Dieser Liveblog ist archiviert und wird nicht mehr aktualisiert. Die aktuelle Berichterstattung finden Sie auf unserer Themenseite zum Krieg in der Ukraine .
Wichtige Updates
Ungarn wirft Selenskij Erpressung vor
Mehrere Tote und Verletzte bei russischen Angriffen
Russland: Ukraine greift Gas-Tanker im Mittelmeer an
Selenskij sorgt sich um Nachschub für Ukraine - "Anti-Patriot" für den Nahen Osten
Russland zieht wegen eingefrorener Gelder vor EU-Gericht
Ukraine-Friedensgespräche mit Russland wegen Iran-Krieg auf Eis
Die von den USA vermittelten Friedensgespräche zwischen Kiew und Moskau, die ursprünglich für diese Woche geplant waren, sind auf unbestimmte Zeit verschoben worden. Grund ist der Krieg in Iran, wie der ukrainische Präsident erklärt. „Vorerst sind wegen der Lage in Bezug auf den Iran die notwendigen Signale für ein trilaterales Treffen noch nicht eingegangen“, sagte Wolodimir Selenskij am Mittwochabend in seiner regelmäßigen Ansprache an die Nation. „Sobald die Sicherheitslage und der breitere politische Kontext es erlauben, die trilaterale diplomatische Arbeit wieder aufzunehmen, wird dies geschehen.“
Am Montag hatte Selenskij vor Reportern angekündigt, die Gespräche seien für den 5. oder 6. März vorgesehen gewesen. Dieses Treffen wäre das vierte in diesem Jahr gewesen, nach zwei Verhandlungsrunden in Abu Dhabi und einer weiteren in Genf. Infolge der Gefahr von Raketen- und Drohnenangriffen Irans ist der Luftraum über den Vereinigten Arabischen Emiraten weitgehend geschlossen. Dennoch hat Selenskij zuvor auch die Türkei und die Schweiz als mögliche Austragungsorte genannt.
Ein zentraler Streitpunkt bleibt die russische Forderung, die Ukraine solle Gebiete in der östlichen Region Donezk abtreten. Diese Gebiete haben Moskaus Truppen seit 2014 trotz anhaltender Kämpfe nicht vollständig einnehmen können, doch genau sie stehen weiterhin im Zentrum der Verhandlungen. „Wir stehen praktisch täglich in Kontakt mit den Vereinigten Staaten“, sagte Selenskij. Er betonte, Kiew sei bereit für neue Gespräche.
Am Montag hatte Selenskij vor Reportern angekündigt, die Gespräche seien für den 5. oder 6. März vorgesehen gewesen. Dieses Treffen wäre das vierte in diesem Jahr gewesen, nach zwei Verhandlungsrunden in Abu Dhabi und einer weiteren in Genf. Infolge der Gefahr von Raketen- und Drohnenangriffen Irans ist der Luftraum über den Vereinigten Arabischen Emiraten weitgehend geschlossen. Dennoch hat Selenskij zuvor auch die Türkei und die Schweiz als mögliche Austragungsorte genannt.
Ein zentraler Streitpunkt bleibt die russische Forderung, die Ukraine solle Gebiete in der östlichen Region Donezk abtreten. Diese Gebiete haben Moskaus Truppen seit 2014 trotz anhaltender Kämpfe nicht vollständig einnehmen können, doch genau sie stehen weiterhin im Zentrum der Verhandlungen. „Wir stehen praktisch täglich in Kontakt mit den Vereinigten Staaten“, sagte Selenskij. Er betonte, Kiew sei bereit für neue Gespräche.
Ungarn wirft Selenskij Erpressung vor
Im Streit über einen von Ungarn blockierten EU-Kredit droht der ukrainische Präsident Wolodimir Selenskij dem ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orbán. „Wir hoffen, dass eine Person in der Europäischen Union die 90 Milliarden Euro nicht blockieren wird und die ukrainischen Kämpfer Waffen bekommen, andernfalls geben wir die Adresse dieser Person unseren Jungs weiter, auf dass sie ihn anrufen und mit ihm in ihrer Sprache reden“, sagte Selenskij nach einer erweiterten Regierungssitzung in Kiew. Der Staatschef betonte, dass sein Land zum EU-Kredit keine Alternative habe.
In Ungarn wurde umgehend auf die Äußerung reagiert. „Diese Drohungen und Erpressungen von Selenskij gehen weit über jedes akzeptable Limit hinaus“, schrieb Orbáns Pressesprecher Zoltan Kovacs auf der Plattform X. Persönliche Emotionen hätten nichts in Angelegenheiten wie dieser zu suchen. Ungarn werde sich nicht einschüchtern und erpressen lassen.
Budapest blockiert die Freigabe des EU-Kredits aufgrund des eingestellten Transits über die Erdölpipeline „Druschba“ (Freundschaft). Ukrainischen Angaben nach wurde diese durch einen russischen Drohnenangriff Ende Januar auf ein Tanklager bei der westukrainischen Stadt Brody beschädigt. Ungarn und auch die ebenfalls vom Transitstopp betroffene benachbarte Slowakei zweifeln diese Angaben an und fordern Zugang für eine Expertenkommission der Europäischen Union.
Selenskij verweigerte diesen unter Verweis auf ukrainische Experten. „Ich denke, dass unser Wort reicht“, sagte er und stellte eine Reparatur frühestens Mitte April in Aussicht.
In Ungarn wurde umgehend auf die Äußerung reagiert. „Diese Drohungen und Erpressungen von Selenskij gehen weit über jedes akzeptable Limit hinaus“, schrieb Orbáns Pressesprecher Zoltan Kovacs auf der Plattform X. Persönliche Emotionen hätten nichts in Angelegenheiten wie dieser zu suchen. Ungarn werde sich nicht einschüchtern und erpressen lassen.
Budapest blockiert die Freigabe des EU-Kredits aufgrund des eingestellten Transits über die Erdölpipeline „Druschba“ (Freundschaft). Ukrainischen Angaben nach wurde diese durch einen russischen Drohnenangriff Ende Januar auf ein Tanklager bei der westukrainischen Stadt Brody beschädigt. Ungarn und auch die ebenfalls vom Transitstopp betroffene benachbarte Slowakei zweifeln diese Angaben an und fordern Zugang für eine Expertenkommission der Europäischen Union.
Selenskij verweigerte diesen unter Verweis auf ukrainische Experten. „Ich denke, dass unser Wort reicht“, sagte er und stellte eine Reparatur frühestens Mitte April in Aussicht.
Amelie Schmidt
Deutschland unterstützt Ukraine mit weiteren 200 Millionen Euro
Deutschland stellt der Ukraine angesichts anhaltender russischer Angriffe auf die Energieinfrastruktur des Landes weitere 200 Millionen Euro zur Verfügung. „Mit diesen Geldern soll der Schutz der Ukraine gegen den Bombenterror Putins noch einmal verstärkt werden“, sagte Außenminister Johann Wadephul (CDU) bei einem Treffen mit seinem moldauischen Kollegen Mihai Popșoi in Berlin mit Blick auf den russischen Präsidenten Wladimir Putin. Mit dem Geld sollten unter anderem Aufklärungsdrohnen finanziert und der Zivilschutz unterstützt werden.
„All das stärkt die Widerstandskraft der Ukraine und nützt auch Moldau“, sagte Wadephul. Zugleich wandte sich der Bundesaußenminister gegen Befürchtungen, angesichts des Iran-Krieges könne sich der Fokus von den Verhandlungen über ein Ende des russischen Angriffskriegs weg verlagern. Zwar nehme die Bundesregierung die neuen Bedrohungen, die aus dem Iran-Krieg entstehen könnten, sehr ernst. Wadephul unterstrich jedoch, „dass für Deutschland der völkerrechtswidrige Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine und die damit verbundene Bedrohung seiner gesamten Nachbarstaaten die sicherheitspolitische Thematik Nummer eins bleibt“.
„All das stärkt die Widerstandskraft der Ukraine und nützt auch Moldau“, sagte Wadephul. Zugleich wandte sich der Bundesaußenminister gegen Befürchtungen, angesichts des Iran-Krieges könne sich der Fokus von den Verhandlungen über ein Ende des russischen Angriffskriegs weg verlagern. Zwar nehme die Bundesregierung die neuen Bedrohungen, die aus dem Iran-Krieg entstehen könnten, sehr ernst. Wadephul unterstrich jedoch, „dass für Deutschland der völkerrechtswidrige Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine und die damit verbundene Bedrohung seiner gesamten Nachbarstaaten die sicherheitspolitische Thematik Nummer eins bleibt“.
Amelie Schmidt
Ukraine und Russland tauschen erneut Gefangene aus
Russland und die Ukraine tauschen je 200 Kriegsgefangene aus. Das teilt das Verteidigungsministerium in Moskau mit. Trotz der russischen Großinvasion vor vier Jahren und ausbleibender Fortschritte bei Friedensverhandlungen übergeben beide Seiten immer wieder Gefangene und die sterblichen Überreste von Soldaten, zuletzt in der vergangenen Woche.
Amelie Schmidt
Pipeline-Streit: Orbán will Erkundungsmission in die Ukraine schicken
Im Streit mit der Ukraine um eine im Krieg beschädigte Erdölleitung will Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán eine eigene Erkundungsmission in die Ukraine schicken. Diese Verordnung erschien vergangene Nacht im ungarischen Amtsblatt. Ein stellvertretender Minister aus dem ungarischen Energieministerium soll diese Mission anführen.
Über die Druschba-Pipeline bekamen Ungarn und die Slowakei bis Ende Januar Erdöl aus Russland. Die Lieferungen über diese Pipeline wurden der Ukraine zufolge abgebrochen, nachdem sie durch russische Angriffe beschädigt worden war. Die Regierungen Ungarns und die Slowakei behaupten, dass der Abbruch der Lieferungen nicht an technischen Problemen liege, sondern an einer politischen Entscheidung in Kiew. Die Ukraine bestreitet das. Ihren Angaben nach liegt die Schadstelle im Westen des Landes bei Brody im Gebiet Lwiw. Dort habe ein russischer Drohnenangriff Ende Januar ein Tanklager getroffen, dessen Brand auch technische Systeme der Pipeline-Steuerung unter der Erde beschädigt habe. „Diese Schäden sind von außen nicht sichtbar, erfordern jedoch umfangreiche Reparaturarbeiten“, sagte Energieminister Denys Schmyhal.
Eine ungarische Erkundungsmission wird ohne Zustimmung Kiews vor Ort nicht tätig werden können. Ihre Einsetzung durch Orbán stellt einen eher symbolischen Akt dar. Der ungarische Ministerpräsident erhofft sich davon mehr Druck auf die Ukraine, die Pipeline wieder betriebsfähig zu machen.
Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenskij sagte der italienischen Zeitung Corriere della Sera, dass er mit Orbán nicht rede, weil der nicht mit ihm sprechen wolle. Er sei aber im Kontakt mit dem slowakischen Regierungschef Robert Fico. Diesem habe er gesagt: „Die Pipeline ist zerstört. Um sie zu reparieren, ist eine Waffenruhe nötig. Das muss Putin klar gesagt werden.“
Über die Druschba-Pipeline bekamen Ungarn und die Slowakei bis Ende Januar Erdöl aus Russland. Die Lieferungen über diese Pipeline wurden der Ukraine zufolge abgebrochen, nachdem sie durch russische Angriffe beschädigt worden war. Die Regierungen Ungarns und die Slowakei behaupten, dass der Abbruch der Lieferungen nicht an technischen Problemen liege, sondern an einer politischen Entscheidung in Kiew. Die Ukraine bestreitet das. Ihren Angaben nach liegt die Schadstelle im Westen des Landes bei Brody im Gebiet Lwiw. Dort habe ein russischer Drohnenangriff Ende Januar ein Tanklager getroffen, dessen Brand auch technische Systeme der Pipeline-Steuerung unter der Erde beschädigt habe. „Diese Schäden sind von außen nicht sichtbar, erfordern jedoch umfangreiche Reparaturarbeiten“, sagte Energieminister Denys Schmyhal.
Eine ungarische Erkundungsmission wird ohne Zustimmung Kiews vor Ort nicht tätig werden können. Ihre Einsetzung durch Orbán stellt einen eher symbolischen Akt dar. Der ungarische Ministerpräsident erhofft sich davon mehr Druck auf die Ukraine, die Pipeline wieder betriebsfähig zu machen.
Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenskij sagte der italienischen Zeitung Corriere della Sera, dass er mit Orbán nicht rede, weil der nicht mit ihm sprechen wolle. Er sei aber im Kontakt mit dem slowakischen Regierungschef Robert Fico. Diesem habe er gesagt: „Die Pipeline ist zerstört. Um sie zu reparieren, ist eine Waffenruhe nötig. Das muss Putin klar gesagt werden.“
Amelie Schmidt
Mehrere Tote und Verletzte bei russischen Angriffen
Russland hat die Ukraine in der Nacht mit Angriffen aus der Luft überzogen. Vier Personen seien verletzt worden, als eine Drohne in der Nähe eines Mehrfamilienhauses im Dorf Nowopokrowka einschlug, teilte die Staatsanwaltschaft mit.
Der Gouverneur des südukrainischen Gebiets Odessa, Oleh Kiper, sprach zudem von einem Angriff auf ein ziviles Schiff unter der Flagge Panamas im Schwarzen Meer. Es habe den ukrainischen Hafen Tschornomorsk verlassen und Mais transportiert. Es gebe verletzte Besatzungsmitglieder, schrieb er bei Telegram, ohne Details zu nennen.
Während des vergangenen Tages seien insgesamt sieben Menschen bei russischen Angriffen getötet worden und 25 weitere verletzt, das berichtet die ukrainische Zeitung Kyiv Independent und bezieht sich dabei auf Angaben lokaler Behörden. Zu den tödlichen Angriffen sei es demnach im östlichen Gebiet Donezk, im nordöstlich gelegenen Charkiw und im südöstlichen Gebiet Cherson gekommen.
Auch Russland berichtet von Verletzten. Nach Angaben des Gouverneurs Roman Bussargin des Gebiets Saratow, seien nach ukrainischen Drohnenangriffen drei Menschen verletzt worden. Er sagte aber nicht, wo genau. In Saratow am Fluss Wolga gibt es eine Ölraffinerie und in deren Nähe einen großen Luftwaffenstützpunkt der russischen Streitkräfte.
Der Gouverneur des südukrainischen Gebiets Odessa, Oleh Kiper, sprach zudem von einem Angriff auf ein ziviles Schiff unter der Flagge Panamas im Schwarzen Meer. Es habe den ukrainischen Hafen Tschornomorsk verlassen und Mais transportiert. Es gebe verletzte Besatzungsmitglieder, schrieb er bei Telegram, ohne Details zu nennen.
Während des vergangenen Tages seien insgesamt sieben Menschen bei russischen Angriffen getötet worden und 25 weitere verletzt, das berichtet die ukrainische Zeitung Kyiv Independent und bezieht sich dabei auf Angaben lokaler Behörden. Zu den tödlichen Angriffen sei es demnach im östlichen Gebiet Donezk, im nordöstlich gelegenen Charkiw und im südöstlichen Gebiet Cherson gekommen.
Auch Russland berichtet von Verletzten. Nach Angaben des Gouverneurs Roman Bussargin des Gebiets Saratow, seien nach ukrainischen Drohnenangriffen drei Menschen verletzt worden. Er sagte aber nicht, wo genau. In Saratow am Fluss Wolga gibt es eine Ölraffinerie und in deren Nähe einen großen Luftwaffenstützpunkt der russischen Streitkräfte.
Das Bild zeigt einen ukrainischen Feuerwehrmann, der ein Feuer nach dem Einschlag einer russischen Drohne in der Region Odessa löscht. . State Emergency Service of Ukraine via AFP
Selenskij: Bisher keine Signale für neue Ukraine-Gespräche
Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenskij geht wegen der Lage im Nahen Osten von einer Pause in den Friedensgesprächen mit Russland unter US-Vermittlung aus. „Aufgrund der Situation mit Iran sind die notwendigen Signale für ein trilaterales Treffen bislang noch nicht gekommen“, sagte Selenskij in seiner in Kiew verbreiteten abendlichen Videobotschaft.
Er hatte mit neuen Verhandlungen zwischen Ukrainern und Russen Anfang März gerechnet. Nun sagte er, dass die „trilaterale diplomatische Arbeit“ wieder aufgenommen werden solle, sobald „die Sicherheitslage und der allgemeine politische Kontext es uns erlauben“. „Die Ukraine ist dazu bereit“, sagte er. Auch der Kreml hatte mitgeteilt, trotz der „Enttäuschung“ über den US-Angriff auf den mit Russland befreundeten Iran weiter auf die Vermittlung Washingtons im Ukraine-Krieg zu setzen. Zuletzt hatte es mehrfach Gespräche gegeben – erst in Abu Dhabi, dann in Genf. Selenskij sagte, dass er mit seinem Chefunterhändler Rustem Umjerow gesprochen habe, der „praktisch täglich mit den Vereinigten Staaten in Kontakt“ stehe.
Er hatte mit neuen Verhandlungen zwischen Ukrainern und Russen Anfang März gerechnet. Nun sagte er, dass die „trilaterale diplomatische Arbeit“ wieder aufgenommen werden solle, sobald „die Sicherheitslage und der allgemeine politische Kontext es uns erlauben“. „Die Ukraine ist dazu bereit“, sagte er. Auch der Kreml hatte mitgeteilt, trotz der „Enttäuschung“ über den US-Angriff auf den mit Russland befreundeten Iran weiter auf die Vermittlung Washingtons im Ukraine-Krieg zu setzen. Zuletzt hatte es mehrfach Gespräche gegeben – erst in Abu Dhabi, dann in Genf. Selenskij sagte, dass er mit seinem Chefunterhändler Rustem Umjerow gesprochen habe, der „praktisch täglich mit den Vereinigten Staaten in Kontakt“ stehe.
Russland: Ukraine greift Gas-Tanker im Mittelmeer an
Moskau hat Kiew vorgeworfen, einen Gas-Tanker im Mittelmeer mit einem unbemannten Drohnenboot angegriffen zu haben. „Das ist ein Terroranschlag“, sagte Präsident Wladimir Putin in einem auch vom Kreml veröffentlichten Interview mit dem russischen Staatsfernsehen. Laut dem russischen Verkehrsministerium attackierte die Ukraine am Vortag im Mittelmeer den Gas-Tanker „Arctic Metagaz“ in unmittelbarer Nähe Maltas.
In Moskau sagte Außenministeriumssprecherin Maria Sacharowa, dass alle 30 Mitglieder der Besatzung gerettet seien. Die Männer seien in Sicherheit, „zwei von ihnen, die Brandverletzungen erlitten haben, wird medizinische Hilfe zuteil“, sagte Sacharowa. „Da es sich um einen Gas-Tanker handelt, der mit einer Ladung unterwegs war, hat der Angriff auf ihn auch enorme Schäden für die Umwelt zur Folge“, sagte sie. Sie machte allerdings keine Angaben zum Zustand des Schiffs. Auf nicht überprüfbaren Fotos und Videos in sozialen Medien, die den Vorfall zeigen sollen, waren Rauch und Feuer auf einem stark beschädigten Schiff zu sehen. Russland spricht neben Terror auch von Piraterie und wirft den Mitgliedstaaten der EU vor, solche Handlungen der Ukraine zu dulden.
Von ukrainischer Seite gab es dazu zunächst keine Reaktion. Allerdings veröffentlichte Serhij Sternenko, Berater des ukrainischen Verteidigungsministers, auf X „exklusiv“ Aufnahmen, die nach dem Brand vom russischen Gas-Tanker aus der Luft gemacht wurden. Die Streitkräfte Maltas teilten bei Facebook mit, dass sie über eine Notsituation des Schiffs Arctic Metagaz außerhalb ihres Such- und Rettungsgebiets informiert worden seien. Das Schiff sei geortet, und Koordinierungsmaßnahmen seien gemäß internationalen Verpflichtungen ergriffen worden. Die Überlebenden seien anschließend im libyschen Such- und Rettungsgebiet in einem Rettungsboot gefunden worden.
In Moskau sagte Außenministeriumssprecherin Maria Sacharowa, dass alle 30 Mitglieder der Besatzung gerettet seien. Die Männer seien in Sicherheit, „zwei von ihnen, die Brandverletzungen erlitten haben, wird medizinische Hilfe zuteil“, sagte Sacharowa. „Da es sich um einen Gas-Tanker handelt, der mit einer Ladung unterwegs war, hat der Angriff auf ihn auch enorme Schäden für die Umwelt zur Folge“, sagte sie. Sie machte allerdings keine Angaben zum Zustand des Schiffs. Auf nicht überprüfbaren Fotos und Videos in sozialen Medien, die den Vorfall zeigen sollen, waren Rauch und Feuer auf einem stark beschädigten Schiff zu sehen. Russland spricht neben Terror auch von Piraterie und wirft den Mitgliedstaaten der EU vor, solche Handlungen der Ukraine zu dulden.
Von ukrainischer Seite gab es dazu zunächst keine Reaktion. Allerdings veröffentlichte Serhij Sternenko, Berater des ukrainischen Verteidigungsministers, auf X „exklusiv“ Aufnahmen, die nach dem Brand vom russischen Gas-Tanker aus der Luft gemacht wurden. Die Streitkräfte Maltas teilten bei Facebook mit, dass sie über eine Notsituation des Schiffs Arctic Metagaz außerhalb ihres Such- und Rettungsgebiets informiert worden seien. Das Schiff sei geortet, und Koordinierungsmaßnahmen seien gemäß internationalen Verpflichtungen ergriffen worden. Die Überlebenden seien anschließend im libyschen Such- und Rettungsgebiet in einem Rettungsboot gefunden worden.
Ukraine: Erneut Angriffe auf Bahn - Personenzug getroffen
Eine russische Drohne hat in der südukrainischen Region Mykolajiw einen leeren Personenzug getroffen. Dabei wurde ein Eisenbahnmitarbeiter verletzt, wie der stellvertretende Ministerpräsident Oleksij Kuleba mitteilt. Die ukrainische Staatsbahn Ukrsalisnyzja erklärt, Russland habe seine Drohnenangriffe auf die Eisenbahn-Infrastruktur verstärkt. Bei einem Angriff auf einen Nahverkehrszug in der Region Dnipropetrowsk waren am Montag ein Mensch getötet und sieben weitere verletzt worden. Seit Anfang März seien 18 Angriffe registriert worden, bei denen 41 Anlagen beschädigt wurden.
Bundesnachrichtendienst: Russland schönt Kosten des Angriffskrieges
Die Lage der russischen Wirtschaft und des Staatshaushalts ist nach Ansicht des Bundesnachrichtendienstes schlechter als offiziell dargestellt. „Russland versucht, durch geschönte Zahlen die wahren Kosten seines Angriffskrieges gegen die Ukraine zu verschleiern“, schreibt der Nachrichtendienst auf der Plattform LinkedIn. „Das echte Defizit des föderalen Haushalts 2025 liegt über 2,36 Billionen Rubel (26,18 Milliarden Euro) höher als offiziell ausgewiesen.“ Der BND beruft sich auf nachrichtendienstliche Erkenntnisse.
Im fünften Jahr des Krieges gegen die Ukraine wiesen nahezu alle Sektoren der russischen Volkswirtschaft eine Negativentwicklung auf, heißt es weiter. Neben deutlich niedrigeren Öl- und Gaseinnahmen aufgrund der seit 2022 stark gesunkenen Weltmarktpreise läge dies auch an den westlichen Sanktionen. Die Kosten für den Krieg würden von der russischen Führung billigend in Kauf genommen und noch über Jahre nachwirken. „Mit der Verschleierung der wirtschaftlichen Schäden wird der Investitionsstandort Russland zum unwägbaren Risiko“, schreibt der BND.
Weitere Sanktionen und deren Umsetzung könnten nach Ansicht des Nachrichtendienstes den Druck auf Russland erhöhen und den Preis für den Angriff auf die Ukraine für Russland nach oben treiben. Der BND nennt als mögliche Maßnahmen etwa Sanktionen gegen Unterstützer Russlands in Drittstaaten oder die sogenannte Schattenflotte, die russisches Öl transportiert. Die EU hat bereits ein 20. Sanktionspaket vorbereitet, dessen Verabschiedung derzeit von Ungarn aufgehalten wird.
Im fünften Jahr des Krieges gegen die Ukraine wiesen nahezu alle Sektoren der russischen Volkswirtschaft eine Negativentwicklung auf, heißt es weiter. Neben deutlich niedrigeren Öl- und Gaseinnahmen aufgrund der seit 2022 stark gesunkenen Weltmarktpreise läge dies auch an den westlichen Sanktionen. Die Kosten für den Krieg würden von der russischen Führung billigend in Kauf genommen und noch über Jahre nachwirken. „Mit der Verschleierung der wirtschaftlichen Schäden wird der Investitionsstandort Russland zum unwägbaren Risiko“, schreibt der BND.
Weitere Sanktionen und deren Umsetzung könnten nach Ansicht des Nachrichtendienstes den Druck auf Russland erhöhen und den Preis für den Angriff auf die Ukraine für Russland nach oben treiben. Der BND nennt als mögliche Maßnahmen etwa Sanktionen gegen Unterstützer Russlands in Drittstaaten oder die sogenannte Schattenflotte, die russisches Öl transportiert. Die EU hat bereits ein 20. Sanktionspaket vorbereitet, dessen Verabschiedung derzeit von Ungarn aufgehalten wird.
Selenskij sorgt sich um Nachschub für Ukraine - "Anti-Patriot" für den Nahen Osten
Angesichts der israelisch-amerikanischen Angriffe auf Iran befürchtet der ukrainische Präsident Wolodimir Selenskij Probleme für sein eigenes Land im Krieg gegen Russland. „Es könnte schwierig werden, Raketen und Waffen für die Verteidigung unseres Luftraums zu beschaffen“, sagte Selenskij der italienischen Tageszeitung Corriere della Sera. „Die Amerikaner und ihre Verbündeten im Nahen Osten könnten diese zur Verteidigung benötigen.“
Der ukrainische Präsident verwies auf Erfahrungen während der Angriffe der USA und Israels auf Iran im Juni vergangenen Jahres. Damals habe sich die Lieferung von Raketen an sein Land verzögert. „Heute ist das noch nicht geschehen, aber ich befürchte, dass es sich wiederholen könnte.“ Zugleich äußerte er die Hoffnung, dass es „nicht zu einem langen Krieg“ komme.
Grundsätzlich unterstütze Selenskij das Vorgehen gegen Iran, weil das Land zu den Unterstützern Russlands gehöre. „Ich halte es für eine gute Entscheidung, iranische Militärziele anzugreifen. Die Iraner produzieren eine Menge Waffen für Russland, insbesondere Drohnen und Raketen.“ Dies könnten sie jetzt wohl nicht mehr tun. Selenskij fügte hinzu: „Ich hoffe, dass die Iran-Krise eine begrenzte Operation bleibt. Wir wissen aus eigener Erfahrung, wie blutig so etwas werden kann.“
Der ukrainische Präsident verwies auf Erfahrungen während der Angriffe der USA und Israels auf Iran im Juni vergangenen Jahres. Damals habe sich die Lieferung von Raketen an sein Land verzögert. „Heute ist das noch nicht geschehen, aber ich befürchte, dass es sich wiederholen könnte.“ Zugleich äußerte er die Hoffnung, dass es „nicht zu einem langen Krieg“ komme.
Grundsätzlich unterstütze Selenskij das Vorgehen gegen Iran, weil das Land zu den Unterstützern Russlands gehöre. „Ich halte es für eine gute Entscheidung, iranische Militärziele anzugreifen. Die Iraner produzieren eine Menge Waffen für Russland, insbesondere Drohnen und Raketen.“ Dies könnten sie jetzt wohl nicht mehr tun. Selenskij fügte hinzu: „Ich hoffe, dass die Iran-Krise eine begrenzte Operation bleibt. Wir wissen aus eigener Erfahrung, wie blutig so etwas werden kann.“
Russland zieht wegen eingefrorener Gelder vor EU-Gericht
Die russische Zentralbank hat wegen des Einfrierens ihrer Vermögenswerte infolge des Ukraine-Kriegs Klage beim Gericht der Europäischen Union in Luxemburg eingereicht. Dies teilt die Notenbank in Moskau mit. Die Klage richte sich gegen einen Beschluss vom Dezember 2025, die Gelder auf unbestimmte Zeit zu blockieren. Zur Begründung hieß es, das Einfrieren sei mit "schwerwiegenden Verfahrensverstößen" verhängt worden, da es per Mehrheitsentscheidung und nicht wie vom EU-Recht gefordert einstimmig angenommen worden sei.
"Die EU-Verordnung verletzt die grundlegenden und unveräußerlichen Rechte auf Zugang zur Justiz und Unverletzlichkeit des Eigentums sowie den Grundsatz der Staatenimmunität", erklärte die Zentralbank weiter. Das im Dezember veröffentlichte EU-Dokument zur Sperrung der Gelder schließt eine Klage Russlands vor EU-Gerichten gegen die Entscheidung jedoch aus. Eine mit den Vorgängen vertraute Person sagte der Nachrichtenagentur Reuters, die mutmaßlichen Verfahrensverstöße stünden im Mittelpunkt der Klage.
Die Zentralbank schätzt, dass westliche Länder rund 300 Milliarden Dollar an russischen Staatsvermögen festgesetzt haben. Der größte Teil dieser Vermögenswerte ist in Europa bei dem belgischen Zentralverwahrer Euroclear eingefroren. Die russische Notenbank hatte bereits im vergangenen Dezember in Moskau eine Klage gegen Euroclear eingereicht. Sie fordert 230 Milliarden Dollar Schadenersatz. Dies war eine Reaktion auf das unbefristete Einfrieren sowie auf Pläne, die Vermögenswerte zur Finanzierung der Ukraine zu konfiszieren
"Die EU-Verordnung verletzt die grundlegenden und unveräußerlichen Rechte auf Zugang zur Justiz und Unverletzlichkeit des Eigentums sowie den Grundsatz der Staatenimmunität", erklärte die Zentralbank weiter. Das im Dezember veröffentlichte EU-Dokument zur Sperrung der Gelder schließt eine Klage Russlands vor EU-Gerichten gegen die Entscheidung jedoch aus. Eine mit den Vorgängen vertraute Person sagte der Nachrichtenagentur Reuters, die mutmaßlichen Verfahrensverstöße stünden im Mittelpunkt der Klage.
Die Zentralbank schätzt, dass westliche Länder rund 300 Milliarden Dollar an russischen Staatsvermögen festgesetzt haben. Der größte Teil dieser Vermögenswerte ist in Europa bei dem belgischen Zentralverwahrer Euroclear eingefroren. Die russische Notenbank hatte bereits im vergangenen Dezember in Moskau eine Klage gegen Euroclear eingereicht. Sie fordert 230 Milliarden Dollar Schadenersatz. Dies war eine Reaktion auf das unbefristete Einfrieren sowie auf Pläne, die Vermögenswerte zur Finanzierung der Ukraine zu konfiszieren
Selenskij: Haben Winter überstanden
Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenskij hat das Ende des vierten Kriegswinters und den damit verbundenen Widerstand gegen die russischen Angriffe auf das Energiesystem seines Landes begrüßt. „Heute ist der Tag, an dem jeder von uns mit Fug und Recht sagen kann: Wir haben den Winter überstanden, den schwierigsten seit Beginn des Krieges“, sagte Selenskij in seiner Videoansprache am ersten Tag des meteorologischen Frühlings. „Die Russen wollten diesen Winter zur Vernichtung der Ukraine und der Ukrainer nutzen, aber die Ukraine hat nicht nachgegeben.“
Russland habe in einem der größten Angriffe am 6. Dezember über 700 Ziele attackiert, danach folgten regelmäßige Angriffe gegen diverse Einrichtungen zur Energieversorgung. „Kein Volk hat solche Prüfungen durchgemacht“, sagte Selenskij. „Die Ukrainer haben auch das überwunden.“
Mit den Angriffen, die die Versorgung mit Wasser, Strom und Wärme teilweise unterbrachen, versuchten die russischen Streitkräfte, die ukrainische Zivilbevölkerung massiv unter Druck zu setzen. Durch die russischen Attacken mit Raketen, Drohnen und Marschflugkörpern kam es zu stundenlangen Stromabschaltungen in verschiedenen Landesteilen, die die ukrainischen Reparaturtrupps vor schwere Aufgaben stellten.
Russland habe in einem der größten Angriffe am 6. Dezember über 700 Ziele attackiert, danach folgten regelmäßige Angriffe gegen diverse Einrichtungen zur Energieversorgung. „Kein Volk hat solche Prüfungen durchgemacht“, sagte Selenskij. „Die Ukrainer haben auch das überwunden.“
Mit den Angriffen, die die Versorgung mit Wasser, Strom und Wärme teilweise unterbrachen, versuchten die russischen Streitkräfte, die ukrainische Zivilbevölkerung massiv unter Druck zu setzen. Durch die russischen Attacken mit Raketen, Drohnen und Marschflugkörpern kam es zu stundenlangen Stromabschaltungen in verschiedenen Landesteilen, die die ukrainischen Reparaturtrupps vor schwere Aufgaben stellten.
Ukraine attackiert russischen Schwarzmeerhafen Noworossijsk
Bei ukrainischen Drohnenangriffen in der russischen Hafenstadt und Flottenbasis Noworossijsk wurden offiziellen Angaben zufolge fünf Menschen verletzt. Acht Wohnblocks und neun private Wohnhäuser seien bei der Attacke beschädigt worden, schrieb der Gouverneur von Krasnodar, Wenjamin Kondratjew, bei Telegram. Er appellierte an die Bürger, weiterhin Vorsichtsmaßnahmen zu beachten. Die Behörden riefen in Noworossijsk den Notstand aus.
Derweil berichtete das unabhängige Portal Astra von einem Brand im Ölterminal Schescharis im Süden von Noworossijsk. Dieser sei mutmaßlich durch die Drohnenangriffe hervorgerufen worden, hieß es. Später bestätigten die Behörden den Brand. Das Feuer sei auf einer Fläche von 120 Quadratmetern lokalisiert worden, teilte der Krisenstab der Region Krasnodar mit. Inzwischen ist der Brand Angaben der örtlichen Behörden zufolge wieder gelöscht.
Schescharis gilt als für Russland strategisch wichtiger Terminal zur Aufnahme, Lagerung und Verschiffung von Öl und Ölprodukten. Er spielt eine wichtige Rolle beim Ölexport über das Schwarze Meer. Ukrainische Drohnen haben Schescharis bereits im November 2025 bei einem Angriff auf eine Militärbasis in Hafennähe beschädigt.
Das Verteidigungsministerium in Moskau meldete den Abschuss von 172 Drohnen in der Nacht. 67 davon seien über dem Schwarzen Meer, 66 über dem südrussischen Gebiet Krasnodar liquidiert worden.
Derweil berichtete das unabhängige Portal Astra von einem Brand im Ölterminal Schescharis im Süden von Noworossijsk. Dieser sei mutmaßlich durch die Drohnenangriffe hervorgerufen worden, hieß es. Später bestätigten die Behörden den Brand. Das Feuer sei auf einer Fläche von 120 Quadratmetern lokalisiert worden, teilte der Krisenstab der Region Krasnodar mit. Inzwischen ist der Brand Angaben der örtlichen Behörden zufolge wieder gelöscht.
Schescharis gilt als für Russland strategisch wichtiger Terminal zur Aufnahme, Lagerung und Verschiffung von Öl und Ölprodukten. Er spielt eine wichtige Rolle beim Ölexport über das Schwarze Meer. Ukrainische Drohnen haben Schescharis bereits im November 2025 bei einem Angriff auf eine Militärbasis in Hafennähe beschädigt.
Das Verteidigungsministerium in Moskau meldete den Abschuss von 172 Drohnen in der Nacht. 67 davon seien über dem Schwarzen Meer, 66 über dem südrussischen Gebiet Krasnodar liquidiert worden.
Vier Tote nach russischem Beschuss in Südukraine
Bei russischem Beschuss der Stadt Cherson im Süden der Ukraine sind vier Menschen getötet worden. Zwei ältere Frauen, die sich am Eingang eines Wohnhauses befanden, seien bei dem Angriff ums Leben gekommen, schrieb Gebietsgouverneur Olexander Prokudin bei Telegram. Eine 85-Jährige und ein 63 Jahre alter Mann seien im Krankenhaus an ihren Verletzungen gestorben.

