Die politische Spaltung und der von einigen angefachte Hass auf Muslime überlagern die Gedenkfeier der Anschläge des 11. September. Präsident Trump bleibt New York fern. Dagegen zeigt der Bürgermeister eine Geste der Versöhnung.
25 Jahre 9/11
:„Wir haben das Feld den Extremisten überlassen“
Farah Pandith war nach dem 11. September 2001 als Expertin gegen gewalttätigen Extremismus für die US-Regierung tätig. Im Interview sagt sie, was aus ihrer Sicht falsch lief und läuft – und wie es besser ginge.
Debatte
:Haben die Terroristen gewonnen?
Amerikas Antwort auf den 11. September hat genau das erreicht, was die Angreifer wollten: Kriege, Entdemokratisierung und ein Klima der Lüge, das Putin und Trump ausnutzen. Doch es gibt noch Mittel zur Gegenwehr.
25 Jahre 11. September
:Diese Bücher und Filme erklären den 11. September
Vom Aufstieg der Terrororganisation al-Qaida über den Einsturz der Türme bis zum „War on Terror“ und den Folgen der Folter: Zeugnisse, die bleiben.
25 Jahre 9/11
:„Ich glaube, wir werden entführt“: So verlief der 11. September 2001
Eine Flugbegleiterin meldet eine Messerstecherei an Bord, wenig später krachen zwei Flugzeuge ins World Trade Center. So begann der 11. September 2001. Eine Chronologie des Tages, der die Welt veränderte.
TV-Moderatorin zum Tode verurteilt
:„Meine Eltern haben mich gut erzogen“
Sarah Khalifa, eine ägyptische TV-Moderatorin, soll in ihrer Heimat einen Drogenring betrieben haben. Dafür soll sie nun am Galgen sterben. Vor Gericht beteuerte sie verzweifelt ihre Unschuld.
Meinung25 Jahre 9/11
:Die Angst war der schlechteste Ratgeber
Als Reaktion auf die Terrorangriffe in New York und Washington verrieten die USA einige Grundwerte. Von dort aus führt eine direkte Spur zur Missachtung aller Normen durch Donald Trump.
Israelischer Medienbericht
:Netanjahu soll Warnungen vor dem 7. Oktober ignoriert haben
Laut der Zeitung „Haaretz“ wurde der israelische Ministerpräsident zehn Tage vor dem Angriff informiert, dass die Hamas ein „Erdbeben“ vorbereite. Handlungsbedarf habe er nicht gesehen. Netanjahu bestreitet das.
Anschläge
:Sabotage am Stromnetz: Polizei nimmt Verdächtigen fest
Die Behörden haben seit Tagen nach dem 48-Jährigen aus dem südlichen Ruhrgebiet gefahndet. Seine Mutter und Schulfreunde beschreiben ihn als angenehmen, aber auch rastlosen Tüftler.
Fernsehen
:Wunden, die bleiben
Die ARD-Dokumentation „September“ lässt den Schrecken von 9/11 in New York wieder aufleben – mit sehr besonderen Protagonisten.
25 Jahre 9/11
:Als das Monster uns verschluckte
Unser Autor stand zwei Blocks entfernt, als am 11. September der erste Turm des World Trade Centers einstürzte. Erinnerungen an den Tag, der nicht nur New York und die USA, sondern die Welt verändert hat.
25 Jahre 9/11
:Die Jagd auf den Staatsfeind Nummer eins dauerte zehn Jahre
Nach den Anschlägen vom 11. September 2001 sind die USA auf Rache aus. Aber erst 2011 finden und töten Spezialkräfte Osama bin Laden, den Drahtzieher der Attacken. Seine Terrorzelle existiert bis heute.
Kritische Infrastruktur
:Nach Angriffen auf Stromnetz: Suche nach Tätern und Motiv
Bei den Attacken auf Umspannwerke in Brandenburg und im Rheinland sehen die Ermittler auffällige Parallelen. Jetzt ist ein erstes Bekennerschreiben aufgetaucht.
MeinungAnschläge
:Auch das deutsche Stromnetz muss kriegstauglich werden
Die Sabotageakte an mehreren Umspannwerken zeigen, wie verwundbar die Energieversorgung ist. Jetzt braucht es mehr als höhere Zäune und Videoüberwachung.
Aktuelles Lexikon
:Was ist ein Umspannwerk?
Sie sind die Knotenpunkte des deutschen Stromnetzes. Und deshalb das bevorzugte Angriffsziel bei Attentätern aller Art, jetzt auch in Brandenburg.
Russland vereitelt Putsch in Niger
:Ein dringend benötigter Erfolg für Moskau
Die Regime im Sahel setzen auf Russland als Verbündeten gegen die islamistische Bedrohung. In Niger lohnt sich das jetzt – ausnahmsweise.
Literatur
:Diese existenzielle Ungewissheit
Was könnte wichtiger sein als eine Geschichte über die Liebe in Zeiten des Terrors? Dana Vowinckel schreibt mit „Anton und Alma“ einen erschütternden zweiten Roman.
Mutmaßlicher Planer der 9/11-Anschläge
:Prozess gegen Chalid Scheich Mohammed
Der Prozessauftakt gegen den mutmaßlichen Drahtzieher der Terroranschläge vom 11. September 2001 und weitere Angeklagte ist für 5. Juni 2028 geplant. Das geht aus einer Anordnung des zuständigen Militärrichters hervor. Der Auftakt kann sich noch ...
Nahost
:USA streichen Syrien von Liste der Terrorunterstützer
Die USA haben Syrien am Montag von ihrer Liste der staatlichen Terrorunterstützer gestrichen. Der Schritt trat nach einer 45-tägigen Überprüfungsfrist des Kongresses in Kraft, nachdem US-Präsident Donald Trump das Parlament am 8. Juli über sein ...
MeinungTerrorismus
:Ein Stück Gerechtigkeit, nach 56 Jahren
Bei einem Brandanschlag im Jahr 1970 auf das jüdische Seniorenheim in München starben sieben Menschen, 25 Jahre nach dem Holocaust. Jetzt scheint das Verbrechen endlich aufgeklärt zu sein. Warum das auch heute noch wichtig ist.
Österreichs neue Geheimdienst-Chefin
:„Auch Frauen können Spioninnen sein“
Sylvia Mayer will das Vertrauen in den von Skandalen schwer erschütterten Nachrichtendienst Österreichs wiederherstellen. Die neue Chefin warnt vor einem ehemals befreundeten Land.
Podcast: „Auf den Punkt“
:Nachrichtendienste: Bekommt Deutschland eine Geheimpolizei?
Der Verfassungsschutz soll bald vorgehen dürfen wie die Polizei. Aber es gibt rechtliche Bedenken.
Korsika
:„Fühlt euch in unserem Land nicht mehr sicher!“
Die korsische Untergrundbewegung FLNC meldet sich nach zwei Jahren Ruhe zurück. Sie droht allen, die mit ihren Ferienhäusern die Immobilienpreise auf der Insel in die Höhe treiben.
Debatte
:Ist Islamismus links oder rechts?
Angebliche Ähnlichkeiten im Denken hier, falsche Toleranz dort: Nach dem Anschlag auf den Berliner CSD zeigten die politischen Lager schnell auf das jeweils andere. Doch wie viel Sinn ergibt diese Debatte?
ExklusivSabotage
:Gab es einen Testlauf für die Drohne am Leipziger Flughafen?
Nach dem Sprengstoff-Fund sehen Sicherheitskreise Parallelen: Bereits 2024 hatten Handlanger Brandsätze verschickt, mutmaßlich im Auftrag Russlands. Ein Täter von damals lieferte Drohnenteile nach Deutschland.
Bundespolitik
:DNA an Drohne am Leipziger Flughafen gefunden
Medienberichten zufolge wurden DNA-Spuren an der Drohne gefunden, die vergangene Woche auf dem Flughafen Leipzig/Halle gesichert wurde. Laut „Bild“ stimmen diese mit bereits bekannten DNA-Spuren überein.
Verfassungsschutz in Bayern warnt
:„Fanatisierte Einzeltäter können jederzeit unvermittelt zuschlagen“
Innenminister Herrmann nennt die Bedrohungslage durch Islamisten „unverändert hoch“. Der AfD nimmt er eine Strategie der Mäßigung in jüngster Zeit nicht ab. Drei Abgeordnete stehen im Fokus des Verfassungsschutzes.
Anschlagsversuch in Leipzig
:Ist das ein kriegerischer Akt?
Bisher ist nicht klar, ob wirklich Russland hinter der Attacke auf den Flughafen in Leipzig steckt. Doch die Folgen eines solchen Befundes wären weitreichend.
Anschlag auf Münchner Verdi-Demo – das Prozesstagebuch
:34 Tage, mehr als 100 Zeugen und die große Frage nach dem Warum
Farhad N. rast im Februar 2025 mit seinem Auto in eine Demonstration der Gewerkschaft Verdi im Zentrum. Er tötet zwei Menschen und verletzt mehr als 40 schwer. Vor dem Oberlandesgericht geht es um das Leid der Betroffenen und das Motiv, nun wird das Urteil gesprochen. Die SZ dokumentiert alle Prozesstage.
Terror in München – das Prozess-Tagebuch, Tag 34
:Lebenslang für Farhad N.
Das Gericht stellt zudem die besondere Schwere der Schuld fest. Die SZ dokumentiert jeden einzelnen Prozesstag.
Anschlag auf den CSD Berlin
:„Wenn ich jetzt nicht für Freiheit auf die Straße gehe, wann dann?“
Wie fühlen sich queere Politiker und solche, die am Berliner CSD teilgenommen haben, nach dem Anschlag? Welche Konsequenzen fordern sie? Die SZ hat bei Ricarda Lang, Konstantin Kuhle, Diana Kinnert und Tim Klüssendorf nachgefragt.
Nach Urteil gegen Attentäter
:„Es gibt ein Leben vor dem Anschlag und ein Leben danach“
Der Attentäter Farhad N. wurde zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt. Was das Urteil für Überlebende des Anschlags bedeutet.
MeinungUrteil im Münchner Terrorprozess
:Im Fokus stand endlich einmal das Leid der Opfer
Das Gericht hat den Angeklagten zur Höchststrafe verurteilt, aber sich nicht auf die Aufklärung des Tathergangs beschränkt. Die Justiz hat vieles richtig gemacht.
Terrorismus
:Drohne in Leipzig: Wo kommt der Sprengstoff her?
Nach dem Fund einer präparierten Drohne am Flughafen Leipzig/Halle richtet sich der Blick auf Semtex – einen Stoff mit einer langen Geschichte.
MeinungDrohnen in Leipzig
:Deutschland muss sich endlich gegen Putins Agenten wehren
Alles am missglückten Sprengstoffanschlag auf eine ukrainische Transportmaschine deutet auf Russland hin. Wenn das nun Putins neue Gangart ist, muss auch Deutschland seine wechseln.
MeinungUrteil gegen rechtsextreme Terrorgruppe
:Die Justiz hat ihre Aufgabe erledigt - und die Gesellschaft?
Es ist gut, dass die Mitglieder der „Letzten Verteidigungswelle“ in Hamburg so zügig abgeurteilt wurden. Dennoch wirft der Prozess ein Schlaglicht auf eine verstörende Entwicklung.
Islamismus
:Streit über mögliche Versäumnisse vor CSD-Anschlag
Die Grünen werfen den Sicherheitsbehörden mangelnden Informationsaustausch mit der Justiz vor, die SPD weist dies scharf zurück. Innenminister Dobrindt beharrt auf seiner Kritik am Berliner Gericht und fordert schärfere Gesetze.
MeinungCSD-Attentat
:Dass muslimische Gemeinden sich vom Islamismus distanzieren, ist wichtig, aber es reicht nicht
Viele Verbände tolerieren nicht-gewaltbereite islamistische Strömungen, manche hofieren sie sogar. Dabei bereiten diese den Boden für Möchtegern-Dschihadisten. So kann es nicht weitergehen.
MeinungGesellschaft
:Nach dem Anschlag auf den CSD geht es vielen nur um Lufthoheit über dem Entsetzen
Die AfD hetzt gegen Schwule. Die SPD tut so, als würde eine Änderung des Grundgesetzes abschrecken. Die Linke macht Konservative verantwortlich. Im Kampf der Identitäten wird ignoriert, was Islamisten letztlich wollen.
TV-Kritik „Sarah Tacke“
:Zum Zoffen sind sie nicht gekommen
Kann man das Prinzip Talkshow neu erfinden? Nicht wirklich, aber bei Sarah Tackes Premiere im ZDF sprechen Düzen Tekkal, Ahmad Mansour und Herbert Reul erstaunlich konstruktiv über den CSD-Anschlag und die Bedrohung durch den Islamismus.
MeinungInnere Sicherheit
:Der Staat darf Gefährdern eine Fußfessel auf Dauer anlegen – auch jetzt schon
Lehren aus dem Anschlag auf den CSD: Der Schutz der Allgemeinheit kann nicht davon abhängen, ob jemand bereits schwere Straftaten begangen hat. Anmerkungen zur elektronischen Überwachung, zum Präventivgewahrsam und zum Doppelpass.
Anschlag auf den CSD
:Gestern waren wir euch noch egal
Seit dem Anschlag in Berlin wird die queere Community überschüttet mit Blumen und warmen Worten. Gleichzeitig werden Gelder gestrichen. Zum CSD in Hamburg werden trotzdem viele gehen: Jetzt erst recht.
Terror
:Wenn einer zu spät zu ihnen kommt
Thomas Mücke leitet das Violence Prevention Network, in dem der Attentäter vom Berliner CSD ein Deradikalisierungsprogramm besuchen sollte. Zwei Gespräche hatte Abdul B., dann beging er den Anschlag.
Angriff auf Schriftsteller
:Rushdie-Attentäter wegen Terrorismus verurteilt
Mehr als ein Dutzend Mal stach er auf Salman Rushdie ein, seither ist der Schriftsteller auf einem Auge blind. Nun ist der Angreifer ein weiteres Mal schuldig gesprochen worden.
Nach CSD-Anschlag in Berlin
:Prien verspricht mehr Geld zur Verhinderung von Extremismus
Die Familienministerin hat angekündigt, fünf Millionen Euro zusätzlich für Deradikalisierung auszugeben. Mehr Unterstützung für queere Projekte soll es aber nicht geben.
Christopher Street Day
:„Wenn ich Angst habe, haben die gewonnen“
Wie geht es queeren Menschen nach dem Anschlag in Berlin? Sophia K. tanzte in der Nähe, als ein Mann mit dem Auto in die Menge raste. Von der Bundesregierung ist sie enttäuscht – und fordert echte Solidarität.
Plädoyer im Terrorprozess am Oberlandesgericht
:„Reue zeigt er offensichtlich nicht“
Farhad N. raste mit seinem Auto in eine Menschenmenge: Im Prozess um den Anschlag auf eine Verdi-Demo im Februar 2025 mit zwei Toten fordert die Bundesanwaltschaft lebenslange Haft. Die Betroffenen und Hinterbliebenen finden emotionale Worte.
Terrorismus
:Von Fußfessel bis Passentzug – was Gefährder künftig stoppen soll
Politiker fordern nach dem Anschlag von Berlin mehr Härte gegen radikalisierte Personen. Einige Pläne sind juristisch sehr umstritten.
MeinungTerrorismus
:Das Jugendstrafrecht steht zu Unrecht unter Verdacht
Alexander Dobrindt und andere halten jetzt das Jugendgerichtsgesetz für ein Sicherheitsrisiko im Umgang mit islamistischen Gefährdern. Sie irren. Es trägt ganz im Gegenteil zur Risikominderung bei.
Berlin
:Die zwei Gesichter des Abdul B.
Nach dem Anschlag in Berlin hielt die Welt erst kurz inne, dann kamen die üblichen Formeln der Trauer, dann die Wut und die Instrumentalisierung der Tat. Es bleibt die Frage: Wer war Abdul B.? Der Versuch einer Annäherung.