Nobelpreis

Friedensstifter, Weltliteraten und brillante Wissenschaftler

Sie sind die begehrtesten Auszeichnungen der Welt: Die Nobelpreise werden in Medizin, Physik, Chemie und Literatur vergeben. Hinzu kommen der Friedensnobelpreis und eine entsprechende Auszeichnung in Wirtschaftswissenschaften. Alles über die Preisträger, ihre Leistungen und ihr Leben in einem Spezial.

Nachruf
:Meister der Verzweiflung

Der ungarische Regisseur Belá Tarr begriff sich nie wirklich als Teil der Filmbranche und schuf mit der Kamera doch beeindruckende Werke. Nun ist er gestorben.

SZ PlusVon Kathleen Hildebrand

Lateinamerika
:Auf diese beiden Frauen kommt es in Venezuela jetzt an

Nach dem US-Angriff und der Entführung Nicolás Maduros trifft nun die neue Staatschefin Delcy Rodríguez die wichtigen Entscheidungen. Die Friedensnobelpreisträgerin María Machado ist aus dem Spiel – aber wie lange?

SZ PlusVon Jan Heidtmann und Benedikt Peters

Geschichte
:„Blasiert und dabei kindlich“

Vor hundert Jahren besucht der Physik-Nobelpreisträger Albert Einstein Südamerika. Die Begeisterung seiner Gastgeber erwidert er keineswegs – im Gegenteil zeigt sich der Weltbürger und Humanist von einer verstörenden Seite.

SZ PlusVon Jan Heidtmann

Literatur
:Vergessen Sie alles, was Sie über die Welt wussten

Alle lesen Fantasy-Romane, aber wenn einer sich wirklich auf die Flucht aus der Realität versteht, dann César Aira. Sein Roman „Der Hase“ zeigt: Er muss endlich den Literaturnobelpreis bekommen.

SZ PlusVon Johanna-Charlotte Horst

Literatur
:Eine Übung darin, die Dinge des Lebens ruhig geschehen zu lassen

In Jon Fosses Roman „Vaim“ bringt eine Frau zwei schweigsame Junggesellen aus der Fassung. Gemessen am melancholischen Gesamtwerk des Literaturnobelpreisträgers ist er direkt lustig.

SZ PlusVon Christiane Lutz

Iranische Friedensnobelpreisträgerin
:Mohammadis Familie berichtet von massiver Gewalt bei Festnahme

Drei Tage nach ihrer Verhaftung hört ihre Familie das erste Mal von der iranischen Aktivistin. Sie wisse nicht, wer sie festgenommen habe und wo sie sei.

Iran
:Friedensnobelpreisträgerin Mohammadi bei Trauerfeier festgenommen

Sie hatte an einer Zeremonie für einen unter dubiosen Umständen verstorbenen Anwalt teilgenommen, der in Iran politische Gefangene vertrat. Die Bundesregierung verurteilt die Festnahme.

Literatur
:Mit Ungarn geht’s bergab

Pünktlich zur Verleihung des Nobelpreises erscheint László Krasznahorkais wahnwitzig-melancholischer Roman „Zsömle ist weg“ auf Deutsch: die Geschichte von Onkel Józsi, der glaubt, Anspruch auf die ungarische Krone zu haben.

SZ PlusVon Lothar Müller

Donald Trump
:Der Friedensstifter und die Tatsachen

Donald Trump hat sich selbst zum „Präsidenten des Friedens“ ernannt, weil er acht Kriege beendet oder verhindert haben will. Die Wirklichkeit ist aber: Viele der Konflikte gehen weiter.

SZ PlusVon Reymer Klüver und Paul Munzinger

Venezolanische Oppositionsführerin
:Friedensnobelpreisträgerin Machado in Oslo eingetroffen

Wenige Stunden nach der Preisverleihung ist die venezolanische Oppositionsführerin in Norwegen angekommen – trotz der Repressalien der autoritären Führung in ihrem Heimatland.

Friedensnobelpreis
:Machado kommt doch nach Oslo

Die Friedensnobelpreisträgerin kann nicht bei der Verleihung sein, heißt es zunächst – wegen der Drohungen der autoritären Führung in ihrer Heimat Venezuela. Dann ist sie plötzlich unterwegs.

SZ PlusVon Jan Heidtmann und Benedikt Peters

Venezuela
:Widerstandskämpferin mit Faible für Trump

Die Oppositionspolitikerin María Corina Machado soll diese Woche in Oslo den Friedensnobelpreis erhalten, weil sie Proteste gegen Diktator Maduros Wahlfälschung organisierte. Ob das Regime sie zur Preisverleihung reisen lässt?

SZ PlusVon Benedikt Peters

Film
:Kommt ein Walfisch nach Ungarn

„Die Werckmeisterschen Harmonien“, Béla Tarrs fabelhafter Film nach einem Roman des Nobelpreisträgers Laszlo Krasznahorkai, ist aktueller denn je.

SZ PlusVon Joachim Hentschel

Medizin
:Warum manche Menschen schneller frieren als andere

Die einen können sich nicht warm genug anziehen, die anderen hüpfen bei eisigen Temperaturen in den See. Woran liegt das? Fragen an den Pharmakologen Jan-Erik Siemens.

Interview von Felix Hütten

Ukraine
:„Es ist kein Frieden, wenn Russland nur eine Atempause bekommt“

Die ukrainische Friedensnobelpreisträgerin Oleksandra Matwijtschuk über die Bereitschaft der Ukrainer, Land gegen Frieden zu tauschen, und die Frage, wie schwach Wolodimir Selenskij wirklich ist.

SZ PlusInterview von Sonja Zekri

Bildband von Isolde Ohlbaum vorgestellt
:Ein halbes Jahrhundert Peter Handke

Über 50 Jahre hinweg hat die Fotografin Isolde Ohlbaum den Schriftsteller Peter Handke abgelichtet. Ein Bildband dokumentiert nun diese außerordentlich lange Vertrautheit.

Von Antje Weber

Diplomatie
:Wie es um Trumps sieben „beendete Kriege“ steht

Thailand kündigt den „erweiterten Waffenstillstand“ mit Kambodscha auf, für dessen Unterzeichnung der US-Präsident extra anreiste. Mit seinen anderen Friedensbemühungen läuft es ähnlich bescheiden.

SZ PlusVon David Pfeifer

Nobelpreisträgerin Claudia Goldin
:„Männer und Frauen sollten getrennt besteuert werden“

Arbeit und Kinder, wie bekommen Familien das hin? Die Nobelpreisträgerin Claudia Goldin aus den USA ist mit ihrer Forschung dazu berühmt geworden – und sie hat zur deutschen Debatte ein paar muntere Einwürfe.

SZ PlusInterview von Bastian Brinkmann und Valerie Höhne

Medizin
:Corona-Impfung verlängert Leben von Krebspatienten

Die millionenfach verabreichten mRNA-Vakzine könnten Immuntherapien gegen Krebs deutlich wirksamer machen. Ist das der Beginn einer neuen Ära in der Onkologie?

SZ PlusVon Christina Berndt

Literatur
:Im Sound einer Unicef-Spendenbroschüre

Der Literaturnobelpreisträger J. M. G. Le Clézio berichtet in seiner Geschichtensammlung „Neues von den Unerwünschten“ herzzerreißend vom Unrecht der Welt. Das ist schön – solange man keine literaturkritischen Maßstäbe anlegt.

SZ PlusVon Kristina Maidt-Zinke

MeinungWachstum
:Wie Deutschland aus der Krise kommt? Mit Innovation

Die deutsche Wirtschaft will nicht mehr wachsen. Von den aktuellen Nobelpreisträgern für Ökonomie kann man lernen, was die Regierung tun kann.

SZ PlusKommentar von Alexander Hagelüken

SZ-Podcast „Deutsch-Amerikanische Freundschaft“
:„Der Hund und die Wurst, der Esel und die Karotte“

Kein Friedensnobelpreis für Donald Trump – und trotzdem ist es wichtig, dass der US-Präsident weiterhin glaubt, er könne die Auszeichnung irgendwann bekommen. Die neue Folge des Podcasts zwischen Berlin und New York.

SZ PlusVon Boris Herrmann und Christian Zaschke

Nach Nobelpreis für Machado
:Venezuela schließt Botschaft in Norwegen

Nach der Entscheidung, dass der Friedensnobelpreis diesmal an die Oppositionsführerin Machado verliehen wird, schließt Venezuela die Botschaft in Oslo. Dabei handle es sich um eine interne „Umstrukturierung“, teilt das Außenministerium mit.

Nobelpreis für Wirtschaft
:„Künstliche Intelligenz hat fantastisches Wachstumspotenzial“

Ausgezeichnet werden drei Ökonomen, die erklären, wie die Menschheit endlich zu Wohlstand kam. Ein Preisträger ruft Europa auf, sich nicht von den USA und China abhängen zu lassen.

SZ PlusVon Alexander Hagelüken

MeinungVenezuela
:Es ist fragwürdig, María Corina Machado den Friedensnobelpreis zu verleihen

Die Preisträgerin des Jahres 2025 hat einen Putsch unterstützt und engagiert sich in Netzwerken der extremen Rechten. Für Verbrüderung steht sie eher nicht.

SZ PlusKommentar von Jan Heidtmann

Venezuela
:Friedensnobelpreis für eine Untergetauchte

María Corina Machado wird mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet. Die 58-Jährige führt Venezuelas Opposition seit einem Jahr aus dem Untergrund. Sie stützt den Kurs des US-Präsidenten Donald Trump gegenüber ihrem Land – selbst wenn er den gewaltsamen Sturz des Präsidenten Maduro bedeutet.

SZ PlusVon Jan Heidtmann

Geschichtsbild
:Endlich Friede in Nahost?

So viele Anläufe dazu gab es schon, der im September 1993 war bislang der hoffnungsvollste.

Von Detlef Esslinger

SZ-Podcast „Auf den Punkt“
:Friedensnobelpreisträgerin Machado: Venezuelas Eiserne Lady

Sie ist keine Versöhnerin, aber wer ist Venezuelas Oppositionsführerin María Corina Machado?

Von Christoph Gurk und Lars Langenau

MeinungFriedenspreis
:Das Nobelkomitee tat gut daran, nicht jenen Finsterling zu erwählen, sondern diese Lichtgestalt

Diesmal also wird die venezolanische Oppositionsführerin María Corina Machado ausgezeichnet. Das ist eine gute, eine sehr gute Wahl – aus drei Gründen.

SZ PlusKommentar von Reymer Klüver

Ungarn
:Viktor Orbán ist mitgemeint

Der Literaturnobelpreisträger László Krasznahorkai hat ein Leben lang gegen Autoritarismus angeschrieben. Das hindert Ungarns Regierung aber nicht, sich mit seinem Erfolg zu schmücken.

Von Verena Mayer

Oslo
:Friedensnobelpreis geht an Venezolanerin María Corina Machado

Die Oppositionspolitikerin erhält die Auszeichnung für ihren „unermüdlichen Einsatz“ für die demokratischen Rechte des venezolanischen Volkes. Kanzler Merz gratuliert, die USA kritisieren die Entscheidung.

SZ-Podcast „Auf den Punkt“
:Gaza-Deal: Ist der Krieg vorbei?

Trumps Deal für Gaza ist ein Durchbruch. Aber viele Fragen sind noch offen. Ist das wirklich der Weg zum Frieden?

Von Ann-Marlen Hoolt, Matthias Kolb und Alex Rühle

Literaturnobelpreis
:Im Punkt steckt der Tod

Sein Widerstand gegen den Autoritarismus, nicht nur in Ungarn, ist humorvoll und kompromisslos, die Apokalypsen, von denen er erzählt, findet er im Alltag: László Krasznahorkai bekommt den Literaturnobelpreis.

SZ PlusVon Lothar Müller

MeinungNahost
:Nie waren die Chancen auf ein Ende dieses Krieges so groß wie jetzt

Doch entscheidend ist, wie es weitergeht zwischen Israelis und Palästinensern. Überzeugende Lösungen hat kein Staatsmann vorzuweisen. Und ob Trump nun seinen Nobelpreis kriegt? Den meisten Menschen in Tel Aviv und Gaza dürfte es egal sein.

SZ PlusKommentar von Tomas Avenarius

Donald Trump
:Gebt mir den Preis!

Während die Welt noch rätselt, wer wohl an diesem Freitag den Friedensnobelpreis bekommt, ist für Donald Trump schon klar, wer ihn unbedingt verdient. Er selbst. Norwegen bringt das ziemlich in die Bredouille.

SZ PlusVon Boris Herrmann und Alex Rühle

Stockholm
:Literaturnobelpreis geht an László Krasznahorkai

Der ungarische Schriftsteller bekommt den wichtigsten literarischen Preis der Welt für sein visionäres Werk, wie die Schwedische Akademie in Stockholm mitteilte.

MeinungNahost
:Gebt Trump den Friedensnobelpreis

Ausgerechnet dieser US-Präsident ist die beste Chance, die Israelis und Palästinenser nun haben. Der Preis sollte für den Egomanen ein Ansporn sein, bei der Stange zu bleiben.

SZ PlusKommentar von Bernd Dörries

Chemie-Nobelpreis für drei Materialforscher
:Großer Raum in kleinen Molekülen

Susumu Kitagawa , Richard Robson und Omar Yaghi erhalten die Auszeichnung für die Entwicklung metallorganischer Gerüstverbindungen.

Von Hanno Charisius

MeinungNobelpreise
:Donald Trump wird die Wissenschaft in den USA nicht auslöschen

Auch dieses Jahr dominieren die Amerikaner bei den Ehrungen, auch in den kommenden Jahren wird das wohl so bleiben. Das hat viele Gründe, dagegen kommen Dekrete eines Präsidenten nicht an.

SZ PlusKommentar von Werner Bartens

MeinungHabild
:Preisträger Trump

Physik
:„Quantenphysik in Aktion“: Durch den Tunnel mit dem Supraleiter

John Clarke, Michel Devoret und John Martinis erhalten den diesjährigen Physik-Nobelpreis für Arbeiten, die das Verständnis der Quantenmechanik geprägt haben – und die Grundlage für heutige Quantencomputer schufen.

Von Marlene Weiß

Stockholm
:Medizin-Nobelpreis geht an drei Forscher aus dem Bereich Immunologie

Der Nobelpreis in der Kategorie Medizin geht in diesem Jahr an Mary Brunkow, Fred Ramsdell und Shimon Sakaguchi. Sie haben entdeckt, wie das Immunsystem daran gehindert wird, den eigenen Körper anzugreifen.

Von Werner Bartens

Right Livelihood Award
:Alternativer Nobelpreis für Aktivisten aus Asien und Afrika

Der Preis wird seit 1980 an Menschen vergeben, die sich in besonderer Weise für Klima- und Umweltschutz, Menschenrechte, Gerechtigkeit und Frieden einsetzen.

Nahostkonflikt
:Trump, der Friedensstifter?

Der US-Präsident ist besessen davon, den Friedensnobelpreis zu erhalten. Im Fall des Gaza-Kriegs haben seine Ambitionen immerhin bewirkt, dass er seine Riviera-Pläne aufgegeben hat.

SZ PlusVon Charlotte Walser

Interview zum Friedensnobelpreis
:„Zum allergrößten Teil sind junge Menschen wunderbar“

Bernhard Hanel, Gründer des Weltkinderforums, schlägt einen ungewöhnlichen Preisträger für den Friedensnobelpreis 2026 vor: alle Kinder dieser Welt. Ein Interview über Donald Trump, den Krieg in Gaza und die friedliche Kraft der Kinder.

Interview von Lea Ehrenberg

Biotechnologie
:Der Zoo der gentechnisch veränderten Tiere wächst

Crispr/Cas ist ein Verfahren, mit dem sich das Erbgut von beinahe jedem Lebewesen ganz einfach verändern lässt. So können Pflanzen und Tiere theoretisch nach Maß angefertigt werden. Welche Tiere haben Forschende bisher mit der Technik erschaffen?

SZ PlusVon Priska Wörl

Französische Literatur
:Ein Hauch von einem Roman

Annie Ernaux wird 85 und schenkt ihren Lesern ein neues Buch: In „Die Besessenheit“ entfaltet sie, wie nur sie es kann, ein kraftvolles, vielschichtiges Eifersuchtsdrama auf 66 Seiten.

SZ PlusVon Nils Minkmar

Südostasien
:Was hinter dem Grenzstreit zwischen Thailand und Kambodscha steckt

Es geht um einen Tempel und um viel Geld: Am Mittwoch treffen sich Abgesandte beider Länder, um den Konflikt beizulegen. Dass die Aussichten auf Erfolg eher mau sind, liegt vor allem an Kambodschas Herrscher, der ganz andere Interessen verfolgt.

Von David Pfeifer

Internationale Beziehungen
:Muss nun auch Modi Trump für den Friedensnobelpreis vorschlagen?

Indiens Premier Modi soll im September in die USA reisen, um vor den UN zu sprechen. Spannender ist: Wird er dort den US-Präsidenten treffen? Trump hat Indien immerhin mit den weltweit höchsten Strafzöllen belegt.

SZ PlusVon David Pfeifer

80 Jahre Hiroshima und Nagasaki
:„Die Leute sagen zu mir: Bitte sterben Sie nicht“

Mahner für den Frieden braucht die Welt mehr denn je – doch Zeitzeugen wie Terumi Tanaka werden immer seltener. Er hat die schrecklichen Folgen der US-Atombomben in Japan erlebt. Aber hören die Mächtigen der Welt überhaupt noch zu?

SZ PlusVon Thomas Hahn

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