Schuldenkrise

Staatsschulden
:Die Geste zählt

Der Staat nimmt Spenden von Bürgern entgegen, die beim Schuldenabbau helfen wollen. Dafür werben will er aber nicht. Warum eigentlich?

Von Henrike Roßbach

SZ PlusFinanzmärkte
:Platzt bald die nächste Blase?

Aktien und Immobilien steigen viel schneller im Wert als die "normale" Wirtschaft. Experten befürchten eine "Papierblase". Was das bedeutet und wie heikel die Lage ist.

Von Markus Zydra

Globaler Finanzpakt
:Wo bleiben die Milliarden für die Ärmsten der Welt?

Viele arme Länder stecken in der Schuldenfalle, die Klimakrise verschärft sich. Ein Gipfel in Paris mit Kanzler Scholz soll wenigstens die Finanzprobleme lösen. Antworten auf die wichtigsten Fragen.

Von Thomas Hummel

SZ PlusUSA
:Einigung im Schuldenstreit

Präsident Joe Biden und Kevin McCarthy, Sprecher des Repräsentantenhauses, haben einen Deal ausgehandelt, um zu verhindern, dass die USA demnächst erstmals in ihrer Geschichte zahlungsunfähig werden. Allerdings muss der Kongress noch zustimmen.

Von Peter Burghardt

SZ PlusLateinamerika
:"Einige sind bereit, ihr Blut auf den Straßen zu vergießen"

Schuldenkrise, Inflation und die Preise steigen: Argentinien droht der Staatsbankrott, es kommt zu Plünderungen und Massenprotesten. Lässt sich eine Krise wie in den Achtzigerjahren noch abwenden?

Von Christoph Gurk

SZ-Adventskalender
:Zwischen Allergie und Schuldenfalle

Ayse Y. hofft, dass es der Familie nach der Privatinsolvenz besser geht und die Söhne ihre Träume verwirklichen können.

Von Berthold Neff

SZ PlusJoseph Stiglitz
:"Das ist ein Krieg gegen die Krankheit, und wir müssen ihn schnell gewinnen"

Der Ökonom Joseph Stiglitz appelliert an die neue Bundesregierung, sich als Erstes für die Freigabe der Corona-Patente einzusetzen. Ein Gespräch über die Macht der Pharmalobby, Impfgegner und die wichtige Rolle ärmerer Länder bei Bekämpfung der Pandemie.

Interview von Katharina Wetzel

Europäische Union
:Einfach mal Geld locker machen

Der Stabilitätspakt ist wegen der Pandemie ausgesetzt. Die EU-Kommission verkündet nun, wie es mit den Schuldenregeln weitergeht - und der Kommissar unterbreitet brisante Vorschläge.

Von Björn Finke

Münchner in Geldsorgen
:"Wir werden noch lange mit den Auswirkungen zu kämpfen haben"

Im Schuldneratlas 2020 zeichnet sich die Corona-Pandemie noch nicht ab, langfristig rechnen Fachleute aber mit gravierenden Folgen.

Von Sven Loerzer

SZ-Podcast "Auf den Punkt"
:Zwischenbilanz Corona-Hilfen: Wie die Milliardenspritze wirkt

Finanzminister Scholz verteidigt auf dem SZ-Wirtschaftsgipfel die Neuaufnahme von Rekordschulden zur Bekämpfung der Corona-Pandemie. Merkel meint: Langsames Handeln kostet letztlich mehr Geld.

Von Bastian Brinkmann und Lars Langenau

SZ-Podcast "Auf den Punkt"
:Warum Deutschland fast 100 Milliarden Euro Schulden macht

Olaf Scholz kündigt an, nächstes Jahr 96 Milliarden Euro neue Schulden aufzunehmen. Richtig so, sagt Ökonom Marcel Fratzscher.

Jean-Marie Magro

Schuldenkrise
:Die Kredit-Lawine

In China häufen sich die Anzeichen für eine Schuldenkrise. Die Konsequenzen für Tausende deutsche Unternehmen könnten dramatisch sein. Besonders betroffen wäre die deutsche Autoindustrie.

Von Marcel Grzanna

Leserdiskussion
:Wie kann Europa wirtschaftliche Stabilität erlangen?

Kaum hat sich Griechenland einigermaßen erholt, droht Italien ein wirtschaftliches Desaster: Gerade Südeuropa kämpft immer noch mit den Euro-Turbulenzen der Nullerjahre. Europa muss mehr Eigenverantwortung übernehmen, kommentiert SZ-Autor Alexander Mühlauer - und Deutschland muss bereit sein, mehr zu geben.

Griechenland-Hilfen
:Schäuble hat bei der Griechenland-Einigung getrickst

In der CDU sind die Milliardenhilfen für das Krisenland hoch umstritten und trotzdem regt sich niemand auf. Alles dank der Bundestagswahl.

Von Cerstin Gammelin

Schuldenkrise
:Ein Grexit kann die EU zerstören

Die EU-Finanzminister müssen endlich den IWF an der Griechenland-Rettung beteiligen. Sonst droht Europa die nächste fundamentale Krise.

Kommentar von Alexander Mühlauer

Athens Schulden
:Krisen, Griechen und Geheimnisse

Ein Treffen zur Lage in Athen findet nicht statt. Dabei drängt die Zeit - besonders wegen der Rolle des Internationalen Währungsfonds.

Von Cerstin Gammelin, Berlin, und Alexander Mühlauer, Brüssel

Spanien und Portugal
:EU-Defizitsündern drohen erstmals Geldstrafen

Bislang hat die EU-Kommission keine Bußgelder verhängt, wenn Staaten zu viele Schulden machten. Doch nun will eine Mehrheit Sanktionen - zumindest für Spanien und Portugal.

Von Alexander Mühlauer

Schuldenkrise
:Die "Geier" siegen gegen Argentinien - ein verheerendes Signal

Argentinien hat sich nach jahrelangen Verhandlungen mit seinen Gläubigern geeinigt. Das klingt nur auf den ersten Blick gut.

Kommentar von Boris Herrmann

Schuldenkrise
:EU-Kommission bricht Gespräche mit Athen ab

Nach erfolglosen Verhandlungen zwischen Gläubigern und Griechenlands Regierung gibt Jean-Claude Juncker, der Chef der EU-Kommission die Vermittlung vorerst auf. Nun sollen die Finanzminister der Eurogruppe eine Lösung finden.

Von Alexander Mühlauer

Neue Studie
:Warum Schulden weniger gefährlich sind als gedacht

Eine hohe Staatsverschuldung ist schädlich? Sparen führt aus der Krise? Eine Forschergruppe widerspricht den gängigen Meinungen, die bei der Rettung Griechenlands großen Einfluss haben. Entscheidend sei etwas ganz anderes.

Von Alexander Hagelüken

Großbritannien
:Der Mann mit der härtesten Schuldengrenze

Der britische Finanzminister Osborne will dem Staat ein knallhartes Schuldenverbot auferlegen. Die deutsche Regel wirkt im Vergleich lasch.

Von Björn Finke

Griechenland
:"Eine romantische Nation, angekommen in der Realität"

Defekte Busse, streikende Ärzte: Das Loch in Griechenlands Staatskasse ist gewaltig, die Steuereinnahmen reichen nicht. Immer verzweifelter sucht die Regierung nach neuen Geldquellen.

Von Christiane Schlötzer

IWF-Tagung
:Klare Ansagen für Griechenland

Genaue Zahlen und konkrete Reformen: Bei der Frühjahrstagung von Internationalem Währungsfonds und Weltbank machen die Geldgeber deutlich, dass Athen endlich verbindliche Zusicherungen präsentieren müsse. Dort hofft die Regierung auf einen neuen Handlungsspielraum durch Milliarden aus Russland.

Angebliches Pipeline-Geschäft
:Schäuble begrüßt Athens möglichen Milliardendeal mit Moskau

Schon kommende Woche könnte Medienberichten zufolge russisches Geld in Richtung Griechenland fließen. Finanzminister Schäuble glaubt aber nicht, dass das Geld reichen würde, um die Probleme des Landes zu lösen.

Schuldenkrise
:Obama kritisiert griechische Finanzpolitik

Der Druck auf Griechenland wächst: US-Präsident Barack Obama verlangt von der griechischen Regierung, Steuern einzutreiben und Bürokratie abzubauen. Womöglich bekommt das Land nun aber Hilfe von Russland und China.

IWF-Tagung
:Doktor Schäuble und der liebe Freund Yanis

In den USA treffen die Finanzminister Schäuble und Varoufakis aufeinander - fast. Bei der IWF-Tagung reden sie kurz nacheinander. Den Schönheitspreis gewinnt einmal mehr der Grieche, doch der Tagessieg geht an Schäuble.

Von Claus Hulverscheidt

Griechenland
:Berlin bleibt bei Reparationen hart

Auf 279 Milliarden Euro beziffert Athen die deutsche Kriegsschuld. Die Bundesregierung weist die Forderungen zurück - in ungewöhnlich scharfer Form.

Von Stefan Braun, Cerstin Gammelin und Christiane Schlötzer

Schuldenkrise
:Euro-Staaten machen Griechenland zur Chefsache

Griechenland geht das Geld aus und damit wächst das Risiko eines versehentlichen Ausscheidens aus dem Euro. Das aber wollen die Staats- und Regierungschefs in der EU verhindern - und nehmen ihren Finanzministern das Zepter aus der Hand.

Von Cerstin Gammelin, Brüssel, und Christiane Schlötzer, Athen

Schuldenerlasse
:Wann Schuldenschnitte halfen - und wann nicht

Griechenlands Regierung fordert immer wieder einen Schuldenschnitt. Das Instrument ist so beliebt wie umstritten - auch Deutschland profitierte schon davon.

Überblick von Jurik Caspar Iser

ExklusivSchuldenkrise in Griechenland
:Tsipras bittet Juncker um Hilfe

Schon im Februar konnte die Regierung in Athen nicht mehr alle ihre Staatsbediensteten bezahlen. Der griechische Premier Tsipras hat deshalb Kommissionspräsident Juncker um ein kurzfristiges Treffen gebeten - doch der vertröstet ihn.

Von Cerstin Gammelin und Markus Zydra

Varoufakis-Interview in "Charlie Hebdo"
:"Macht euch auf das Schlimmste gefasst"

In der zweiten Ausgabe nach den Terroranschlägen von Paris veröffentlicht das Satiremagazin "Charlie Hebdo" ein Interview mit Griechenlands Finanzminister Varoufakis. Der warnt seine Euro-Kollegen drastisch vor einem Scheitern seiner Mission.

Schuldenkrise
:Europa gewinnt Zeit

Griechenland und die Euro-Partner einigen sich vorläufig auf eine Verlängerung des Hilfsprogramms. Die harte Linie im Streit mit Griechenland ist wichtig - denn es geht nicht nur um Geld, sondern um den Kampf zwischen populistischen und gemäßigten Kräften in Europa.

Von Cerstin Gammelin

Schuldenkrise
:Für Athen läuft die Zeit ab

Immer mehr Griechen heben Geld von ihren Konten ab und bringen die Banken in Not. Die EZB hat die Notfallkredite noch einmal aufgestockt. Der griechischen Regierung bleibt nicht mehr viel Zeit, sich mit den Euro-Partnern zu einigen.

Von Cerstin Gammelin, Brüssel und Markus Zydra, Frankfurt

Sparpolitik
:Zehntausende Iren protestieren gegen Wassergebühren

Bisher wurde die Wasserversorgung in Irland durch Steuern finanziert, jetzt müssen Haushalte im Jahr mehrere hundert Euro zahlen - im ganzen Land gehen Menschen auf die Straße.

Portugiesische Großbank Espírito Santo
:Unheilige Familienbande

Verblendung, Gier und Niedergang: Der Clan hinter der portugiesischen Großbank Espírito Santo hat das Geldhaus an den Rand des Ruins geführt. Jetzt wollen die Aufsichtsbehörden in dem Firmengeflecht endlich aufräumen.

Von Thomas Urban

Kurssturz von Banco Espírito Santo
:Portugiesische Bank versetzt Märkte in Panik

In Portugal kehrt der Geist der Krise zurück, und sein Name ist Banco Espírito Santo: Die größte Bank des Landes soll Geldprobleme haben. Entsetzte Investoren schicken die gesamte Branche auf Talfahrt.

Von Thomas Urban, Madrid, und Stephan Radomsky, München

Bundesbankpräsident
:Weidmann sieht kein Ende der Schuldenkrise

"Es ist zu früh, den Sieg über die Krise auszurufen": Bundesbankpräsident Jens Weidmann warnt, sich von der entspannten Lage an den Finanzmärkten täuschen zu lassen. Er fürchtet das Verschleppen nötiger Reformen.

Belohnung für Reformanstrengungen
:Moody's stuft Kreditwürdigkeit Spaniens herauf

Spanien macht gute Fortschritte im Kampf gegen die Schuldenkrise: Die Ratingagentur Moody's hat die Kreditwürdigkeit des krisengeplagten Euro-Landes um eine Stufe angehoben. Die Aussichten sind vielversprechend.

Luxus-Makler in Paris
:Mir geht's blendend

Psychoanalytiker, Geschäftsmann und Jurist in einem, das müsse man in seinem Metier sein, sagt Alexander Kraft. Der Berliner ist Makler für Luxus-Immobilien in Frankreich. Das Geschäft läuft trotz Krise ziemlich gut. Egal ob edles Stadthaus oder schickes Schloss - seine Kunden zahlen schon mal 25.000 Euro pro Quadratmeter.

Michael Kläsgen, Paris

Wirtschaftskrise in Spanien
:Generation Nesthocker

Die Wirtschaftskrise in Spanien trifft vor allem die jungen Menschen. Immer mehr von ihnen müssen bei ihren Eltern bleiben, weil sie keine Arbeit und keine Wohnung finden.

Thomas Urban

MeinungMilliarden für den IWF
:Welche Begehrlichkeiten der Erfolg Deutschlands weckt

Auf einer der wichtigsten Währungskonferenzen seit langem haben die IWF-Mitglieder 430 Milliarden Dollar mobilisiert, um einer Finanzpanik vorzubeugen. Finanzminister Schäuble fordert nun ein Ende der Debatten um immer neue Hilfen für schwache Euro-Länder. Doch der wirtschaftliche Vorsprung Deutschlands nährt Erwartungen. Die Bundesregierung muss die Stimmung ernst nehmen.

Nikolaus Piper

Schuldenkrise in Griechenland
:Rette sie, wer kann

Ohne umfangreiche finanzielle Hilfen ist Griechenland am 20. März zahlungsunfähig. Um die endgültige Staatspleite doch noch zu verhindern, sollen Banken, Privatanleger und die EZB auf viel Geld verzichten. Antworten auf die wichtigsten Fragen zum geplanten Schuldenerlass.

Helga Einecke, Catherine Hoffmann und Markus Zydra

Aussichten der Weltwirtschaft
:Schock für alle

Die Schwellenländer schwächeln, Italien zahlt Rekordzinsen und eine Konjunkturprognose besorgt Deutschland. Es ist eindeutig: Die nächste Wirtschaftskrise zieht herauf wie ein Wintersturm. Die Politik muss dringend handeln - und erkennen, dass die alten Ideen des Ökonomen Keynes das Gebot der Stunde sind.

Alexander Hagelüken

Schuldenkrise in Europa
:Italien muss Zinsen in Rekordhöhe zahlen

Rettungsgipfel hin, Sparpaket her: Italien gerät immer heftiger unter Druck. Das Land muss für fünfjährige Staatsanleihen Rekordzinsen zahlen - und es wachsen die Zweifel, ob die Brüsseler Beschlüsse wirklich ausreichend für die Krisenbekämpfung sind.

Finanzbranche
:Commerzbank spart bei Weihnachtsfeiern

Sparen, sparen, sparen: Die Commerzbank steckt mächtig in der Bredouille und muss eine Milliardenlücke schließen. Jetzt fallen einem Agenturbericht zufolge in einigen Abteilungen die Weihnachtsfeiern aus.

EU-Krisentreffen in Brüssel
:Argumente gegen die Apokalyptiker

Ja, die Lage ist ernst. Und ja, manche Akteure versuchen es schon wieder mit den üblichen Taschenspielertricks. Doch es gibt beim aktuellen Krisentreffen auch Anlass zur Hoffnung. Selten ist ein Gipfel so gründlich vorbereitet und eine Krise so tief analysiert worden. Sechs Gründe, warum der Schwung von Brüssel die Krise bewältigen könnte.

Marc Beise

Privater Gipfel zur Schuldenkrise
:Schröder nippt zufrieden

Karstadt-Retter Nicolas Berggruen lädt zu einem privaten Krisengipfel in ein Pariser Nobel-Hotel. Wortgewaltig mit dabei: Deutschlands früherer Kanzler Gerhard Schröder. Der findet für die Brüsseler Beschlüsse milde Worte, gibt Angela Merkel noch einen kleinen Stoß mit - und prophezeit den Briten eine schwere Zeit.

Michael Kläsgen

Ergebnisse des Brüsseler Gipfels
:50 Prozent sind nicht immer die Hälfte

Der Euro ist gerettet - und die Banken sind kräftig dabei! Diese Signale sollen vom Brüsseler Gipfel ausgehen, aber einige konkrete Fragen sind noch offen. Möglich, dass die Beteligung der Finanzinstitute geringer ausfällt als die plakativ formulierten 50 Prozent - und der Steuerzahler weitere Milliardengarantien gibt.

Johannes Aumüller

Rettungspakete in der Schuldenkrise
:Alle Zahlen, die Sie kennen müssen

Etliche Milliarden hier, noch mehr Milliarden dort, gar eine Billion da: Die unendliche Geschichte der Rettungsaktionen für Euro und Europa hat schon unzählige Summen hervorgebracht. Ein Überblick über die Zahlen, die Sie kennen müssen, um die Krise zu verstehen.

Johannes Aumüller

Fieberhafte Suche nach Lösung für Schuldenkrise
:Warum nach dem Gipfel vor dem Gipfel ist

Endspurt im Verhandlungs-Marathon: Merkel, Sarkozy und Co. haben nach den mageren Ergebnissen des ersten EU-Gipfels harte Tage vor sich. Sie müssen mit Bankern ringen, einen Hebel für den Rettungsfonds EFSF aushandeln und vielleicht sogar die Grundsätze der EU umschreiben. In Deutschland soll jetzt der Bundestag noch einmal über den Rettungsschirm abstimmen - und ihm so zusätzliche Legitimität verleihen.

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