Stoff und Anekdoten schlicht hinreißend.

SZ PlusVon Gustav Seibt

Interview mit Florian Illies
:„Diesem Zufall verdanke ich mein Leben“

Bestsellerautor Florian Illies über seinen Vater, der als junger Mann die Schlacht bei Monte Cassino überlebte, das Drama der Familie von Thomas Mann im französischen Exil 1933 und seine Lust am Erzählen.

SZ PlusInterview von Christian Mayer und Julia Rothhaas

9. November 1938 in Dachau
:Vertreibung markiert den Auftakt zum Massenmord

Mit der Pogromnacht vor 87 Jahren beginnt auch die Deportation von Juden in Konzentrationslager wie Dachau. Aus der Stadt und dem Landkreis  selbst waren die Menschen zuvor vertrieben worden.

SZ PlusVon Helmut Zeller

DDR-Geschichte
:Sklaverei im Sozialismus

Als Adelino Massuvira João 1980 aus Mosambik in die DDR kommt, träumt er von einer Ausbildung. Heute weiß er: Er war Teil eines zynischen Deals zwischen zwei sozialistischen Staaten. Ein vergessenes Kapitel deutscher Geschichte.

SZ PlusVon Christin Lesker

Erinnerung ans jüdische Displaced-Person-Camp
:„Wir sind mit klaren Gefühlen aufgewachsen: draußen die Feinde und die Amerikaner die Retter“

Rachel Salamander hat ihre Kindheit im Lager Föhrenwald für jüdische Displaced Persons verbracht. Wie es war, unter Menschen aufzuwachsen, die in die tiefsten Abgründe geblickt haben, und an einem Ort, an dem kein Bewohner aus freien Stücken gewohnt hätte.

SZ PlusInterview von Felicitas Amler

Westdeutschland nach dem Zweiten Weltkrieg
:In dieser Stadt werd’ ich immer nur ein Fremder sein

In „Wunderland“ taucht Harald Jähner tief in die Pubertät der Bundesrepublik ein – und entdeckt eine verblüffende Parallele zur Gegenwart.

SZ PlusVon Joachim Käppner

NS-Geschichte im Unterricht
:„Gedenkstätten und Schulen müssen so früh wie möglich Empathie vermitteln“

Es gibt nicht mehr viele Zeitzeugen, die von den Verbrechen des Nationalsozialismus erzählen können. Das stellt die Geschichtspädagogik vor neue Aufgaben. Der Historiker Oliver Rathkolb erklärt, wie jungen Leuten die Vergangenheit nahegebracht werden kann – und die Lehren, die daraus zu ziehen sind.

SZ PlusInterview von Helmut Zeller

Psychische Gesundheit
:Studie: „Wendekinder“ sind auf Jahrzehnte psychisch belastet

Für junge Menschen im Osten war das Ende der DDR ein erheblicher Einschnitt. Die psychischen Folgen aber wurden kaum erforscht. Nun zeigt eine Studie, wie groß diese offenbar sind – und wie lange sie anhalten.

SZ PlusVon Christina Berndt

Biografien aus der NS-Zeit
:„Es gibt erschreckende Parallelen zur Gegenwart“

Melissa Müller landete mit der Biografie von Anne Frank einen weltweiten Bestseller. Seither beschäftigt sie sich immer wieder mit Geschichten von Tätern und Opfern des NS-Regimes. Doch ihr neues Buch enthält eine positive Botschaft.

Von Martina Scherf

Geschichte im Landkreis Dachau
:Gedenken an Martin Kieselstein in Dachau

In der Versöhnungskirche wird am Freitag, 5. September, an den vor zehn Jahren verstorbenen Zeitzeugen des Holocaust erinnert.

Von Wieland Bögel

Erinnerungskultur
:Der Weg ist frei für eine neue KZ-Gedenkstätte in Bayern

Im Wald bei Mühldorf sollten KZ-Häftlinge, Zwangsarbeiter und Kriegsgefangene während der Nazi-Herrschaft unter widrigsten Umständen eine unterirdische Flugzeugfabrik bauen. Jetzt gehört das Gelände nach langen Verhandlungen endlich dem Freistaat.

Von Matthias Köpf

Erinnerungsarbeit im Internet
:Das Grauen in allen Dimensionen

Die KZ-Gedenkstätte Dachau hat einen virtuellen 360-Grad-Rundgang durch das Gelände entwickelt, vom Eingangstor bis zum Krematorium. Die „Panoramen der Erinnerung“ sollen vor allem Schülerinnen und Schülern bei der Vor- und Nachbereitung ihres Besuchs helfen.

Von Eva Waltl

Evangelische Versöhnungskirche
:Gedenken an den Whistleblower der Gaskammern

Kurt Gerstein war Nazi und SS-Mann. Doch er informierte auch ausländische Diplomaten und Kirchenvertreter über den Massenmord in den Vernichtungslagern.

Graphic Novel
:Wie zeichnet man das Böse?

In der Graphic Novel „Schweigen“ erzählt Birgit Weyhe historisch fundiert von den Leben zweier Frauen in Nazi-Deutschland und Argentinien unter der Militärdiktatur.

SZ PlusVon Max Fluder

Historiker über Fotograf Heinrich Hoffmann
:Der Mann, der Hitler inszenierte

Bis Kriegsende arbeitete der Münchner Fotograf Heinrich Hoffmann am Bild von Adolf Hitler und baute einen Fotokonzern auf, erklärt Historiker Sebastian Peters in einem neuen Buch. Warum Hoffmann so erfolgreich wurde und wie er seine Fotos manipulierte.

SZ PlusInterview von Sabine Buchwald

Militärgeschichte
:Das Schlachtfeld ist überall

Stig Försters „Deutsche Militärgeschichte“ ist kein Buch für Nerds, sondern zeigt  inhaltlich und erzählerisch überzeugend, wie Kriege gesamtgesellschaftlich betrachtet werden müssen.

SZ PlusVon Kurt Kister

Das Erbe der Hohenzollern
:Ein Kompromiss, made by Claudia Roth

Nach jahrelangen Verhandlungen hat der Staat sich mit den Hohenzollern geeinigt. Die Kunstwerke gehen in einer gemeinsamen Stiftung auf, in der auch die Familie Stimmrecht hat.

SZ PlusVon Jörg Häntzschel

Tag für Tag: Kriegsende in München
:„Ich denke daran, was er litt, und kann meine Tränen nicht zurückhalten“

Mit der offiziellen Kapitulation in Berlin ist die Nazi-Herrschaft in ganz Deutschland vorbei – doch nicht der Schmerz der Befreiten, die ihre Gefangenschaft in den Lagern überlebt haben.

SZ PlusVon Thomas Radlmaier und Katja Schnitzler

Ein Roman von Tanja Kinkel über die Anfänge der Demokratie 1848/49
:Frauen, die sich empören

Tanja Kinkel erzählt in ihrem Roman „Im Wind der Freiheit“ vom Ringen um die Demokratie in den Revolutionsjahren 1848/49 – und nimmt dabei mit Figuren wie der frühen Feministin Louise Otto insbesondere den Kampf um Frauenrechte in den Blick.

Von Antje Weber

Graphic Novel
:Wie man den Hass überlebt

Der französische Zeichner Luz entging nur knapp dem Anschlag auf die „Charlie Hebdo“-Redaktion. In seiner neuen Graphic Novel „Zwei weibliche Halbakte“ geht es um Kunst, die vernichtet werden soll.

SZ PlusVon Alexander Menden

Geschichte im Oberland
:Ein Denkmal gegen das Vergessen

Japanischstämmige US-Soldaten haben die Überlebenden des Dachauer Todesmarschs nahe Reichersbeuern befreit. Daran erinnert ein Festakt mit Zeitzeugen zum Ende des Zweiten Weltkriegs vor 80 Jahren.

Von Benjamin Engel

Todesmärsche der KZ-Häftlinge
:Bayerns dunkelstes Kapitel

Als das Ende des Dritten Reiches bereits unmittelbar bevorstand, zwang die SS Zehntausende Gefangene auf Todesmärsche. Über ein Verbrechen, an dem sich vielerorts auch die bayerische Bevölkerung beteiligte. Und über Helden, die über sich hinauswuchsen.

SZ PlusVon SZ-Autorinnen und -Autoren

Gedenken an den 28. April 1945
:„Es ist unsere Pflicht, die Geschichte immer wieder zu erzählen“

Bei der Gedenkveranstaltung zum 80. Jahrestag der Penzberger Mordnacht geht es auch um Verpflichtungen für die Gegenwart. Die SPD-Landesvorsitzende Ronja Endres wirbt für Zivilcourage.

Von Petra Schneider

Befreiung des KZ Dachau vor 80 Jahren
:„Jetzt weiß ich, warum wir kämpfen“

Als Truppen der US-Armee das Konzentrationslager Dachau am 29. April 1945 befreiten, trafen sie auf rund 32 000 völlig entkräftete Häftlinge – und auf Berge von Leichen. Ein Rückblick auf historische Stunden zwischen Freude und Verderben.

SZ PlusVon Thomas Radlmaier

Spurensuche
:Wer hat in meinem Haus gewohnt?

Ein Haus in München, bald hundert Jahre alt. Drei Stockwerke, acht Wohnungen und ein Mieter, der sich fragt: Was haben diese Wände alles gesehen? Eine Suche, die mitten hineinführt in die deutsche Geschichte, in deutsche Geschichten.

SZ PlusText: Pia Ratzesberger, Fotos: Niklas Keller, Illustration: Felix Hunger

Kino
:Exorzismus für ein ostdeutsches Dorf

Ein Weltkriegs-Filmdreh soll Touristen nach Brandenburg holen, fördert aber nur schlimme Geschichten zutage: Die Tragikomödie „Another German Tank Story“ ist Teil einer neuen Welle des deutschen Heimatfilms.

SZ PlusVon Sofia Glasl

ExklusivRegierungswechsel
:Lücken im Gedächtnis der Gesellschaft

Bei jedem Regierungswechsel verschwinden wichtige Informationen aus Chats, SMS und Videotelefonie, die eigentlich dokumentiert werden müssten. Der Präsident des Bundesarchivs fürchtet um „die Transparenz staatlichen Handelns“.

SZ PlusVon Georg Ismar

Zeitgeschichte im Oberland
:„Mir zenen frei“

Eine Woche vor Ende des Zweiten Weltkriegs strandet ein Güterzug in Iffeldorf. Er transportiert mehr als zweitausend KZ-Häftlinge, die von US-Truppen befreit und im Dorf untergebracht werden. Nach jahrelanger Recherche legt Hans-Gunther Hoche nun ein Buch zum Thema vor, spannend und informationsreich.

Von Paul Schäufele

Fotoausstellung in der Freiheitshalle
:Hitlers Redetribüne – ein Pissoir

Michael Jostmeier ist ein Chronist der Bundesrepublik. Ein Schwerpunkt seiner Fotokunst ist das frühere NS-Areal in Nürnberg.  Des „Führers“ Zeppelintribüne? War nicht zuletzt ein Herrenklo.

Von Olaf Przybilla

Archäologie
:Warum das Grab Ottos des Großen geöffnet werden muss

Der erste Kaiser des Heiligen Römischen Reiches liegt seit mehr als 1000 Jahren in Magdeburg. Ausgerechnet Reparaturen vor 180 Jahren sind heute ein Problem.

Von Jakob Wetzel

Anthropologie
:Forscher finden das wahre Skelett des Schinderhannes

200 Jahre lang waren die Gebeine des berüchtigten Räubers mit denen eines anderen verwechselt worden. Doch die Verwirrung hatte womöglich auch ihr Gutes.

Von Jakob Wetzel

„Rosenthal“ im ZDF
:Als das Unterhaltungsfernsehen schwarz trug

Der Film „Rosenthal“ erzählt von der deutschen Geschichtsverdrängung – und von einem jüdischen Moderator, der sich subtil dagegen auflehnt.

SZ PlusVon Holger Gertz

MeinungGeschichte im Oberland
:Es ist problematisch, wenn Tech-Giganten NS-Bezeichnungen am Leben erhalten

Online-Kartendienste verknüpfen den Heigelkopf im Tölzer Land noch 80 Jahre nach dem Nationalsozialismus mit Hitler. Es ist höchste Zeit, dass die Konzerne ihre Rolle in der digitalen Erinnerungskultur hinterfragen.

Kommentar von Benjamin Engel

Bayerischer Gipfel mit Nazi-Vergangenheit
:Einen Hitlerberg gibt es für Google immer noch

Auf dem Heigelkopf bei Bad Tölz stand einst ein zehn Meter hohes Hakenkreuz aus Eisen. Obwohl der Gipfel längst umbenannt ist, findet man ihn immer noch mit der alten Bezeichnung bei Online-Kartendiensten.  Warum sich daran wohl auch nichts ändern wird.

SZ PlusVon Benjamin Engel

Deutscher Alltag
:Aus Lust an der Geschichte

Die Gegenwart nervt? Kann schon sein, aber man kann ja mit dem richtigen Buch für ein paar Stunden das Zeitalter wechseln.

SZ PlusVon Kurt Kister

Anselm Kiefer
:Deutscher Monumentalist

Sein Œuvre wagt den Blick in Abgründe: Der international hochverehrte Mythenkünstler Anselm Kiefer wird 80, und gleich zwei Amsterdamer Museen widmen ihm eine riesige Werkschau.

SZ PlusVon Alexander Menden

MeinungAfD
:Deutschland hat sich in den vergangenen 80 Jahren vom Nazismus nie ganz befreit

Der Erfolg der extrem rechten Partei macht Gesinnungen sichtbar, die immer schon da waren. Die Republik lernt gerade, dass nichts sicher ist.

SZ PlusKolumne von Heribert Prantl

Holocaust
:Menschenversuche und organisierter Massenmord

1945 befreite die Rote Armee die Häftlinge von Auschwitz. Historische Bilder geben Einblick in die Gräuel des Vernichtungslagers und anderer Orte des KZ-Systems.

Von Barbara Galaktionow

Bekämpfung des Nationalsozialismus
:Die vergessenen Widerstandskämpfer

Anders als die Geschwister Scholl oder Hitler-Attentäter Stauffenberg ist die Hartwimmer-Olschewski-Gruppe nahezu unbekannt. Warum das so ist und was sie ausmachte.

SZ PlusVon Wolfgang Görl

MeinungGeschichte
:Wir sollten heute stolz sein auf die Bauern, die 1525 "Freiheyth!" riefen und sich erhoben

Nach 500 Jahren ist es Zeit, dem Bauernmanifest von damals den gebührenden Rang in der Geschichte der deutschen Demokratie einzuräumen.

SZ PlusKolumne von Heribert Prantl

Wirtschaft und Gesellschaft
:Nostalgie ist auch nicht mehr das, was sie mal war

Das Bad in der Erinnerung wärmt nie so schön wie zwischen den Jahren. Trotzdem Zeit, dass alle aus der Wanne steigen. Es sind gerade andere Werte nötig: Mut. Neugier. Aufbruchsstimmung.

SZ PlusEssay von Kathrin Werner

Wege aus der Krise
:Fürchtet euch nicht

Der Aufstieg von Populisten, Krieg in Europa, Klimawandel: Kann man aus der Vergangenheit für die Zukunft lernen? Die SZ hat drei Menschen gefragt, deren Fachgebiet die Geschichte ist. Warum Magnus Brechtken, Ines Geipel und Heinrich August Winkler nicht ohne Zuversicht nach vorne blicken.

SZ PlusVon Joachim Käppner

DDR
:Eiserner Vorgang

Sie lebten im Sperrgebiet der Grenze in Thüringen, hörten Schüsse, Hundebellen und das Glockenläuten im Westen. Plötzlich war der Bruder auf der anderen Seite der Zäune. Über eine Familie, an der sich der DDR-Staat so richtig austobte.

SZ PlusVon Renate Meinhof (Text) und Leonhard Simon (Fotos)

Frankfurt am Main
:1800 Jahre alt: Forscher staunen über christliches Schutzamulett

Archäologen haben eines der frühesten Zeugnisse des Christentums nördlich der Alpen entdeckt.

SZ PlusVon Jakob Wetzel

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