NS-Raubkunst

Politisches Nachbeben

Die Freien Wähler in Bayern fordern im "Fall Gurlitt" einen Untersuchungsausschuss. Die Auseinandersetzung um die Sammlung des Kunsthändlers Hildebrand Gurlitt, die in Deutschland zum Synonym für Raubkunst wurde, geht damit in die nächste Runde.

Von Catrin Lorch

NS-Raubkunst

Taskforce vor der Herz-OP

Steuerfreies Erbe, Besuche am Krankenbett, gemeinsame Sache mit der Staatsanwaltschaft: Parlamentarier in München und Berlin wollen den Fall Gurlitt neu aufrollen. Denn es ist kein Verbrechen, NS-Raubkunst zu besitzen.

Von Jörg Häntzschel

Gerrit Claesz. Bleker, Weiber von Weinsberg, 1624; Weibertreu-Museum Weinsberg; © P+ Fotografie, Agentur für Bildgestaltung / Foto: Pierre Gattinger
NS-Raubkunst

Die Weiber gehen voran

Beispielhaft: Ein Museum in Baden-Württemberg gibt ein Gemälde aus dem früheren Besitz des jüdischen Kunsthändlers Max Stern an dessen Erben zurück. In Düsseldorf tut man sich mit Bildern aus derselben Sammlung ungleich schwerer.

Von Catrin Lorch

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Gert Fröbe und seine NS-Vergangenheit

Ein Schurke nur im Film

Der Wahl-Ickinger Gert Fröbe wurde einst in Israel als ehemaliges NSDAP-Mitglied boykottiert, war aber in kürzester Zeit rehabilitiert. Ob der historische Arbeitskreis ihn genauso beleuchtet hat wie den Nazi-Architekten Paul Wenz, ist offen.

Von Claudia Koestler

Max Pechstein
Raubkunst von Max Pechstein

Es geht um mehr als um Kunstgegenstände

Als die Familie Heymann vor den Nazis fliehen musste, ließ sie eine große Sammlung von Werken des Künstlers Max Pechstein zurück. Auf der Suche nach den Bildern entstand eine einzigartige Freundschaft.

Von Nicolas Richter

Rückgabe eines von Nationalsozialisten geraubten Kunstwerkes
Gespräch über NS-Raubkunst

"Ich vermisse den Versuch, das Problem ein für alle Mal zu lösen"

Ronald Lauder, der Vorsitzende des Jüdischen Weltkongresses, kritisiert Deutschland scharf für seinen Umgang mit NS-Raubkunst.

Von Catrin Lorch

NS-Raubkunst

Privatsache

Wie Deutschland die Aufarbeitung des Nazi-Kunstraubs an Sammler und Auktionshäuser delegiert - und die Erben der beraubten Juden weiterhin leer ausgehen lässt.

Von Sophie Schönberger

Selbstporträt von Cornelius Gurlitt
Fall Gurlitt

Gerechtigkeit für Herrn Gurlitt

Seine 1500 Bilder nahmen ihm die Behörden, später wurden sie zu unrecht als "Nazi-Schatz" bekannt. Ein Buch über den Fall Gurlitt enthüllt nun, wie die Justiz auf der Suche nach Raubkunst selbst zum Räuber wurde.

Von Heribert Prantl

NS-Raubkunst

Reden, zuhören, handeln

Die Staatsgemäldesammlungen haben ein Bild aus der Sammlung Göring den Erben des jüdischen Besitzers abgekauft. Dieser kooperative Prozess sollte Schule machen.

Von Kia Vahland

NS-Raubkunst

Wem der Welfenschatz gehört

Deutschland muss dies selber aufklären.

Von Kia Vahland

Berliner Welfenschatz
NS-Raubkunst

Welfenschatz kommt in den USA vor Gericht

Die Limbach-Kommission war sich sicher: Der Welfenschatz aus dem Berliner Kunstgewerbemuseum ist keine NS-Raubkunst. Nun nehmen sich amerikanische Richter der Sache an.

Von Kia Vahland

NS-Raubkunst

Kleiner Kandinsky

Ein amerikanisches Gericht muss nun entscheiden, ob Wassily Kandinskys Hauptwerk "Das bunte Leben" im Münchner Lenbachhaus Raubkunst ist. In den Niederlanden wird zugleich ein ähnlicher Fall verhandelt - doch das läuft anders.

Von Kia Vahland

NS-Raubkunst

Kandinsky in Not

Für München ist Wassily Kandinskys Gemälde "Das bunte Leben", das im Lenbachhaus hängt, ein Schlüsselwerk der Kulturstadtidentität. Nach SZ-Recherchen ist es aber wohl NS-Raubkunst. Eine rasche Klärung wird es nicht geben.

Von Kia Vahland

Das Bild: Wassiliy Kandinsky, Das Bunte Leben, 1907, im Lehnbachhaus (mitte)
"Das bunte Leben" von Kandinsky

Der Schandfleck

Einst war München "Hauptstadt der Bewegung". Nach dem Krieg erfand sich die Stadt als Kulturmetropole neu. Doch wahrscheinlich ist eines der berühmtesten Kandinsky-Bilder im Lenbachhaus NS-Raubkunst. Kläger fordern nun die Rückgabe oder 80 Millionen Dollar.

Von Kia Vahland

NS-Raubkunst

An der Bar

Der Maler Amedeo Modigliani trinkt mit dem Sammler Oscar Stettiner. Dies belegt einmal mehr die Freundschaft der beiden Männer.

Von Kia Vahland

Judenverfolgung unter den Nazis

Die Geschichte der mutigen Elisabeth Braun

Die Schriftstellerin war Tochter jüdischer Eltern. Im Hildebrandhaus in München versteckte sie 15 verfolgte Menschen - keiner von ihnen überlebte die Nazizeit.

Von Wolfgang Görl

NS-Raubkunst

Hitlers Kuratoren

1938 halfen Museumschefs beim Kunstraub in 70 Münchner Sammlungen. Ein neues Buch arbeitet den Fall auf - es ist schon der zweite Versuch.

Von Catrin Lorch

Ringer
Verschollenes Kunstwerk

Verschollen geglaubte Skulptur stand die ganze Zeit in München

Im Zweiten Weltkrieg schien die Bronze-Plastik zweier Ringer verloren gegangen zu sein. Das Bayerische Nationalmuseum hatte nur noch eine billige Kopie. Nun stellt sich heraus: Die Kopie ist das Original.

Von Evelyn Vogel

Flur in Görings Landsitz Karinhall, 1938
München

Bayern verkaufte Nazi-Raubkunst an Familien ehemaliger NS-Größen

Doch anstatt Kritik zu üben, scheint Bayerns Kultusminister Spaenle das Vorgehen seiner Vorgänger zu verteidigen. Es seien eben andere Zeiten gewesen.

Von Jörg Häntzschel

´Bilderbuch für Hana" von Otto Dix
Kunstfund

Der Schatz von Onkel Jimmy

Zwei Düsseldorfer Galeristen haben das verschollene Bilderbuch aufgespürt, das Otto Dix für seine Stieftochter Hana gemalt hat.

Von Gottfried Knapp

NS-Raubkunst

Mehr Fairness

Nach der heftigen Kritik von Opferorganisationen will Kulturstaatsministerin Grütters die Limbach-Kommission reformieren.

Flur in Görings Landsitz Karinhall, 1938
Bayerische Staatsgemäldesammlungen

NS-Raubkunst: Das Museum mauert

Der Direktor der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen war nach dem Zweiten Weltkrieg sehr nett zu den Nachkommen von Hermann Göring. Warum wollte man das in München verschweigen?

Von Catrin Lorch

US-Einheit aus Kunstexperten stöbert von den Nazis geraubte Kunstwerke auf
Skandal um Bayerische Staatsgemäldesammlungen

Bayerische Museen verkauften Raubkunst an Familien hochrangiger Nazis

Eigentlich sollten die Bayerischen Staatsgemäldesammlungen die Kunstwerke an ihre rechtmäßigen Eigentümer zurückgeben. Stattdessen kamen Frau und Tochter von Hermann Göring zum Zug.

Von Jörg Häntzschel und Catrin Lorch

Kinostarts - ´Monuments Men - Ungewöhnliche Helden"
Umgang bayerischer Museen mit der NS-Zeit

Emmy Göring will ihr Bild zurück

Die "Monuments Men" spürten Nazi-Raubkunst auf. Doch manche Gemälde wurden Angehörigen von NS-Größen verkauft - statt an die Familien der Opfer zurückzugehen.

Von Catrin Lorch und Jörg Häntzschel

RUSSIA-SOTHEBY'S-AUCTION
Panama Papers

Sotheby's soll geheime Geschäfte auf dem Kunstmarkt unterstützen

Welche Rolle spielt Sotheby's im Fall Modigliani? Jetzt sind angeblich Briefe eines Mitarbeiters aufgetaucht, die fragwürdige Praktiken des Auktionshauses offenlegen.

Von Kia Vahland