Erst die AKW abschalten und dann Atomstrom aus Frankreich kaufen - die Regierung Sarkozy warf Deutschland bei der Energiewende Heuchelei vor. Doch wegen der Kälte ist das stolze Atomland Frankreich jetzt ausgerechnet auf Energie vom Aussteiger Deutschland angewiesen.
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Michael Kläsgen, Paris
Nach Fukushima kam der Kurswechsel: Vor einem halben Jahr trat das novellierte Gesetz zum Atomausstieg in Kraft, den die Regierung nach der Atomkatastrophe in Japan beschloss. Doch was ist bisher passiert? Gibt es genug Strom oder importiert Deutschland? Drohen Blackouts? Was kostet die Energiewende? Steigen die Preise? Fragen und Antworten.
Von
Hannah Beitzer
Ein Atommeiler in den USA ist nach einem Zwischenfall heruntergefahren worden, radioaktives Tritium wurde freigesetzt. Gefahr habe dadurch nicht bestanden, beruhigen die Behörden. In Japan werden indes die Stresstests für AKW beglaubigt - und die Laufzeiten der Reaktoren beschränkt.
Die japanische Mafia-Organisation Yakuza ist eine Wirtschaftsmacht. Ihr Einfluss reicht von den größten Konzernen des Landes über Prostitution bis in die Tiefen des Atommüllgeschäfts in Fukushima-1. Seit kurzem machen die Mafiosis auch in Hedgefonds.
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Christoph Neidhart
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Nach Ansicht der UN-Experten sind die Anlagen gegen Naturkatastrophen wie im vergangenen Frühjahr gewappnet. Kritiker nennen die Stresstests hingegen unzureichend.
Leere Straßen, verlassene Häuser und frei herumlaufende Tiere: Innerhalb der 20-Kilometer-Sperrzone rund um das im vergangenen März havarierte Atomkraftwerk Fukushima-Daiichi herrscht eine unheimliche Ruhe. Aktuelle Impressionen aus den Städten Tomioka, Okuma und Futaba.
Bilderblog
Das schlimme Erdbeben und der anschließende Tsunami im März 2011 haben Japan die erste negative Handelsbilanz seit 1980 eingebracht. Doch auch der starke Yen belastete den Export japanischer Waren.
Bis 2016 wollen die Grünen vier potentielle Standorte zur Lagerung von Atommüll finden. Die Bundestagsfraktion nennt in einem neuen Konzept konkrete Schritte zur Endlagersuche - und will Gorleben dabei außen vor lassen.
Seit der Havarie des Atomkraftwerks in Fukushima war es immer wieder im Gespräch, nun ist es offenbar soweit: Kraftwerk-Betreiber Tepco steht kurz vor der Verstaatlichung.
Kräftemessen mit Iran: Die EU geht im Streit um das Atomprogramm auf Konfrontationskurs - und will das Regime in Teheran mit einem Öl-Embargo zurück an den Verhandlungstisch zwingen. Doch werden die Sanktionen auch für Europa Folgen haben? Kommt es möglicherweise zum Öl-Krieg? Antworten auf die wichtigsten Fragen.
Von
Michael König, Markus Schulte von Drach und Kathrin Haimerl
"Immer eine ernste Angelegenheit": In der Nacht zum Sonntag ist in dem schwedischen Atomkraftwerk ein Brand ausgebrochen - der betroffene Reaktor wurde sofort heruntergefahren. Mitbetreiber der Anlage ist der deutsche Energiekonzern Eon.
Im niederbayerischen Atomkraftwerk Isar I hat es gebrannt. Knapp eine Woche später meldet der Betreiber Eon den Vorfall, innerhalb der gesetzlichen Frist. Sicherheitsbedenken habe es bei dem Schwelbrand nicht gegeben.
Die japanischen Behörden haben den nuklearen Notstand in einem weiteren Atomkraftwerk ausgerufen. Für das Kraftwerk Onagawa sei wegen überhöhter Werte von Radioaktivität die niedrigste Notstandsstufe erklärt worden, teilte die Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) mit.
Die Situation in den japanischen Atomkraftwerken wird immer bedrohlicher: In Fukushima spitzt sich die Lage zu, am AKW Onagawa wurden überhöhte Werte von Radioaktivität gemessen - und nun ist auch noch im Meiler von Tokai an der Ostküste ein Kühlsystem ausgefallen. Betreiber und Regierung wiegeln ab.
Die Entwicklungen des Tages
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Der Landkreis ist gegen ein Laufzeitverlängerung für Isar 1. Dennoch wurde im Kreistag heftig deabttiert - vor allem über Weltanschauungen.
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Peter Becker
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Drei Menschen sterben, zahlreiche werden verletzt: Vier Wochen nach der verheerenden Naturkatastrophe hat ein Erdbeben der Stärke 7,4 Japan erschüttert. Nun treten auch in weiteren Atommeilern Probleme auf. Die Nerven der Menschen liegen blank.
Freude und Schmerz, Rührung und tiefes Entsetzen: Die Katastrophe von Fukushima und ein überraschendes japanisches Hoffnungszeichen, der Tod von Stars, aber auch die glamourösen Hochzeiten des europäischen Adels prägten das Jahr 2011.
Die bewegendsten Momente
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Zehntausende Menschen mussten nach der Atomkatastrophe von Fukushima die verstrahlten Gebiete verlassen. Kraftwerk-Betreiber Tepco muss die Opfer nun entschädigen und erhielt dafür bereits Geld vom Staat. Doch das reicht laut dem Unternehmen nicht aus.
Erstmals will der Iran erfolgreich einen atomaren Brennstab selbst gefertigt und getestet haben. "Diese tolle Errungenschaft wird den Westen überraschen", heißt es in den Medien des Landes. Am Morgen soll der Iran bereits eine neue Mittelstrecken-Rakete abgefeuert haben.
Neun Monate nach dem Atomunglück in Fukushima prangern Experten in einem Untersuchungsbericht Versäumnisse der Betreiberfirma Tepco und der japanischen Regierung an. Besonders entsetzt sind die Fachleute über die unzureichende Ausbildung der Fachkräfte und die schlechte Kommunikation der Einsatzteams.
Zum Fremdschämen, Bundespräsidenten-Azubi, Osnabrücker Puppentheater: Die Medienreaktionen auf Christian Wulffs Fernseh-Interview fallen katastrophal aus. Der Tenor lautet: Der Präsident mag im Amt bleiben, aber Wulff agiert würdelos.
In Teheran ist ein junger Nuklearwissenschaftler durch eine Autobombe getötet worden - genau zwei Jahre nach einem Attentat auf einen anderen Atomforscher. Für Iran ist klar, wer dahinter steckt: Israel und die USA.
Ein kleiner Ort in Zentralspanien freut sich. In der Dorfkneipe von Villar de Cañas brandet frenetischer Jubel auf, als die Regierung die Entscheidung verkündet: 700 Millionen Euro werden investiert, 300 neue Arbeitsplätze sollen entstehen. Gebaut wird: Ein Atommüll-Zwischenlager.
Ein schweres Erdbeben hat am Neujahrstag den Osten und Nord-Osten Japans erschüttert. Mit einer Stärke von 7,0 brachte das Beben viele Gebäude in der Hauptstadt Tokio zum schwanken. Berichte über Verletzte oder Schäden gibt es jedoch nicht.