Thomas de Maizière Verteidigungsminister Drohne Euro Hawk
Affäre um Drohne "Euro Hawk"

Dokument erschüttert de Maizières Glaubwürdigkeit

Verteidigungsminister de Maizière gerät im Zusammenhang mit dem Drohnen-Debakel zunehmend unter Druck. Ein Papier zur Vorbereitung auf ein Treffen mit Abgeordneten der Koalition, das der "Süddeutschen Zeitung" vorliegt, belegt: Der Minister kannte die Probleme mit "Euro Hawk" genau und frühzeitig.

Von Christoph Hickmann, Berlin

Proteste in der Türkei

Aktivisten lassen Doku-Drohnen fliegen

Drohnen werden nur militärisch eingesetzt? Von wegen. Zwei Istanbuler Aktivisten nutzen die unbemannten Flugobjekte, um die Anti-Erdoğan-Demos und Polizeiübergriffe zu dokumentieren. Inzwischen haben sie damit allerdings auch die Aufmerksamkeit der Sicherheitskräfte auf sich gezogen.

Drohnen-Affäre

"Euro Hawk"-Untersuchung verzögert sich

Das Scheitern des "Euro Hawk"-Projekts muss vor den Untersuchungsausschuss. Wann genau dies geschehen soll, ist allerdings unklar. Denn Regierung und Opposition sind sich uneins, was überhaupt Gegenstand der Untersuchung sein soll.

De Maizière zu Euro Hawk
De Maizières Infomappe zu "Euro Hawk"

Persönlich quittiert

Aktenzeichen 75-60-00: Verteidigungsminister de Maizière wurde im Dezember 2012 auf sechs Seiten über die Probleme beim "Euro Hawk" informiert. Da er den Erhalt der Mappe quittiert hat, wird klar: Der CDU-Politiker war viel früher schriftlich über die Risiken bei der Zulassung der Drohne informiert als bisher zugegeben.

Von Christoph Hickmann, Berlin

Henry-A.-Kissinger-Preis
De Maizière und die "Euro Hawk"-Affäre

Bundeswehrverband verteidigt Verteidigungsminister

Irgendwann müsse Schluss sein mit dem ewigen Neubeginn: Der Bundeswehrverband spricht sich in einem Zeitungsbericht für den Verbleib von Thomas de Maizière aus. Aus der Opposition muss sich der Verteidigungsminister weiter heftige Kritik gefallen lassen - Linkenfraktionschef Gysi fordert seinen Rücktritt.

Thomas de Maizière zu Euro Hawk
Affäre um die Drohne "Euro Hawk"

Minister mangels Alternative

Bis zu den Knien im Wasser: Verteidigungsminister de Maizière gibt sich im Hochwassergebiet als Mann der Tatkraft. Trotzdem wird der Ruf nach einem Rücktritt immer lauter. Doch danach sieht es im Moment nicht aus - auch weil der Kanzlerin ein adäquater Ersatz fehlt.

Ein Kommentar von Robert Roßmann, Berlin

Verteidigungsausschuss - Sondersitzung
Affäre um Aufklärungsdrohne "Euro Hawk"

De Maizière wusste doch eher Bescheid

Den Verteidigungsminister haben doch mehr Informationen erreicht, als er zunächst sagte: Thomas de Maizière gibt jetzt an, schon vor der Einstellung des Drohnen-Projekts "Euro Hawk" von Problemen erfahren zu haben - und dass er bei diesen Gelegenheiten hätte "nachfragen müssen". Nun soll ein Untersuchungsausschuss die Vorwürfe klären.

Von Christoph Hickmann, Berlin

Euro Hawk in Manching
Debakel um Drohne "Euro Hawk"

Untersuchungsausschuss kommt noch vor der Wahl

Die SPD geht auf Konfrontationskurs: Fraktionschef Steinmeier macht den Weg frei für einen Untersuchungsauschuss über das "Euro Hawk"-Debakel noch vor der Bundestagswahl. Dort will die Union auch den SPD-Kanzlerkandidaten und früheren Finanzminister Steinbrück vorladen.

Von Michael König, Berlin

Verteidigungsausschuss
De Maizière in der "Euro-Hawk"-Affäre

Verheddert in den eigenen Sätzen

Wie viel Geld ging eigentlich dadurch verloren, dass das Verteidigungsministerium so lange mit einer Entscheidung in Sachen "Euro Hawk" gewartet hat? Über solche Sachfragen wird gar nicht mehr geredet. Stattdessen wird die Diskussion auf das Grundmuster eines Vorabendkrimis reduziert. Das hat de Maizière allerdings selbst verursacht.

Ein Kommentar von Christoph Hickmann, Berlin

Thomas de Maizière
Euro-Hawk-Affäre

Chronologie eines Debakels

Verteidigungsminister Thomas de Maizière ist mit dem "Euro Hawk" krachend gescheitert. Jetzt geht es um die Frage: Wann wusste der CDU-Politiker und Ressortchef was vom Drohnen-Debakel?

Von Christoph Hickmann, Berlin

Vorstellung Sonderbriefmarke
"Euro Hawk"-Affäre

Generalinspekteur räumt Fehler bei Drohnen-Debakel ein

"Diesen Schuh muss ich mir anziehen": Der Generalinspekteur der Bundeswehr hat Versäumnisse in der "Euro Hawk"-Affäre eingeräumt. Er hätte früher auf Fehlentwicklungen hinweisen müssen, sagte er einem Medienbericht zufolge. Derweil wachsen die Zweifel an der Darstellung von Verteidigungsminister de Mazière.

Thomas de Maizière
Debakel um Euro Hawk

FDP rückt von de Maizière ab

Die Euro-Hawk-Affäre belastet zunehmend das Klima in der schwarz-gelben Koalition: FDP-Generalsekretär Döring wirft Verteidigungsminister de Maizière indirekt vor, die politische Brisanz von Informationen über das drohende Debakel zunächst verkannt zu haben. Die Opposition findet sogar, de Maizière rede sich "um Kopf und Kragen".

Euro Hawk

De Maizière verstrickt sich in Widersprüche

Den Vorwurf der Lüge weist Verteidigungsminister de Maizière entschieden von sich. Doch dem CDU-Politiker gelingt es nicht zu erklären, wann er über das Drohnen-Debakel informiert wurde. Die Aussagen im Verteidigungsausschuss des Bundestages und in der Öffentlichkeit widersprechen sich - sein Ansehen leidet stark.

Von Christoph Hickmann, Berlin

Bundestag
Drohnenaffäre um Thomas de Maizière

Ein Minister, der sich selbst bedauert

Auf einem Flugplatz vergammelt die einzige Testdrohne, die schon geliefert wurde. Sie ist das Sinnbild einer deprimierenden Verantwortungslosigkeit. Die monatelange Ahnungslosigkeit de Maizières in der Drohnenaffäre ist äußerst peinlich. Die Konsequenzen wird aber nicht der Verteidigungsminister tragen müssen.

Ein Kommentar von Nico Fried, Berlin

Thomas de Maiziere 8 Bilder
Die politische Laufbahn von Thomas de Maizière

Merkels letzter Mann

Thomas de Maizière galt in der CDU als verlässlicher Allrounder, Mann der Zukunft und manchen gar als potenzieller Kanzler - bis die "Euro Hawk"-Probleme ans Licht kamen. Der 59-Jährige steht loyal zu Angela Merkel. Er ist der letzte verbliebene Minister, der aus ihrem inneren Machtzirkel kommt. De Maiziéres Karriere in Bildern.

German Defence Minister de Maiziere shows files to Chancellor Merkel at a cabinet meeting at the Chancellery in Berlin 04:30
Prantls Politik zur Drohnenaffäre

"Um Merkel könnte es einsam werden"

Heute muss Verteidigungsminister de Maizière Abgeordneten des Bundestages Rede und Antwort stehen. Warum hat er das umstrittene Drohnenprojekt "Euro Hawk" so spät gestoppt? Sind die Rücktrittsforderungen gerechtfertigt? Was bedeutet das für die Kanzlerin?

Von Heribert Prantl

Bundesrechnungshof schont in Bericht zur Drohne Euro Hawk den Verteidigungsminister de Maizière
Chronik der Euro-Hawk-Affäre

Rechnungshofbericht schont de Maizière

Fehler vom Anfang bis zum Ende: Die Verantwortlichen des "Euro-Hawk" bekommen vom Bundesrechnungshof reichlich Tadel. Minister de Maizière jedoch wird entlastet. Denn die Wurzeln des Fiaskos legte offenbar ein anderer CDU-Mann.

Von Christoph Hickmann, Berlin

Euro Hawk
Aus für "Euro Hawk"

Fast wie im kalten Krieg

Verteidigungsminister de Maizière muss den Abgeordneten heute das Euro-Hawk-Debakel erklären. Angeschlagen ist er auch aus eigenem Verschulden. Ob er zurücktreten muss, wie es die dankbare Opposition fordert, ist aber keineswegs schon ausgemacht. Klar ist hingegen: Das gescheiterte Drohnenprojekt offenbart grundlegende Probleme der Bundeswehr bei der Beschaffung von Waffen.

Ein Kommentar von Joachim Käppner

Drohne 'Euro Hawk' de Maizière
Neuer Bericht zum gescheiterten Drohnen-Projekt

Rechnungshof kritisiert Versäumnisse bei Euro Hawk

Erstmals hat der Bundesrechnungshof auch geheimes Material berücksichtigt. In ihrem neuen Bericht über das Drohnen-Projekt "Euro Hawk" stellen die Rechnungsprüfer dem Verteidigungsministerium schlechte Noten aus. Doch sie sehen trotzdem gute Gründe für das lange Festhalten am Drohnenkauf.

US-Drohnen

Deutschland, ein Tatort

Was bedeutet das Dirigieren der US-Exekutions-Drohnen von Deutschland aus? Entweder die Bundesrepublik ist nicht wirklich souverän - dann ist sie arm dran. Oder Deutschland ist ein williger Helfer bei Straftaten und Menschenrechtsverletzungen. Dann machen sich die Regierenden strafbar.

Ein Kommentar von Heribert Prantl

Debakel um "Euro Hawk"-Drohne

Grüne drohen de Maizière mit Untersuchungsausschuss

Das gescheiterte Drohnen-Projekt "Euro Hawk" bringt Verteidigungsminister de Maizière immer stärker in Bedrängnis. Am Mittwoch muss er sich vor dem Parlament erklären. Schon vorher setzt ihn die Opposition unter Druck: Grünen-Fraktionschef Trittin droht mit einem Untersuchungsausschuss.

Bundesrechnungshof schont in Bericht zur Drohne Euro Hawk den Verteidigungsminister de Maizière
Drohnen-Debakel

Bundeswehr wollte "Euro Hawk"-Unterlagen löschen

Geheime Akten, versuchte Löschungen: In der Affäre um das gestoppte "Euro Hawk"-Projekt wollten Bundeswehr-Behörden nach Medienberichten wichtige Vorgänge vertuschen. Kritik schlägt Verteidigungsminister Thomas de Maizière inzwischen auch vom Koalitionspartner FDP entgegen.

Aufklärung des Euro-Hawk-Drohnen-Debakels

Kopieren verboten

Hat eine Seite nicht geliefert, was vereinbart war? Deutsche Prüfer durften zentrale Unterlagen über die Drohne "Euro Hawk" nur in Räumen des US-Herstellers Northrop Grumman einsehen. Für die Zulassung fehlten aber am Ende trotzdem Dokumente.

Von Christoph Hickmann, Berlin

Drohneneinsätze am Horn von Afrika

Geheimes Töten ist schrecklich einfach

Angeblich zehn Drohneneinsätze gab es in den vergangenen sechs Jahren in Somalia. Die USA halten das Ausmaß ihres Drohnenkriegs bewusst im Dunkeln. Unklar ist deshalb nicht nur die genaue Zahl der Opfer, sondern auch ob es sich bei den Getöteten tatsächlich um Terroristen handelt.

Von Andrea Kempmann und Hans Leyendecker

US-Kampfdrohnen unterstützten Bundeswehr in Nordafghanistan
US-Drohnen

Deutsche Stellungen in einem geheimen Krieg

Ohne Festnahme, ohne Verhandlung: Wenn die USA mit Drohnen von Deutschland aus Menschen in Afrika töten, ist das völkerrechtlich bedenklich. Doch Konsequenzen durch deutsche Behörden müssen die amerikanischen Soldaten nicht fürchten.

Von Christian Fuchs, John Goetz und Hans Leyendecker