Überwachungstechnik

Warum die Bahn Drohnen gegen Graffiti-Sprayer einsetzt

Die USA jagen damit Terroristen, die Deutsche Bahn Jugendliche mit Sprühdosen: Um den Schaden durch Graffiti auf Zügen zu begrenzen, will das Unternehmen künftig Drohnen einsetzen. Warum solch ein Aufwand? Wie ist die rechtliche Lage? Und was sagen Kritiker? Die wichtigsten Fragen und Antworten.

Von Benjamin Romberg und Hakan Tanriverdi

Aufklärungsdrohne Euro Hawk
Gescheitertes Drohnen-Projekt

Bund muss weiter Millionen für "Euro Hawk" zahlen

Die Drohne wird nie von der Bundeswehr genutzt werden - dennoch kostet der "Euro Hawk" den Bund laut einem Zeitungsbericht weiterhin viel Geld. Fast 100 Millionen könnten durch vertragliche Verpflichtungen weiter in das Projekt fließen. Die Opposition fordert den sofortigen Stopp.

AUFKLÄRER LUNA
Drohnenfabrik in Penzberg

Spion aus Bayern

Gerade erst machte das Debakel um das Scheitern des Drohnen-Projekts Euro Hawk Schlagzeilen. In Penzberg produziert die Firma EMT Drohnen, die die Bundeswehrtruppen in Afghanistan vor "bösen Überraschungen" schützen sollen. Doch einige Rüstungsdeals des bayerischen Drohnen-Herstellers sind umstritten.

Von Daniel Schrödel

Gescheitertes "Euro Hawk"-Projekt

De Maizière verteidigt teuren Drohnen-Ausstieg

Hunderte Millionen Euro hat das Drohnenprojekt "Euro Hawk" gekostet: Jetzt wehrt sich Verteidigungsminister de Maizière gegen Vorwürfe, viel zu spät reagiert zu haben. Er geht aber auch auf seine Kritiker zu.

Celler Trialog 2013
Verteidigungsminister de Maizière

"Starke Vorbehalte"

Noch vor einem Jahr warb Verteidigungsminister de Maizière vehement für ein Drohnenprojekt der Nato. FDP-Politikerin Elke Hoff erinnert sich jetzt, dass ihre Fraktion schon damals starke Vorbehalte gehabt habe. Gleichwohl hatten auch die Liberalen für das Projekt gestimmt.

Von Christoph Hickmann, Berlin

Aufklärung des Euro-Hawk-Debakels

Seltsames Krisenmanagement im Hause de Maizière

Im Verteidigungsministerium ist eine Investition in dreistelliger Millionenhöhe verbockt worden. Zentral mit dem Euro-Hawk-Projekt befasst war in den vergangenen Jahren jener Abteilungsleiter, den Thomas de Maizière nun die Aufarbeitung leiten lässt. Da kann man nur fragen: Geht's noch?

Ein Kommentar von Christoph Hickmann

Debakel um Euro-Hawk-Drohne

US-Hersteller kontert Kritik aus dem Verteidigungsministerium

Offener Streit um den "Euro Hawk": Verteidigungsminister Thomas de Maizière zeigt nach dem Aus für das Drohnenprojekt mit dem Finger auf den US-Hersteller. Doch der schlägt in einem deutschen Zeitungsbericht zurück. Zum Beispiel sei sehr wohl ein Kollisionsschutz für die Aufklärungsdrohne eingeplant gewesen.

Anti-Terror-Kampf

US-Regierung ließ Amerikaner mit Drohnen töten

Washington hat erstmals eingeräumt, den radikalislamischen US-Geistlichen Anwar al-Awlaki getötet zu haben. Justizminister Holder zufolge sind drei weitere Amerikaner bei Anti-Terror-Einsätzen ums Leben gekommen.

Bundestag
#btw13-Blog
Verteidigungsminister de Maizière

Wem Merkel vertraut, der hat schon verloren

Für den Verteidigungsminister wird es eng. Kanzlerin Merkel lässt de Maizière in der Affäre um die gescheiterte Drohne "Euro Hawk" ihr "volles Vertrauen" aussprechen. In der Vergangenheit hieß das meist: Der Rücktritt kommt bald.

Von Michael König, Berlin

Thomas de Maiziere
De Maizière und das Drohnen-Debakel

Mehr als ein Minister

Thomas de Maizière ist eine Art Vertrauenskapital für die Regierung Merkel. Zwar lässt sich das Aus der Drohne "Euro Hawk" noch nicht auf den Fall des Verteidigungsministers reduzieren. Trotzdem muss er das Debakel nun vor dem Parlament lückenlos aufklären können. Er hat sich dafür mehr als zwei Wochen Zeit genommen. Militärisch gesagt: Der Schuss muss sitzen.

Ein Kommentar von Nico Fried, Berlin

German Government Weekly Cabinet Meeting
Aufklärungsdrohne "Euro Hawk"

De Maizières Ministerium soll gegen Gesetz verstoßen haben

Sensible Daten aus Amerika, alles ganz geheim: Mit dieser Begründung weigert sich das Verteidigungsministerium, dem Bundesrechnungshof sämtliche Informationen über den 500-Millionen-Flop "Euro Hawk" zu übergeben. Hat das Ministerium damit gegen Gesetze verstoßen? Experten des Bundestags meinen ja.

Von Michael König, Berlin

Euro Hawk Drohne
Gescheitertes Euro-Hawk-Projekt

De Maizière will Bericht zum Drohnenprojekt vorlegen

Nach der Bruchlandung für Euro Hawk: Bundesverteidigungsminister de Maizière gerät in Erklärungsnot über die Probleme mit der Aufklärungsdrohne. Die Opposition kritisiert "immensen Schaden für die Steuerzahler" und spricht von "Vertuschung".

Pleite um Aufklärungsdrohne

Bundesrechnungshof erhob schon 2011 Bedenken wegen "Euro Hawk"

Ein Millionenverlust, der womöglich abzusehen war: Schon 2011 forderte der Bundesrechnungshof vom Verteidigungsministerium Statusberichte zur "Euro Hawk"-Drohne an. Dieses verschickte zwar Unterlagen - doch an den entscheidenden Stellen waren sie geschwärzt.

Euro Hawk Drohne
Gestopptes Projekt Euro Hawk

Drohne mit Fallhöhe

Wer ist verantwortlich für das gescheiterte Projekt Euro Hawk? Verteidigungsministerium und Bundeswehr müssen sich fragen lassen, warum eine halbe Milliarde Euro in die Aufklärungsdrohne gesteckt wurde. Der Grüne Omid Nouripour wittert vor der Wahl gar einen Vertuschungsversuch.

Von Christoph Hickmann, Berlin

Gescheitertes Drohnen-Projekt Euro Hawk

Opposition wirft de Maizière "grandiose Fehlinvestition" vor

Das Verteidigungsministerium hat die Aufklärungsdrohne Euro Hawk aufgegeben. Jetzt gerät Minister de Maizière unter Druck: Die Linkspartei fordert seinen Rücktritt, die Grünen wollen wissen, warum dafür trotzdem weiter Geld ausgegeben wurde. Die FDP stellt sich hinter den CDU-Politiker und gibt der ehemaligen rot-grünen Regierung eine Mitverantwortung.

Euro Hawk
Aufklärungsdrohne für die Bundeswehr

Milliardenprojekt Euro Hawk steht vor dem Aus

Das Verteidigungsministerium steht offenbar kurz davor, den Kauf der Aufklärungsdrohne Euro Hawk zu stoppen. Grund sollen massive Probleme bei der Zulassung des unbemannten Flugzeugs für den europäischen Luftraum sein. Insgesamt waren für das Projekt 1,2 Milliarden Euro veranschlagt.

Diskussion um Drohnen

Unbemannte Flugkörper im Wahlkampf

Ein verführerisches Thema für Wahlkämpfer: Drohnen. Allein das Wort löst allgemeine Aufgeregtheit aus. Doch die Vorwürfe der Opposition, der Verteidigungsminister plane heimlich den Kauf, sind nicht nur albern, sondern heuchlerisch.

Ein Kommentar von Christoph Hickmann

Naher Osten

Israelische Luftwaffe schießt feindliche Drohne ab

Die israelischen Streitkräfte haben einen Drohne abgefangen, die von Norden aus in den Luftraum des Landes eingedrungen war. Ministerpräsident Netanjahu spricht von einem "schwerwiegenden Versuch, unsere Grenzen zu verletzen".

Deutsche Soldaten in Afghanistan Drohne Heron 1
Deutsches Rüstungsgeschäft

Bundeswehr soll mit Israel intensiv über Kampfdrohnen verhandeln

Der Einsatz unbemannter Flugzeuge durch die Bundeswehr ist umstritten. Gerade erst hat Verteidigungsminister de Maizière die Entscheidung über den Kauf von Kampfdrohnen verschoben. Einem Medienbericht zufolge sind die Verhandlungen der Bundesregierung mit Israel aber weiter vorangeschritten als bislang bekannt.

Hunderte protestieren in Berlin gegen Drohnen und Atomwaffen
Ausrüstung der Bundeswehr

Bewaffnete Drohnen erst nach der Wahl

Verteidigungsminister Thomas de Maizière will dringend bewaffneten Drohnen haben. Sie sollen deutsche Soldaten schützen. Doch vor 2014 wird es wohl keine unbemannten Hightech-Flieger für die Bundeswehr geben. Eine Mehrheit der Deutschen würde am liebsten ganz auf sie verzichten.

Drohne, US Air Force
Drohnen im Krieg

Tödliche Antwort auf Selbstmordattentäter

Manche von ihnen sind so klein, dass man sie unter den Arm nehmen kann, manche sechs Tonnen schwer: Ferngelenkte Roboter bewahren Soldaten vor direktem Kontakt mit dem Feind. US-Militär und CIA verwenden Drohnen dazu, Terrorverdächtige aufzuspüren - und sie in manchen Fällen gezielt zu töten.

Von Paul-Anton Krüger

CIA, John Brennan
Designierter CIA-Chef Brennan

Geheimniskrämer verspricht Transparenz

"Drohnen fliegen, Kinder sterben": Der designierte CIA-Chef John Brennan muss im Senat heftige Kritik für die Terrorbekämpfung der US-Regierung einstecken. Dabei sind die Senatoren gar nicht gegen das Drohnen-Programm an sich. Sie fühlen sich jedoch zu wenig informiert. Brennan deutet an, was er in Zukunft ändern möchte.

Von Matthias Kolb, Washington

Predator-Drohne der Air Force
US-Drohnen-Programm

Der Zynismus des Friedensnobelpreisträgers Obama

Sein Vorgänger Bush ließ Terrorverdächtige verschleppen und foltern, US-Präsident Obama lässt sie gleich töten: Das Drohnen-Programm der US-Regierung ist außer Kontrolle geraten. Der Senat muss die Anhörung des designierten CIA-Chefs Brennan nun zur Abrechnung nutzen.

Ein Kommentar von Nicolas Richter, Washington

Report: Iran produces copy of US drone
Zur Überwachung radikaler Islamisten

USA planen Drohnenbasis in Westafrika

Das US-Verteidigungsministerium fürchtet wachsenden Einfluss radikaler Islamisten und Al-Qaida-Verbündeter in der Sahara-Region. Deshalb erwägt die Regierung, im Westen Afrikas Drohnenstützpunkte einzurichten.

Aufklärungsdrohe Heron 1
Debatte um bewaffnete Drohnen

"Immer entscheidet ein Mensch"

Die Bundesregierung plant, unbemannte bewaffnete Drohnen anzuschaffen, Grüne und SPD befürchten, dass durch die Distanz zum Kampfgeschehen die Hemmschwelle zum Töten sinkt. Neu ist die Idee nicht: Auch die schwarz-rote Koalition dachte schon darüber nach.

Von Christoph Hickmann, Berlin