Es ist einer der wichtigsten Prozesse in der jüngeren Geschichte Deutschlands: Die Mordserie des rechtsextremistischen Nationalsozialistischen Untergrunds NSU wird von April an vor dem Oberlandesgericht München verhandelt. Hauptangeklagte ist Beate Zschäpe, der unter anderem Mittäterschaft an zehn Morden sowie Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung vorgeworfen wird. In dem Prozess müssen sich noch vier weitere mutmaßliche Unterstützer der Terrorzelle verantworten. Alle Hintergründe und aktuellen Entwicklungen.
Endlich hat der NSU-Prozess die ernste Phase erreicht. Besonders die Angehörigen warten sehnlichst darauf, dass die Suche nach der Wahrheit beginnt. Wie sich der Vorsitzende Richter zu Prozessbeginn präsentierte und wie im Gericht mit der Hauptangeklagten Beate Zschäpe umgegangen wurde - eine Analyse.
Von Annette Ramelsbergermehr...
Nach den mutmaßlichen Neonazi-Attacken in München demonstrieren die Betroffenen Entschlossenheit - und kritisieren die Polizei, die von Einzelfällen gesprochen hat. Anders als die Ermittler beobachtet Aida eine zunehmend aggressiver werdende Grundstimmung in der rechtsextremen Szene.
Von Bernd Kastnermehr...
Exklusiv
Urin und Kot vor der Tür, Nazisprüche auf Fensterscheiben: Seit in München der NSU-Prozess läuft, sind mehrere Einrichtungen Opfer von Einschüchterungsversuchen vermutlich aus der rechten Szene geworden. Besonders heftig traf es eine Rechtsanwaltskanzlei, die vor Gericht die Angehörige eines Mordopfers vertritt.
Von Bernd Kastnermehr...
Die Wortgefechte zum Auftakt sind vorbei: Richter Götzl hat Staatsanwälte, Verteidiger und Nebenkläger gebändigt. Und Beate Zschäpe lacht nicht mehr. Eine Bilanz der ersten Woche im Münchner NSU-Prozess.
Von Annette Ramelsbergermehr...
Der Komplex um den Anschlag in der Kölner Keupstraße wird nicht von den NSU-Morden abgetrennt - vorerst jedenfalls. Das verkündet Richter Manfred Götzl nach der Mittagspause. Schlag auf Schlag werden auch die Entscheidungen zu mehreren anderen Anträgen von Verteidigung und Nebenklage bekannt gegeben: "Abgelehnt", heißt es dabei mehrfach.
Der vierte Verhandlungstag zum Nachlesen im SZ-Newsblog.mehr...
Immer neue Anträge, Streit und zähe Debatten: Am dritten Tag im NSU-Prozess geht es um ein Lachverbot, eine Anwältin kritisiert die Medien und Beate Zschäpes Verteidiger verlangen sogar die Aussetzung des Verfahrens. Nur in einer Frage sind sich alle einig: keiner will einen zweiten NSU-Prozess.
Von Annette Ramelsberger und Tanjev Schultzmehr...
Alle gegen Götzl: Der Vorschlag des Vorsitzenden Richters, den Kölner Nagelbombenanschlag vom Rest des Verfahrens zu trennen, stößt bei Nebenklägern und Bundesanwaltschaft auf strikte Ablehnung. Auch am dritten Tag zieht sich der NSU-Prozess wegen zahlreicher Anträge der Zschäpe-Verteidiger in die Länge.
Der Prozess im SZ-Newsblogmehr...
15 Raubüberfälle sollen die NSU-Terroristen neben den rassistischen Morden verübt haben. Dabei trugen sie geladene Waffen und eine Handgranaten-Attrappe bei sich und feuerten Schüsse aus einer Schreckschusspistole ab. Aus Sicht der Ankläger ist die Täterschaft des NSU gut belegt, doch es bleiben Fragen.
Von Tanjev Schultzmehr...
Sie dürfen weder essen noch trinken. Wenn sie schreiben, sitzen sie auf kalten Fliesenböden. Die Journalisten, die aus dem Gerichtssaal über den NSU-Prozess berichten, erledigen ihre Arbeit unter Bedingungen, die selbst eine Gerichtssprecherin als "ein wenig clochardmäßig" beschreibt.
Aus dem Gerichtssaal von Annette Ramelsbergermehr...
Sie ist still, in sich gekehrt und lächelt nicht: Am zweiten Prozesstag zeigt sich die NSU-Angeklagte Beate Zschäpe deutlich weniger forsch. Heftige Wortgefechte und Machtspielchen bestimmen dennoch das Verfahren.
SZ-Gerichtsreporterin Annette Ramelsberger über den Prozesstag im Videomehr...
Die Botschaft von Bundesanwalt Diemer ist klar: Hier sitzt kein naives Frauchen, sondern eine Terroristin, eine bis ins Mark braun gefärbte Täterin. In der Anklageschrift beschreibt er Beate Zschäpe als eine Art Geschäftsführerin des NSU. Die zeigt sich von alledem unbeeindruckt - und schweigt.
Aus dem Gerichtssaal von Annette Ramelsbergermehr...
Der zweite Tag im NSU-Prozess: Richter Götzl und die Verteidiger der mutmaßlichen Terroristin Beate Zschäpe streiten sich lange über mehrere Anträge, dann nimmt die Verhandlung Fahrt auf. Die Staatsanwaltschaft verliest den Anklagesatz, der Richter schlägt eine separaten Prozess für den Nagelbombenanschlag in Köln vor. Und Zschäpe? Schweigt weiter.
Der zweite Prozesstag zum Nachlesen im SZ-Newsblog.mehr...
Vergangene Woche hat der NSU-Prozess in München begonnen, mit Befangenheitsanträgen, einer gelöst wirkenden Angeklagten und Tumulten vor der Tür. Was bisher geschah: Versuch einer Rekonstruktion per Storify - mit Tweets, Bildern und Videos.
Von Anna Fischhabermehr...
Das Oberlandesgericht München weist den Befangenheitsantrag der Verteidiger von Beate Zschäpe zurück. Der Antrag im Namen des Mitangeklagten Ralf Wohlleben war bereits zuvor gescheitert. Damit kann der NSU-Prozess mit den bisherigen Richtern weitergehen.
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Das Münchner Oberlandesgericht weist den Befangenheitsantrag gegen drei Richter im NSU-Prozess zurück. Der Antrag der Verteidiger von Ralf Wohlleben sei nicht begründet, hieß es. Allerdings haben die Anwälte von Beate Zschäpe ebenfalls einen Befangenheitsantrag gestellt.
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Meinung
Neue Hotels buchen, Flüge stornieren, erneut beim Chef um Urlaub bitten: Die Unterbrechung des NSU-Prozesses ist für die Angehörigen der Opfer nicht nur eine emotionale, sondern auch eine logistische Herausforderung. Doch die Verschiebung ist gerechtfertigt.
Ein Kommentar von Annette Ramelsbergermehr...
Das Verhalten der Hauptangeklagten Beate Zschäpe beim NSU-Prozessuaftakt in München hat in türkischen Medien zu teils wütenden Kommentaren geführt. Celal Özcan, Nachrichtenkoordinator der türkischen Zeitung "Hürriyet", hat den Auftritt der Angeklagten im Gerichtssaal verfolgt - und macht im Interview der deutschen Justiz erneut Vorwürfe.
Von Vanessa Steinmetzmehr...
Zahlreiche Journalisten aus aller Welt haben zum Auftakt des NSU-Prozess aus München berichtet, doch viele haben keinen Platz im Gerichtssaal ergattert. Nun will Bayerns Justizministerin Beate Merk die Videoübertragung aus Gerichtssälen möglichst schnell erlauben.
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Angeklagt für zehn Morde, zwei Bombenanschläge und 15 Raubüberfälle: Bei ihrem ersten Auftritt vor Gericht wirkt Beate Zschäpe gelöst und locker. Die Attacken überlässt die einzige Überlebende des NSU ihren Verteidigern. Dass nur wenige Meter entfernt die Angehörigen der Opfer sitzen, scheint sie nicht zu stören.
Aus dem Gericht von Anna Fischhabermehr...
Alle Augen sind beim Auftakt zum NSU-Prozess auf Beate Zschäpe gerichtet. Welchen Eindruck macht die Hauptangeklagte? Wie ist die Stimmung im Gerichtssaal? Wie reagieren die Angehörigen auf die Unterbrechung? SZ-Gerichtsreporterin Annette Ramelsberger über den ersten Prozesstag im Video.
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Mit einer rassistischen Äußerung auf Facebook beleidigt ein Grüner FDP-Chef Philipp Rösler. Einem Parteiausschluss-Verfahren kommt er mit seinem Austritt zuvor.
Von Christoph Hickmann, Berlinmehr...
Es ist ein Prozess, wie ihn Deutschland noch nicht gesehen hat. Mit knapp dreiwöchiger Verzögerung hat in München das Verfahren um die monströsen Verbrechen der Terrorgruppe NSU begonnen. Die Erwartungen sind hoch.
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Unter großem Andrang hat in München der Prozess um die Mordserie der Neonazigruppe NSU begonnen - Beate Zschäpe und vier weitere Angeklagte stehen vor Gericht.
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