Suche nach Beweisen: Im Februar reisten deutsche Ermittler in die Schweiz, um Ex-V-Mann "Primus" über die NSU-Terroristen zu befragen. Sie verfolgten dort eine neue Fährte. Es geht um Mietautos, die die Neonazis bei ihren Morden benutzt haben könnten. Sollte sich der Verdacht erhärten, so wäre das ein Skandal.
Von Hans Leyendecker und Tanjev Schultzmehr...
"Gigi" gilt als Held in der rechtsradikalen Szene. Der Sänger hatte in einem Lied, das bereist vor einigen Jahren entstanden ist, die Opfer der NSU-Mordserie verhöhnt. Wusste "Gigi" damals schon Bescheid?
Von Bastian Obermayermehr...
Fingierte Dönerbuden und Journalisten, die eigentlich Polizisten sind: Ermittler in den damals so genannten "Döner"-Morden forschen zwar in der völlig falschen Richtung, dafür mit umso mehr Kreativität. Die Erkenntnisse waren nicht brauchbar, der Verdruss bei den Angehörigen der NSU-Opfer und echten Journalisten ist umso größer.
Von Tanjev Schultzmehr...
"Ich will mithelfen, dass Ihr Leid wahrgenommen wird": Jahrelang litten die Familien der Opfer der NSU-Terroristen unter falschen Verdächtigungen der Polizei. Nun hat Bundespräsident Gauck Angehörige getroffen. Die Türkische Gemeinde würdigt den Schritt - erhebt aber Vorwürfe gegen Bundesregierung und Innenminister.
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Die Pannen bei der Aufklärung der Neonazi-Mordserie häufen sich. Grünen-Innenexperte Ströbele vermutet ein "geradezu strafbares Verhalten" bei den Berliner Behörden. SPD-Abgeordnete im NSU-Untersuchungsausschuss fordern von Innensenator Henkel uneingeschränkte Kooperation - oder seinen Rücktritt.
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Das Bundeskriminalamt soll sich bei der Suche nach den Mördern türkischer Imbiss-Betreiber eine weitere Panne geleistet haben - weil sie die falschen Verdächtigen im Visier hatten. Neue Details zur NSU-Terrorzelle kommen aus Niedersachsen: Eine Karte von Braunschweig weist auf weitere Anschlagsziele hin.
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Die juristische Aufarbeitung des NSU-Terrors hat vor dem OLG in München begonnen. Zum Prozessauftakt gegen Beate Zschäpe und vier weitere Angeklagte versammeln sich Demonstranten vor dem Gerichtsgebäude, Journalisten drängen an den Absperrungen und im Verhandlungssaal treffen Angehörige der Opfer auf die mutmaßlichen Unterstützer der Terrorzelle. Die Eindrücke vom Auftakt in Bildern.
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Zwei Menschen ermordete der NSU in München, seitdem fühlen sich viele Türken unsicher. In einer Woche beginnt der Prozess gegen den rechten Terror - und große Verärgerung kommt dazu. Einige vermuten, man habe türkischen Journalisten absichtlich den Zugang zum Gerichtsaal verweigert.
Von Wolfgang Görlmehr...
Kurz vor dem NSU-Prozess debattiert der Landtag über den bayerischen Verfassungsschutz. Innenminister Herrmann hält Änderungen beim Kampf gegen Neonazis für unnötig. Begründung: Wenn die Feuerwehr "mal eine Viertelstunde zu spät" komme, stelle auch niemand die Feuerwehr insgesamt infrage.
Von Frank Müllermehr...
Der Termin war zwar sehr lange geplant, könnte aber nun zeitlich nicht passender sein: Wenige Tage vor Beginn des NSU-Prozesses liegt der neue Verfassungsschutzbericht vor. Ein Trend: Es gibt etwas mehr rechte Gewalttaten - und die Neonazis agieren frecher und dreister.
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Über alle Parteien hinweg begrüßen die deutschen Politiker die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts. FDP-Chef Rösler äußerte sich erfreut darüber, dass nun auch türkische Medien dem NSU-Prozess beiwohnen sollen. Bayerns Justizministerin Merk begrüßte, dass nach wochenlangem Streit nun Klarheit herrsche.
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Rassismus, Polizeigewalt oder Benachteiligung von Frauen: Deutschland muss sich vor dem UN-Menschenrechtsrat kritischen Fragen stellen - und räumt Fehler bei den Ermittlungen zur Terrorgruppe NSU ein.
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Die Botschaft von Bundesanwalt Diemer ist klar: Hier sitzt kein naives Frauchen, sondern eine Terroristin, eine bis ins Mark braun gefärbte Täterin. In der Anklageschrift beschreibt er Beate Zschäpe als eine Art Geschäftsführerin des NSU. Die zeigt sich von alledem unbeeindruckt - und schweigt.
Aus dem Gerichtssaal von Annette Ramelsbergermehr...
Sie ist still, in sich gekehrt und lächelt nicht: Am zweiten Prozesstag zeigt sich die NSU-Angeklagte Beate Zschäpe deutlich weniger forsch. Heftige Wortgefechte und Machtspielchen bestimmen dennoch das Verfahren.
SZ-Gerichtsreporterin Annette Ramelsberger über den Prozesstag im Videomehr...
Meinung
Die Ermittler setzten Geisterbeschwörer ein, sie lagerten ihre Akten in der Rumpelkammer - oder schredderten sie gleich: Jedes Detail, das der NSU-Untersuchungsausschuss ans Licht brachte, steigerte das Entsetzen über die Behörden. Gerade weil der Ausschuss vorbildlich vorging, hat er das Vertrauen in den Staat erschüttert.
Ein Kommentar von Tanjev Schultzmehr...
Ein früherer V-Mann des Verfassungsschutzes war möglicherweise näher an den NSU-Terroristen dran als bislang bekannt. "Primus" kannte Kontaktpersonen und mietete womöglich für die Täter Autos an. Der Untersuchungsausschuss zur Neonazi-Mordserie will dem neuen Verdacht nun nachgehen.
Von Hans Leyendecker und Tanjev Schultzmehr...
Ein Unglück oder doch ein fremdenfeindlicher Anschlag? Bei einem Feuer in Köln sind zwei Menschen gestorben, in dem Haus wohnten auch viele türkischstämmige Menschen. Die Polizei ermittelt - und wird von der türkischen Regierung ermahnt.
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Sogar dem türkischen Botschafter wird ein fester Platz verwehrt: Weil beim NSU-Prozess nicht alle, die dabei sein wollen, in den Münchner Gerichtssaal passen, hagelt es Vorwürfe. Der Präsident des Oberlandesgerichts weist jetzt jede Kritik zurück - und geht in die Offensive.
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Drei Wochen vor Beginn des Terrorprozesses um die NSU-Mordserie hat das Münchner Oberlandesgericht die Medien bekanntgegeben, die das Verfahren direkt im Saal verfolgen können: Keine garantierten Plätze haben türkische Agenturen, Zeitungen, TV- und Radiosender.
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Akkreditierung nach dem "Windhundprinzip": Beate Merk zeigt Verständnis, dass die Vergabe der Plätze beim NSU-Prozess zu Diskussionen führt. Im SZ-Interview erklärt die bayerische Justizministerin, warum sie die Unabhängigkeit des Gerichts trotzdem zu respektieren hat und sich für künftige Fälle eine Gesetzesänderung wünscht.
Von Heribert Prantlmehr...
Alle Augen sind beim Auftakt zum NSU-Prozess auf Beate Zschäpe gerichtet. Welchen Eindruck macht die Hauptangeklagte? Wie ist die Stimmung im Gerichtssaal? Wie reagieren die Angehörigen auf die Unterbrechung? SZ-Gerichtsreporterin Annette Ramelsberger über den ersten Prozesstag im Video.
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Zehn Menschen sind gestorben, Dutzende wurden verletzt: 13 Jahre zog der NSU mordend durch Deutschland. Längst sind die Toten begraben, doch an den Tatorten haben die Menschen noch immer Angst. Zum NSU-Prozess hat die SZ diese Orte besucht. Eine interaktive Reise auf den Spuren des rechten Terrors.
Von Annette Ramelsberger (Text), Regina Schmeken und Jürgen Schrader (Fotos)mehr...
Der Berliner Landesverfassungsschutz hat seitenweise Akten zu Rechtsextremismus vernichtet - trotz Einlagerungsvermerk des Landesarchivs. Ein Zusammenhang mit der NSU-Mordserie soll zwar nicht bestehen, die Opposition spricht dennoch von einem Skandal.
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Die Berliner Verfassungsschutz-Chefin Claudia Schmid ist nur das jüngste Beispiel in einer langen Serie von Rücktritten beim Verfassungsschutz und Sicherheitsbehörden. Akten wurden geschreddert, Ermittlungspannen vertuscht - mehr als ein Jahr nach der Aufdeckung der NSU-Mordserie werden immer noch neue Verfehlungen öffentlich.
Ein Überblick von Oliver Klasenmehr...
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