INF-Vertrag USA Russland Raketen
Nukleare Aufrüstung

Die Stunde der kalten Krieger

In Moskau und Washington haben Männer das Sagen, die in der Frage um Atomwaffen immer noch dem Geist der Vergangenheit verhaftet sind. Für Europa heißt das nichts Gutes.

Von Julian Hans, Moskau, und Paul-Anton Krüger

Donald Trump
INF-Abkommen

Trump will Abrüstungsvertrag mit Russland kündigen

Der US-Präsident wirft Moskau vor, das Verbot atomarer Mittelstreckenraketen zu verletzen. Schon kommende Woche könnten die USA aus dem Deal aussteigen - auch wegen China.

Explosion an einer Berufsschule auf der Krim
Halbinsel Krim

Schüler tötet viele Menschen bei Amoklauf

An einer Berufsschule auf der von Russland annektierten Krim hat es wohl eine Explosion und auch Schüsse gegeben, mindestens 18 Menschen sind tot. Täter soll ein Auszubildender sein.

MOSCOW RUSSIA APRIL 18 2018 Former general producer of Sedmaya Studiya former director of Gogo
Russland

Dann sagte irgendjemand: "Fass!"

Ab heute steht eine Gruppe um den Regisseur Kirill Serebrennikow in Moskau vor Gericht. Der Vorwurf: Unterschlagung von Fördergeldern. Viele vermuten Putins Beichtvater hinter der Attacke auf das moderne Theater.

Von Julian Hans

Verhältnis Deutschland-Russland

Entspannung viel zu leicht gemacht

Egon Bahrs Witwe hat Putin-Versteher zu einem Appell versammelt, die Botschaft lautet: Seid endlich freundlicher zu Moskau! Kritikwürdiges wird dabei ausgeblendet.

Rezension von Renate Nimtz-Köster

A general view shows the headquarters of Main Directorate of the General Staff of the Russian Armed Forces in Moscow
Russland und der Fall Skripal

Der Attentäter, der aus dem Aquarium kam

Journalisten haben auch den zweiten Agenten identifiziert, der für das Giftattentat in Salisbury verantwortlich sein soll. Die Enttarnung ist der zweite große Skandal für den russischen Militärgeheimdienst innerhalb weniger Wochen.

Von Julian Hans, Moskau

Polizei benennt russische Verdächtige im Fall Skripal
Fall Skripal

Zweiter Verdächtiger soll russischer Militärarzt sein

Eine Gruppe investigativer Journalisten will auch den zweiten Verdächtigen im Fall Skripal identifiziert haben. Er soll von Putin persönlich die höchste Auszeichnung der Russischen Föderation erhalten haben.

Hauptsitz des russischen Geheimdiensts GRU
Digitale Angriffe auf Westeuropa

Bundesregierung sieht Russland hinter Cyberattacken

Berlin stellt sich damit an die Seite der britischen Regierung, die Moskau für die Angriffe verantwortlich macht. Ähnliche Reaktionen kommen aus den Niederlanden und Frankreich.

A general view shows the headquarters of Main Directorate of the General Staff of the Russian Armed Forces in Moscow
Niederländische Ermittlungen

Hacker-Attacke aus dem Mietwagen

Russland wird ein Angriffsversuch auf die internationale Chemiewaffen-Organisation vorgeworfen. Moskau versteht die Aufregung nicht, doch die Kritik wächst.

Von Julian Hans, Moskau, und Charlotte Theile, Berlin

OPCW-Hauptsitz in Den Haag
Hacker-Angriff auf OPCW

Niederlande weisen Russen wegen Spionageverdachts aus

Ein russischer Geheimdienst soll einen Angriff auf die Organisation für ein Verbot von Chemiewaffen geplant haben. Diese hatte zuletzt Untersuchungen angestellt, die russische Interessen berühren.

Energiewoche in Russland
Nowitschok-Opfer

Putin nennt Skripal einen "Verräter" und "Dreckskerl"

Moskau hat stets jede Verantwortung für den Anschlag auf den Ex-Spion Skripal und seine Tochter zurückgewiesen.

Skripal-Affäre

"Held Russlands"

Eine neue Spur im Fall der Vergiftung des russischen Ex-Spions Sergej Skripal deutet darauf hin, dass einer der beiden von den britischen Behörden als Attentäter verdächtigten Russen ein hochdekorierter Geheimdienstmitarbeiter ist.

Von Julian Hans, Moskau

Fernsehinterview der in Großbritannien gesuchten Russen
Giftanschlag in Salisbury

Verdächtiger im Fall Skripal soll russischer Geheimagent sein

Das Recherchenetzwerk Bellingcat will die wahre Identität eines der Verdächtigen herausgefunden haben. Präsident Putin hatte zuvor erklärt, dieser wäre nur ein Tourist gewesen.

A woman poses with a painting, depicting Russia's President Vladimir Putin, during an opposition procession organized by painters, part of the campaign protesting against Putin's presidency, in Moscow
Zeitgeschichte

Russland, der böse Arzt

Der amerikanische Historiker Timothy Snyder warnt den Westen in seinem neuen Buch vor dem "Weg in die Unfreiheit". Aber dabei übersieht er Entscheidendes.

Von Jens Bisky

FILE PHOTO: Clergymen of Ukrainian Orthodox Church of the Kiev Patriarchate take part in a ceremony marking the anniversary of the Christianisation of the country in Kiev
Gefahr der Kirchenspaltung

Beben von historischem Ausmaß erschüttert die orthodoxe Kirche

Sogar von "Invasion" ist die Rede: Die russische Orthodoxie schäumt vor Wut, denn der Patriarch von Konstantinopel zeigt sich bereit, eine eigenständige Kirche in der Ukraine anzuerkennen.

Von Julian Hans, Moskau

Russland

Premiere im Fernen Osten

Das hat es seit den Neunzigerjahren nicht gegeben: Wegen zahlreicher grober Verstöße muss eine Gouverneurswahl wiederholt werden. Für den Kreml und seinen Kandidaten ist die Abstimmung ein Debakel.

Von Julian Hans, Moskau

Behandlung von Pussy-Riot-Mann
Pussy-Riot-Aktivist Wersilow

"Wahrscheinlich wusste er etwas, was er nicht wissen sollte"

War es Einschüchterung oder gar ein Mordversuch? Die Berliner Charité hält es für plausibel, dass der russische Pussy-Riot-Aktivist Wersilow vergiftet wurde. Eine Mitaktivistin redet über mögliche Gründe.

Von Jens Schneider, Berlin

Ein russisches Militärflugzeug vom Typ IL-20M beim Landeanflug
Vorfall in Syrien

Putin wertet Abschuss russischer Maschine als Verkettung unglücklicher Umstände

Der Kremlchef entschärft damit Vorwürfe, die das russische Verteidigungsministerium gegenüber Israel erhoben hatte.

00:40
Berliner Charité

Ärzte halten Vergiftung von Pussy-Riot-Mann für plausibel

Die Aktivisten von Pussy Riot sind bekannt für ihre spektakulären Auftritte. Für einen von ihnen ist das zur Gefahr für die eigene Gesundheit geworden. Angehörige vermuten einen Mordanschlag.

Wladimir Putin und Recep Tayyip Erdogan 2018 in Sotchi
Krieg in Syrien

Das macht den Idlib-Deal so kompliziert

Putin und Erdoğan vereinbaren eine demilitarisierte Pufferzone um Idlib, die Rebellen und Regime trennen soll. Doch die Abmachung wirft mehr Fragen auf, als sie beantwortet.

Von Paul-Anton Krüger, Kairo

Heiko Maas
Syrien-Krieg

Maas bezeichnet Syrien-Einigung als "gutes Signal"

Der Bundesaußenminister begrüßt die Idee einer entmilitarisierten Zone um Idlib. Auch die syrische Regierung begrüßt die Idee, will aber den Kampf nicht komplett einstellen.

Pussy-Riot-Mitglied zur Behandlung in Berlin
Regierungskritiker

Charité: Vergiftung von Pussy-Riot-Aktivist wahrscheinlich

Der Russe wurde zur Behandlung nach Berlin gebracht, nachdem er sein Seh- und Sprachvermögen verloren hatte. Er werde weiterhin intensiv behandelt, heißt es von der Klinik.

Wladimir Putin und Recep Tayyip Erdogan 2018 in Sotchi
Syrien-Krieg

Russland und Türkei einigen sich auf demilitarisierte Zone um Idlib

Das gibt Russlands Präsident Putin bei einem Treffen mit seinem türkischen Kollegen Erdoğan bekannt. Das von drei Millionen Zivilisten bewohnte Gebiet ist die letzte Hochburg von Gegnern des Assad-Regimes.

FILE PHOTO: Children walk in a makeshift shelter in an underground cave in Idlib
Krieg in Syrien

Die Türkei droht im syrischen Sumpf zu versinken

Erdoğan trifft Putin, um eine letzte Schlacht um Idlib zu verhindern und dafür zu sorgen, dass die Flüchtlinge in Syrien bleiben. Die demilitarisierte Zone, die die Türkei und Russland nun einrichten wollen, ist zumindest ein Hoffnungsschimmer.

Kommentar von Christiane Schlötzer

Manöver Wostok
Bürgerkrieg in Syrien

Der Kreml macht keine Kompromisse

Vor dem anstehenden Sturm auf die letzte Rebellenbastion in Syrien will Bundesaußenminister Maas dem Kreml ins Gewissen reden. Doch Gnade für Rebellen kennt man dort nicht.

Kommentar von Tomas Avenarius